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	<title>Romano Prodi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T11:36:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-26929-07: /* Zweite Amtszeit als Ministerpräsident (2006–08) */</title>
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		<updated>2025-09-27T23:34:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zweite Amtszeit als Ministerpräsident (2006–08)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Romano Prodi - Giornata Autonomia 2014.JPG|mini|Romano Prodi (2014)[[Datei:Romano Prodi signature.svg|rahmenlos|zentriert|hochkant=0.9|klasse=skin-invert-image|Unterschrift von Romano Prodi]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Romano Prodi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. August]] [[1939]] in [[Scandiano]], [[Provinz Reggio Emilia|RE]]) ist ein [[italien]]ischer [[Wirtschaftswissenschaft]]ler und [[Politiker]] (zunächst [[Democrazia Cristiana|DC]], dann [[L’Ulivo]], ab 2007 [[Partito Democratico|PD]]). Er war von 1996 bis 1998 und von 2006 bis 2008 [[Liste der Ministerpräsidenten Italiens|italienischer Ministerpräsident]] und von September 1999 bis November 2004 [[Präsident der Europäischen Kommission]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Romano Prodi ist eines von neun Kindern des Ingenieurs Mario Prodi und der Lehrerin Enrica Prodi. Zu seinen Brüdern zählen der Mathematiker [[Giovanni Prodi]] und der Physiker [[Vittorio Prodi]]. Er studierte nach dem Abitur an der [[Universität Mailand]] [[Rechtswissenschaften]] und schloss 1961 mit Auszeichnung ab. Anschließend absolvierte er Aufbaustudiengänge in Mailand, [[Bologna]] und an der [[London School of Economics]]. Ab 1963 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 1966 Lehrbeauftragter und von 1971 bis 1999 [[Professor]] für [[Volkswirtschaft]] und [[Industriepolitik]] an der [[Universität Bologna]]. Mitte der 1970er Jahre war Prodi vorübergehend Geschäftsführer des Sportwagenherstellers [[Maserati]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Blaube: &amp;#039;&amp;#039;Besser Wissen mit Wolfgang Blaube: Romano Prodi war Maserati-Chef&amp;#039;&amp;#039;. Oldtimer Markt, Heft 11/2015, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Prodi ist seit 1969 mit der Universitätslektorin [[Flavia Franzoni|Flavia Prodi Franzoni]] verheiratet. Sie haben erwachsene Söhne, Giorgio und Antonio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Prodi Pertini Andreotti.jpg|mini|Prodi mit Staatspräsident [[Sandro Pertini]] und Ministerpräsident [[Giulio Andreotti]] (1978)]]&lt;br /&gt;
Prodi engagierte sich politisch zunächst in der Partei [[Democrazia Cristiana]]. [[Giulio Andreotti]] berief ihn im November 1978 als Industrieminister in [[Kabinett Andreotti IV|sein Kabinett]]. Nach dessen Ende am 19. März 1978 setzte Prodi seine Lehrtätigkeit fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Istituto per la Ricostruzione Industriale ===&lt;br /&gt;
Von 1984 bis 1995, mit Unterbrechung zwischen 1989 und 1993, war er Präsident des [[Istituto per la Ricostruzione Industriale|IRI]], der größten staatlichen [[Holding]] Italiens. Nach Sanierung, Umstrukturierung und [[Privatisierung]] mehrerer Tochtergesellschaften während seiner ersten Zeit half er während seiner zweiten Geschäftsausübung bei der Privatisierung anderer Firmen. Von 1990 bis 1993 führte Prodi das Beratungsunternehmen &amp;#039;&amp;#039;Analisi e Studi Economici&amp;#039;&amp;#039;. Diese Firma, die Prodi gemeinsam mit seiner Frau gehörte, verdiente in dieser Zeit £1,4 Mio.; Hauptkunde war [[Goldman Sachs]], und Goldman Sachs war auch an zwei [[Fusion (Wirtschaft)|Fusionen]] beteiligt, die Prodi in seiner anschließenden zweiten Amtszeit als IRI-Präsident verantwortete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Telegraph&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ambrose Evans-Pritchard |url=https://www.telegraph.co.uk/finance/markets/2809685/Italians-claim-country-run-by-Goldman-Sachs.html |titel=Italians claim country run by Goldman Sachs |hrsg=[[Telegraph Media Group]] |datum=2007-06-19 |abruf=2013-08-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung von L’Ulivo, erste Amtszeit als Ministerpräsident (1996–98) ===&lt;br /&gt;
Prodi war ein entschiedener Gegner des Bau- und Medienunternehmers [[Silvio Berlusconi]], der 1993/94 auf die politische Bühne trat, seine rechtsliberal-populistische Partei [[Forza Italia]] gründete und schon bei den [[Parlamentswahlen in Italien 1994|Parlamentswahlen am 27. und 28. März 1994]] zum Ministerpräsidenten einer Mitte-rechts-Koalition gewählt wurde. Das [[Kabinett Berlusconi I]] zerbrach im Januar 1995. Um eine Wiederwahl Berlusconi zu verhindern, initiierte Prodi im Februar/März 1995 ein breites Mitte-links-Bündnis namens &amp;#039;&amp;#039;[[L’Ulivo]]&amp;#039;&amp;#039; („Der Olivenbaum“). Dessen Hauptstützen waren die [[Partito Democratico della Sinistra]] (PDS, „Demokratische Linkspartei“ – ehemalige Kommunisten, die sich nach 1989 zu Sozialdemokraten gewandelt hatten) und die [[Partito Popolare Italiano (1994)|Partito Popolare Italiano]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCarthy04_373&amp;quot;&amp;gt;Patrick McCarthy: &amp;#039;&amp;#039;Italy. A Society in Search of a State.&amp;#039;&amp;#039; In: Ronald Tiersky: &amp;#039;&amp;#039;Europe Today. National Politics, European Integration, and European Security.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Rowman &amp;amp; Littlefield, Lanham (MD) 2004, S. 345–384, auf S. 373.&amp;lt;/ref&amp;gt; (PPI, hervorgegangen aus dem Rumpf der 1994 zerbrochenen Democrazia Cristiana), der Prodi zwar noch angehörte,&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Köppl: &amp;#039;&amp;#039;Das politische System Italiens. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag, Wiesbaden 2007, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er aber kein Amt oder Mandat hatte. Die PPI spaltete sich an der Frage, ob man Prodi unterstützen sollte: Der rechte Flügel verließ die PPI und schloss sich Berlusconi an.&amp;lt;ref&amp;gt;Gino Moliterno: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Contemporary Italian Culture.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London/New York 2000, S. 852, Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Ulivo&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kamen zahlreiche Kleinparteien von Liberalen bis zu Kommunisten. Obwohl er kein Parteiamt innehatte, wurde Prodi zum &amp;#039;&amp;#039;Leader&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. inoffiziellen Anführer) und Ministerpräsidentenkandidaten von L’Ulivo bestimmt. Parteilose Anhänger Prodis organisierten sich in den &amp;#039;&amp;#039;Comitati per l’Italia che vogliamo&amp;#039;&amp;#039; („Komitees für das Italien, das wir wollen“), umgangssprachlich &amp;#039;&amp;#039;Comitati Prodi&amp;#039;&amp;#039; („Prodi-Komitees“) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Romano Prodi 1996.jpg|mini|hochkant|Romano Prodi (1996)]]&lt;br /&gt;
Prodi präsentierte sich als komplettes Gegenbild zu Berlusconi: Erschien der „Cavaliere“ aus Mailand aggressiv, so wirkte der „Professore“ aus Bologna beruhigend. Berlusconi polemisierte, Prodi rief zum Dialog auf. Während der eine sich verherrlichen ließ, gab sich der andere betont bescheiden. Statt im Privatjet reiste Prodi in einem Bus durch Italien. Während Berlusconi sich mit seinem Fußballclub [[AC Mailand]] schmückte, sprach Prodi über sein Hobby Radsport. Die Presse titulierte ihn als den „Anti-Berlusconi“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;McCarthy04_373&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick McCarthy: &amp;#039;&amp;#039;The languages of politics. From &amp;#039;&amp;#039;politichese&amp;#039;&amp;#039; to the ‘discourse of serenity’.&amp;#039;&amp;#039; In: Luciano Cheles, Lucio Sponza: &amp;#039;&amp;#039;The Art of Persuasion. Political Communication in Italy from 1945 to the 1990s.&amp;#039;&amp;#039; Manchester University Press, Manchester/New York 2001, S. 196–210, auf S. 196, 204.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zur vorgezogenen [[Parlamentswahlen in Italien 1996|Parlamentswahl im April 1996]] trat Prodi an der Spitze der Liste &amp;#039;&amp;#039;Popolari per Prodi&amp;#039;&amp;#039; (bestehend aus PPI, [[Partito Repubblicano Italiano|PRI]], Unione Democratica, Südtiroler Volkspartei sowie den Comitati Prodi) an. Diese erhielt zwar nur auf 6,8 % der Stimmen und 72 Sitze, insgesamt gewann aber der L’Ulivo-Block die Wahl knapp. Prodi selbst zog über ein Direktmandat in Bologna in das [[Camera dei deputati|Abgeordnetenhaus]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Mai 1996 wurde er als Ministerpräsident einer Mitte-links-Koalition vereidigt. Diese war im Parlament auch auf die Stimmen der orthodox-kommunistischen [[Partito della Rifondazione Comunista|Rifondazione Comunista]] angewiesen. Sein rigoroser [[Sparkurs]] und eine Abmachung, in der Italien zusicherte, bevorzugt Milch aus Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.businessweek.com/news/2010-05-14/euro-breakup-talk-increases-as-germany-loses-proxy-update1-.html |wayback=20100516071906 |text=Euro Breakup Talk Increases as Germany Looses Proxy}} - Bloomberg Business vom 14. Mai 2010 (via [[Internet Archive]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; zu kaufen, ermöglichte den Beitritt Italiens zur [[Währungsunion]]. Im Herbst 1998 entzog die Rifondazione Comunista Prodi ihre Unterstützung. Prodi trat am 21. Oktober 1998 nach einer verlorenen [[Vertrauensfrage|Vertrauensabstimmung]] zurück. Das Kabinett wurde nur umgebildet: grundsätzlich blieb die Mitte-links-Koalition an der Regierung, nun unter Führung [[Massimo D’Alema]]s (der auch wieder die Unterstützung eines Teils der Kommunisten gewinnen konnte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1999 beteiligte sich Prodi an der Gründung der Partei [[I Democratici]], deren erklärtes Vorbild die [[Demokratische Partei (Vereinigte Staaten)|Demokratische Partei]] der USA war (was auch am Parteisymbol, einem Esel, erkennbar war). In dieser gingen die Comitati Prodi, die kleine sozialliberale Unione Democratica, die Anti-Korruptions- bzw. Anti-Mafia-Parteien [[Italia dei Valori]] und [[La Rete]] sowie ein Netzwerk von Bürgermeistern auf; nicht jedoch die beiden großen Parteien des L’Ulivo-Bündnisses PDS und PPI. Bei der [[Europawahl 1999]] erhielten I Democratici 7,7 % der Stimmen und schlossen sich der [[Liberale und Demokratische Fraktion|Liberalen Fraktion]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Kommissionspräsident (1999–2004) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Romano Prodi in Moscow 29 May 2002-1.jpg|mini|EU-Kommissionspräsident Prodi in Moskau (2002)]]&lt;br /&gt;
Prodi wurde am 24. März 1999 wurde von den Regierungschefs der EU-Mitglieder als EU-Kommissionspräsident nominiert. Er trat am 15. September 1999 die Nachfolge von [[Jacques Santer]] an, nachdem das [[Europäisches Parlament|Europäische Parlament]] die Ernennung bestätigt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Dezember 2003 detonierten zwei [[Rohrbombe]]n vor und am 27. Dezember 2003 eine [[Briefbombe]] in seiner Privatwohnung in Bologna. Alle [[Attentat]]e überlebte Prodi unverletzt. Die Polizei vermutete Tätern aus [[Anarchismus|Anarchistenkreisen]]. &lt;br /&gt;
Die [[EU-Erweiterung 2004]] (Aufnahme von zehn Staaten in die EU) und die Beitrittsverhandlungen zuvor gelten als die wichtigsten Ereignisse seiner Amtszeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite Amtsperiode Prodis fand im [[Europäischer Rat|Europäischen Rat]] keine starken Befürworter – wohl auch weil Prodi sich offenließ, wieder Führer des Linksbündnisses in Italien zu werden. Im Juni 2004 begannen die Sondierungen zu seiner [[Kommission Barroso I|Nachfolge]] in der EU. Im November 2004 folgte ihm [[José Manuel Barroso]] als Kommissionspräsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prodi hat zahlreiche akademische Würden erhalten und viele Beiträge zur Volkswirtschaft und Industriepolitik veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Amtszeit als Ministerpräsident (2006–08) ===&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 2005 wurde Prodi bei einer landesweiten allgemeinen [[Vorwahl (Politik)|Vorwahl]] mit über 70 % zum Spitzenkandidaten des Mitte-links-Bündnisses [[L’Ulivo]] für die [[Parlamentswahlen in Italien 2006|Parlamentswahlen 2006]] bestimmt. &lt;br /&gt;
Bei den Parlamentswahlen am 9. und 10. April 2006 erhielt das Bündnis [[L’Unione]] in der [[Camera dei deputati]] eine komfortable und im [[Senato della Repubblica]] eine sehr knappe Mehrheit. Er folgte Berlusconi im Amt des Ministerpräsidenten nach und leitete seit dem 17. Mai 2006 sein [[Kabinett Prodi II|zweites Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Februar 2007 reichte er seinen Rücktritt als italienischer Ministerpräsident ein, nachdem seine zukünftige außenpolitische Linie (Rückzug der italienischen Truppen aus dem [[Irak]], aber Verbleib in [[Afghanistan]]) keine Mehrheit im Parlament gefunden hatte. Der italienische Staatspräsident [[Giorgio Napolitano|Napolitano]] nahm den Rücktritt jedoch nicht an. Napolitano gab am 24. Februar 2007 bekannt, die Regierung Prodi weder aufzulösen noch Neuwahlen auszurufen. Prodi war bereit, auch weiterhin Verantwortung für Italien zu übernehmen. Zitat Romano Prodi: „Ich werde mich so schnell es geht, den Parlamentskammern zu Vertrauensabstimmungen stellen [...] mit erneuertem Schwung und einer geschlossenen Koalition, die entschlossen ist, dem Land in dieser schwierigen Phase zu helfen und es zu weiterem wirtschaftlichen Aufschwung zu führen, der schon eingesetzt hat.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prodi gewann am 28. Februar und 2. März 2007 die Vertrauensabstimmungen in Senat (162 zu 157 Stimmen) und Abgeordnetenkammer (342 zu 253 Stimmen). Damit konnte Prodis Mitte-links-Bündnis seine Arbeit fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 17. Januar 2008 führte Prodi auch das [[Liste der Justizminister Italiens|Justizministerium]], da der bisherige Justizminister [[Clemente Mastella]] wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten und dessen Partei [[Popolari-Unione Democratici per l’Europa|UDEUR]] aus der Regierungskoalition ausgeschieden war. Am 21. Januar 2008 entzog die UDEUR der Regierung Prodi ihre Unterstützung ganz und stürzte Italien damit in eine Regierungskrise.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.corriere.it/politica/08_gennaio_21/udeur_mastella_basta_53eb369c-c847-11dc-8c83-0003ba99c667.shtml Corriere della Sera, 21. Januar 2008] (italienisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zwei Tage später anberaumte Vertrauensabstimmung in der [[Camera dei deputati|Abgeordnetenkammer]] gewann Prodi.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/ausland/italien-prodi-gewinnt-erste-vertrauensabstimmung-a-530589.html Prodi gewinnt erste Vertrauensabstimmung]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen verlor er am 24. Januar 2008 die Abstimmung im [[Senato della Repubblica|Senat]] und reichte daraufhin seinen Rücktritt ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.n-tv.de/politik/Prodi-reicht-Ruecktritt-ein-article245256.html |titel=Vertrauen verloren – Prodi reicht Rücktritt ein |hrsg=n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH |datum=2008-01-24 |abruf=2015-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Prodi kandidierte bei den vorgezogenen [[Parlamentswahlen in Italien 2008|Parlamentswahlen]] Mitte April 2008 nicht mehr. &lt;br /&gt;
Er sagte, er wolle seine politische Tätigkeit in Zukunft auf die Mitarbeit im neu gegründeten [[Partito Democratico]] beschränken, wo er das eher repräsentative Amt des Parteipräsidenten vom 14. April 2007 bis zum 16. April 2008 innehatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.corriere.it/politica/08_febbraio_06/prodi_crisi_bd1876d0-d4a8-11dc-a819-0003ba99c667.shtml &amp;#039;&amp;#039;Prodi: «Non mi ricandido»&amp;#039;&amp;#039;] Corriere della Sera, 6. Februar 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Am 10. März 2008 gab Prodi dem italienischen Nachrichtensender SKY TG24 bekannt, mit der italienischen Politik und vielleicht auch mit der Politik im Allgemeinen abgeschlossen zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;SKY TG24, 10. März 2008 - lt. WP-it auch: «Prodi, lascio la politica ma il mondo è pieno di occasioni», ANSA-Meldung vom 9. März 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 2008 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Romano Prodi 2016.jpg|mini|Romano Prodi (2016)]]&lt;br /&gt;
Am 6. Oktober 2012 benannte der [[Generalsekretär der Vereinten Nationen]] [[Ban Ki-moon]] ihn als [[UN-Sondergesandter|VN-Sondergesandten]] für die [[Sahelzone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 nominierte die [[Partito Democratico]] Prodi für das Amt des [[Präsident der Italienischen Republik|italienischen Staatspräsidenten]], nachdem sich der erste Kandidat der Mitte-links-Parteien, [[Franco Marini (Politiker)|Franco Marini]], nicht vor den vereinigten Parlamentskammern hatte durchsetzen können. Prodi verfehlte aber im vierten Wahlgang am 19. April 2013 die absolute Mehrheit, woraufhin er seine Kandidatur zurückzog.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Spiegel Online]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/politik/ausland/italiens-praesidentenwahl-prodi-verfehlt-mehrheit-im-vierten-wahlgang-a-895429.html Präsidentenwahl in Italien: Prodi zieht Kandidatur zurück]&amp;#039;&amp;#039;, 19. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobbyarbeit ===&lt;br /&gt;
Romano Prodi wird wegen seiner Beteiligung an Lobbyaktivitäten für den ehemaligen ukrainischen Machthaber [[Wiktor Janukowytsch]] kritisiert, für dessen Regierung er, gemeinsam mit dem ehemaligen österreichischen Kanzler [[Alfred Gusenbauer]] um 2012 bezahlt worden sein soll (siehe: [[Hapsburg Group]]). Weiter soll Prodi, erneut an der Seite Gusenbauers, Lobbyarbeit für den umstrittenen Machthaber Kasachstans [[Nursultan Nasarbajew]] geleistet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/international/gusenbauer-bestaetigt-bezahlung-fuer-ukraine-lobbying-ld.1360389 &amp;quot;Gusenbauer bestätigt Bezahlung für Ukraine-Lobbying&amp;quot;] NZZ vom 25. Februar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1993: [[Verdienstorden der Italienischen Republik|Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik]]&lt;br /&gt;
* 1997: [[Verdienstorden der Republik Polen|Großkreuz des Verdienstordens der Republik Polen]]&lt;br /&gt;
* 1998: [[Orden de Isabel la Católica|Großkreuz des Orden de Isabel la Católica]]&lt;br /&gt;
* 2000: [[Stern von Rumänien|Großkreuz des Sterns von Rumänien]]&lt;br /&gt;
* 2007: [[Drei-Sterne-Orden|Großkreuz des Drei-Sterne-Ordens]]&lt;br /&gt;
* 2010: [[Verdienstorden des Landes Südtirol|Großer Verdienstorden des Landes Südtirol]]&lt;br /&gt;
* 2011: Ehrendoktorwürde der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]] für seine Forschungsarbeit im Bereich der Industrieökonomik&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/prodi100.html |wayback=20120224035322 |text=Ehrendoktorwürde für Romano Prodi}} - MDR&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2012: [[Orden der Aufgehenden Sonne|Großer Orden der Aufgehenden Sonne am Band]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mofa.go.jp/announce/info/conferment/pdfs/2012_au.pdf 2012 Autumn Conferment of Decorations on Foreign Nationals], Internetseite des japanischen Außenministeriums (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2014: [[Ehrenlegion|Großkreuz der Ehrenlegion]]&lt;br /&gt;
* 2017: Auswärtiges Ehrenmitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* [http://www.romanoprodi.it/ Webauftritt von Romano Prodi (italienisch)]&lt;br /&gt;
* [https://ec.europa.eu/archives/commission_1999_2004/prodi/index_de.htm Archiv der Europäischen Kommission unter der Präsidentschaft Romano Prodis]&lt;br /&gt;
* Vorlass von [https://archives.eui.eu/en/fonds/190273?item=RP Romano Prodi] im [https://www.eui.eu/Research/HistoricalArchivesOfEU Historischen Archiv der Europäischen Union] in Florenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119334860|LCCN=n80097599|VIAF=85368541}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prodi, Romano}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident der Europäischen Kommission]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Democrazia Cristiana]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Großen Verdienstordens des Landes Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns von Rumänien (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Drei-Sterne-Ordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Republik Ungarn (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mitglied der Bruderschaft St. Christoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Calcutta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Université catholique de Louvain (UCL)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Goldman Sachs)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prodi, Romano&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Ministerpräsident und Präsident der EU-Kommission&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1939&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Scandiano]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-26929-07</name></author>
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