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	<title>Romano-Gotik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Romano-Gotik&amp;diff=2421735&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chris06 am 22. Dezember 2025 um 09:13 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-22T09:13:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Romanogotische kerk van Termunten.jpg|mini|Romano-gotische [[Ursuskerk Termunten]] (um 1250)]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Romano-Gotik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird für den [[Baustil|Stil]] bestimmter Kirchenbauten des 13. und 14. Jahrhunderts beiderseits der niederländisch-deutschen Grenze in der Übergangszeit zwischen später [[Romanik]] und [[Gotik]] benutzt. Er bedient sich der dekorativen Schmuckformen der Gotik, übernimmt aber nicht deren Konstruktionsprinzipien. Er hielt an diesen Eigenarten noch fest, als andernorts schon längst die gotische Bauweise konsequenter befolgt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptmerkmale sind Ziermauerwerk und Schmuckelemente wie Blend[[arkade]]n, [[Rundfenster]] und [[Rundbogenfries]]e.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lengen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Monika van Lengen |Titel=Inseln der Ruhe: Kirchen in Ost-Friesland |Ort=Leer |Datum=1996 |ISBN=3-7963-0335-8 |Seiten=80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederrhein ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Roermondmunster.jpg|mini|hochkant|Munsterkerk in Roermond (1220–1260)]]&lt;br /&gt;
Der [[Niederrhein (Region)|niederrheinische]] spätromanische Stil wird aufgrund der zunehmenden Vertikalität durch den Einsatz von [[Kreuzgewölbe]]n und den gelegentlichen Einsatz von [[Spitzbogen|Spitzbögen]] der Romano-Gotik zugerechnet. In den Niederlanden ist die [[Munsterkerk (Roermond)|Munsterkerk]] in [[Roermond]] das bedeutendste romano-gotische Beispiel. Kennzeichen des Baustils finden sich auch an der Alten [[Salviuskerk]] in [[Limbricht]]. Weitere romano-gotische Kirchen sind die [[Servaasbasiliek (Maastricht)|Servaasbasiliek]], die [[Liebfrauenbasilika (Maastricht)|Liebfrauenbasilika]] in [[Maastricht]] sowie die [[St.-Plechelmus-Basilika]] in [[Oldenzaal]]. Am Ende des 19. Jahrhunderts bildete dieser Stil die Inspirationsquelle für die Neuromano-Gotik, als dessen bedeutendster Vertreter der deutsch-niederländische Kirchenarchitekt [[Carl Weber (Architekt, 1820)|Carl Weber]] (1820–1908) gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Connie van den Broek: &amp;#039;&amp;#039;Leven en werk van Carl Weber (1820–1908)&amp;#039;&amp;#039;. Nijmegen 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ostfriesland und Nordniederlande ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ChurchGrimersum.jpg|mini|links|Reich gestaltete Ostseite der [[Grimersumer Kirche]] (2. Hälfte 13. Jh.)]]&lt;br /&gt;
Etliche Kirchen im westlichen [[Ostfriesland]] und in den niederländischen [[Provinz Groningen|Provinzen Groningen]] und [[Provinz Friesland|Friesland]] sind von einem eigenständigen romano-gotischen Baustil geprägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lengen&amp;quot; /&amp;gt; Gelegentlich wird der Baustil hier auch als „Frühgotik“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Noah: &amp;#039;&amp;#039;Gottes Häuser in Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039;. 1989, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Spezifische Ausprägungen unterscheiden den Baustil von rein romanischen Kirchen. Die romano-gotischen Kirchengebäude Frieslands sind ausnahmslos aus Backstein errichtet und weisen eine Mauergliederung mit horizontal voneinander abgesetzten Ebenen auf, denen [[Blende (Architektur)|Blend]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;nischen als Verzierung dienen. Auch die Giebeldreiecke des [[Transept]]s sind mit Nischen ausgestattet. Die anfänglich kleinen Bögen liegen vertieft in der Mauer und weisen runde Profile auf. Teilweise werden Wandverstärkungen und Strebepfeiler eingesetzt, die auf die Gotik vorausweisen. Insbesondere die Ostseiten können mit Blendfeldern, Rautenmustern in den Giebeln, [[Okulus|Okuli]], Dreifenstergruppen, [[Konsole (Bauwesen)|Konsolen]], Rundbogen[[fries]]en und [[Bogen (Architektur)|Bögen]] dekorativ gestaltet sein. Verschiedene Zierelemente nehmen die Gotik vorweg, während die Art und Weise der Konstruktion noch romanisch ist. Im Inneren werden achtteilige Kreuzrippengewölbe eingesetzt, die oben so abgeflacht sind, dass die Rippen im Zentrum einen Kreis bilden. Innerhalb der Romano-Gotik hat sich eine Entwicklung vollzogen, indem die ältesten Beispiele einen reicheren Einsatz von Nischen und Giebeldekoration aufweisen als die jüngeren. Allmählich kamen diese weniger zum Einsatz, wurden die Fenster größer und vormals runde Bögen durch spitzbogige ersetzt, bis schließlich rein gotische Formelemente verwendet wurden. Die repräsentativen romano-gotischen Kirchen in Ostfriesland gehen fast alle auf Stiftungen der lokalen oder regionalen Häuptlinge zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;welt.de (24. Juni 2006): [https://www.welt.de/print-welt/article224812/Friesische-Freiheit.html &amp;#039;&amp;#039;Friesische Freiheit&amp;#039;&amp;#039;], gesehen am 27. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bunde Kirche Ost.JPG|mini|hochkant|Ostseite der Bunder Ref. Kirche (1270/80)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2011 Sint Aegidius (Abbenbroek)1.jpg|mini|hochkant|Chorhaupt der [[Sint Aegidiuskerk (Abbenbroek)|Sint Aegidiuskerk]] in Abbenbroek, kurz nach 1300 entstanden]]&lt;br /&gt;
Ein frühes Beispiel einer ostfriesischen romano-gotischen Saalkirche ist die [[Dreifaltigkeitskirche (Collinghorst)|Dreifaltigkeitskirche in Collinghorst]] (um 1250). Der Ostgiebel der [[Grimersumer Kirche]] wird durch gestaffelte Blenden gegliedert, die darunter liegende Dreifenstergruppe wird von zwei Blendnischen flankiert. Bei [[St. Mauritius (Reepsholt)|St. Mauritius in Reepsholt]] werden die [[Querschiff]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;giebel durch Rundblenden mit [[Opus spicatum|Fischgrätverband]] und einem [[Dreipass]]fries verziert, die ansonsten nicht in Ostfriesland, wohl aber im niederländischen Friesland begegnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Haiduck: &amp;#039;&amp;#039;Die Architektur der mittelalterlichen Kirchen&amp;#039;&amp;#039;. 1986, S. 105f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Langseiten des Schiffs der [[Eilsumer Kirche]] (1240–1260) werden durch zwei Ebenen mit rundbogigen Blendarkaden gegliedert, unten sind größere, flache und oben kleine, tiefere Bögen mit schmalen Rundbogen-Fenstern.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried Kiesow: &amp;#039;&amp;#039;Architekturführer Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039;. 2010, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der romano-gotische Ostteil der [[Reformierte Kirche (Bunde)|Reformierten Kirche in Bunde]] ist gegenüber dem schlichten romanischen Langschiff (um 1200) aufwändiger gestaltet und datiert aus der Zeit um 1270 bis 1280.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ostfriesland.de/mein-ostfriesland/ferienorte/bunde/interessantes/ev-reformierte-kirche-bunde.html |wayback=20160823093814 |text=ostfriesland.de: &amp;#039;&amp;#039;Ev.-reformierte Kirche Bunde&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-04-28 18:55:15 InternetArchiveBot }}, gesehen am 6. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Außenwände des Chors sind in der unteren Ebene mit durchlaufenden Rundbogen-Arkaden versehen. Sie sind als Blendbögen mit [[Kapitell]]en auf Rundstäben gebaut, die in der Mitte mit Okuli versehen sind. Im oberen Teil der Ostwand ist ein Drillings-Spitzbogenfenster angebracht, das von zwei Blendfenstern mit [[Bogen (Architektur)#Zackenbogen|Kleeblattbogen]] und Schachbrett- und Fischgrätmuster flankiert wird, in den Seitenmauern Blendfenster mit Rundbögen. Beim nördlichen Giebel ist noch das originale [[Raute]]nmuster erhalten. Die [[Stapelmoorer Kirche]] ist architektonisch ähnlich wie die Bunder Kreuzkirche konzipiert. Der Vierungsturm der [[Pilsumer Kreuzkirche]] stammt ebenfalls aus der Übergangszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel ganz eigener Art stellt die [[St.-Marien-Kirche (Marienhafe)|Marien-Kirche]] in Marienhafe dar, die sich an Bauformen des [[Dom St. Peter (Osnabrück)|Osnabrücker Doms]] und französische Vorbilder anlehnt und um 1250 bis 1270 als dreischiffige [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] errichtet wurde. Die [[Warnfried-Kirche (Osteel)|Warnfried-Kirche]] in Osteel orientierte sich im Baustil an der Marienhafer Kirche und wurde wie jene im 19. Jahrhundert teilweise abgebrochen. Die Werdumer [[St.-Nicolai-Kirche (Werdum)|St.-Nicolai-Kirche]] mit ihren Ecklisenen und dem reich verzierten Gesims aus dem Jahr 1327 steht für die letzte Phase der Romano-Gotik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der ältesten Beispiele dieses Stils in den Niederlanden ist der [[Chor (Architektur)|Chor]] der Kirche in [[Leermens]]. Die Kirchen von [[Stedum (Loppersum)|Stedum]] und [[Petruskerk (Zuidbroek)|Zuidbroek]] sind weitgehend erhaltene Beispiele des frühen Stils. Die [[Kirche Noordbroek|Kirche in Noordbroek]] lässt den Übergang zur Gotik erkennen. In [[Zeerijp]] ist das letzte Stadium der Romano-Gotik erreicht: Rein gotische Formen werden mit einer Bauweise und Einzelelementen der Romano-Gotik kombiniert. Weitere Kirchen der Romano-Gotik in der Groninger Provinz gibt es in Krewerd, Loppersum, Termunten, Garmerwolde, Bierum, [[Dorfkirche Godlinze|Godlinze]], Ten Boer, Huizinge. In Westfriesland stehen Kirchen dieses Stils in Hantumhuizen, Bergum und Eestrum. Weiter nach Osten treten die Formen dieses Stils im [[Ratzeburger Dom|Dom zu Ratzeburg]], der [[Klosterkirche Sonnenkamp]] und der [[St. Paulus (Schwaan)|Pfarrkirche Schwaan]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Rheinischer Übergangsstil}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hermann Haiduck&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Architektur der mittelalterlichen Kirchen im ostfriesischen Küstenraum&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Ostfriesische Landschaft&lt;br /&gt;
   |Ort=Aurich&lt;br /&gt;
   |Datum=1986&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-925365-07-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Peter Karstkarel&lt;br /&gt;
   |Titel=Alle middeleeuwse kerken. Van Harlingen tot Wilhelmshaven&lt;br /&gt;
   |Auflage=2&lt;br /&gt;
   |Verlag=Uitgeverij Noordboek&lt;br /&gt;
   |Ort=Groningen&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=90-330-0558-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Gottfried Kiesow]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Architekturführer Ostfriesland&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag [[Deutsche Stiftung Denkmalschutz]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Bonn&lt;br /&gt;
   |Datum=2010&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-86795-021-3&lt;br /&gt;
   |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Monika van Lengen&lt;br /&gt;
   |Titel=Inseln der Ruhe: Kirchen in Ost-Friesland&lt;br /&gt;
   |Verlag=&lt;br /&gt;
   |Ort=Leer&lt;br /&gt;
   |Datum=1996&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7963-0335-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Robert Noah&lt;br /&gt;
   |Titel=Gottes Häuser in Ostfriesland&lt;br /&gt;
   |Verlag=Soltau-Kurier&lt;br /&gt;
   |Ort=Norden&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-922365-80-9&lt;br /&gt;
   |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Geerd Westermann&lt;br /&gt;
   |Titel=Gewölbte Kirchen des 13. Jahrhunderts im Groningerland&lt;br /&gt;
   |Verlag=Universität Münster&lt;br /&gt;
   |Ort=Münster&lt;br /&gt;
   |Datum=1979&lt;br /&gt;
   |ISBN=&lt;br /&gt;
   |Seiten=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Romanogothic churches|Romano-gotische Kirchen}}&lt;br /&gt;
* archimon.nl: [http://www.archimon.nl/history/romanogothicism.html The virtual museum of religious architecture in The Netherlands] (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekturstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur des Mittelalters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chris06</name></author>
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