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	<title>Romanisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß am 4. April 2026 um 19:59 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Übernahme der römischen Kultur in der Antike; zu den gleichnamigen [[Umschrift]]en siehe ebendort.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Romanisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Übernahme der [[latein]]ischen Sprache und römischen [[Zivilisation]] durch andere, meist unterworfene Völker. Romanisierung bedeutet dabei im Wesentlichen eine sprachliche und kulturelle Anpassung unter Aufgabe oder Umgestaltung eigener Kulturformen. In der neueren Forschung wird oft der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Romanisation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bevorzugt, um deutlich zu machen, dass es sich nicht um einen zentral gesteuerten und von den Römern aktiv herbeigeführten Prozess gehandelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Romanisation wurde oft durch [[Veteran]]en der [[Auxiliartruppen]] getragen, welche ursprünglich selbst Einheimische waren, aber den Status eines [[Römischer Bürger|römischen Bürgers]] bekamen und folglich eine Einheimische (welche meist früher auch eine Angehörige vom selben Stamm oder Volk des Auxiliar-Veteranen war) heirateten. Dies hatte zur Folge, dass die Frau und der Nachfolger des Veteranen auch römische Bürger wurden. Noch wichtiger war die Rolle der lokalen Oberschichten, die sich früh aus eigener Initiative an die Römer und ihre Kultur anpassten, um auf diese Weise Teilhabe an der Herrschaft und am Prestige des Imperiums zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausdehnung des [[Römisches Reich|Römischen Imperiums]] hatte nicht überall eine Romanisierung zur Folge. Im östlichen [[Mittelmeerraum]] haben sich die von den Römern vorgefundenen orientalischen oder [[Hellenismus|hellenistischen]] Kulturformen behauptet; die Dominanz etwa der [[Antikes Griechenland|antiken griechischen Kultur]] war dafür zu groß. Sie konnten sogar Einfluss auf die römische Kultur nehmen. Romanisiert haben sich die nördlichen und nordwestlichen Regionen Europas, die zur Zeit ihrer Eroberung keine eigene hochentwickelte [[Schriftkultur]] besaßen. Oft hatte jedoch nur die städtische oder lokale Elite daran Anteil. Die überwiegende Anzahl der Bevölkerung verharrte weiterhin in der vorrömischen Lebensweise. Außerhalb der Städte war sie weitgehend rechtlos oder unfrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Die Romanisation begann im dritten vorchristlichen Jahrhundert, war aber in der Regel kein planmäßiger Vorgang: Fälle, in denen die Römer sie selbst gezielt vorantrieben, wie es laut [[Tacitus]] etwa [[Gnaeus Iulius Agricola]] in [[Römisches Britannien|Britannien]] tat (Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;[[Agricola (Tacitus)|Agricola]]&amp;#039;&amp;#039; 21), bildeten nach heutigem Forschungsstand seltene Ausnahmen. In der Regel ging die Initiative von den Unterworfenen selbst aus, wurde von den Römern allerdings begrüßt und gefördert. Auch die im 1./2. Jahrhundert n. Chr. stark zunehmende Verstädterung [[Westeuropa]]s förderte die Romanisation wesentlich, da die Städte eine Nachahmung Roms im Kleinen waren und somit die Völker, beeinflusst durch die [[Römischer Tempel|Tempel]], [[Römisches Theater|Theater]] und [[Arena|Arenen]], ihren Lebensstil der römischen Kultur anglichen. Abseits der Städte hielten sich vorrömische Traditionen hingegen in der Regel sehr viel länger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne bezeichnet das Wort nur Kulturentwicklungen bis zum Beginn des [[Frühmittelalter]]s (etwa die Romanisierung der fränkischen Oberschicht im [[spätantike]]n Frankenreich); im weiteren Sinne dauert in der französischen und spanischen Einflusssphäre in [[Afrika]] und [[Südamerika]] dieser Prozess zum Teil bis heute noch an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekte der Romanisation waren insbesondere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wohn- und öffentliche Einrichtungen werden gebaut ([[Thermen]], [[Kultstätte|Kultstätten]])&lt;br /&gt;
* Nachahmung Roms → Bauboom, [[Stadtgründung|Städtegründung]]&lt;br /&gt;
* Bestimmte Veranstaltungen ([[Gladiatorenkämpfe]] usw.) werden beliebt&lt;br /&gt;
* [[Sprachen im Römischen Reich|Sprache]], [[Römisches Recht|Recht]] und [[Religion im Römischen Reich|Religion]] werden auf die römischen Verhältnisse abgestimmt → andere Kulturen und Ansichten werden ausgegrenzt (Vereinheitlichung)&lt;br /&gt;
* Veteranen und Händler brachten [[römische Kultur]]en in eroberte Provinzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gallorömische Kultur]]&lt;br /&gt;
* [[Interpretatio Romana|&amp;#039;&amp;#039;Interpretatio romana&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Géza Alföldy]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Romanisation – Grundbegriff oder Fehlgriff? Überlegungen zum gegenwärtigen Stand der Erforschung von Integrationsprozessen im römischen Weltreich.&amp;#039;&amp;#039; In: Zsolt Visy (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Limes XIX. Proceedings of the XIXth International Congress of Roman Frontier Studies.&amp;#039;&amp;#039; Pécs 2005, S. 25–56.&lt;br /&gt;
* [[Helga Botermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie aus Galliern Römer wurden. Leben im Römischen Reich.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2005, ISBN 3-608-94048-0.&lt;br /&gt;
* [[Dirk Krausse]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Phänomen Romanisierung. Antiker Vorläufer der Globalisierung?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Imperium Romanum. Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau.&amp;#039;&amp;#039; Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Esslingen 2005, ISBN 3-8062-1945-1, S.&amp;amp;nbsp;56–62.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Rubel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Romanisierung und Imperium. Neue Forschungsansätze aus Ost und West zu Ausübung, Transformation und Akzeptanz von Herrschaft im Römischen Reich.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 2013, ISBN 978-3-86628-467-8.&lt;br /&gt;
* [[Günther Schörner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Romanisierung – Romanisation. Theoretische Modelle und praktische Fallbeispiele.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 2005.&lt;br /&gt;
* Cathy Schucany: &amp;#039;&amp;#039;Aquae Helveticae. Zum Romanisierungsprozess am Beispiel des römischen Baden.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1996, ISBN 3-908006-19-8.&lt;br /&gt;
* Greg Woolf: &amp;#039;&amp;#039;Becoming Roman. The Origins of Provincial Civilization in Gaul.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 1998 (Reprint 2003), ISBN 0-521-41445-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/romanisierung-im-rheinland/DE-2086/lido/5b0541652102f3.51051923 Zur Romanisierung im Rheinland (Internetpräsenz des Landschaftsverbandes Rheinland)]&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Romanisierung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4434858-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkulturation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gallorömische Kultur|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norisch-pannonische Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß</name></author>
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