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	<title>Roman Schuchewytsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Roman_Schuchewytsch&amp;diff=1882761&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Mair: /* Literatur */ Umstellung auf Formal &quot;Literatur&quot;</title>
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		<updated>2025-03-18T10:54:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Umstellung auf Formal &amp;quot;Literatur&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Roman Shukhevych UIA.jpg|mini|Roman Schuchewytsch 1943]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Roman Jossypowytsch Schuchewytsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ukS|Роман Йосипович Шухевич}}; wissenschaftliche [[Transliteration]] {{lang|uk-Latn|Roman Josypovyč Šuchevyč}}; [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|uk-Latn|Taras Tschuprynka}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[30. Juni]] [[1907]] in [[Krakowez|Krakowitz]], [[Galizien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[5. März]] [[1950]] bei [[Lwiw]], [[Ukrainische SSR]]) war ein [[Ukraine|ukrainischer]] Nationalist, Politiker, Offizier des national-ukrainischen [[Bataillon Nachtigall]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Douglas Tottle |Titel=Fraud, Famine and Fascism – The Ukrainian Genocide Myth from Hitler to Harvard |Verlag=Progress Books |Ort=Toronto |Datum=1987 |ISBN=0-919396-51-8 |Seiten=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Befehlshaber der [[Ukrainische Aufstandsarmee|Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Rolle in der ukrainischen Geschichte und historische Einordnung ist heute sehr umstritten. Anlässlich des 100. Jahrestages seiner Geburt verlieh der damals amtierende [[Präsident der Ukraine|Präsident]] [[Wiktor Juschtschenko]] ihm posthum den Orden „[[Held der Ukraine]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;neuesdeutschland&amp;quot;&amp;gt;[[Neues Deutschland]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/148515.gesetzesschutz-fuer-sowjetischen-sieg.html Gesetzesschutz für sowjetischen Sieg]&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; und er wurde in einer Ausstellung gewürdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf-Dieter Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;An der Seite der Wehrmacht. Hitlers ausländische Helfer beim &amp;quot;Kreuzzug gegen den Bolschewismus&amp;quot; 1941 - 1945&amp;#039;&amp;#039;. [[Fischer Taschenbuch]] 2010, ISBN 978-3-596-18150-6 (Original: [[Ch. Links Verlag]] 2007, ISBN 978-3-86153-448-8), S. &amp;lt;/ref&amp;gt; Der Titel wurde ihm 2011 wieder aberkannt und er bleibt in der ukrainischen Gesellschaft eine teils verehrte und teils verhasste Figur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Shukhevych Family.jpg|mini|Familie Schuchewytsch]]&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Roman Schuchewytsch wurde 1907 in [[Krakowez|Krakowitz]] in [[Galizien]], damals Teil [[Österreich-Ungarn]]s, in eine [[Ukrainer|ukrainische]] Familie geboren. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden mehrere Versuche, einen ukrainischen Nationalstaat zu errichten, niedergeschlagen. Galizien gehörte daraufhin zu [[Zweite Polnische Republik|Polen]]. Die Eltern Schuchewytschs waren nationalbegeistert, der ukrainische nationalistische Vordenker [[Jewhen Konowalez]] lebte zeitweise als Untermieter bei der Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roman Schuchewytsch besuchte das Gymnasium in [[Lemberg]], während seiner Zeit als Gymnasiast wurde er Mitglied einer ukrainischen [[Pfadfinder]]organisation. Er war ein begabter Sportler und Sänger, nach seinem Schulabschluss hatte er einige Soloauftritte in der [[Nationaloper Lwiw|Lemberger Oper]], ebenso nahm er an zahlreichen regionalen Sportwettbewerben teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ukrainischer Nationalismus und Faschismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Роман Шухевич на Волині.jpg|mini|Roman Schuchewytsch (links) im Jahr 1930]]&lt;br /&gt;
Schuchewytsch wurde ein zunehmend radikalerer Anhänger der ukrainischen Nationalbewegung, 1925 trat er der paramilitärischen [[Ukrainische Militärorganisation|Ukrainischen Militärorganisation]] bei. Als ein in nationalen Bewegungen engagierter Ukrainer wurde er trotz einer erfolgreich bestandenen Aufnahmeprüfung nicht am [[Nationale Polytechnische Universität Lemberg|Polytechnikum Lemberg]] angenommen, so dass Schuchewytsch zunächst in [[Danzig]] studierte.&amp;lt;ref&amp;gt;П. Мірчук: Шухевич — командир армії безсмертних. — Нью-Йорк — Торонто — Лондон, 1970, стор. 21&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Jahr wurde er dann doch für das Polytechnikum Lemberg zugelassen, wo er im Oktober 1926 sein Studium fortsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Monat, am 19. Oktober 1926, beteiligte sich der 19-jährige Schuchewytsch gemeinsam mit [[Bohdan Pidhajnyj]] an einem Anschlag auf einen hochrangigen Lemberger Schulbeamten, dem die Ukrainische Militärorganisation die „[[Polonisierung]]“ des Schulsystems vorwarf.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Motyka, &amp;#039;&amp;#039;Ukraińska partyzantka, 1942–1960&amp;#039;&amp;#039;, PAN, 2006, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei soll sein Mittäter die tödlichen Schüsse abgegeben haben. Die beiden blieben unentdeckt und Schuchewytsch nahm in der Folgezeit an zahlreichen Sabotageakten teil. Von 1928 bis 1929 leistete er seinen Militärdienst in der [[Polnische Armee vor dem Zweiten Weltkrieg|polnischen Armee]] ab. 1929 schloss er sich der neugegründeten [[Organisation Ukrainischer Nationalisten]] (OUN) an. 1930 nahm er an zahlreichen Angriffen auf polnisches Eigentum teil,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Timothy Snyder]], [http://books.google.pl/books?id=PKrjew-H0JMC&amp;amp;pg=PA75&amp;amp;dq=snyder+sabotage+properties+homes#v=onepage&amp;amp;q=snyder%20sabotage%20properties%20homes&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Sketches from a Secret War: A Polish Artist&amp;#039;s Mission to Liberate Soviet Ukraine&amp;#039;&amp;#039;], Yale University Press, 2007, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; um das [[Sanacja]]-Regime unter [[Józef Piłsudski]] zu Reaktionen zu zwingen&amp;lt;ref&amp;gt;R. J. Crampton, &amp;#039;&amp;#039;Eastern Europe in the twentieth century&amp;#039;&amp;#039;, Routledge, 1994, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; und so die ukrainische Öffentlichkeit zu radikalisieren.&lt;br /&gt;
[[Datei:Роман Шухевич із сестрою.jpg|mini|Schuchewytsch mit seiner Schwester, 1938]]&lt;br /&gt;
Schuchewytsch soll in der Folge an der Planung und Durchführung einer Vielzahl weiterer Anschläge durch nationale ukrainische Bewegungen beteiligt gewesen sein, so etwa an der Ermordung des moderaten polnischen Politikers [[Tadeusz Hołówko]] (29. August 1931), der sich für Autonomierechte der Ukrainer innerhalb Polens eingesetzt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Motyka, &amp;#039;&amp;#039;Ukraińska partyzantka, 1942–1960&amp;#039;&amp;#039;, PAN, 2006, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung des polnischen Innenministers [[Bronisław Pieracki]] am 15. Juni 1934 durch die [[Organisation Ukrainischer Nationalisten]] (OUN) kam es zu Razzien gegen Mitglieder der OUN. Schuchewytsch wurde am 18. Juli 1934 verhaftet und in das polnische [[Internierungslager|&amp;#039;&amp;#039;Isolierungslager&amp;#039;&amp;#039;]] [[Bereza Kartuska (Gefängnis)|Bereza Kartuska]] verlegt. Mangels Beweisen kam er im Dezember 1935 frei.&amp;lt;ref&amp;gt;Tadeusz Piotrowski (2000): &amp;#039;&amp;#039;Genocide and Rescue in Wołyń: Recollections of the Ukrainian Nationalist Ethnic Cleansing Campaign Against the Poles During World War II&amp;#039;&amp;#039;. MacFarland, ISBN 0-7864-0773-5, S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde bald erneut inhaftiert und 1937 endgültig freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gründete daraufhin eine erfolgreiche Werbeagentur namens &amp;#039;&amp;#039;Fama&amp;#039;&amp;#039;, die eine Fassade für die Aktivitäten der OUN bildete und später auch weitere Geschäftsbereiche erschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Чайківський Б. «Фама». Рекламна фірма Романа Шухевича / Науковий редактор і упорядник В. Кук, М. Посівнич. — Львів: Медицина світу, 2005. — С. 39 — 65. (Chaikivsky B. „Fama“. The advertising agency of Roman Shukhevych. Edited and collected by V. Kuk, M. Posivnych, Lviv: Medical World, 2005 P. 39-65)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 beteiligte er sich an einem pro-ukrainischen Staatsstreich in der [[Tschechoslowakei|tschechoslowakischen]] [[Karpatenukraine]],&amp;lt;ref&amp;gt;Ivan Kazymyrovych Patryliak, Viis’kova diial’nist’ OUN(b) u 1940–1942 rokakh (Kyiv: NAN Ukraїny, 2004)&amp;lt;/ref&amp;gt; welche jedoch im März 1939 vom [[Königreich Ungarn]] annektiert wurde. Schuchewytsch war an kurzen Kämpfen gegen ungarische Truppen beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethnische Säuberungen und Pogrome während des Zweiten Weltkriegs ===&lt;br /&gt;
Schuchewytsch trat nach dem Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] der [[Legion Ukrainischer Nationalisten]] bei und kämpfte dort auf der Seite der deutschen [[Wehrmacht]] im [[Bataillon Nachtigall]] als Offizier und Kommandeur der Einheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Die Welt]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.welt.de/welt_print/article1037690/Zwischen-allen-Fronten.html Zwischen allen Fronten. Kollaborateure oder Freiheitskämpfer? Die Ukraine ringt um die richtige Deutung ihrer Partisanen zwischen Roter Armee und Wehrmacht]&amp;#039;&amp;#039; vom 19. Juli 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1942 war Schuchewytsch mit seinem Bataillon im heutigen Weißrussland stationiert, wo er [[Partisan]]en, die gegen die deutsche Besatzer aktiv waren, bekämpfte. Dem Bataillon wird die Beteiligung an der Ermordung von Juden vorgeworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Dieckmann, Babette Quinkert, [[Tatjana Tönsmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kollaboration in der Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; Kooperation und Verbrechen. Formen der „Kollaboration“ im östlichen Europa 1939–1945. Wallstein, Göttingen 2003, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schuchewytschs Bataillon soll während seines Aufenthaltes in Weißrussland etwa 2000 Partisanen getötet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Організація українських націоналістів і Українська повстанська армія. Інститут історії НАН України.2004р Організація українських націоналістів і Українська повстанська армія, Раздел 1 http://www.history.org.ua/LiberUA/Book/Upa/1.pdf стр. 17-30&amp;lt;/ref&amp;gt; Wissenschafter des Sicherheitsdienstes der Ukraine behaupten 2008, dass Schuchewytsch persönlich ein jüdisches Mädchen vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten rettete und ihr falsche Papiere besorgte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lubomyr Krupnytsky |url=https://www.bbc.com/ukrainian/domestic/story/2008/04/080415_krup_jews_national_sp |titel=BBCUkrainian.com {{!}} Україна {{!}} Євреї в УПА? |titelerg=Juden in der UPA? |werk=BBC |datum=2008-04-15 |sprache=uk |abruf=2025-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein ehemaliger Mitkämpfer behauptete später, Schuchewytsch habe sogar aktiv versucht, weitere Ausschreitungen der [[Ukrainische Aufständische Armee|Ukrainischen Aufständischen Armee]] gegenüber Juden zu verhindern, nachdem er deren Leitung von [[Dmytro Kljatschkiwskyj]] übernommen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Phillip Friedman. (1980). „Ukrainian-Jewish Relations During the Occupatio“, Roads to Extinction: Essays on the Holocaust, New York: Conference on Jewish Social Studies, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dem widerspricht der Historiker [[Grzegorz Rossoliński-Liebe]], so hätten nach der Inhaftierung Banderas in Berlin und Sachsenhausen Schuchewytsch, [[Mykola Lebed]], Kljatschkiwskyj und andere die Leitung der OUN-B/UPA übernommen und die Morde direkt vor Ort angeordnet und die „Säuberung“ der Westukraine koordiniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Grzegorz Rossoliński-Liebe: [https://www.bpb.de/apuz/257664/stepan-bandera-der-ukrainische-nationalismus-und-der-transnationale-faschismus?p=all Verflochtene Geschichten. Stepan Bandera, der ukrainische Nationalismus und der transnationale Faschismus], bpb, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 wurde Schuchewytsch, dem die deutsche Autoritäten zunehmend misstrauten, von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet. Er konnte fliehen und sich der [[Ukrainische Aufstandsarmee|Ukrainischen Aufstandsarmee]] anschließen. Als deren Kommandeur&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Björn Jungius |url=http://www.n-ost.org/cms/images/stories/PDF/n-ost_Recherchestipendien09.pdf |titel=Zum Zusehen verurteilt |werk=„Held des Westens – Feindbild des Ostens.“ |hrsg=n-ost Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung, Berlin |datum=2009-09 |seiten=24 |abruf=2015-12-18 |format=PDF |kommentar=Thema Stepan Bandera |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304190931/http://www.n-ost.org/cms/images/stories/PDF/n-ost_Recherchestipendien09.pdf |archiv-datum=2016-03-04 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-28 18:14:53 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; lieferte er sich noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Partisanenkämpfe mit sowjetischen Einheiten. Über seine Verbindungsfrau Darija Husjak, Deckname „Nusja“, versuchte er, Kontakt mit der amerikanischen Botschaft in Moskau aufzunehmen. Während der Rückkehr aus Moskau wurde Nusja beschattet und am 2. März 1950 in Lwiw verhaftet. Im Gefängnis vertraute sie sich einem weiblichen Zellenspitzel an und gab dabei versehentlich den entscheidenden Hinweis zu Schuchewytschs Aufenthaltsort. Schuchewytsch fiel am 5. März 1950 mit 42 Jahren in einem Gefecht mit sowjetischen Armee- und Spezialeinheiten des [[Ministerium für Staatssicherheit (UdSSR)|MGB]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://files.lb.ua/person/1687_shuhevich_yuriy_romanovich.html |wayback=20151119095339 |text=Biographie Jurij Schuchewytsch auf Lb.ua |archiv-bot=2023-01-03 08:18:17 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 20. November 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Nähe von Lwiw, wobei er einen MGB-Offizier tötete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung und Personenkult ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Shukhevych stamp 2007.jpg|mini|links|Ukrainische Briefmarke aus dem Jahr 2007 mit Bild Schuchewytschs]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Szuchewycz naPolskiejSzkole weLwowie.jpg|mini|Gedenktafel für Schuchewytsch in Lwiw]]&lt;br /&gt;
Schuchewytschs Rolle in der Ukraine wird heute kontrovers diskutiert. Teile der Bevölkerung, besonders im Westen des Landes, würdigen heute Schuchewytsch, ähnlich wie den ebenfalls umstrittenen [[Stepan Bandera]], als Nationalheld. Hervorgehoben wird dabei sein Einsatz für die Errichtung eines ukrainischen Nationalstaats und für ukrainische Belange.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Unabhängigkeit der Ukraine gibt es zahlreiche Briefmarken und Gedenkmünzen mit Bildern von Roman Schuchewytsch, Denkmäler wurden errichtet und einige westukrainische Städte, darunter auch Lwiw, ernannten ihn posthum zum [[Ehrenbürger]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[NEWSru.com]]: {{Webarchiv |url=http://rus.newsru.ua/ukraine/07may2010/bandera1.html |wayback=20140413143151 |text=Львовский горсовет присвоил звание почётного гражданина города Шухевичу и Бандере |archiv-bot=2018-12-04 01:36:21 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2000 unter der Präsidentschaft von [[Leonid Kutschma]] drehte man über ihn einen patriotischen historischen Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;{{lang|uk|Нескорений|Neskorenyj}}&amp;#039;&amp;#039; (Der Unbeugsame), welcher vom ukrainischen Ministerium für Kultur und Kunst angeregt und gefördert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Teile der ukrainischen Bevölkerung, besonders im Osten des Landes, lehnen ihn jedoch als „Nazi-[[Kollaborateur]]“ ab und fordern eine „Entheroisierung“ Schuchewytschs.&amp;lt;ref&amp;gt;http://ukranews.com/ru/news/ukraine/2011/10/14/55489&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Oktober 2001 nahm in Lwiw das Roman-Schewytsch-Museum seinen Dienst auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.karpaty.info/en/uk/lv/lw/lviv/museums/shukhevych/ Museumsbeschreibung auf Kapary Info]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Museum brannte am 1. Januar 2024 vollständig ab,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://newsukraine.rbc.ua/news/shukhevych-museum-in-lviv-after-russian-drone-1704097875.html Shukhevych Museum in Lviv after Russian drone attack], RBC-Ukraine, 1. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; nachdem es während des [[Russischer Überfall auf die Ukraine seit 2022|Russischen Überfalls auf die Ukraine seit 2022]] von der russischen Luftwaffe vermutlich aus Anlass des 125. Geburtstages von OUN-Führer [[Stepan Bandera]] mit einer Shahed-Drohne bombardiert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2007 wurde Schuchewytsch von Präsident [[Wiktor Juschtschenko]] posthum als „Held der Ukraine“ ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;neuesdeutschland&amp;quot; /&amp;gt; Diese Entscheidung wurde insbesondere auch von der polnischen Öffentlichkeit kritisiert. Die Auszeichnung wurde ihm am 21. April 2010 von einem Gericht in [[Donezk]] wieder aberkannt, was aber rechtlich nicht bindend ist, sodass er nach wie vor diesen Titel trug.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://ukrgeroes.narod.ru/lishukr.html |wayback=20171020185657 |text=Ukrainische Helden |archiv-bot=2018-12-04 01:36:21 InternetArchiveBot}}, abgerufen am 20. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 2011 wurde ihm der Titel offiziell aberkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kyivpost.com/news/nation/detail/109922/ |wayback=20110803000230 |text=Higher Administrative Court rules Shukhevych&amp;#039;s Hero of Ukraine title illegal}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 2017 beschloss der Kyjiwer Stadtrat, den Watutin-Prospekt, benannt nach dem Armeegeneral der Roten Armee [[Nikolai Fjodorowitsch Watutin]], in Schuchewytsch-Prospekt umzubenennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://infocenter-odessa.com/index.php?newsid=47587 &amp;#039;&amp;#039;В столице проспект Ватутина переименовали в Шухевича&amp;#039;&amp;#039;] (&amp;#039;&amp;#039;In der Hauptstadt wurde der Watutin-Prospekt in Schuchewytsch-Prospekt umbenannt&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; Watutin wurde 1944 durch einen Überfall der von Schuchewytsch befehligten Ukrainischen Aufstandsarmee getötet. Am 13. Juni gab ein Kyjiwer Verwaltungsgericht einem Antrag von Parteien, die gegen die Verehrung Schuchewytschs waren, teilweise statt und setzte die Umbenennung einer Straße nach Schuchewytsch aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jerusalem Post&amp;quot;&amp;gt;[https://www.jpost.com/Diaspora/Ukraine-city-to-hold-festival-in-honor-of-Nazi-collaborator-498159 Ukraine city to hold festival in honor of Nazi collaborator] Ukraine city to hold festival in honor of Nazi collaborator, Jerusalem Post, 28. Juni 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 2017 startete in Lwiw am Jahrestag des Einmarsches der deutschen Truppen in Lwiw, dem unmittelbar der [[Massenmorde in Lemberg im Sommer 1941|Pogrom in Lemberg]] folgte, zum Gedenken an Roman Schuchewytsch trotz vorheriger Proteste der jüdischen Gemeinschaften&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jerusalem Post&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; das antisemitische Festival &amp;#039;&amp;#039;Schuchewytschfest&amp;#039;&amp;#039; (Шухевичфест). Das Festival dauerte bis 3. Juli 2017. Vermutlich in Zusammenhang mit diesem Festival warfen Unbekannte am 30. Juni eine Brandbombe auf eine Synagoge in Lwiw. Am gleichen Tag wurde auch ein Gebäude der jüdischen Gemeinde in der Scholem-Aleichem-Straße in Lwiw mit anti-jüdischen Parolen wie „Nieder mit der jüdischen Macht“ besprüht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Antisemitismus-in-der-Ukraine/!5427817/ Antisemitismus in der Ukraine: Brandbombe und Schmiererei], taz, 6. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. März 2021 nannte der Stadtrat der westukrainischen Stadt [[Ternopil]] aus Anlass der Austragung des „11. sportlichen und patriotischen Wettbewerb des Schuchewytsch-Pokals“ das größte Fußballstadion der Stadt in „Roman-Schuchewytsch-Stadtstadion Ternopil“ (Тернопільський міський стадіон імені Романа Шухевича) um.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ternopilcity.gov.ua/news/46912.html Тернопільський міський стадіон відтепер носитиме ім’я головнокомандувача УПА Романа Шухевича], abgerufen am 13. Januar 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Simon Wiesenthal Zentrum]] forderte umgehend ein Überdenken dieser Entscheidung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiesenthal.com/about/news/wiesenthal-center-calls-upon-9.html Wiesenthal Center Calls Upon Ternopil City Council to Reconsider Naming New Football Stadium for Nazi Collaborator Roman Shukhevych]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stadtrat der nordrhein-westfälischen Stadt [[Erftstadt]] schloss am 10. Februar 2023 eine Städtepartnerschaft mit Ternopil.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Erfstadt: [https://www.erftstadt.de/aktuelles/news/ternopil-und-erftstadt-sind-nun-partnerstaedte.php Ternopil und Erftstadt sind nun Partnerstädte], abgerufen am 13. Januar 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst nachträglich stellte die Stadtfraktion der &amp;#039;&amp;#039;Linken&amp;#039;&amp;#039; einen Antrag, wegen der Umbenennung des Stadiums im Jahre 2021 die Städtepartnerschaft wieder aufzulösen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ksta.de/region/rhein-erft/erftstadt/ukrainische-partnerstadt-benennt-stadion-nach-faschisten-rat-sucht-dialog-648930 &amp;#039;&amp;#039;Rat sucht Dialog: Erftstadts ukrainische Partnerstadt benennt Stadion nach Faschisten.&amp;#039;&amp;#039;] Kölner Stadt-Anzeiger, 18. September 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; den der Erftstädter Stadtrat in seiner Sitzung am 13. Dezember 2023 abgelehnt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/hitzige-ratssitzung-erftstadt-h%C3%A4lt-nach-debatte-um-offizier-an-partnerstadt-in-der-ukraine-fest/ar-AA1lts54 &amp;#039;&amp;#039;Hitzige Ratssitzung: Erftstadt hält nach Debatte um Offizier an Partnerstadt in der Ukraine fest.&amp;#039;&amp;#039;] Kölner Stadt-Anzeiger vom 14. Dezember 2023 auf msn.com, abgerufen am 13. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Roman Schuchewytschs Sohn [[Jurij Schuchewytsch]] (1933–2022) war ein sowjetischer Dissident und von 2014 bis 2019 Parlamentsabgeordneter in der Ukraine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Per Anders Rudling]] |Titel=The Cult of Roman Shukhevych in Ukraine. Myth Making with Complications |Sammelwerk=Fascism: Journal of Comparative Fascist Studies |Band=5 |Nummer=1 |Datum=2016 |DOI=10.1163/22116257-00501003 |Seiten=26-65 |Online=https://www.foiaresearch.net/sites/default/files/2019-07/Per%20A.%20Rudling%20-%20The%20Cult%20of%20Roman%20Shukhevych%20in%20Ukraine%20%282016%29.pdf}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Per Anders Rudling |Titel=Rehearsal for Volhynia: Schutzmannschaft Battalion 201 and Hauptmann Roman Shukhevych in Occupied Belorussia, 1942 |Sammelwerk=East European Politics and Societies: and Cultures |Band=34 |Nummer=1 |Datum=2020-02 |DOI=10.1177/0888325419844817 |Online=https://www.academia.edu/43281421/Rehearsal_for_Volhynia_Schutzmannschaft_Battalion_201_and_Hauptmann_Roman_Shukhevych_in_Occupied_Belorussia_1942}}&lt;br /&gt;
* [[Jürgen W. Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Tod des ukrainischen General-Chorunschi Roman Ṧuchevič.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen W. Schmidt (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Spionage, Terror und Spezialeinsatzkräfte. Fallstudien und Dokumente aus 140 Jahren Geheimdienstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2019, ISBN 978-3-89574-965-0, S. 141–148.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Roman Shukhevych|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.shukhevych.netfirms.com/roman/photo01ukr.htm |wayback=20080206221102 |text=Fotogalerie über Roman Schuchewytsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119538695|LCCN=n93064452|VIAF=31209949}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schuchewytsch, Roman}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Ukraine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (ukrainische Kollaboration)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Faschismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Rechtsextremismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Rassismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied einer rassistischen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied einer antisemitischen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied einer rechtsextremen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Ukraine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Lwiw]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Organisation Ukrainischer Nationalisten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schuchewytsch, Roman&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Шухевич, Роман (ukrainisch); Шухе́вич, Рома́н О́сипович (russisch); Chuprynka, Taras (Pseudonym); Szuchewycz, Roman (polnisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ukrainischer Offizier und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juni 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krakowez]], [[Galizien]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. März 1950&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Lwiw|Lemberg]], [[Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik|Ukrainische SSR]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Mair</name></author>
	</entry>
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