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	<title>Roman Erich Petsche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Kontrollstellekundl: Sankt &gt; St.</title>
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		<updated>2025-12-30T10:37:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sankt &amp;gt; St.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Roman Erich Petsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Februar]] [[1907]] in [[Kočevje|Gottschee]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[1993]] in [[Ried im Innkreis]], [[Oberösterreich]]) war ein österreichischer Lehrer, Schulaufseher und Maler. Er wurde von der Gedenkstätte [[Yad Vashem]] als [[Gerechter unter den Völkern]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines deutschsprachigen Lehrers und einer aus altem galizischen Adel stammenden Mutter, die er später als „nationalbewusste Polin“ bezeichnete, wuchs in der [[Gottscheer|Gottschee]], einer deutschen Sprachinsel in Slowenien, auf. Die Familie zog 1919 nach [[Salzburg]], wo sein Vater nach der Flucht aus dem nun zum [[Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen]] gehörenden Gottschee Arbeit in der Lehrerausbildung gefunden hatte. Nach der [[Matura]] 1925 studierte Petsche in [[Wien]] an der Philosophischen Fakultät der [[Universität Wien]] und [[Akademie der Bildenden Künste Wien]]. Seit 1925 war er Mitglied der [[katholische Studentenverbindung|katholischen Studentenverbindung]] [[KÖStV Austria Wien]]. Ab 1929 arbeitete er als Lehrer zunächst in Salzburg, 1931–1933 dann in Ried im Innkreis und ab 1933 in [[St. Pölten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1944 war Petsche als Offizier der [[Wehrmacht]] in der Stadt [[Novi Sad]] bei der jüdischen Familie Csarneyi einquartiert. Im selben Haus wohnte auch der jüdische Rechtsanwalt Dr. Tibor mit seiner Frau Vera und dessen fünfjährigen Zwillingstöchtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. März 1944 sollten 4000 Juden in das Konzentrationslager in [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] deportiert werden. Roman Erich Petsche beschloss, die beiden minderjährigen Töchter von Dr. Tibor zu retten, und reiste mit den Kindern und einer Putzfrau nach [[Budapest]] zu einer Tante der Kinder. Die Putzfrau gab er als seine Ehefrau aus und die Kinder als seine eigenen. Noch in der gleichen Nacht reiste Roman Erich Petsche nach Novi Sad zurück und verhalf Dr. Tibor und weiteren seiner Familienmitglieder zu einer Bahnfahrkarte, damit sie Novi Sad verlassen konnten. Die in der Stadt gebliebene kranke Großmutter der Tibors brachte Petsche in ein Krankenhaus und sorgte bis zu ihrem Tod für sie. Vera Tibor, ihre Töchter und die Tante der Tibors wurden dennoch verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Die Tante und die Kinder überlebten und ließen sich nach dem Ende des Krieges in Israel nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Petsche zunächst 1945–1950 in Linz als Lehrerausbilder, dann ab 1950 in der Schulaufsicht, unter anderem als Fachinspektor für Kunsterziehung für mehrere Bundesländer. 1972 wurde er pensioniert und zog sich nach Ried im Innkreis zurück. Neben seiner Karriere war er stets als Maler tätig, bot seine Werke jedoch auf dem Kunstmarkt nicht an. Er bevorzugte figürliche Motive, die er im Alter fast ausschließlich in einer eigenwilligen, von ihm &amp;#039;&amp;#039;Lumigraphie&amp;#039;&amp;#039; genannten Collagetechnik aus farbigen Kreidezeichnungen und Lichtdrucken fertigte. Museen u. a. in Ried und Graz zeigen seine Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 wurde der inzwischen zum Hofrat ernannte Petsche für seine Rettungstat im Zweiten Weltkrieg von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als &amp;#039;&amp;#039;Gerechter unter den Völkern&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://db.yadvashem.org/righteous/family.html?language=en&amp;amp;itemId=4042657 Roman Erich Petsche] auf der Website von [[Yad Vashem]] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gründe für seine Tat nannte er damals „das selbstverständliche menschliche Gebot, anderen in der Not zu helfen“. Auch sei ihm das Schicksal der Familie seiner Mutter bewusst gewesen, die mehrere Mitglieder im KZ verloren hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 wurden bei den 11. [[Braunauer Zeitgeschichte-Tage]]n zum Thema [[Zivilcourage]] und [[Widerstand (Politik)|Widerstand]] in Diktaturen im [[Kultur im Gugg]] seine Bilder ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Leopold Heinrich Ammerer: &amp;#039;&amp;#039;Roman Erich Petsche und die Sehnsucht nach der Unsterblichkeit seines Werks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Bundschuh. Schriftenreihe des Museums Innviertler Volkskundehaus&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 14 (2011), S. 138–143.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.maislinger.net/gerechte/fluchtversuch.htm Die Gerechten Österreichs]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ried.com/kultur/kuenstler.php?id=115 | wayback=20070928125751 | text=Künstler der Galerie Ried im Innkreis}}&lt;br /&gt;
* {{ÖCV|10900416}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-11-17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Petsche, Roman Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde Kočevje]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottscheer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Petsche, Roman Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Lehrer, Schulaufseher und Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Februar 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kočevje|Gottschee]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ried im Innkreis]], [[Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kontrollstellekundl</name></author>
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