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	<title>Roman Anton Boos - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:05:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Onkelkoeln: PD-fix nach ADB</title>
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		<updated>2026-02-18T17:16:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD-fix nach ADB&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Roman Anton Boos - Bildhauer.jpg|mini|Roman Anton Boos ([[Bayerische Staatsbibliothek]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman Anton Boos Selbstbildnis ca.1790-1.jpg|mini|Selbstbildnis, um 1790, im [[Bayerisches Nationalmuseum|Bayerischen Nationalmuseum]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Roman Anton Boos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Februar]] [[1733]] in [[Bischofswang]] bei [[Roßhaupten]]; † [[19. Dezember]] [[1810]] in [[München]]) war ein [[deutsche]]r [[Bildhauerei|Bildhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Roman Anton Boos wurde am 28. Februar 1733 in dem kleinen, zur Pfarrei [[Roßhaupten]] gehörigen Ort Bischofswang als Sohn des Bauern Joseph Boos und dessen Ehefrau Katharina geboren. Der Vater erkannte die Begabung seines Sohnes und stimmte deshalb einer Lehre bei dem bekannten Bildhauer [[Anton Sturm (Bildhauer)|Anton Sturm]] im nahegelegenen Füssen zu.&lt;br /&gt;
Danach folgte seine Wanderschaft, von der nur feststeht, dass Boos 1760 in die Werkstatt des damals führenden Münchener Bildhauers [[Johann Baptist Straub]] eintrat, der er, mit einigen Unterbrechungen, bis 1769 angehörte. 1763 besuchte Boos den Unterricht für Bildhauer bei [[Jacob Schletterer]] an der [[Akademie der bildenden Künste Wien|Wiener Akademie]], seine akademische Ausbildung beendete Boos an der Städtischen Akademie in Augsburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Pagerie.JPG|mini|Das Grabmal der königlichen Hofpagen befindet sich im [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Münchner Südfriedhof]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nymphenburg-Kaskade-Statue-1a.jpg|mini|Statue der Pallas Athene (1777), im Schlosspark Nymphenburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nymphenburg-Statue-7d.jpg|mini|Statue der Venus (1778), im Schlosspark Nymphenburg]]&lt;br /&gt;
1765 kehrte er nach München zurück und vollendete ein Jahr später seinen ersten bekannten Auftrag: die Stifterfiguren [[Ludwig der Strenge]] und [[Ludwig der Bayer]] für die [[Kloster Fürstenfeld|Zisterzienserklosterkirche Fürstenfeld]]. In das gleiche Jahr fällt auch die Gründung einer privaten [[Akademie der bildenden Künste München|Zeichenschule]], die Kurfürst [[Maximilian III. Joseph]] 1770 als „öffentliche Zeichenschule, resp. Maler und Bildhauer Academie zur Beförderung und Aufnam der Künste“ einrichten ließ. Boos und die anderen Mitbegründer, der Maler [[Franz Ignaz Oefele]] und der Stuckator [[Franz Xaver Feuchtmayer der Jüngere|Franz Xaver Feuchtmayer]], beabsichtigten mit Hilfe einer bayerischen Kunstschule das Kurfürstentum von fremden Akademien und ausländischen Künstlern unabhängig zu machen und es einer neuen, eigenständigen Kunst zuzuführen.&lt;br /&gt;
Der Durchbruch in der Residenzstadt München gelang Boos 1768 mit der plastischen Dekoration an der Kirchenfassade von [[Theatinerkirche (München)|St. Kajetan]], mit der zuerst [[Ignaz Günther]] beauftragt war, der jedoch an der Steinbearbeitung scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 15 Jahre, in denen Boos in erster Linie für den kurfürstlichen Hof arbeitete, waren die erfolgreichsten seiner Laufbahn. Von 1770 bis 1772 schuf er vier heute nicht mehr erhaltene mythologische Gruppen und einen ebenfalls verschollenen Flussgott für den [[Schloss Schleißheim|Schleißheimer Schlossgarten]]. Ein Jahr später, am 23. Juli 1773 sicherte [[Maximilian III. Joseph]] Boos die Anstellung als Hofbildhauer mit einem Jahresgehalt von 300 Gulden zu, doch erst im September 1774 nach dem Tod des bisherigen Hofbildhauers Charles de Grof konnte Boos auf diese Stelle nachrücken.&lt;br /&gt;
Durch den Tod de Grofs erhielt Boos den Auftrag für die Statue der Amphitrite, die zu einer Statuenfolge antiker Götter für das Parterre des [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Schlossgartens]] gehören sollte. Der Salzburger Bildhauer [[Johann Baptist Hagenauer|Johann Baptist von Hagenauer]] sollte dazu die Ausführung der Statuen Apollo, Diana, Ceres und Baccus übernehmen, während Ignaz Günther Mars, Pallas, Merkur und Venus ausführen sollte. An [[Johann Baptist Straub]] war die Ausführung der Statuen von Jupiter, Juno, Pluto und Proserpina vergeben. Auch diese Statuen wurden letzten Endes durch Boos ausgeführt, da 1775 auch [[Ignaz Günther]] verstarb und so das Hofbauamt dem neuen [[Hofkünstler|Hofbildhauer]] auch die Bearbeitung der Statuen übertrug, die von dem verstorbenen Günther hätten ausgeführt werden sollen. Hagenauer, der sich inzwischen in Wien niedergelassen und nach Schletterers Tod die Stelle als Lehrer der Bildhauer-Klasse an der dortigen Akademie übernommen hatte, war außer Reichweite des Münchner Hofes geraten, sodass man Boos auch die Aufträge Hagenauers zuwies. Bis 1785 schuf Boos neun Statuen für den Nymphenburger Zyklus, der erst 1792 vollständig war, nachdem [[Dominik Auliczek]] die restlichen Statuen von Pluto, Proserpina, Jupiter und Juno ausgeführt hatte. Am 12. Mai 1777 heiratete er die 26-jährige Tochter seines Lehrers Johann Baptist Straub, Maria Theresia Amalia, und zog in das Haus des Schwiegervaters in der heutigen Hackenstraße 10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nymphenburg-Ziervase-1.jpg|mini|Ziervase im Schlosspark Nymphenburg, München]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Boos Ziervase Detail.jpg|mini|Unterschiedlichste Themen der antiken Sagenwelt sind auf den Ziervasen im Parterre im Schlosspark Nymphenburg dargestellt.]]&lt;br /&gt;
Boos’ Tätigkeit für Nymphenburg war mit den neun Statuen für den Nymphenburger Zyklus noch nicht beendet. Von 1788 bis 1798 lieferte er 12 Marmorvasen mit mythologischen Szenen, die im [[Schlosspark Nymphenburg|Gartenparterre]] zwischen den Statuen aufgestellt wurden. Neben den umfangreichen Arbeiten für Nymphenburg stellten die 1781 vollendeten Taten des [[Herakles|Herkules]] in überlebensgroßen Holzgruppen, die eine um 1630 von Kaspar Riedl geschaffene Folge in den [[Hofgarten (München)|Hofgarten-Arkaden]] der [[Münchner Residenz]] ersetzten, den zweiten großen und ehrenvollen Auftrag des kurfürstlichen Hofes dar. Hierbei unterstützte ihn [[Franz Joseph Muxel]] (1745–1812).&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|23|121|122|Muxel, Franz Joseph|Hyacinth Holland|ADB:Muxel, Franz Joseph}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Günthers Tod und infolge der Altersgebrechlichkeit von Straub erhielt Boos nun auch von der Kirche mehrere Aufträge, ohne aber jemals den gleichen Erfolg wie die älteren Bildhauer ernten zu können. Selbst sein umfangreichstes und bedeutendstes sakrales Werk, die 1780 errichtete neue Kanzel in der [[Frauenkirche (München)|Münchner Frauenkirche]], von der heute nur mehr Einzelteile im [[Bayerisches Nationalmuseum|Bayerischen Nationalmuseum]] erhalten sind, fand nicht die gleiche Anerkennung, die man seinen Nymphenburger Statuen zollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An sakralen Werken für die Residenzstadt München folgten 1783 die dekorativen Arbeiten für den Choraltar der [[Asamkirche (München)|St.-Johann-Nepomuk-Kirche]] und 1786 das Denkmal in Form zweier [[Tondo|Tondi]] für die [[Bürgersaal (München)|Bürgersaal-Kirche]] zur Erinnerung an den Münchner Aufenthalt von [[Pius VI.|Papst Pius VI.]] im Jahr 1782. Die zehn Marienreliefs für den Hochaltar und die vier Reliefs mit Darstellungen aus dem Leben Christi für die Chorwand der [[Kloster Ettal|Benediktiner-Klosterkirche Ettal]] schuf Boos 1788 und 1790. Von 1789 datieren die drei Puttenpaare als Personifikationen der göttlichen Tugenden und eine Liegefigur des [[Francisco de Xavier|hl. Franz Xaver]] in der [[Kloster Benediktbeuern|Klosterkirche Benediktbeuern]]. Aus dem Jahr 1791 stammen die Kanzel und der Kruzifixus in der [[St. Jakobus der Ältere (Hörgertshausen)|Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere]] in [[Hörgertshausen]] bei Moosburg. Den letzten kirchlichen Auftrag führte Boos 1796 aus: die vier Evangelisten in der Stiftskirche von [[Altötting]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als führender Münchener Bildhauer zog Boos auch Schüler an sich, die ihn bei seinen zahlreichen Aufgaben unterstützten: [[Joseph Anton Muxel (Holzbildhauer)|Joseph Muxel]] arbeitete 1780 an den Herkulesgruppen mit; 1784 wurde er selbst zum Hofbildhauer ernannt. [[Ignaz Alexander Breitenauer]] trat 1777 in die Werkstatt ein und arbeitete bei der Ausführung der Nymphenburger Statuen von Baccus, Ceres, Apoll und Diana mit, 1785 wurde Breitenauer als Hofbildhauer nach [[Eichstätt]] berufen. Im gleichen Jahr absolvierte auch [[Franz Jakob Schwanthaler]] eine kurze Lehrzeit bei Boos. [[Konrad Eberhard]] blieb sogar zehn Jahre, von 1796 bis 1806, in dessen Werkstatt, bevor er als Stipendiat des Hofbauamtes nach Rom aufbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der allgemein herrschende Auftragsmangel brachte sogar den Hofbildhauer Boos in finanzielle Schwierigkeiten, und die auf zehn Jahre angesetzte Arbeit an den Vasen für den [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Schlosspark]] verbesserte seine Lage nur geringfügig. Boos verlegte sich auf kleinere Auftragsarbeiten wie das Grabmal der königlichen Hofpagen im [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof in München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1786 und 1799 eingebrachte Vorschlag des Hofbauamtes, die Inspektorenstelle im [[Antiquarium (München)|Antiquarium]], die als letzter [[Giuseppe Volpini]] innehatte, für Boos wiederzuerrichten, lehnte [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Kurfürst Karl Theodor]] strikt ab und erlaubte stattdessen nur die einmalige Reinigung und Ausbesserung einzelner Büsten. In Anbetracht seiner unbezahlten Tätigkeit an der [[Akademie der bildenden Künste München|Akademie]] zog das Hofbauamt 1792 in Erwägung, dass Boos den in Mannheim und Düsseldorf angestellten Professoren in der Besoldung mit 800 Gulden gleichgestellt werden könnte. Immerhin wurden ihm am 1. März 1793 200 Gulden ausbezahlt. Sein Vorschlag aus dem Jahr 1799, dass sich sowohl im [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Schlossgarten]] als auch im [[Alter Botanischer Garten (München)|kurfürstlichen Garten]] beim [[Karlstor (München)|Karlstor]], noch manches Schöne anbringen ließe, fand jedoch weder beim Kurfürsten noch beim Hofbauamt Resonanz. 1802 bat er nochmals ohne Erfolg um Gehaltsverbesserung. Ein daraufhin eigens für Boos eingerichteter Fonds von 600 Gulden sollte für eine von Generaldirektor [[Johann Christian von Mannlich]] zu bestimmende Arbeit an einem öffentlichen Hof- oder Staatsgebäude verwendet werden. Da aber die Summe für einen größeren Auftrag zu gering war, beschäftigte man Boos mit der Restaurierung der Herkules-Gruppen im [[Hofgarten (München)|Hofgarten]], die er vor über 20 Jahren selbst geschaffen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1805 bestand noch einmal die Chance eines öffentlichen Auftrages zu Figuren für zwei Brunnen, die auf dem neuen Platz am ehemaligen Kapuzinergraben errichtet werden sollten. Sowohl Boos als auch sein ehemaliger Schüler Joseph Muxel reichten Skizzen ein, die Oberbaudirektor [[Johann Andreas Gärtner]] zwar schön und prächtig fand, doch deutet diese Beurteilung bereits an, dass keiner der beiden Entwürfe für eine Ausführung zur Debatte stand. Stattdessen plädierte Gärtner für einen einfachen [[Obelisk]]en, der sich besser dahin schicken würde und außerdem billiger wäre. Dies bedeutete das Ende der künstlerischen Laufbahn des inzwischen 72-jährigen Hofbildhauers Roman Anton Boos, der wenig später noch eine weitere Niederlage hinnehmen musste: zum Direktor des [[Antiquarium (München)|Antikensaales]] wurde [[Peter Simon Lamine]] aus Mannheim ernannt, der ihn am 10. April 1806 auch als Leiter der Bildhauer-Klasse an der [[Akademie der bildenden Künste München|Akademie]] verdrängte. Bei der Neugestaltung der [[Akademie der bildenden Künste München|Akademie]] im Jahr 1808 stand seine Mitarbeit nicht einmal mehr zur Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Dezember 1810 starb Boos im Alter von 77 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Boos Stephanskirche München.jpg|mini|Grab von Roman Boos auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München an der Außenwand der Stephanskirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemeinsame Grabstätte des Ehepaares Boos befindet sich auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München ({{Coordinate|text=Standort|name=Grab von Roman Boos|NS=48/7/50.30/N |EW=11/33/58.90/E|type=landmark|region=DE-BY}}) und ist neben jener von Straub in die westliche Außenwand der Stephanskirche am Eingang des Friedhofs eingelassen&amp;lt;ref&amp;gt;Schiermeier/Scheungraber, Alter Südlicher Friedhof in München, Übersichtsplan, 2008, ISBN  978-3-9811425-6-3 [https://www.stadtatlas-muenchen.de/shopdb1f8b85/Alter-Südlicher-Friedhof-in-München-p160402830 Titel auf Verlagsseite]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Roman Boos mit heiratete am 12.&amp;amp;nbsp;Mai 1777 heiratete er die 26-jährige Tochter seines Lehrers Johann Baptist Straub, Theresia Amalia Straub (†&amp;amp;nbsp;10.&amp;amp;nbsp;Mai 1816). Gemeinsam hatten sie acht Kinder. Der einzige noch lebende Sohn der beiden, Joseph Boos, hatte die militärische Laufbahn eingeschlagen und war zum Zeitpunkt der Testamentseröffnung am 27.&amp;amp;nbsp;Dezember 1810 königlicher Oberleutnant. Die ältere Tochter Crescentia hatte den Kaufmann Schiechtl geheiratet, und die ledige Tochter Maria Anna war der Vormundschaft seines ehemaligen Schülers Franz Jakob Schwanthaler anvertraut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1766 Stifterfiguren [[Ludwig der Strenge]] und [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] für das [[Kloster Fürstenfeld]].&lt;br /&gt;
* 1767–1768: Vier Heiligenstatuen für die Fassade der Münchner [[Theatinerkirche (München)|Theatinerkirche]] mit Darstellung der Hl. Kajetan, Maximilian, Ferdinand und Adelheid. Boos führte auch einiges am weiteren figürlichen Fassadenschmuck der [[Theatinerkirche (München)|Theatinerkirche]] aus.&lt;br /&gt;
* 1770: Brunnenfigur des [[Johann von Nepomuk|hl. Johannes Nepomuk]], für den Brunnen in der Neuhauser Gasse vor dem Jesuitenkolleg. Der Brunnen wurde 1804 abgetragen und die Figur am Mariahilfplatz in der Münchner Vorstadt Au aufgestellt, wo sie bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1944 verblieb. Die Neuerrichtung dieser Brunnenfigur hatte die Münchner Stadtkammer 1767 beschlossen. 1768 reichten mehrere Künstler Zeichnungen und Modelle ein: [[Charles de Grof]], [[Ignaz Günther]], der Goldschmied [[Joseph Friedrich Canzler]], der Augsburger Bildhauer [[Ignaz Ingerl]], [[François de Cuvilliés der Jüngere]] und schließlich Roman Anton Boos, der den Auftrag erlangte.&lt;br /&gt;
* 1775 Ausführung von zwei Porträtbüsten des Kurfürsten [[Maximilian III. Joseph|Max III. Joseph]].&lt;br /&gt;
* 1775 Statue der Amphitrite für den [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Schlosspark]] nach einem Modell von [[Charles de Grof]].&lt;br /&gt;
* 1777 Fertigstellung der Statuen von Mars und Pallas nach Stuckmodellen von Ignaz Günther für den [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Schlosspark]].&lt;br /&gt;
* 1778–1780 Ausführung der Kanzel in der [[Frauenkirche (München)|Münchner Frauenkirche]] (nicht erhalten).&lt;br /&gt;
* 1780 Statuen von Merkur und Venus für das Gartenparterre des [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Schlossparks]].&lt;br /&gt;
* 1779–1781 Folge von 8 Gruppen mit Darstellung der [[Herakles|Herkulestaten]] für die nördlichen Nischen der [[Hofgarten (München)|Hofgartenarkaden]] in München.&lt;br /&gt;
* 1782 Statuen von Baccus und Ceres für das Gartenparterre des [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Schlossparks]].&lt;br /&gt;
* 1783 Fertigstellung des unteren Choraltars von [[Asamkirche (München)|St. Johann Nepomuk (Asamkirche)]] in München.&lt;br /&gt;
* ca. 1785: lebensgroßer Corpus Christi in der Stadtpfarrkirche [[Miesbach]].&lt;br /&gt;
* 1785 Fertigstellung der Statuen von Apollo und Diana für den [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Schlosspark]].&lt;br /&gt;
* 1786–1798 Ausführung von insgesamt 12 dekorativen Marmorvasen für den [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburger Park]].&lt;br /&gt;
* 1787 Ausführung des monumentalen Grabdenkmals für Graf Joseph Franz von Seinsheim in der Pfarrkirche von [[Sünching]].&lt;br /&gt;
* 1788–1790 Ausführung von Reliefs für den Chor der Klosterkirche [[Mariä Himmelfahrt (Ettal)|Mariä Himmelfahrt]] im [[Kloster Ettal]]&lt;br /&gt;
* 1789 Puttenpaare für den Hochaltar in der [[Klosterkirche St. Benedikt (Benediktbeuern)|Klosterkirche Benediktbeuern]].&lt;br /&gt;
* 1790 Ausführung eines Marmor-Selbstbildnisses für das eigene Grabmal (heute im [[Bayerisches Nationalmuseum|Bayerischen Nationalmuseum]]).&lt;br /&gt;
* 1790 Fertigstellung des überlebensgroßen Gekreuzigten für die Wallfahrtskirche in [[Wemding]].&lt;br /&gt;
* um 1790 &amp;#039;&amp;#039;Putto auf Waller reitend&amp;#039;&amp;#039;, Brunnen im Park des Radspieler-Hauses, Hackenstraße 7, München, Salzburger Marmor, Blei&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Juliane Reister| Titel=Brunnenkunst &amp;amp; Wasserspiele| TitelErg=Spaziergänge in 10 Münchner Stadtteilen| Verlag=München-Verlag| Ort=München| Jahr=2008| ISBN=978-3-937090-26-9| Seiten=53}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1791 Ausführung von Kruzifix und Kanzel für die Pfarrkirche von [[Hörgertshausen]].&lt;br /&gt;
* 1791 Marmornes Reliefbild des Kurfürsten [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Karl Theodor]] im Quellenbau der [[Alte Saline|Alten Saline]] in Bad Reichenhall&lt;br /&gt;
* 1794 Ausführung der Grabdenkmäler für den kurbayerischen Kanzler und Reichsfreiherrn [[Wiguläus von Kreittmayr|Aloys von Kreittmayr]] und seine Gemahlin in der [[St. Vitus (Offenstetten)|Pfarrkirche St. Vitus]] in [[Abensberg]]-[[Offenstetten]].&lt;br /&gt;
* 1795 Portraitkartusche des [[Leopold Joseph Daun|Grafen von Daun]] in der Katharinenkapelle von [[St. Peter (München)|St. Peter]] in München.&lt;br /&gt;
* 1796 Ausführung von vier Evangelistenfiguren für die Stadtpfarrkirche St. Phillip und Jakob in [[Altötting]].&lt;br /&gt;
* 1801 Marmortittis des Brauers Joseph Schmetterer für ein Wandgrab in der Pfarrkirche von [[Dachau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgeber für Straße ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Roman Boos wurde 1877 in  im Stadtteil Untere Au (Stadtbezirk 5 - [[Au-Haidhausen]]) die Boosstraße benannt. {{Coordinate|NS=48.1247289|EW=11.5787923|type=landmark|region=DE-BY|name=Boosstraße|text=Lage}} &amp;lt;ref&amp;gt;[https://stadtgeschichte-muenchen.de/strassen/d_strasse.php?id=708 Boosstraße], auf stadtgeschichte-muenchen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Juliane von Åkerman: &amp;#039;&amp;#039;Roman Anton Boos (Bos)&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Wurst, Alexander Langheiter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Monachia&amp;#039;&amp;#039;. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 2005, ISBN 3-88645-156-9, S. 95.&lt;br /&gt;
* R. Johnen: &amp;#039;&amp;#039;Roman Anton Boos. Kurfürstlicher Hofbildhauer zu München 1733–1810&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst&amp;#039;&amp;#039;, NF 12, 1937/38, S. 281–320.&lt;br /&gt;
* [[Uta Schedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Roman Anton Boos (1733-1810). Bildhauer zwischen Rokoko und Klassizismus&amp;#039;&amp;#039;. (Schnell und Steiner Künstlerbibliothek). Schnell + Steiner, München und Zürich 1989, ISBN 3-7954-0370-7&lt;br /&gt;
* {{ADB|3|139|139|Boos, Roman Anton|Wilhelm Adolf Schmidt|ADB:Boos, Roman Anton}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|452|453|Boos, Roman Anton|Gerhard Woeckel|118828282}}&lt;br /&gt;
* Klaus Wankmiller: &amp;#039;&amp;#039;Roman Anton Boos (1733 - 1810). Eine Spurensuche in seiner näheren Heimat&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Zum 200. Todestag des Bildhauers aus Bischofswang bei&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Roßhaupten&amp;#039;&amp;#039;, in: Alt Füssen – Jahrbuch des Historischen Vereins Alt Füssen (2010), S. 70–80.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Max Joseph Hufnagel&lt;br /&gt;
|Titel=Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München; Roman Anton Boos; Nr.&amp;amp;nbsp;1, Seite&amp;amp;nbsp;27&lt;br /&gt;
|Verlag=Zeke Verlag, 4.&amp;amp;nbsp;Auflage&lt;br /&gt;
|Ort=Würzburg&lt;br /&gt;
|Datum=1983&lt;br /&gt;
|ISBN=3-924078-00-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Roman Anton Boos}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118828282}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118828282|LCCN=n/86/81731|VIAF=25399454}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boos, Roman Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1733]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1810]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boos, Roman Anton&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Februar 1733&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bischofswang]] bei [[Roßhaupten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Dezember 1810&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Onkelkoeln</name></author>
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