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	<title>Rom e. V. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rom_e._V.&amp;diff=2021544&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Rohlfs am 13. Januar 2026 um 18:44 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-13T18:44:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rom e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gesprochen mit offenem o: [{{IPA|ˈrɔm}}]; vollständiger Name &amp;#039;&amp;#039;Roma Selbstorganisation für Teilhabe, Bildung und Kultur&amp;#039;&amp;#039;) mit Sitz in [[Köln]] ist ein interkultureller Verein mit deutschlandweiter Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Verein entstand im Winter 1986/87 zunächst als Unterstützerinitiative, nachdem größere Gruppen jugoslawischer Roma-Flüchtlinge, insgesamt fast 1.000 Menschen, nach Köln gekommen waren. Die Stadtverwaltung ließ die Familien auf einem [[Brache|Brachgelände]] vor der Stadt kampieren. Lebensunterhalt, Unterkünfte und medizinische Versorgung verweigerte sie monatelang. Einige Kölner Bürger, unter ihnen die Pfarrerin Renate Graffmann und der später als „Alternativer Ehrenbürger“ der Stadt Köln gewürdigte [[Kurt Holl]], nahmen daraufhin Kontakt zu den Familien auf und gründeten die „Kölner Roma-Initiative“. 1988 wurde daraus ein eingetragener Verein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kirche-koeln.de/neuer-newsletter-des-rom-e-v-umzug-auszeichnung-fuer-amaro-kher-und-gruendung-eines-vereins-zur-etablierung-eines-europaweiten-tv-bildungsprogramms-fuer-roma-kultur/ |titel=Neuer Newsletter des Rom e.&amp;amp;nbsp;V.: Umzug, Auszeichnung für Amaro Kher und Gründung eines Vereins zur Etablierung eines europaweiten TV-Bildungsprogramms für Roma-Kultur |werk=Evangelische Kirche Köln |datum=2007-12-10 |sprache=de |abruf=2021-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehungs- und Gründungsjahre waren bestimmt „von Forderungen und Kämpfen um ein dauerhaftes [[Bleiberecht]], gegen rassistische Übergriffe und für die Integration der Flüchtlinge“.&amp;lt;ref&amp;gt;Doris Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Zur Situation der Roma-Flüchtlinge mit Duldungsstatus in Köln.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Überblick. Zeitschrift des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; 15 (2009), Nr. 3, S. 10–12. ([https://www.ida-nrw.de/fileadmin/user_upload/ueberblick/Ueberblick_3_09.pdf online]; PDF; 817&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kommunale Politik war zu diesem Zeitpunkt mit Unterstützung aus einem Teil der Bevölkerung und von Kölner Medien darauf ausgerichtet, Roma-Flüchtlinge zum möglichst umgehenden Verlassen der Stadt zu bewegen. Im Widerspruch dazu kam es zu massiven bürgerrechtlichen Protesten. Mitglieder des Rom e.&amp;amp;nbsp;V. verknüpften in Aktionen der „[[Begrenzte Regelverletzung|begrenzten Regelverletzung]]“ die [[Aufenthaltstitel|Bleiberechtsproblematik]] mit der [[Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus|NS-Verfolgung der europäischen Roma]], indem sie z.&amp;amp;nbsp;B. symbolisch die ehemaligen [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Zellen im sog. [[EL-DE-Haus]] besetzten oder anlässlich der Gedenkfeier zum Pogrom im November 1938 ein [[Go-in]] in die Kölner Oper veranstalteten. Kirchliche Instanzen schlossen sich diesen Protesten an. 1990 beschloss der Rat der Stadt eine zeitweise ordnungspolitische Umkehr und ermöglichte zunächst fast 200 Flüchtlingen ein Bleiberecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programm und Praxis ==&lt;br /&gt;
Neben seinen bleiberechtlichen Bemühungen, zu denen auch eine kostenlose ausländerrechtliche und soziale Beratung gehört, wendet sich der Verein gegen [[Zigeuner|antiziganistische]] Diskriminierung „in Medien, Behörden und der Bevölkerung“. Er setzt sich für eine Integrationspolitik ein, die die Wahrung der Herkunftsidentität mitbeinhaltet und unterstützt und initiiert entsprechende soziale und kulturelle Projekte.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosel Kern: &amp;#039;&amp;#039;Rom e.&amp;amp;nbsp;V. - Verein für die Verständigung von Rom und Nicht-Rom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Überblick. Zeitschrift des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; 15 (2009), Nr. 3, S. 13–14. ([https://www.ida-nrw.de/fileadmin/user_upload/ueberblick/Ueberblick_3_09.pdf online]; PDF; 817&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Sinn unterhält er gestützt auf einen Beschluss des Rats der Stadt Köln das Modellprojekt &amp;#039;&amp;#039;Amaro Kher&amp;#039;&amp;#039; (= „Unser Haus“), eine Kita und eine Schule für Roma-[[Flüchtlingskind]]er.&lt;br /&gt;
Seit 2004 werden in Kindertagesstätte und Ganztagsschule Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 17 Jahren betreut und unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Marlene Tyrakowski: &amp;#039;&amp;#039;Amaro Kher – Roma-Schule, Kindergarten und Familienzentrum im Kölner Grüngürtel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Überblick. Zeitschrift des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; 15 (2009), Nr. 3, S. 12–13. ([https://www.ida-nrw.de/fileadmin/user_upload/ueberblick/Ueberblick_3_09.pdf online]; PDF; 817&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier arbeitet als Mittler der Roma-Kultur der Kölner Roma-Schriftsteller [[Jovan Nikolić]] mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Kulturkarawane&amp;#039;&amp;#039;. Zum Konzept gehört eine aktive und intensive Kooperation mit den Eltern. Interkulturelle Zusammenarbeit geschieht über Kontakte mit Kölner Grundschulen und benachbarten Freizeitgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amaro Kher war Preisträger im bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ für das Jahr 2011. Amaro Kher biete Roma-Flüchtlingskindern „den frühzeitigen Zugang zur Bildung unter Erhalt der eigenen Kultur und Identität“. Damit sei die Einrichtung „ein herausragendes Beispiel für wegweisende gesellschaftliche Integration.“ Der Wettbewerb wird seit 2006 unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und in Kooperation mit der Deutschen Bank durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marlene Tyrakowski |Titel=Amaro Kher als ein besonderer Bildungsort ausgezeichnet |Sammelwerk=Nevipe. Rundbrief des Rom e.&amp;amp;nbsp;V. |Nummer=57 |Datum=2011-05-10 |Seiten=1–2 |Online=https://web.archive.org/web/20210515155146/http://www.romev.de/wp-content/uploads/2013/PDF/rundbrief_57.pdf |Abruf=2022-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der sozialen und politischen Arbeit hat der Rom e.&amp;amp;nbsp;V. ein Archiv und eine Bibliothek zu Geschichte und Kultur der europäischen Roma aufgebaut, die zu den größten deutschen Sammlungen gehören. Das Dokumentationszentrum des Rom e.&amp;amp;nbsp;V. wurde 1999 vom damaligen Bundestagspräsidenten [[Wolfgang Thierse]] eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutscher Bundestag |url=http://webarchiv.bundestag.de/archive/2006/0404/parlament/praesidium/reden/1999/004.html |titel=Eröffnung des Archivs und Dokumentationszentrums des „Rom e.&amp;amp;nbsp;V.“ |sprache=de |abruf=2022-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es berät Journalisten, Studenten, Politiker und Verbände, die seriöse Informationen zum Thema suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den kulturellen und medialen Aktivitäten gehören Publikationen zu Geschichte und Kultur der Roma. 2009 erarbeitete der Verein in Kooperation mit dem Kölnischen Stadtmuseum die Ausstellung „Die vergessenen Europäer: Kunst der Roma, Roma in der Kunst“, die anhand von Werken von Nicht-Roma-Künstlerinnen und -Künstlern das Bild der Zigeuner in der europäischen Kunstgeschichte seit dem 15. Jahrhundert darstellte und zugleich zum ersten Mal in Deutschland zeitgenössische Kunst und Poesie von Roma-Künstlerinnen und -Künstlern präsentierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.afz.lvr.de/app/Presse_Rama/news+le21008/51e82d9b-dbdd-4e8d-8ea9-87a6e37729a5.asp |text=Landschaftsverband Rheinland – Qualität für Menschen. (4. Beitrag der Seite, Zugriff Mai 2021) |archive-is=20130106035117}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.koelnisches-stadtmuseum.de/sonderausstellungen/rueckblick/ |titel=Rückblick |werk=koelnisches-stadtmuseum.de |sprache=de-DE |abruf=2022-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1993 bis 1996 gab der Rom e.&amp;amp;nbsp;V. die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Jekh Čhib&amp;#039;&amp;#039; [auch: &amp;#039;&amp;#039;Jek Čip&amp;#039;&amp;#039; = „eine Sprache/Zunge“]&amp;#039;&amp;#039;. Materialien zur Situation der Roma und der BRD&amp;#039;&amp;#039; heraus, die u. a. zur Aufklärung der [[Mehrheitsgesellschaft]] über [[Antiziganismus|antiziganistische Stereotype]] dienen sollte. Sie hatte das Selbstverständnis, „Wahrnehmungen in Frage zu stellen, vermeintliches Wissen zu überprüfen“, nachdem es ein gesellschaftliches Interesse, dieses „Wissen“ über die Minderheit kritisch zu überprüfen, „allenfalls sporadisch“ gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Konzeption dieser Zeitschrift, in: Jek Čip, Nr. 1 (1993), S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 publiziert der Verein im Internet eine Zeitschrift unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Nevipe&amp;#039;&amp;#039; (= „Nachrichten“; ursprünglicher Titel: &amp;#039;&amp;#039;Roma-Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2005 wurde der Verein mit dem mit 5.000 Euro dotierten Preis der [[Fritz Bilz#Bilz-Stiftung|Bilz-Stiftung]] ausgezeichnet. Das Preisgeld diente der Organisation für den Ausbau des Schul- und Kulturzentrums „Amaro Kher“. Überschattet war Preisvergabe an den Rom e.&amp;amp;nbsp;V. von der Abschiebung eines langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeiters, der 17 Jahre zuvor aus [[Nordmazedonien|Mazedonien]] nach Deutschland geflüchtet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Schön: [https://taz.de/Ein-Preis-macht-Schule/!506912/ &amp;#039;&amp;#039;Ein Preis macht Schule - Linker Bilz-Preis geht an Schulprojekt für Rom-Kinder&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 6. Dezember 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Im „Europäischen Jahr der Chancengleichheit“ 2007 wurde dem Verein vom Landesminister für Generationen, Familie und Integration die Urkunde für „das herausragende Best-Practice-Projekt ’Amaro Kher-Haus&amp;#039;“ im Rahmen des Landeswettbewerbs „Grenzüberschreitungen. Chancengleichheit in Europa – eine Chance für Nordrhein-Westfalen“ überreicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.romev.de/ www.romev.de] (Internetauftritt des Rom e.&amp;amp;#8239;V.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roma in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1987]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Rohlfs</name></author>
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