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	<title>Rollettmuseum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-10-23T20:26:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rollettmuseum (Karl Gruber, 2009).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Rollettmuseum&amp;#039;&amp;#039; (bis 1912 Rathaus von Weikersdorf bei Baden), von der Elisabethstraße aus gesehen&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Die &amp;#039;&amp;#039;Rathausuhr&amp;#039;&amp;#039; wurde von den &amp;#039;&amp;#039;Frauen des Ortes&amp;#039;&amp;#039; gespendet.&amp;amp;nbsp;– Siehe: {{ANNO|bzt|08|04|1905|3|Lokal-Nachrichten.&amp;amp;nbsp;(…) Einweihung des Rathauses in Weikersdorf|ALTSEITE=3, Mitte.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baden-Weikersdorfer-Rathaus-Grundsteinlegung-(1903).jpg|mini|Weikersdorfer Rathaus (&amp;#039;&amp;#039;Amtshaus&amp;#039;&amp;#039;), Grundsteinlegung, 8. August 1903.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Auf vertikaler Bildachse (mit [[Stutzbart]]): Josef Trenner (1861–1923), [[Weichselrohr|Weichselrohrfabrikant]], Bürgermeister von Weikersdorf, 28. März 1903 bis 1. März 1912.&amp;lt;br /&amp;gt;Zweiter [[Honoratioren|Honoratior]] von rechts: Stadtbaumeister Josef Schmidt.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Julius Böheimer: &amp;#039;&amp;#039;Straßen &amp;amp; Gassen.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;114 bzw. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baden-bei-Wien-Weikersdorf-Weikersdorfer-Park-17.-August-1912.jpg|mini|Erzherzog Rainer am 17. August 1912 bei der Eröffnung der „Ausstellung für Gewerbe, Handel, Industrie (…)“; im Bildhintergrund: Amtshaus Weikersdorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rollettmuseum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Museum in [[Baden (Niederösterreich)|Baden]] in Niederösterreich, das einerseits das Stadtarchiv der Stadt Baden, andererseits die Sammlung des Badner Landgerichtsarztes [[Anton Rollett]] enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäudegeschichte ==&lt;br /&gt;
Das als &amp;#039;&amp;#039;Rollettmuseum&amp;#039;&amp;#039; bekannte Gebäude wurde, nach der am 8. August 1903 erfolgten Grundsteinlegung, am 6. April 1905&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|bzt|05|04|1905|3|Lokal-Nachrichten.&amp;amp;nbsp;(…) Die Einweihung des Weikersdorfer Rathauses|ALTSEITE=3, Mitte.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Rathaus (&amp;#039;&amp;#039;Amtshaus&amp;#039;&amp;#039;) der Gemeinde Weikersdorf eröffnet.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Von 1870 bis 1905 hatte die Weikersdorfer Gemeindeverwaltung ihren Sitz im Haus Helenenstraße&amp;amp;nbsp;4, der späteren &amp;#039;&amp;#039;Helenenschule&amp;#039;&amp;#039;.&amp;amp;nbsp;– In: Wallner: &amp;#039;&amp;#039;Häuser.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde, nach einem 51 Einreichungen jurierenden Wettbewerb,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Juroren: Oberbaurat [[Alexander von Wielemans]] und Professor [[Max von Ferstel]].&amp;amp;nbsp;– Siehe: {{ANNO|bzt|06|05|1903|4|Lokal-Nachrichten.&amp;amp;nbsp;(…) Prämiierung der Entwürfe des Amtshauses Weikersdorf|ALTSEITE=4, unten links.}}&amp;lt;br /&amp;gt;An Preisen waren [[Auslobung|ausgelobt]] 350 bzw. 250 [[Österreichische Krone|Kronen]] für den ersten bzw. zweiten Platz.&amp;amp;nbsp;– Siehe: {{ANNO|bzt|18|02|1903|4|Lokal-Nachrichten.&amp;amp;nbsp;(…) Ein neues Amtshaus für Weikersdorf|ALTSEITE=4, oben rechts.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von dem Architekten [[Rudolf Krausz]] (1872–1928)&amp;lt;ref&amp;gt;{{ArchitekturzentrumWien|329|Rudolf Krausz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Formensprache der [[Neorenaissance|deutschen Renaissance]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;W_H_p175&amp;quot;&amp;gt;Wallner: &amp;#039;&amp;#039;Häuser.&amp;#039;&amp;#039; S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; entworfen und baulich ausgeführt von Stadtbaumeister [[Josef Schmidt (Baumeister)|Josef Schmidt]] (1847–1910).&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Josef Schmidt, der ältere Bruder von [[Franz Xaver Schmidt (Architekt)|Franz Xaver Schmidt]] ([http://www.architektenlexikon.at/de/554.htm Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Architektenlexikon&amp;#039;&amp;#039;]), war Kammerbaumeister von [[Rainer Ferdinand von Österreich|Erzherzog Rainer]]. Bekannte von Schmidt errichtete Gebäude: [[Alland#Kultur und Sehenswürdigkeiten|Heilanstalt Alland]], [[Hilde Wagener|Hilde-Wagener]]-Heim, Baden.&amp;amp;nbsp;– In: Julius Böheimer: &amp;#039;&amp;#039;Straßen &amp;amp; Gassen.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem die damals unabhängige Gemeinde Weikersdorf im Jahr 1912 bei Baden eingemeindet wurde, war das Gebäude&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Gemäß Ausführungsplan waren vorhanden:&amp;lt;br /&amp;gt; im [[Souterrain]] Arreste, Wachlokale, Wirtschaftsräume; im [[Parterre (Architektur)|Hochparterre]] Wohnräume, Kanzleien etc.; im ersten Stock zwei Sitzungssäle, das Zimmer für den Bürgermeister, Kanzleien etc.; im Turm das Stiegenhaus.&amp;amp;nbsp;– Siehe: {{ANNO|bzt|13|05|1903|3|(…) Ausstellung von Entwürfen für den Bau&amp;amp;nbsp;(…)|ALTSEITE=3, Mitte rechts.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zunächst funktionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1912 begann mit einer Ausstellung die Nutzung als Museum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] größtenteils geschlossen, verlagerte man ab 1943 aus Sicherheitsgründen wichtige Bestände nach [[Kaumberg]], wo sie allerdings erst recht in einem Kampfgebiet landeten und starke Verluste oder Beschädigungen erlitten. Nach 1945 war das Haus mit den umliegenden Villen Teil eines von Planken abgegrenzten Bezirks der sowjetischen Besatzungsmacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W_H_p175&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 gab es eine erste Instandsetzung des völlig devastierten Gebäudes, am 25. August 1957 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Städtischen Sammlungen-Archiv/Rollett-Museum der Stadtgemeinde Baden&amp;#039;&amp;#039; wieder eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wallner: &amp;#039;&amp;#039;Von der Kommandantur.&amp;#039;&amp;#039; S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1974 bis 1991 wurden zugunsten des Rollettmuseums Gemeindeinvestitionen von ca. 15 Millionen Schilling (1,1 Millionen Euro) umgesetzt. Mitte der 1990er-Jahre wurde das Haus während einer Schließzeit durch die Stadt Baden renoviert sowie modernisiert und ab 12. Mai 1995 der reguläre Publikumsbetrieb wieder eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W_H_p176&amp;quot;&amp;gt;Wallner: &amp;#039;&amp;#039;Häuser.&amp;#039;&amp;#039; S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museumsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Am 17. August 1912 wurde von [[Rainer von Österreich (1827–1913)|Erzherzog Rainer]] (1827–1913) die unter dessen [[Schirmherr|Protektorat]] stehende &amp;#039;&amp;#039;„Ausstellung für Gewerbe, Handel, Industrie, Volksernährung und Weinbau des Viertels unterm Wienerwald“&amp;#039;&amp;#039; eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bzt_21081912_p2&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|bzt|21|08|1912|2|Ausstellung für Gewerbe, Handel, Industrie, Volksernährung und Weinbau des Viertels unterm Wienerwald|ZUSATZ=|ALTSEITE=2, Mitte rechts.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Präsentationsfläche bestand aus dem &amp;#039;&amp;#039;prachtvoll ausgestalteten&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Weikersdorfer Park&amp;#039;&amp;#039; (ehemals: &amp;#039;&amp;#039;Hohenzollernplatz&amp;#039;&amp;#039;) sowie den Räumlichkeiten des nächstgelegenen ehemaligen Weikersdorfer Rathauses, in welchem Kollektivausstellungen der einzelnen Genossenschaften (Schneider, Schuhmacher, historische Erinnerungen der Innungen des städtischen Archivs) untergebracht waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W_H_p174&amp;quot;&amp;gt;Wallner: &amp;#039;&amp;#039;Häuser.&amp;#039;&amp;#039; S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1912 wurde die Nutzung des Hauses als Museum vorbereitet. Am 28. Juni 1914 wurde unter anderem in Anwesenheit von Vertretern aller Wiener und niederösterreichischen Museumsstellen der Bau als &amp;#039;&amp;#039;Städtisches Rollett Museum&amp;#039;&amp;#039; eröffnet&amp;lt;ref name=&amp;quot;W_H_p175&amp;quot; /&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– und selben Tages, in Erwartung des &amp;#039;&amp;#039;Wiedereintritts geordneter Verhältnisse&amp;#039;&amp;#039;, für zwölf Jahre wieder geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|bzt|4|07|1924|2|Das Dornröschen Badens|ZUSATZ=|ALTSEITE=2, oben Mitte.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst ab 25.&amp;amp;nbsp;Mai 1926 war das Museum erneut der Öffentlichkeit zugänglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bzt_01061927_p3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grundstock der [[Ausstellung|Exposition]] geht auf den Badener Wund- und Landgerichtsarzt, Naturforscher und Schriftsteller Anton Rollett (1778–1842) zurück, der seine reichhaltige Privatsammlung [[Zoologie|zoologisch]]-[[Botanik|botanischen]] und [[Ethnographie|ethnographisch]]-[[Kunstgeschichte|kunsthistorischen]] Inhalts seit 1810 öffentlich zugänglich machte. Nach seinem Tod kamen die Exponate in den Besitz seiner Familie. Noch zu Lebzeiten Rolletts wurden dem [[Fundus (Sammlung)|Fundus]] auch Teile der von [[Johann Ferdinand von Schönfeld|Johann Ferdinand Ritter von Schönfeld]] angelegten, hauptsächlich aus Gemälden bestehenden Sammlung hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baden-bei-Wien,-Redoutengebäude-(um-1900).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Redoutengebäude&amp;#039;&amp;#039; (heute: Theaterplatz 7) um 1900.]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1867 schenkten die Witwe Josefa&amp;lt;ref name=&amp;quot;bzt_01061927_p3&amp;quot; /&amp;gt; Rollett sowie die Söhne &amp;#039;&amp;#039;Badearzt&amp;#039;&amp;#039; Dr. Karl&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Wie von Regierungsrat Dr. [[Emil Rollett]], Enkel des [[Benefiziat|Benefiziaten]] sowie Bruder von [[Alexander Rollett]], bei der Eröffnung des Hauses Ende Juni 1914 ausgeführt, hatte Dr. Karl Rollett, um das Zerstreuen der von Anton Rollett gesammelten Schätze zu verhindern, &amp;#039;&amp;#039;einzelne Erbteile angekauft&amp;#039;&amp;#039; und diese, im Einverständnis mit Witwe, Bruder und Schwester, der Stadt Baden übergeben. Emil Rollett selbst nahm die Feierstunde zum Anlass, 15.000 [[Österreichische Krone#Österreich 1892 bis 1918|Kronen]] &amp;#039;&amp;#039;zum Fortbestande des Museums&amp;#039;&amp;#039; zu spenden.&amp;amp;nbsp;— Siehe: {{ANNO|bzt|1|7|1914|2|Lokal-Nachrichten. Wiedereröffnung des städtischen Rollett-Museums|ZUSATZ=|ALTSEITE=2, oben Mitte.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Dr. [[Hermann Rollett]] (er sollte von 1876 bis zu seinem Tod, 1904, selbst als Kustos und Stadtarchivar am Museum wirken&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.b2i.de/fabian?Rollett-Museum Bibliothek der Sammlungen der Stadtgemeinde Baden – Archiv und Rollett-Museum], abgerufen am 26. März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;) große Teile der Sammlung der Stadtgemeinde zur Einrichtung eines &amp;#039;&amp;#039;Museums für Unterrichts- und öffentliche Zwecke&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;W_H_p175&amp;quot; /&amp;gt; verbunden mit der Auflage, dass ein jeweiliges Museum &amp;#039;&amp;#039;für immerwährende Zeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bzt_01061927_p3&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|bzt|1|06|1927|3|60-jähriges Jubiläum des Rollett-Museums|ZUSATZ=|ALTSEITE=3, links unten.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; den Namen &amp;#039;&amp;#039;Rollett-Museum&amp;#039;&amp;#039; tragen müsse. In der Folge wechselte die Sammlung einige Male den Aufstellungsort. Aus der heute nicht mehr existierenden Rollett-Villa (Marchetstraße 37) übersiedelte die Sammlung 1869 in das ehemalige Augustinerkloster (Frauengasse) und 1885 in das nicht mehr benutzte Redoutengebäude&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Ende April 1903 wurden zehn von den vorhandenen 108 Artefakten der Gall’schen Schädel- und Büstensammlung durch die Unachtsamkeit eines Arbeiters, der eine Mauer ausbrechen sollte, &amp;#039;&amp;#039;arg beschädigt&amp;#039;&amp;#039;, konnten jedoch umgehend vollständig wiederhergestellt werden.&amp;amp;nbsp;– Siehe: {{ANNO|nfp|05|05|1903|09|Eine Beschädigung im Badener Museum|ZUSATZ=Morgenblatt, Nr. 13897/1903|ALTSEITE=9, links Mitte}} sowie {{ANNO|nfp|28|05|1903|07|Kleine Chronik. (…) Die Gall’schen Büsten im Badener Museum|ZUSATZ=Morgenblatt, Nr. 13920/1903|ALTSEITE=7, Mitte rechts.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Dezember 1905 konnte die Gall’sche Sammlung, die &amp;#039;&amp;#039;bisher im dunklen Raume offen hingelegt war&amp;#039;&amp;#039;, in einem gut beleuchteten Glaskasten untergebracht werden.&amp;amp;nbsp;– Siehe: {{ANNO|bzt|09|12|1905|05|Neuaufstellung des Rollettmuseums|ZUSATZ=Nr. 89/1905|ALTSEITE=5 Mitte.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; am Platz des heutigen Stadttheaters. Bei Abbruch jenes Gebäudes, 1908, wanderte das Museum in das ehemalige Armenhaus der Boldrinistiftung (Ecke Antonsgasse/Boldrinigasse), bis es zwischen 1912 und 1914 den heutigen Aufstellungsort fand. Mit ihm wurde das 1875 von Dr. Hermann Rollett über Auftrag des Gemeindeausschusses zum Ordnen übernommene und 1876 eingerichtete Archiv aus dem Rathaus zusammengefügt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W_H_p175&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungsstücke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baden 6401.jpg|mini|Blick in die Schädelsammlung von Dr. Gall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rollettmuseum umfasst heute Exponate zur Stadtgeschichte, zur Ur- und Frühgeschichte, zur Geologie, Mineralogie, Botanik und Zoologie. Einschlägige Berühmtheit besitzt die &amp;#039;&amp;#039;Gall’sche Schädelsammlung&amp;#039;&amp;#039;, die 1825 von [[Franz Joseph Gall]], der 1820 von Wien nach Paris übersiedelt war, dem ihm bekannten Anton Rollett, einem Anhänger der Gall’schen Lehre, für dessen Museum überlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt besteht die Sammlung dadurch aus 119 Büsten, 78 Schädeln, 20 Wachsmodellen und 25 Masken, darunter eine Totenmaske und die einzige sicher echte Lebendmaske [[Napoleon Bonaparte|Napoleons I.]] sowie Totenmasken seines Sohnes, des [[Napoleon Franz Bonaparte|Herzogs von Reichstadt]]. Auch einen Gipsabdruck der Schädeldecke [[Ferdinand Raimund]]s, der 1836 in [[Pottenstein (Niederösterreich)|Pottenstein]] Selbstmord verübte, findet man in der Sammlung. Er geht zurück auf den Museumsgründer Anton Rollett, der als zuständiger Kreisarzt den tödlich verletzten Raimund in seinen letzten Lebenstagen betreute. Auch eine Büstensammlung von acht Afrikanern steht im Museum, wovon nur die Büste von [[Angelo Soliman]] eindeutig zuzuordnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur Sammlung Rolletts beherbergt das Museum verschiedene Nachlässe anderer Badener Persönlichkeiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;unter anderem des Bildhauers [[Josef Müllner]] (1879–1968), Schöpfer des [[Dr.-Karl-Lueger-Platz#Lueger-Denkmal|Lueger-Denkmals]] in Wien, Rektor der [[Akademie der bildenden Künste Wien]] (1927–1929).&amp;amp;nbsp;— In: Walter Perko: &amp;#039;&amp;#039;Der akademische Bildhauer Josef Müllner (1879–1968)&amp;#039;&amp;#039;. Katalogblätter des Rollettmuseums Baden, Band 16, {{ZDB|2101396-2}}. Rollettmuseum, Baden 1998, ISBN 3-901951-16-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber auch urgeschichtliche Ausgrabungen aus der [[Badener Kultur]] oder verschiedene Gegenstände die den bodenständigen Weinbau oder die Thermen betreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der Sammlung waren 2002 in der Antikenausstellung im Papyrusmuseum der [[Österreichische Nationalbibliothek|Nationalbibliothek]] in Wien zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hauptsache: Eine Mumie im Wohnzimmer. Ägypten, Zypern, griechisch-römische Antike und die Sammlerleidenschaft im 19. Jahrhundert. Antiken aus dem Badener Rollett-Museum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Newsletter.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2002,3. Österreichische Nationalbibliothek, Wien 2002, {{ZDB|2109536-X}}, S.&amp;amp;nbsp;6.&amp;amp;nbsp;– {{Webarchiv |url=http://www.onb.ac.at/files/newsletter02-3.pdf |text=Online (PDF; 585&amp;amp;nbsp;kB) |wayback=20101127032857 |archiv-bot=2019-05-10 17:29:28 InternetArchiveBot}}, abgerufen am 8. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Maurer (Publizist)|Rudolf Maurer]]: &amp;#039;&amp;#039;Hauptsache: Eine Mumie im Wohnzimmer. Ägypten, Zypern, griechisch-römische Antike und die Sammelleidenschaft im 19. Jahrhundert. Katalog der Antiken des Rollettmuseums in Baden.&amp;#039;&amp;#039; [[Nilus (Schriftenreihe)|Nilus]], Band&amp;amp;nbsp;5, {{ZDB|2246853-5}}. Phoibos-Verlag, Wien 2002, ISBN 978-3-901232-32-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leitung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Jahr–Jahr Vorname Nachname chronologisch ergänzen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1994–2016 [[Rudolf Maurer (Publizist)|Rudolf Maurer]]&lt;br /&gt;
* seit 2016 Ulrike Scholda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Die Schädellehre Dr. Gall’s&amp;amp;nbsp;– und seine Restschädelsammlung im Städtischen Rollett Museum zu Baden bei Wien&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, Wien 1973, [http://permalink.obvsg.at/AC03741167 OBV].&lt;br /&gt;
* Alfred Frühwald: &amp;#039;&amp;#039;Die Sammlungen der Stadtgemeinde Baden&amp;amp;nbsp;– Archiv, Rollettmuseum. Kurzdarstellung über die Gründung und Entwicklung des Städtischen Rollettmuseums und des Archivs der Stadtgemeinde Baden von 1867 bis 1990&amp;#039;&amp;#039;. Neue Badener Blätter, Band 2,1, {{ZDB|2161928-1}}. Gesellschaft der Freunde Badens und Städtische Sammlungen&amp;amp;nbsp;– Archiv, Rollettmuseum der Stadtgemeinde Baden, Baden 1990, [http://permalink.obvsg.at/AC00372256 OBV].&lt;br /&gt;
* [[Viktor Wallner]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Kommandantur zum Kongresscasino. 50 Jahre Baden in Daten und Bildern. 1945–1995.&amp;#039;&amp;#039; Neue Badener Blätter, Band 6,1, {{ZDB|2161928-1}}. Verlag der Gesellschaft der Freunde Badens und der Städtischen Sammlungen, Baden 1993, [http://permalink.obvsg.at/AC05652991 OBV].&lt;br /&gt;
* Julius Böheimer: &amp;#039;&amp;#039;Straßen &amp;amp; Gassen in Baden bei Wien. Lexikon der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Stege, Brücken.&amp;#039;&amp;#039; Grasl, Baden 1997, ISBN 3-85098-236-X.&lt;br /&gt;
* Monika Firla: &amp;#039;&amp;#039;Die Afrikaner-Büsten im Rollettmuseum Baden bei Wien&amp;amp;nbsp;– eine österreichisch-baden-württembergische Sammlung&amp;#039;&amp;#039;. Linden-Museum, Stuttgart 1999, [http://permalink.obvsg.at/AC03722861 OBV].&lt;br /&gt;
* Viktor Wallner: &amp;#039;&amp;#039;Häuser, Menschen und Geschichten&amp;amp;nbsp;– ein Badener Anekdotenspaziergang.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft der Freunde Badens, Baden 2002, [http://permalink.obvsg.at/AC05825233 OBV].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{architektur-noe|447}}&lt;br /&gt;
* [https://rollettmuseum.at/ Webpräsenz vom Rollettmuseum]&lt;br /&gt;
* Werner Sabitzer: [http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2006/09_10/files/Seinerzeit.pdf &amp;#039;&amp;#039;Kuriose „Schädellehre“&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 64&amp;amp;nbsp;kB) Aus: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Sicherheit&amp;#039;&amp;#039; 2006, [http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2006/09_10/ Heft 9–10], S.&amp;amp;nbsp;178 (PDF)&lt;br /&gt;
* Wolfgang Regal, Michael Nanut: &amp;#039;&amp;#039;Die Schädel des Doktor Gall (Altes Medizinisches Wien 5).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;springermedizin.at&amp;#039;&amp;#039;, 20. Dezember 2005, [http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/lost-and-found/?full=6303 online], abgerufen am 10. Oktober 2010.&lt;br /&gt;
* [http://www.plastercastcollection.org/en/database.php?d=lire&amp;amp;id=243 PlasterCastCollectionDatabase]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/00/11/N |EW=16/13/32/E |type=building |region=AT-3}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5283836-5|LCCN=n92066906|VIAF=318145858171123022428}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baden, Rollettmuseum}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Erbaut 1905]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Baudenkmal in Baden (Niederösterreich)|Rollettmuseum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
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