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	<title>Rollbergsiedlung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T19:29:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rollbergsiedlung&amp;diff=120212&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-18463-8: &quot;ALG II&quot; durch &quot;Bürgergeld&quot; ersetzt</title>
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		<updated>2025-07-13T06:49:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;ALG II&amp;quot; durch &amp;quot;Bürgergeld&amp;quot; ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gebäude im Rollberg-Kiez.jpg|mini|Blick von der Morusstraße auf ein Wohngebäude der Stadt und Land in der Rollbergsiedlung in Berlin-Neukölln im Juni 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rollbergsiedlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Rollbergviertel&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist eine Ortslage des [[Berlin]]er Ortsteils [[Berlin-Neukölln|Neukölln]] und wird im Westen von der [[Hermannstraße (Berlin-Neukölln)|Hermannstraße]], im Osten von der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Neukölln#Bornsdorfer Straße*|Bornsdorfer Straße]], im Norden von der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Neukölln#Rollbergstraße*|Rollbergstraße]] und im Süden vom [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Neukölln#Mittelweg*|Mittelweg]] begrenzt. Nicht zu verwechseln damit ist der [[Rollberg (Pankow)|Rollberg]] im Berliner [[Bezirk Pankow]], wie auch die [[Schwarzwaldsiedlung|Siedlung Rollberge]] &amp;#039;&amp;#039;(Schwarzwaldsiedlung)&amp;#039;&amp;#039; im [[Bezirk Reinickendorf|Reinickendorfer]] Ortsteil [[Waidmannslust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Siedlung leben gegenwärtig rund 5800 Einwohner aus über 30 Nationen, vor allem in [[Sozialer Wohnungsbau in Deutschland|Sozialwohnungen]], die in Blockstruktur in den späten 1960er und in den 1970er Jahren entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rollberg-quartier.de/index.php/geschichte Entstehung des Rollbergviertels.] Website des Quartiersmanagement; abgerufen am 1. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Viertel der Bewohner ist jünger als 18&amp;amp;nbsp;Jahre alt. Von diesen bilden [[Türken in Berlin|türkischstämmige]] Kinder und Jugendliche die größte Gruppe, dicht gefolgt von der [[Araber in Berlin|arabischstämmigen]] Gruppe. Etwa die Hälfte der Einwohner bezieht [[Transferleistung|Transfereinkommen]], ist dementsprechend [[Bürgergeld]]-Empfänger bzw. erhält ergänzende Hilfen zum Lebensunterhalt. Ein Großteil der Bewohner lebt unterhalb der [[Armutsgrenze]], [[Kinderarmut in den Industrieländern|Kinderarmut]] ist vorherrschend. Wiederholt war die Rollbergsiedlung aufgrund vielfältiger sozialer Probleme Gegenstand negativer Berichterstattung in der Presse. Es existieren ein [[Quartiersmanagement]] sowie zahlreiche soziale Projekte vor Ort.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.quartiersmanagement-berlin.de/Rollbergsiedlung.110.0.html Daten des Rollbergviertels.] Website des Quartiersmanagement; abgerufen am 30. April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Rollbergviertel war – ähnlich wie der [[Berlin-Wedding|Wedding]] – ein traditionelles Arbeiterviertel. Ab den 1870er Jahren siedelten sich auf den landwirtschaftlich nicht nutzbaren Rollbergen Industrie und Gewerbetreibende an, beispielsweise 1872 die [[Berliner Kindl|Kindl-Brauerei]] und es wurden Mietwohnungen gebaut. Es begann ein Bauboom, bei dem vorwiegend einfachst ausgestattete [[Mietskaserne]]n mit engen Hinterhöfen entstanden. Hier zogen überwiegend Arbeiter ein. Diese Bebauung hatte bis in die 1970er Jahre Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1920er Jahre stellten eine Blütezeit der [[Arbeiterbewegung]] im Viertel dar, viele Bewohner organisierten sich in Protestbewegungen und Parteien wie der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-P046278, Berlin, Blutmai, Straßenbarrikade.jpg|mini|Straßenbarrikade in der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Neukölln#Briesestraße*|Briesestraße]], Mai 1929]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1929, dem sogenannten „[[Blutmai]]“, wurde eine Versammlung von 3000 Arbeitern im Rollbergviertel blutig niedergeschlagen, die Polizei schoss in die Menge. Die Arbeiter errichteten daraufhin [[Barrikade]]n, es kam zu weiteren Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei der in Neukölln über 19 Menschen erschossen und über 60 verletzt wurden. Seitdem wird das Rollbergviertel auch als „Bullen-“ oder „Barrikadenviertel“ bezeichnet. Die Unruhen sorgten damals für einen noch engeren Zusammenhalt der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1933 bis 1945 spielte sich das Leben im immer noch kommunistisch geprägten Rollbergviertel vorwiegend im Untergrund ab. Die Ortslage wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kaum zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre hinein wurde das Viertel nicht saniert. 78 Prozent der Wohnungen verfügten über keine eigene Toilette.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tsp-2011&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Das Wohngetüm | werk=[[Der Tagesspiegel]] |datum=2011-09-17 |url=http://www.tagesspiegel.de/kultur/berliner-haeuser-12-das-wohngetuem/4618936.html |abruf=2016-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bausubstanz und die Art der Bebauung wurde unter anderem deshalb als unhygienisch und menschenunwürdig beurteilt. Um Abhilfe zu schaffen, wurde wie in vergleichbaren Stadtgebieten die sogenannte „[[Flächensanierung]]“ beschlossen, das heißt, der nahezu vollständige Abriss des Viertels. Stattdessen sollte der Wohnungsbau der [[Nachkriegsmoderne]] Einzug halten mit dem Anspruch auf Licht, Luft und Sonne für jede Wohnung. Von den vorhandenen 5780 Wohnungen wurden 5600 abgerissen. An ihrer Stelle entstanden vor allem mehrgeschossige Neubauten in unterschiedlichen Konfigurationen, zum Teil unter Aufhebung des alten Straßenrasters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1967 wurde zunächst der Grundstein für die sogenannten Mäanderbauten im östlichen Teil der Siedlung gelegt. Für die Bebauung der übrigen Flächen wurde 1971 ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem Soziologen, Sozialpsychologen, Lärmschutzexperten, Stadtplaner und Architekten beteiligt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rq-geschichte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rollberg-quartier.de/index.php/geschichte |titel=Geschichte |werk=rollberg-quartier.de |abruf=2016-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gewannen die jungen Architekten [[Rainer Oefelein]], Bernhard Freund und Reinhard Schmock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner des Rollbergviertels mussten ihr Zuhause zumindest temporär verlassen. Nicht alle kehrten nach Abschluss der Flächensanierung zurück. Viele [[Migrationshintergrund|Menschen ausländischer Herkunft]] zogen in die Siedlung, die daraufhin zunehmend als [[sozialer Brennpunkt]] galt. Die Journalistin und Autorin [[Güner Yasemin Balcı]] widmet sich in ihren Beiträgen und Büchern speziell der Jugendproblematik im Rollbergviertel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 2100 Sozialwohnungen gehören der städtischen &amp;#039;&amp;#039;[[Stadt und Land (Wohnungsunternehmen)|Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH]]&amp;#039;&amp;#039;, die hier in den Jahren 1987 bis 1989 umfassende Bau- und Sanierungstätigkeiten durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.stadtundland.de/631_Unternehmensgeschichte.htm |wayback=20150223092454 |text=Chronik der STADT UND LAND }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 350 Wohnungen sind in Privatbesitz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rq-geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet hat den architektonischen und städtebaulichen Charakter einer [[Großwohnsiedlung]], ist allerdings relativ überschaubar. Prägend sind die fünf achteckigen Bauten zwischen Werbellin-, [[Hermannstraße (Berlin-Neukölln)|Hermann-]], Kopf- und Morusstraße, die [[Rainer Oefelein]], Bernhard Freund und Reinhard Schmock zwischen 1976 und 1982 errichteten. Sie imitieren die traditionelle Berliner [[Blockrandbebauung]] und verfügen über begrünte Innenhöfe, die den Bewohnern Schutz vor dem Fluglärm des naheliegenden [[Flughafen Berlin-Tempelhof|Flughafens Tempelhof]] bieten sollten. Alle Wohnungen verfügen dementsprechend über ein Zimmer zum Hof, zudem verzichtete man weitgehend auf Außenbalkone.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tsp-2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jedem Gebäude befinden sich rund 180 unterschiedliche Wohneinheiten, die zwischen 40 und 120&amp;amp;nbsp;m² groß sind. Die Hausflure verliefen ursprünglich auf zwei Etagen um das gesamte Gebäude herum, so dass man es an allen vier Ecken betreten und verlassen konnte. Die Ecken der Gebäude sind abgeschrägt und sollen an [[Barcelona]] erinnern, wo im Stadtteil [[Eixample]] ebenfalls alle Gebäude über [[Eckabschrägung#Gebäude|Eckabschrägungen]] verfügen. Einige der ebenerdigen Räume waren als Waschsalons vorgesehen, die jedoch nicht realisiert wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tsp-2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäude Falkstr. 24 (Rollberg-Kiez) Berlin Neukölln.jpg|mini|alternativtext=Das Bild zeigt den Eingangsbereich der Falkstraße 24 im Rollberg-Kiez.|Eingangsbereich der Falkstraße 24 im Rollberg-Kiez]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Straßenraum zwischen den Gebäuden ist weitgehend autofrei. Unter der Fußgängerebene befinden sich Garagen. Dasselbe Prinzip findet sich in der [[High-Deck-Siedlung]], die ebenfalls von Rainer Oefelein und Bernhard Freund zur selben Zeit in Neukölln errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den sozialen Problemen des Viertels auf gestalterischer Ebene entgegenzuwirken, ersetzten die Architekten Ende der neunziger Jahre die Betonmauern, die zu den Eingängen führten, durch leichte, farbige Geländer und legten Grünflächen an. Die umlaufenden Hausflure wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Institutionen ==&lt;br /&gt;
* Im Rollbergviertel gibt es eine [[Grundschule]] (seit 2004/2005 [[Europaschule (Deutschland)|Staatliche Europaschule]] für [[Deutsche Sprache|Deutsch]] und [[Französische Sprache|Französisch]]) und eine [[Integrierte Sekundarschule]].&lt;br /&gt;
* Es existieren ein [[Quartiersmanagement]] sowie diverse soziale und Jugendfreizeiteinrichtungen. Nach Einrichtung des Quartiersmanagements 2002 nahm die Kriminalität spürbar ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/berlin/harte-ansagen-im-rollbergviertel/684486.html &amp;#039;&amp;#039;Harte Ansagen im Rollbergviertel&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 14. Februar 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In der Rollbergstraße befindet sich die Polizeiwache für den Nordwesten Neuköllns (Abschnitt 55).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heiko Haberle: &amp;#039;&amp;#039;[[High-Deck-Siedlung|Highdecksiedlung]] und Rollbergviertel – Zwei Wohnkonzepte der 1970er Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: Matthias Seidel, Thorsten Dame (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;weiterbauen&amp;amp;nbsp;70.&amp;#039;&amp;#039; Universität der Künste Berlin, Fakultät Gestaltung, Studiengang Architektur Fachgebiet Geschichte, Theorie und Kritik der Architektur, Seminardokumentation Studienjahr 2005–2006, darin S.&amp;amp;nbsp;191–217 ({{Webarchiv |url=http://siebzigerjahre.laufwerk-b.de/seminarbeitraege-referate/highdecksiedlung-rollbergviertel/ |archive-is=20130206180902 |text=Highdecksiedlung und Rollbergviertel – Zwei Wohnkonzepte der 1970er Jahre}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rollberg-quartier.de/ Quartiersmanagement Rollbergsiedlung]&lt;br /&gt;
* [https://www.neukoelln-online.de/denkmale/rixdorf/siedlung_rollbergviertel.htm Infos über das Rollbergviertel] beim [[Bezirk Neukölln]]&lt;br /&gt;
* [https://www.morus14.de/ Morus 14 e. V.] – Verein zur Förderung der Integration und Bildung im Rollbergviertel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/28/38/N |EW=13/25/56/E |dim=1000 |type=landmark |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quartier in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Neukölln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-18463-8</name></author>
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