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	<title>Rolin-Madonna - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T06:19:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rolin-Madonna&amp;diff=1148058&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar: Änderung 263120266 von Hombon rückgängig gemacht. Relevanz zum Artikel nicht erkennbar. Mit ergänzender Bemerkung gerne wieder.</title>
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		<updated>2026-01-07T14:49:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/263120266&quot; title=&quot;Spezial:Diff/263120266&quot;&gt;263120266&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Hombon&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Hombon&quot;&gt;Hombon&lt;/a&gt; rückgängig gemacht. Relevanz zum Artikel nicht erkennbar. Mit ergänzender Bemerkung gerne wieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemälde&lt;br /&gt;
| bilddatei= La Vierge du chancelier Rolin - Jan van Eyck - Musée du Louvre Peintures INV 1271 ; MR 705.jpg&lt;br /&gt;
| titel= Die Madonna des Kanzlers Nicolaus Rolin&lt;br /&gt;
| künstler= Jan van Eyck&lt;br /&gt;
| jahr= um 1435&lt;br /&gt;
| technik= Öl auf Holz&lt;br /&gt;
| höhe= 66&lt;br /&gt;
| breite= 62&lt;br /&gt;
| museum= Musée du Louvre&lt;br /&gt;
| ort= Paris&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rolin-Madonna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Madonna des Kanzlers Nicolas Rolin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gemälde des Malers [[Jan van Eyck]] aus der Zeit um 1435. Das Bild ist 66&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;62&amp;amp;nbsp;cm groß und befindet sich seit dem Jahr 1800 im [[Louvre]] in [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildkomposition und Bildsprache ==&lt;br /&gt;
Jan van Eycks &amp;#039;&amp;#039;Rolin-Madonna&amp;#039;&amp;#039; zählt zu den bedeutendsten Werken der [[Altniederländische Malerei|altflämischen Malerei]] des 15. Jahrhunderts. Das Gemälde besticht durch seine detailreiche Komposition, die religiöse Andacht mit weltlicher Pracht verbindet. Van Eycks meisterhafte Beherrschung der Ölmalerei und sein Sinn für symbolische Tiefe machen das Werk zu einem faszinierenden Zeugnis [[Spätmittelalter|spätmittelalterlicher]] Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der räumliche Rahmen: ein Palast mit Blick in die Weite ===&lt;br /&gt;
Die Szene entfaltet sich im prachtvollen Inneren eines [[Romanik|romanischen]] [[Palast]]es, dessen [[Loggia]] einen weiten Ausblick auf eine imaginäre [[Landschaft]] eröffnet. Der offene Durchgang mit [[Korinthische Ordnung|korinthischen Säulen]] und romanischen [[Bogen (Architektur)|Rundbögen]] führt den Blick über ein Flusstal, eine Brücke mit Wehrturm, eine Stadt mit [[Kathedrale]] und schließlich bis zu fernen, bläulich schimmernden Bergen, deren Erhabenheit die Grenzen der realen Welt überschreitet. Diese detailreich aufgebaute Phantasielandschaft bestimmte van Eyck mit jener geradezu mikroskopischen Genauigkeit, die sein Werk berühmt machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hauptfiguren: Kanzler und Madonna ===&lt;br /&gt;
Im Vordergrund begegnen sich der Stifter, der [[Burgund|burgundische]] Kanzler [[Nicolas Rolin]], und die [[Gottesgebärerin|Muttergottes]]. Rolin kniet in ernster Andacht auf einem mit blauem [[Samt]] bezogenen Gebetsschemel. Sein pelzbesetzter Mantel und der konzentrierte Ausdruck seines Gesichts betonen sowohl seine weltliche Würde als auch seine Demut vor dem Göttlichen. Ihm gegenüber thront die Madonna, in einen schweren roten Mantel gehüllt, mit dem nackten [[Jesuskind]] auf dem Schoß. Die feierliche Würde der Szene findet ihren Ausdruck im prächtigen Gewand der Jungfrau: Marias weiter, tiefroter Mantel ist mit einer breiten Borte aus feinsten Stickereien, Perlen und Edelsteinen gesäumt. In dessen goldene Stickerei ist ein Vers aus dem Marienoffizium eingearbeitet – ein Gebet der nächtlichen Matutin, das die Größe der göttlichen Schöpfung preist. Der Knabe erhebt seine Rechte zum Segen, während er in der Linken den [[Reichsapfel]] hält – ein Symbol Christi als Weltenherrscher. Über Marias Haupt schwebt ein blau gewandeter Engel, der eine prächtige Krone über ihr hält. Dieses Motiv verweist auf ihre himmlische Erhöhung, auf ihre Würde als [[Regina caeli]] – als Königin des Himmels und der Engel. Van Eyck inszeniert diesen Moment feierlich, jedoch ohne pathetische Geste: Der Engel scheint Teil des lichten Raumes zu sein, nicht übernatürlich entrückt, sondern leise gegenwärtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerry Martinez |url=https://www.gerrymartinez.com/the-meaning-and-history-of-madonna-of-chancellor-rolin/ |titel=The Madonna of Chancellor Rolin Oil Painting: The Meaning and History of &amp;#039;&amp;#039;Madonna of Chancellor Rolin&amp;#039;&amp;#039; |hrsg=Oil Paintings Art Jewelry and Sculpture Buying Guide |abruf=2025-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rafael Plácido |url=https://rafaelplacido.wordpress.com/2008/07/27/a-closer-look-at-the-virgin-and-child-with-chancellor-rolin/ |titel=A closer look at „The Virgin and Child with Chancellor Rolin“ |datum=2008-07-27 |abruf=2025-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mittel- und Hintergrund: eine lebendige Welt in Miniatur ===&lt;br /&gt;
Die Alltagsszenen und biblische Motive sind in einer gemeinsamen, geistig verbundenen Umgebung dargestellt. Die Loggia öffnet sich zum Garten hin, der von einem Wehrgang begrenzt wird, auf dem zentral zwei Personen stehen – möglicherweise Jan van Eyck und sein Bruder, wenngleich dies als unsicher gilt. Jenseits des Palastinneren entfaltet sich ein Szenarium menschlichen Lebens, das van Eycks Meisterschaft im Detail feiert. Rechts im Mittelgrund erstreckt sich eine bescheidene Stadt mit einer schlichten Kirche (ziemlich sicher die Kirche Notre-Dame du Châtel in Rolins Geburtsort [[Autun]], in der das Gemälde ursprünglich hing), in der reges Treiben herrscht. Die über der Kirche sichtbaren Weinberge könnten ein Hinweis darauf sein, dass auf den landwirtschaftlichen Gütern von Rolin Wein produziert wurde. Eine Brücke mit Wehrturm überspannt einen Fluss, Menschen überqueren die Brücke und Boote treiben auf dem Fluss. Am rechten Ufer erhebt sich eine Stadt von burgundischer Pracht – ein Spiegel jener Welt, aus der Kanzler Rolin stammt; dahinter lodert in einem Dorf ein heftiges Feuer, das bereits mehrere Häuser erfasst hat – ein dramatischer Hinweis auf die irdische Vergänglichkeit. Über allem öffnet sich die Landschaft in ein weites, sonnenbeschienenes Tal mit idealisierten Bergen, wie sie in der Natur Burgunds niemals vorkamen – Ausdruck der geistigen Landschaft eines Paradieses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Laura D. Gelfand |url=https://jhna.org/articles/piety-nobility-and-posterity-wealth-ruin-nicolas-rolins-reputation/ |titel=Piety, Nobility and Posterity: Wealth and the Ruin of Nicolas Rolin’s Reputation |werk=Journal of Historians of Netherlandish Art 1:1 |datum=2009 |abruf=2025-10-25}} [[doi:10.5092/jhna.2009.1.1.3]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektonische und ikonographische Details ===&lt;br /&gt;
Das Gewölbe der Loggia ruht auf zwei dunklen Marmorsäulen mit kunstvoll verzierten Kapitellen. Zwischen Basis und Schaft der linken Säule liegen – rätselhaft und wohl symbolisch – zwei zerquetschte Kaninchen, deren Bedeutung sich dem Betrachter entzieht, aber möglicherweise auf Vergänglichkeit oder sündhafte Lust anspielt. Die drei Bögen symbolisieren die [[Trinität|Dreifaltigkeit]]: [[Gott der Vater|Vater]], [[Jesus Christus|Sohn]] und der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der obere linken Fries überzieht den Raum mit reichem Reliefschmuck: Von der Vertreibung von [[Adam und Eva]] aus dem [[Paradies]] über den Brudermord [[Kain]]s an [[Abel (biblische Person)|Abel]] bis hin zur Trunkenheit [[Noach|Noahs]] wird eine biblische Chronik des menschlichen Fehlens erzählt, die sich möglicherweise auf Rolin bezog und auf seine Eitelkeit und seinen Stolz anspielt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Van Eyck scheint die biblische Geschichte von Noah bewusst frei interpretiert zu haben, indem er bestimmte Details abänderte. Rechts von Noah sind auf dem Gemälde vier Männer dargestellt, die offenbar seine Söhne darstellen sollen – obwohl Noah der Bibel zufolge nur drei Söhne hatte: Japhet, Sem und Ham. Vermutlich wollte Van Eyck mit dieser Abweichung eine Parallele zum Leben des Kanzlers Nicolas Rolin ziehen: Rolin selbst hatte vier Söhne, und so spiegeln die vier „Söhne Noahs“ symbolisch die unterschiedlichen Rollen und Charaktere von Rolins eigenen vier Kindern aus zwei Ehen wider (vgl. {{Internetquelle |autor=Eelco Kappe |url=https://www.tripimprover.com/blog/madonna-of-chancellor-rolin-by-jan-van-eyck |titel=Madonna of Chancellor Rolin by Jan van Eyck |datum=2020-08-03 |abruf=2025-10-25}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses [[Erzählung|Narrativ]] wird auf der rechten Seite mit dem Treffen von [[Abraham]] und [[Melchisedek]] fortgesetzt. Diese Reliefs weben eine narrative Tiefe in das Gemälde ein. Damit rahmt van Eyck seine zentrale Szene – das Gebet des Menschen vor Maria und Christus – in eine Geschichte der Erlösung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eelco Kappe |url=https://www.tripimprover.com/blog/madonna-of-chancellor-rolin-by-jan-van-eyck |titel=Madonna of Chancellor Rolin by Jan van Eyck |datum=2020-08-03 |abruf=2025-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elizabeth Deschamps Blackford |url=https://digitalcommons.library.uab.edu/etd-collection/3480 |titel=The Noahic Pattern in Nicolas Rolin&amp;#039;s Patronage: Jan van Eyck&amp;#039;s Rolin Madonna and Rogier van der Weyden&amp;#039;s Beaune Altarpiece |werk=All ETDs from UAB 3480 |hrsg=Master Thesis |datum=2023 |abruf=2025-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Van Eycks Detailrealismus und Symbolik ===&lt;br /&gt;
Typisch für Jan van Eyck sind seine glasklare, präzise Malweise und seine leidenschaftliche Hingabe ans Detail, die das Werk zu einem wahren [[Wimmelbild]] macht. Jede Fuge im Marmor, jedes Blatt in den Gärten, jedes winzige Mauerfenster ist minutiös ausgeführt. Jede Oberfläche – von Stoffen über Architektur bis hin zu Landschaftselementen – ist mit unzähligen Miniaturen bereichert, die den Betrachter einladen, sich intensiv mit dem [[Sujet]] auseinanderzusetzen und das Göttliche im Sichtbaren zu entdecken. Diese parallelen Alltagszenen und Erzählungen sind nicht isoliert dargestellt, sondern eingebettet in eine Welt, die von Bewegung, Kontrasten und Symbolen durchdrungen ist. Die Menschen in der Stadt, kaum größer als Reiskörner, die Tiere im Garten, die Architektur und die Natur – all dies lädt den Betrachter ein, sich mit dem Bild nicht nur visuell, sondern auch geistig auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Betrachter eröffnen sich damit zwei mögliche Wege der Annäherung an das Werk: Er kann sich ganz in die illusionistische Bildwelt hineinziehen lassen und die Fülle der dargestellten Szenen kontemplativ genießen – oder er folgt der subtilen Symbolsprache des Gemäldes, um auf diesem Weg zur tieferen, vom Künstler intendierten Bedeutung vorzudringen. Im offenen Garten vor dem Palast blühen [[Rosen]], [[Madonnen-Lilie]]n und [[Akeleien]] – Sinnbilder der Reinheit und der Jungfräulichkeit Mariens. Zwei [[Asiatische Pfauen|Pfaue]] und zwei [[Echte Elstern|Elstern]] erscheinen auf dem Wehrgang: Symbole des Guten und Bösen, von Unsterblichkeit und Versuchung, von Auferstehung und Eitelkeit, die van Eyck in feiner Dialektik gegenüberstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eelco Kappe |url=https://www.tripimprover.com/blog/madonna-of-chancellor-rolin-by-jan-van-eyck |titel=Madonna of Chancellor Rolin by Jan van Eyck |datum=2020-08-03 |abruf=2025-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung und Interpretation ===&lt;br /&gt;
Van Eycks &amp;#039;&amp;#039;Rolin-Madonna&amp;#039;&amp;#039; ist mehr als ein Andachtsbild. Sie verbindet persönliche Frömmigkeit und politische Repräsentation: Der Kanzler wird als frommer Staatsmann und zugleich als geistiger Akteur des göttlichen Plans präsentiert. Der Künstler gestaltet so die Allianz von irdischer Macht und himmlischer Ordnung – in einem Raum, der gleichermaßen sakral wie weltlich, realistisch wie mystisch erscheint.&lt;br /&gt;
Das Bild ist eine Meditation über die Nähe Gottes in der Materie. Mit unvergleichlicher Meisterschaft führt Jan van Eyck vor Augen, dass die Schönheit des Irdischen nichts anderes ist als ein Abglanz des Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Palast stellt das [[Neues Jerusalem|himmlische Jerusalem]] dar, in dem keine Vermittlung zwischen Mensch und Gott nötig ist; die Stadt hinter den Säulenbögen ist damit zwar nicht gleichzusetzen, sie gehört aber ebenfalls zur messianischen Welt. Die Ausrichtung der Kathedrale und der Schatten des Stabes, den eine Figur in der Bildmitte hält, lassen eine Lichtquelle im Nordwesten annehmen. Das [[Stundenbuch]] Rolins enthält keine Angaben zur Zeit, aber am Mantelsaum der Madonna ist ein Gebet eingestickt, das zum [[Marientiden|Marienofficium]] gehört, und zwar zur [[Matutin]] – diese wird im klösterlichen [[Stundengebet]] zwischen Mitternacht und dem frühen Morgen gebetet. Im &amp;#039;&amp;#039;Mariengarten&amp;#039;&amp;#039; vor dem Palast blühen gleichzeitig [[Rosen]], [[Pfingstrosen|Päonien]], [[Maiglöckchen]], [[Schwertlilien]] und [[Akeleien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anita Albus&amp;quot;&amp;gt;Anita Albus: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Künste. Erinnerungen an die Malerei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Andere Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; 145). Eichborn, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-8218-4145-1, S. 19–37: Kapitel III (Aussicht vom Paradies).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Virgin with Chancellor Rolin-Detail 2.jpg|hochkant|mini|In höherer Auflösung ist das Profil des Hofbeamten zu erkennen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Wehrgang hinter dem Mariengarten stehen zwei Männer, von denen einer zur Stadt hinuntersieht und der andere dem Betrachter das Profil zuwendet. Diese zweite Figur (im blauen Rock und mit rotem Turban) hält einen Stab und ist damit als Hofbeamter kenntlich;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anita Albus&amp;quot; /&amp;gt; sie wird von manchen mit dem Maler selbst identifiziert. Farbe und Form des Turbans stimmen mit denen auf dem als Selbstbildnis angenommenen Bild &amp;#039;&amp;#039;Mann mit rotem Turban&amp;#039;&amp;#039; überein.&amp;lt;ref&amp;gt;Rose-Marie Hagen, Rainer Hagen: &amp;#039;&amp;#039;Meisterwerke im Detail.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Taschen, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, ISBN 3-8228-4787-9, S. 32–37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreichen Details sind in der &amp;#039;&amp;#039;Unterzeichnung&amp;#039;&amp;#039;, also der linearen Konzeption auf der Grundierung der Holztafel, noch nicht enthalten. Mit [[Infrarotfotografie|Infrarot]]-Reflektografie&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Taubert: &amp;#039;&amp;#039;Zur kunstwissenschaftlichen Auswertung von naturwissenschaftlichen Gemäldeuntersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; Siegl, München 2003, ISBN 3-935643-08-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden überdies Änderungen sichtbar: Der segnende Arm des Jesusknaben wurde vom Künstler erst später ergänzt; am Gürtel Rolins war ursprünglich ein Geldbeutel sichtbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anita Albus&amp;quot; /&amp;gt; Wichtige Aussagen zur Ikonographie des Bildes liefert [[Heinz Roosen-Runge]] 1972 für die kunstwissenschaftliche Forschung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Roosen-Runge |Titel=Die Rolin-Madonna des Jan van Eyck. Form und Inhalt |Verlag=Dr. Ludwig Reichert |Ort=Wiesbaden |Datum=1972 |ISBN=3-920153-19-7 |Seiten=17 |Zitat=… der von den Chronisten seiner Zeit als die geachtetste, aber auch gefürchtetste Gestalt des burgundischen Reiches geschildert wird.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er den mit goldenen Lettern ausgefüllten Mantelsaum der Madonna untersucht und mit Textstellen aus dem damals bekannten lateinischen Gebetbuch in Verbindung bringt sowie die beiden Männer an der Brücke als „Herolde“ identifiziert, die im Mittelalter als Prediger und Lehrer fungierten, und weitere symbolische Deutungen zum Bildinhalt macht. Außerdem liefert er zeitgenössische Quellen zur Identität des Kanzlers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Roosen-Runge: &amp;#039;&amp;#039;Die Rolin-Madonna des Jan van Eyck. Form und Inhalt.&amp;#039;&amp;#039; Dr. Ludwig Reichert Verlag, Wiesbaden 1972, ISBN 3-920153-19-7.&lt;br /&gt;
* [[Anita Albus]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Künste. Erinnerungen an die Malerei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Andere Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; 145). Eichborn, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-8218-4145-1, S. 19–37: Kapitel III (Aussicht vom Paradies).&lt;br /&gt;
* Christiane Kruse, [[Felix Thürlemann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Porträt, Landschaft, Interieur. Jan van Eycks Rolin-Madonna im ästhetischen Kontext&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Literatur und Anthropologie.&amp;#039;&amp;#039; 4). Gunther Narr, Tübingen 1999, ISBN 3-8233-5703-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|The Virgin with Chancellor Rolin by Jan van Eyck|Rolin-Madonna|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://collections.louvre.fr/ark:/53355/cl010061856 Eintrag in der Datenbank des Louvre]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienbildnis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jan van Eyck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde des Louvre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar</name></author>
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