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	<title>Rolf Lukowsky - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:22:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rolf_Lukowsky&amp;diff=854183&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Th.Binder: /* Auszeichnungen */ Neues Deutschland 13. Juni 1975</title>
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		<updated>2025-06-13T04:49:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auszeichnungen: &lt;/span&gt; Neues Deutschland 13. Juni 1975&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rolf (Rudolf)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ecm&amp;quot;&amp;gt;[http://www.edition-choris-mundi.de/html/rolf_lukowsky.html Porträt Rudolf Lukowskybei edition choris mundi]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Lukowsky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juli]] [[1926]] in [[Berlin]]; † [[25. Juli]] [[2021]] in [[Bernau bei Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://trauer.moz.de/traueranzeige/rudolf-lukowsky Traueranzeige]&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Märkische Oderzeitung]] vom 7. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Komponist]] und [[Chorleiter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Lukowskys Vater Josef war [[Organist]] und Chorleiter an der katholischen [[St. Petrus (Berlin-Gesundbrunnen)|St.-Petrus-Kirche]] in Berlin-Gesundbrunnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ecm2&amp;quot;&amp;gt;[http://www.edition-choris-mundi.de/html/josef_lukowsky.html Porträt Josef Lukowskybei edition choris mundi]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits als Schüler sang Rolf im [[Chor der St. Hedwigs-Kathedrale|Domchor St. Hedwig]] und im Chor der [[Staatsoper Berlin]]. Auf Veranlassung seines Vaters wurde er nicht Mitglied der [[Hitlerjugend]] oder des [[Deutsches Jungvolk|Jungvolks]], sondern der katholischen Jugendorganisationen [[Quickborn-Arbeitskreis|Quickborn]] und [[Bund Neudeutschland|Neudeutschland]]. Nach der Grundschule besuchte er bis zu dessen Schließung 1940 das [[Canisius-Kolleg Berlin]]. Nach Ableisten des [[Reichsarbeitsdienst]]es meldete er sich freiwillig als [[Reserveoffizier]]. Wegen einer disziplinarischen Verfehlung wurde er nicht zum Unteroffizier befördert, was ihn nach eigener Einschätzung im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] vor einem Einsatz an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] bewahrte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eo&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.erinnerungsort.de/rolf-lukowsky-_492.html |text=Interview auf Erinnerungsort.de |wayback=20140407072056}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende fand die Familie in [[Sachsen-Anhalt]] ein Unterkommen. Lukowsky trat der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] bei und absolvierte eine Ausbildung als [[Neulehrer]]. 1948 gründete er einen [[Pionierorganisation Ernst Thälmann|Pionierchor]]. Von 1950 bis 1956 leitete er den [[Buna-Werke|Buna]]-Chor in [[Halle (Saale)|Halle]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;eo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 begann er ein zweijähriges Studium der [[Musikerziehung]] für die Oberstufe an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]. Zu seinen Lehrern gehörten [[Max Schneider (Musikhistoriker)|Max Schneider]], [[Walther Siegmund-Schultze]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;ecm&amp;quot; /&amp;gt; [[Siegfried Bimberg]] und [[Fritz Reuter (Musikpädagoge)|Fritz Reuter]]. Mit Siegfried Bimberg (1927–2008) und [[Friedrich Krell]] (1928–2020) brachte das dortige Institut für Musikerziehung neben ihm zwei weitere später für die Chormusik der DDR prägend wirkende Persönlichkeiten als Absolventen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterer Werdegang ==&lt;br /&gt;
1956 wurde er als „überzeugter Kommunist“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=mdr.de |url=https://www.mdr.de/mdr-klassik-radio/klassikthemen/nachruf-ddr-komponist-chor-rolf-lukowsky-100.html |titel=Zum Tod des DDR-Komponisten Rolf Lukowsky {{!}} MDR.DE |sprache=de |abruf=2021-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglied der [[SED]]. 50 Jahre später beschreibt er seine politische Einstellung folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=… sagen wir mal so: Ich denke sozialistisch. Allerdings wäre ich unter anderen Umständen wahrscheinlich nie [[Sozialist]] oder [[Kommunist]] geworden... Wenn ich nach dem Krieg zum Medizinstudium nach Bonn gegangen wäre, hätten sich die Dinge völlig anders entwickelt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;eo&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr folgte er seinem Kompositionsprofessor [[Fritz Reuter (Musikpädagoge)|Fritz Reuter]] an die [[Humboldt-Universität Berlin]] und begann eine [[Aspirantur]], die 1959 mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] endete. Parallel unterrichtete er Studenten in den Fächern [[Musiktheorie]], [[Volkslied]]kunde und [[Chorleitung]]. In dieser Zeit gründete er auch den Kammerchor des Instituts für Musikerziehung. Eine weitere Aspirantur beendete er 1961 mit der [[Habilitation]] und wurde anschließend zum Dozenten für Musiktheorie und Universitätsmusikdirektor ernannt. In Konzerten mit den Chören der Universität und dem ebenfalls von ihm begründeten Collegium musicum instrumentale führte er neben klassischen auch eigene Kompositionen und Werke weiterer zeitgenössischer Künstler auf, daneben entstanden Aufnahmen für Schallplatte, Rundfunk und Fernsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 beendete er seine Lehrtätigkeit und wendete sich anderen Schwerpunkten zu. Er wurde Vorsitzender des [[Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR|Komponistenverbandes]] Berlin. Bereits seit Ende der 1950er Jahre arbeitete er in verantwortlicher Position beim Bundesvorstand des [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|FDGB]], u.&amp;amp;nbsp;a. als Redaktionsleiter der FDGB-Liederblätter und musikalischer Organisator der seit 1959 veranstalteten [[Arbeiterfestspiele]]. In diesem Zusammenhang lernte er 1965 den Sänger und Schauspieler [[Ernst Busch (Schauspieler)|Ernst Busch]] kennen, woraufhin sich eine bis zu dessen Tod andauernde enge musikalische Zusammenarbeit entwickelte. Lukowsky arrangierte und komponierte für Busch, probte mit ihm und begleitete ihn als [[Pianist]] und [[Dirigent]] bei Auftritten und Aufnahmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ecm&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;eo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen vielfältigen Verpflichtungen fand er noch Zeit für ein produktives kompositorisches Schaffen. Sein erstes Lied „Fleißig, nur fleißig, ihr Mädel und Jungen“ war bereits um 1949 erschienen. Während seiner Tätigkeit an der HU entstanden mehrere [[Kantate]]n und Chorzyklen, die er mit seinen Ensembles aufführte und einspielte. Daneben schrieb er viele [[Auftragsarbeit|Auftragswerke]] für den von Friedrich Krell geleiteten [[Rundfunk-Jugendchor Wernigerode|Chor der Gerhart-Hauptmann-Oberschule Wernigerode]], u.&amp;amp;nbsp;a. die 1963 uraufgeführte Kantate „Wir freun uns auf den Wind von morgen“ (Text: [[Rainer Kirsch]]). Diese Kompositionen waren meist für offizielle Anlässe vorgesehen und hatten entsprechend einen pro-sozialistischen, staatstragenden Inhalt. Bleibender Beliebtheit auch nach dem Ende der DDR erfreuen sich seine zahlreichen Bearbeitungen von Volksliedern in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die u.&amp;amp;nbsp;a. durch Schallplattenaufnahmen große Verbreitung fanden. Nach 1990 entstanden auch Vertonungen geistlicher Texte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Interview beschreibt er seine Tätigkeit dieser Jahre wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich habe pro Woche mit meinen eigenen Chören mindestens fünf, sechs Tonaufnahmen im Rundfunk oder in der [[VEB Deutsche Schallplatten|„Schallplatte“]] gemacht. Zusätzlich habe ich für den Rundfunkjugendchor in Wernigerode jeden Monat zehn bis zwanzig Aufnahmen vornehmlich mit meinen eigenen Sachen vorbereitet, arrangiert und bei Bedarf Grundbänder mit Orchester produziert. Dann kam Busch mit vielleicht vier bis sechs Terminen im Monat. […] Und zwischendurch saß ich zu Hause und habe Noten geschrieben …&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;eo&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Lukowskys Vater Josef (1896–1973), ein Schüler von [[Carl Thiel (Kirchenmusiker)|Carl Thiel]], war ebenfalls Chorleiter und Komponist und hatte zeitweise, wie später sein Sohn, einen Lehrauftrag an der Humboldt-Universität inne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ecm2&amp;quot; /&amp;gt; Lukowsky war verheiratet und lebte in Bernau bei Berlin. Nach eigenen Angaben kaufte und besaß er „sämtliche Liederbücher, die es gibt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1975 [[Kunstpreis des FDGB]]&lt;br /&gt;
* 1983 [[Nationalpreis der DDR]] III. Klasse für Kunst und Literatur&lt;br /&gt;
* 1987 den [[Goethepreis der Stadt Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Lieder ===&lt;br /&gt;
* Friede auf Erden&lt;br /&gt;
* Winterlied (Auf die Straßen fällt ein Schnee)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liedbearbeitungen ===&lt;br /&gt;
* Abend wird es wieder&lt;br /&gt;
* [[Als wir jüngst in Regensburg waren]]&lt;br /&gt;
* Das anmutige, schöne Weiß&lt;br /&gt;
* Das Heidenröslein&lt;br /&gt;
* Das Lieben bringt groß Freud&lt;br /&gt;
* Der Mond ist aufgegangen&lt;br /&gt;
* Der Schneider Jahrtag&lt;br /&gt;
* Es kommt ein Schiff geladen&lt;br /&gt;
* [[Heißa, Kathreinerle]]&lt;br /&gt;
* Herbei, o ihr Gläubigen&lt;br /&gt;
* Horch, was kommt von draußen rein&lt;br /&gt;
* Im schönsten Wiesengrunde&lt;br /&gt;
* Jetzt fahrn wir übern See&lt;br /&gt;
* Leise zieht durch mein Gemüt&lt;br /&gt;
* Nicht die Zeiten sind schlecht&lt;br /&gt;
* Schönster Abendstern&lt;br /&gt;
* Weiß mir ein Blümlein blaue&lt;br /&gt;
* [[Wenn alle Brünnlein fließen]]&lt;br /&gt;
* Wie schön blüht uns der Maien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltliche Werke ===&lt;br /&gt;
* Breitet leuchtend euch im Blauen&lt;br /&gt;
* Chrysanthemen – Lieder nach Texten aus altchinesischer Dichtung; deutsche Nachdichtung von [[Ernst Schwarz (Sinologe)|Ernst Schwarz]]. Verlag Neue Musik, Berlin 1981.&lt;br /&gt;
* Eisler-Zitate nach Sinnsprüchen und einer Zwölftonreihe des Komponisten Hanns Eisler&lt;br /&gt;
* Lied vom Klassenfeind&lt;br /&gt;
* Sine musica nulla vita&lt;br /&gt;
* Wir freun uns auf den Wind von morgen (Kantate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistliche Werke ===&lt;br /&gt;
* Ave Maria&lt;br /&gt;
* Missa vocale Romanum&lt;br /&gt;
* Pater noster&lt;br /&gt;
* Salve, Regina&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|134449665|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hörbeispiele ===&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=k2-t-yhxqik „Als wir jüngst zu Regensburg waren“ (Bearbeitung)]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=tI-ihO3Qj3Q „Geht der Tag mit leisem Schritt“ (Chorleiter)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134449665|LCCN=no98071281|VIAF=272564625}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lukowsky, Rolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaft (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpädagogik (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goethepreises der Stadt Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2021]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lukowsky, Rolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lukowsky, Rudolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist und Chorleiter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juli 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juli 2021&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bernau bei Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Th.Binder</name></author>
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