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	<title>Rohsee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rohsee&amp;diff=2428998&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rohsee&amp;diff=2428998&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-13T08:06:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Rodsee|Siehe auch: [[Rotsee]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox See&lt;br /&gt;
|NAME = Rohsee&lt;br /&gt;
|BILD = FFM Stadtwald Rohsee Nordteil 2.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = [[Schwarz-Erle]]n im nördlichen Teil des Rohsees bei niedrigem Wasserstand&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 50.076075&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8.550965&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = DE-HE&lt;br /&gt;
|POSKARTE = Deutschland Hessen Frankfurt am Main Stadtteile&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Frankfurt am Main]], [[Hessen]], Deutschland&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = Grundwasser, Regenwasser&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = [[Kelster]] (Main), Verdunstung&lt;br /&gt;
|INSELN = &lt;br /&gt;
|HÖHE = &lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = &lt;br /&gt;
|FLÄCHE = &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-FLÄCHE =&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-SEELÄNGE =&lt;br /&gt;
|SEEBREITE = &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-SEEBREITE =&lt;br /&gt;
|VOLUMEN = &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-VOLUMEN =&lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-UMFANG =&lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-MAX-TIEFE =&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|PH-WERT =&lt;br /&gt;
|EINZUGSGEBIET =&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-EINZUGSGEBIET =&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = Der Tümpel zeigt wiederholte Perioden der Austrocknung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rohsee,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rohrsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rodsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein [[Stillgewässer]] im Südwesten der hessischen Stadt [[Frankfurt am Main]]. Das von [[Grundwasser]] und Regenwasser gespeiste, sehr flache Gewässer ist ein [[Orografie|orografisch]] linker, [[Geografie|geografisch]] östlicher beziehungsweise südlicher [[Altwasser (Fluss)|Altarm]] des Flusses [[Main]]. Archäologische Funde in der Nachbarschaft des Sees weisen auf eine menschliche Besiedelung des Gebiets in der [[Bronzezeit]] und in der [[Spätantike]] hin. Der Rohsee ist das einzige natürlich entstandene Stillgewässer im [[Frankfurter Stadtwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Charakteristik ==&lt;br /&gt;
Als Fluss-Altarm hat der Rohsee einen sehr schmalen, langgestreckten Grundriss in annähernd geradliniger, süd-südwestlicher/nord-nordöstlicher Ausrichtung. Nach der Binnengewässerkunde ([[Limnologie]]) handelt es sich um einen [[Tümpel|Waldtümpel]], der in einen [[Sumpf]] übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gewässer liegt am nordwestlichen Rand des Frankfurter Stadtwaldes auf dem Gebiet des Stadtteils [[Frankfurt-Schwanheim|Schwanheim]]. Es gehört zum [[Landschaftsschutzgebiet]] des [[Frankfurter Grüngürtel]]s. Der Wasserstand des Rohsees unterliegt starken jahreszeitlichen Schwankungen; das Gewässer fällt abhängig vom Grundwasserspiegel zeitweilig nahezu trocken. Dieses Austrocknen wurde zum ersten Mal in einer Chronik aus dem Jahr 1474 erwähnt; die bisher jüngste, mehrere Jahre andauernde Phase des Trockenfallens trat in den 1970er-Jahren auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtgewaesser59&amp;quot;&amp;gt;Umweltamt der Stadt Frankfurt: &amp;#039;&amp;#039;Stadtgewässer,&amp;#039;&amp;#039; S. 59: Rohsee.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seinem südlichen Ende geht der Rohsee nahtlos in das Sumpfgebiet &amp;#039;&amp;#039;Riedwiese&amp;#039;&amp;#039; über, an dessen südlichem Rand der Bach [[Kelster]] entlangfließt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senckenberg50-139&amp;quot;&amp;gt;Kleine Senckenberg-Reihe 50: &amp;#039;&amp;#039;Natur vor der Haustür.&amp;#039;&amp;#039; Darin: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Stillgewässer – Biotope aus Menschenhand.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da der Wasserstand schwankt und der Übergang zwischen Rohsee und Riedwiese nicht eindeutig auszumachen ist, variieren die kartographischen Darstellungen des Gebiets. In manchen amtlichen Kartenwerken sind Rohsee und Riedwiese als &amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039; Gewässer eingezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadtgewässer,&amp;#039;&amp;#039; beiliegender Stadtplan im Maßstab 1:22.000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Forstamt/Stadtvermessungsamt (Hrsg.):&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stadtwald Frankfurt a. Main.&amp;#039;&amp;#039; Landkarte im Maßstab 1:20.000, Frankfurt am Main, 1888.&amp;lt;/ref&amp;gt; andere stellen beide getrennt dar. Auch die Darstellung des Bachlaufes der unmittelbar angrenzenden und wenige Meter östlich des Rohsees in einem weiteren Sumpfgebiet entspringenden Kelster variiert von Karte zu Karte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruenguertelkarte&amp;quot;&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;GrünGürtel-Freizeitkarte.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2003 gilt das am Rohsee liegende Waldgebiet nach den &amp;#039;&amp;#039;FFH-Richtlinien&amp;#039;&amp;#039; der EU als [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FrankfurtSeite32069&amp;quot;&amp;gt;{{FrankfurtSeite|ArtikelID=32069|Objekt=Rohsee}} (abgerufen am 4. Oktober 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM Stadtwald Rohsee Ufervegetation 2.jpg|mini|hochkant=1.3|Vegetation am südwestlichen Rand, am Übergang des Rohsees in die sumpfige &amp;#039;&amp;#039;Riedwiese&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Beim Rohsee handelt es sich um eines der artenreichsten Stillgewässer in Frankfurt. Die Ufervegetation weist nach einer im Jahr 2006 erfolgten Zählung 44 verschiedene Arten höherer Pflanzen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senckenberg50-79&amp;quot;&amp;gt;Kleine Senckenberg-Reihe 50: &amp;#039;&amp;#039;Natur vor der Haustür&amp;#039;&amp;#039;. Darin: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Stillgewässer – Biotope aus Menschenhand,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;79&amp;amp;nbsp;f.: Rohsee.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rohsee ist dem [[Vegetation]]s-Charakter nach zum überwiegenden Teil ein Erlen-[[Bruchwald]] auf nassem [[Niedermoor]]-Boden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senckenberg50-112&amp;quot;&amp;gt;Kleine Senckenberg-Reihe 50: &amp;#039;&amp;#039;Natur vor der Haustür&amp;#039;&amp;#039;. Darin: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Wald – Frankfurts schrumpfende Lunge,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vorherrschende Baumart ist die [[Schwarz-Erle]] (&amp;#039;&amp;#039;Alnus glutinosa),&amp;#039;&amp;#039; [[Baum des Jahres]] 2003,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtgewaesser59&amp;quot; /&amp;gt; die besonders gut auf nassen bis überschwemmten Böden gedeiht, da sie ein sehr feuchtigkeitsbeständiges Holz hat. Eine Besonderheit des Erlenbestandes im Rohsee sind dessen bei Niedrigwasser und Trockenheit freiliegende Wurzelstöcke („Stelz-Erlen“ oder „Stelzwurzel-Erlen“), denen ein sehr hohes Alter zugeschrieben wird. Diese Form der Wurzelstöcke entstand durch jahrhundertelang betriebene, in Abständen von etwa 100 Jahren wiederholte Abholzung der Bäume, nach der die Wurzelstöcke stets erneut ausschlugen und neue Stämme bildeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtgewaesser59&amp;quot; /&amp;gt; Ein Alter der Wurzelstöcke von mehr als 1000 Jahren wird für möglich gehalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wald60&amp;quot;&amp;gt;Kossler: &amp;#039;&amp;#039;Wald im Süden Frankfurts,&amp;#039;&amp;#039; S. 60 ff.: Rohsee.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schwanheimer Arzt und Naturforscher [[Wilhelm Kobelt (Zoologe)|Wilhelm Kobelt]] schrieb im Jahr 1913 über den Rohsee:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text   = &amp;#039;&amp;#039;Aus dem seichten Wasser und seiner Umgebung ragen seltsame Wurzelgebilde empor, die erst in etwa einem Meter Höhe in eine Anzahl schwacher Erlenstangen übergehen und an der Übergangsstelle einen Absatz bilden, der meist Moos und Farne trägt … Ein getreues Bild der Sümpfe, die zur Römerzeit große Gebiete Deutschlands erfüllten.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Autor  = [[Wilhelm Kobelt (Zoologe)|Wilhelm Kobelt]]&lt;br /&gt;
 |Quelle = zitiert nach Gerd-Peter Kossler, &amp;#039;&amp;#039;Wald im Süden Frankfurts.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref    = &amp;lt;ref&amp;gt;Gerd-Peter Kossler: &amp;#039;&amp;#039;Wald im Süden Frankfurts.&amp;#039;&amp;#039; S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der vorherrschenden Schwarz-Erle sind am Rohsee auch die Baumarten [[Hänge-Birke]] (&amp;#039;&amp;#039;Betula pendula&amp;#039;&amp;#039;) sowie in der [[Stratifikation (Ökologie)|Strauchschicht]] der [[Faulbaum]] (&amp;#039;&amp;#039;Frangula alnus&amp;#039;&amp;#039;) anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senckenberg50-112&amp;quot; /&amp;gt; An dem wenige Meter vom westlichen Rand des Gewässers entfernt an diesem entlangführenden &amp;#039;&amp;#039;Rohseeweg&amp;#039;&amp;#039; stehen außerdem mehrere sehr alte Exemplare der [[Winter-Linde]] (&amp;#039;&amp;#039;Tilia cordata&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senckenberg50-139&amp;quot; /&amp;gt; Weitere am und im Rohsee vorkommende Pflanzenarten sind die [[Wasserfeder]] (&amp;#039;&amp;#039;Hottonia palustris&amp;#039;&amp;#039;), die dort ihr letztes natürliches Vorkommen in Frankfurt hat, die in Deutschland besonders geschützte [[Sumpf-Schwertlilie]] (&amp;#039;&amp;#039;Iris pseudacorus&amp;#039;&amp;#039;), sowie die in Frankfurt selten gewordene [[Sumpf-Dotterblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Catha palustris&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wald60&amp;quot; /&amp;gt; In den Sommermonaten blühen in Rohsee und Riedwiese die [[Wasserlinsen]] (&amp;#039;&amp;#039;Lemna&amp;#039;&amp;#039;), die durch ihre Bewuchsdichte der Wasseroberfläche eine leuchtend hellgrüne Farbe zu geben scheinen (siehe Fotos oben rechts).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Funde ==&lt;br /&gt;
=== Bronzezeitliche Ausgrabungen ===&lt;br /&gt;
Das südliche Ufer des Main-Altarms, der später den Rohsee bildete, war in der Bronzezeit besiedelt. Dies wurde durch Siedlungsspuren im Bereich der unmittelbar angrenzenden Riedwiese belegt, die im Jahr 1973 bei Ausgrabungen durch den &amp;#039;&amp;#039;Heimat- und Geschichtsverein Schwanheim e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; entdeckt wurden. Dabei wurden unter anderem bronzezeitliche Keramik, ein zum Mahlen von Getreide benutzter Reibstein sowie ein Teil eines Löffels aus Ton gefunden. Ebenfalls vorgefundene Konstruktionen aus Baumstämmen und gesetzten Steinen werden als ehemalige Uferbefestigungen interpretiert. Es wird vermutet, dass die bronzezeitliche Siedlung am Altarm des Mains ein Außenposten der in kurzer Entfernung südlich davon auf der [[Kelsterbacher Terrasse]] im [[Flurstück]] &amp;#039;&amp;#039;In der Wanz&amp;#039;&amp;#039; gelegenen größeren Siedlung aus derselben Epoche war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwanheim1100&amp;quot;&amp;gt;Verein 1100 Jahre Schwanheim e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1100 Jahre Schwanheim – Ein Festbuch zum Jubiläumsjahr 1980 des Frankfurter Stadtteils Schwanheim,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;11&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Forstamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historischer Wanderweg Schwanheim – Wanderweg zur Schwanheimer Geschichte und Vorgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Darin: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Riedwiese,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;41. Dritte, korrigierte Auflage, Frankfurt am Main 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM Stadtwald West Roemerbrunnen 1.jpg|mini|Überrest des römischen Brunnens. Die schützende Mauerkrone aus Zement ist aus dem 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM Schwanheim Heimatmuseum Roemerbrunnen Skelett-Detail.jpg|mini|Das im römischen Brunnen aufgefundene menschliche Skelett im Schwanheimer Heimatmuseum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römischer Brunnen ===&lt;br /&gt;
Wenige Meter westlich von Rohsee und Riedwiese fand man ebenfalls im Jahr 1973 die Reste eines in Stein gefassten römischen Brunnens, die auf das 2./3. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. datiert werden. Im 3,80&amp;amp;nbsp;Meter tiefen Brunnenschacht wurden Keramik-, Glas- und Lederreste (insgesamt über 2000 Fragmente von Gefäßen), ein römischer [[Denarius|Denar]] sowie eine römische Tonplatte aufgefunden. Die Tonplatte trägt einen Stempel der vom Jahr 92&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. bis Mitte des 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in &amp;#039;&amp;#039;[[Mogontiacum]]&amp;#039;&amp;#039; (der späteren Stadt [[Mainz]]) stationierten römischen &amp;#039;&amp;#039;[[Legio XXII Primigenia]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptfund aus dem Brunnenschacht ist ein menschliches [[Skelett]], das ebenfalls auf die Spätantike datiert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Museumsfaltblatt&amp;quot;&amp;gt;Heimat- und Geschichtsverein Schwanheim e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatmuseum Schwanheim&amp;#039;&amp;#039;. Faltblatt des Museums, ohne Datumsangabe.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Anthropologie|Anthropologische]] Institut der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Goethe-Universität Frankfurt]] klassifizierte das Skelett als die sterblichen Überreste eines aus dem östlichen Mittelmeerraum stammenden jungen Mannes Anfang 20, der durch Gewalteinwirkung (Schädelverletzung durch Schwerthieb) zu Tode gekommen war. Die [[Pathologie|pathologische]] Untersuchung des Skeletts ergab, dass der junge Mann bereits in früher Jugend schwere körperliche Arbeit verrichtet hatte. Daraus wurde geschlossen, dass es sich möglicherweise um einen [[Sklaverei|Sklaven]] der in der Nähe nachgewiesenen &amp;#039;&amp;#039;[[Villa rustica]]&amp;#039;&amp;#039; handelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwanheim1100&amp;quot; /&amp;gt; Reste der Fundamente dieses römischen Gutshofs liegen knapp 100&amp;amp;nbsp;Meter südwestlich des Brunnens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Museumsfaltblatt&amp;quot; /&amp;gt; Die Zerstörung des Gutshofes im Zuge des [[Alamannen#Das Ende des Limes|Alamannensturms]] im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wird für möglich gehalten. Einige der ebenfalls im Brunnenschacht gefundenen Gegenstände – die Sandsteinskulptur eines Stieres sowie die Schneidezähne mehrerer Pferde – werden als Hinweise auf eine [[Sonderbestattung]] gedeutet. Es gab Spekulationen um ein [[Menschenopfer]] der [[Kelten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wanderweg45&amp;quot;&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Forstamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historischer Wanderweg Schwanheim – Wanderweg zur Schwanheimer Geschichte und Vorgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Darin: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Römischer Steinbrunnen aus dem 2./3. Jhd. auf dem Gelände eines römischen Hofgutes.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;45.&amp;amp;nbsp;ff. Dritte, korrigierte Auflage, Frankfurt am Main 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fundstücke dieser archäologischen Ausgrabung bilden heute das Kernstück der Sammlung des Heimatmuseums Schwanheim.&amp;lt;ref&amp;gt;Heimat- und Geschichtsverein Schwanheim e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): Faltblatt &amp;#039;&amp;#039;Heimatmuseum Schwanheim.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnenschacht wurde nach Abschluss der Grabungen mit Erde verfüllt; lediglich der etwa 30&amp;amp;nbsp;Zentimeter hohe Brunnenkranz aus [[Naturstein]] ist noch sichtbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wanderweg45&amp;quot; /&amp;gt; Nach den archäologischen Funden wurde vor Ort der &amp;#039;&amp;#039;Römerweg&amp;#039;&amp;#039; benannt. Es handelt sich um einen unbefestigten Waldweg, der ausgehend vom südlichen Ortsrand Schwanheims in westlicher und südlicher Richtung am äußersten westlichen Rand des Frankfurter Stadtwaldes dem Verlauf der [[Bundesstraße 40]] folgt. Der Römerweg führt am nördlichen Ende des Rohsees und unmittelbar am Römerbrunnen vorbei in einem Bogen bis zum Fuß der südlich davon gelegenen Kelsterbacher Terrasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruenguertelkarte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsanbindung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM Kelster Riedwiesen Wanzenschneise SO 1.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Wanzenschneise&amp;#039;&amp;#039; im Frankfurter Stadtwald führt zum südwestlichen Ende des Rohsees. In der Bildmitte das Sumpfgebiet &amp;#039;&amp;#039;Riedwiese,&amp;#039;&amp;#039; in das der Rohsee übergeht, mit dem &amp;#039;&amp;#039;Schafbrücke&amp;#039;&amp;#039; genannten Damm. Blick nach Südosten]]&lt;br /&gt;
Der Rohsee liegt etwas abgeschieden in der westlichsten Ausbuchtung des Frankfurter Stadtwaldes. Nur seine nördliche Spitze ist direkt zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stadtgewaesser59&amp;quot; /&amp;gt; Südlich des Rohsees führt der Waldweg &amp;#039;&amp;#039;Wanzenschneise&amp;#039;&amp;#039; (so benannt nach dem durchquerten Flurstück &amp;#039;&amp;#039;In der Wanz&amp;#039;&amp;#039;) auf einem schmalen Damm namens &amp;#039;&amp;#039;Schafbrücke&amp;#039;&amp;#039; über das Sumpfgebiet &amp;#039;&amp;#039;Riedwiese&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Frankfurt am Main, Forstamt/[[Schutzgemeinschaft Deutscher Wald]], Kreisverband Frankfurt&amp;amp;nbsp;e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Altheeg zum Vierherrnstein&amp;amp;nbsp;– Namen im Frankfurter Stadtwald.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;45. Frankfurt am Main, 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Annäherung bis auf einige Meter an das westliche Ufer ist ausschließlich zu Fuß über den daran entlangführenden &amp;#039;&amp;#039;Rohseeweg&amp;#039;&amp;#039; möglich. Am östlichen Rand wird jeder Zugang durch einen dichten Schilfgürtel ([[Röhricht]]) verhindert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FrankfurtSeite32069&amp;quot; /&amp;gt; Zum Erreichen des Gebiets mit Kraftfahrzeugen ist bis zum Rohsee zusätzlich ein Fußweg von einem Kilometer (Individualverkehr) bis zwei Kilometer (Öffentlicher Personennahverkehr) erforderlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruenguertelkarte&amp;quot; /&amp;gt; Der Zugang erfolgt im letzten Abschnitt über unbefestigte Waldwege, die je nach Witterungslage eine aufgeweichte, schlammige Oberfläche aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der dem Rohsee nächstgelegenen Haltestelle &amp;#039;&amp;#039;Rheinlandstraße&amp;#039;&amp;#039; verkehren die Straßenbahnlinien 12 und 19 sowie die Buslinien 62 und 73V der [[Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main|Frankfurter Verkehrsgesellschaft VgF]]. Die Entfernung der Haltestelle zum Rohsee beträgt etwa zwei Kilometer. Die nächstgelegenen Parkmöglichkeiten für den motorisierten Individualverkehr gibt es am westlichen Ende der Rheinlandstraße; von dort aus ist es etwa ein Kilometer Fußweg bis zur nördlichen Spitze des Sees. Weitere zwei Parkgelegenheiten liegen an der &amp;#039;&amp;#039;Schwanheimer Bahnstraße,&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls in etwa zwei Kilometern Entfernung vom Rohsee.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FrankfurtSeite|ArtikelID=41934|Objekt=Zugang zum Rohsee}} (abgerufen am 4. Oktober 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruenguertelkarte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Gerd-Peter Kossler (Hrsg.) und weitere Autoren: &amp;#039;&amp;#039;Wald im Süden Frankfurts: Stadtwald, Gravenbruch, Mönchbruch.&amp;#039;&amp;#039; Darin: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Schwanheimer Wald.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;59&amp;amp;nbsp;ff. Selbstverlag, Frankfurt am Main 1991. ISBN 3-9800853-2-5.&lt;br /&gt;
*Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadtgewässer – Seen, Teiche, Tümpel.&amp;#039;&amp;#039; Darin: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Rohsee.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;59. Frankfurt am Main, 2003.&lt;br /&gt;
*Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;GrünGürtel-Freizeitkarte.&amp;#039;&amp;#039; 7.&amp;amp;nbsp;Auflage, 2011.&lt;br /&gt;
*Verschiedene Autoren: &amp;#039;&amp;#039;Natur vor der Haustür – Stadtnatur in Frankfurt am Main. Ergebnisse der Biotopkartierung.&amp;#039;&amp;#039; Kleine Senckenberg-Reihe 50, E.&amp;amp;nbsp;Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2009, ISBN 978-3-510-61393-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*{{FrankfurtSeite|ArtikelID=32069|Objekt=Rohsee}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurter Stadtwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt-Schwanheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Main|SRohsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in der Untermainebene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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