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	<title>Rogäsen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:37:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rog%C3%A4sen&amp;diff=2196855&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ephraim33: kat</title>
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		<updated>2023-05-12T19:59:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename          = Rosenau (Brandenburg)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Rosenau&lt;br /&gt;
| Breitengrad           = 52/19/18.78/N&lt;br /&gt;
| Längengrad            = 12/21/19/E&lt;br /&gt;
| Bundesland            = Brandenburg&lt;br /&gt;
| Höhe                  = 35 &amp;lt;!-- Müllers --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug            = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                = &lt;br /&gt;
| Einwohner             = 264&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2012&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle      = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Müllers&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012: Vollständiges Ortslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 33. überarb. und erw. Ausg., Walter de Gruyter, Berlin und Boston 2012, ISBN 978-3-11-027420-2, [http://books.google.de/books?id=fzVrYpUFgIcC&amp;amp;pg=PA1168 Online bei Google Books], S. 1168&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 2001-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1         = 14789&lt;br /&gt;
| Vorwahl1              = 033832&lt;br /&gt;
| Bild                  = Friedensbergrogäsen.JPG&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rogäsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein kleines Dorf etwa acht Kilometer nördlich von [[Ziesar]] und 20 Kilometer westlich von [[Brandenburg an der Havel]]. Der Ort gehört heute zur [[brandenburg]]ischen Gemeinde [[Rosenau (Brandenburg)|Rosenau]] im [[Amt Wusterwitz]] im [[Landkreis Potsdam-Mittelmark]] und liegt zwischen den eiszeitlich gebildeten Landschaften [[Karower Platte]] und [[Fiener Bruch]]. Nordöstlich des Dorfes liegt der 67,8 Meter hohe [[Friedensberg]] in der Karower Platte. Nördlich Rogäsens entspringt in der Hochfläche der [[Steinbach (Karower Landgraben)|Steinbach]] und fließt nach Westen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rittergut Rogaesen Sammlung Duncker.jpg|mini|links|Schloss und Kirche in Rogäsen um 1869/70, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
Der Name des Dorfes ist wendischen Ursprungs. Rogäsen, abgeleitet von einer polabischen Grundform &amp;#039;&amp;#039;Rogoz&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;, bedeutet: &amp;quot;Ort, wo Rohrkolben wachsen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Namenbuch&amp;quot; /&amp;gt;. Der Ort wurde im 14. Jahrhundert auch Ragoesen geschrieben; im 16. Jahrhundert wandelte er sich zu Roggesen bzw. Rogesen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wernicke&amp;quot; /&amp;gt;. Die [[Wenden]] wanderten ab dem 7. Jahrhundert in die Region ein. Das Dorf ist damit während oder nach dieser Besiedlungswelle entstanden. Es war über 500 Jahre im Besitz der [[Werder (brandenburgisches Adelsgeschlecht)|Familie von Werder]]. Das [[Rittergut Rogäsen]] wurde 1421 erstmals erwähnt. Rogäsen lag an der alten [[Heerstraße Brandenburg–Magdeburg]]. Es gab auf dem Gut eine [[Poststation]] mit Gespannwechsel. Belegt ist die Tatsache, dass [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] bei seiner Rückkehr von einer Truppenschau der Magdeburger Garnison in Rogäsen einen Zwischenhalt einlegen musste, weil ein Rad der Kutsche gebrochen war. Friedrich verweilte, bis die Reparatur beendet war, auf dem Gut der Familie von Werder. Danach erhielt der damalige Landrat [[Dietrich von Werder (Minister)|Dietrich von Werder]] vom König den Auftrag, die [[Melioration]] (Trockenlegung) des [[Fiener Bruch]]s vorzunehmen. Außerdem wurde der durch das Bruch führende hölzerne [[Fiener Damm]] gepflastert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese gelungene Umgestaltung veranlasste den König, von Werder als Geheimen Finanzrat nach Berlin zu berufen. Um angemessen übernachten zu können, unterstützte der König den Neubau eines Herrenhauses. Die Familie von Werder war Eigentümer des Schlosses mit Feldern und Wäldern bis 1848. Dann wurde das Schloss wegen Zahlungsunfähigkeit der von Werder mit sämtlichen Grundbesitz versteigert. Der damalige Landrat Gustav [[Wartensleben|Graf von Wartensleben]] wurde neuer Eigentümer des Rittergutes und des Herrenhauses. Am 30. September 1928 wurde der [[Gutsbezirk]] Rogäsen mit der Landgemeinde Rogäsen vereinigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB-RB-Magdeburg&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Regierungsbezirk Magdeburg |Titel=Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg |Ort=Magdeburg |Datum=1928 |Seiten=224 |ZDB=3766-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der letzten Grundbesitzer war der Fideikommissherr Richard Graf von Wartensleben (1871–1935).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|Deutschen Adelsgenossenschaft]]. Teil A. 1942. Gräfliche Häuser des spätestens um 1400 nachgewiesenen ritterbürtigen deutschen Landadels und ihm gleichartiger Geschlechter (Deutscher Uradel) |Sammelwerk=Letztausgabe &amp;quot;[[Gothaischer Hofkalender|des Gotha]]&amp;quot;. F. GHdA, GGH |Auflage=115 |Verlag=Justus Perthes |Ort=Gotha |Datum=1941-11-22 |Seiten=619 f. |Online=http://d-nb.info/013220748 |Abruf=2021-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1851 wurde nach einem Brand der Schule und den folgenden Arbeiten für einen Neubau der [[Runenstein von Rogäsen]] entdeckt. Dessen Inschrift ist bislang nicht entziffert, das Alter nicht bestimmt. Er steht im [[Kreismuseum Jerichower Land]] in [[Genthin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In Rogäsen ist der Betriebssitz der Agrargenossenschaft Rogäsen eG. Das Herzstück der Landwirtschaft ist die Milchproduktion. Das nahegelegene [[Fiener Bruch]] wird für die Weidewirtschaft genutzt. Am ehemaligen Bahnhof von Rogäsen westlich des Ortskerns (an den früheren Strecken [[Bahnstrecke Wusterwitz–Görzke|von Wusterwitz über Rogäsen nach Görzke]] und [[Bahnstrecke Rogäsen–Karow|von Rogäsen nach Karow]]) befindet sich in einer ehemaligen [[Dampfmolkerei]] eine Waffelfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfkirche Rogäsen im Februar 2016 (2).jpg|mini|Ruine der Kirche von Rogäsen]]&lt;br /&gt;
Die [[Dorfkirche Rogäsen]] ist das älteste [[Baudenkmal]] in Rogäsen. Sie wurde Anfang des 13. Jahrhunderts aus [[Feldstein (Baumaterial)|Feldsteinen]] errichtet. In späteren Jahrhunderten wurde ein Turmaufsatz aufgebaut, in dem sich ein Geläut mit zwei Glocken befindet, und eine [[Apsis]] geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rogäsener Kirche war eine [[Patronatskirche]]. Dem Schlossherrn oblag es als [[Kirchenpatronat|Kirchenpatron]], für den Erhalt der Kirche aus eigenen Mitteln zu sorgen. Die Kirche von Rogäsen ist eine Teilruine. In der Zeit der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] verschlechterte sich der bauliche Zustand des Bauwerks, Reparaturmaßnahmen blieben weitgehend aus. Anfang der 1970er-Jahre wurden daher die Gottesdienste eingestellt. Im Jahr 1978 wurde das Dach der Kirche abgerissen und die Innenausstattung wurde entfernt. Ein Wiederaufbau wird angestrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen [[Chor (Architektur)|Chor]] befand sich der [[Altar]] vor dem Rundbogen, der noch deutlich sichtbar ist. Der Fußboden war mit quadratischen Steinplatten belegt. Auf beiden Seiten des Kirchenraums befanden sich Bänke, oben auf der südlichen Seite eine Loge für den Patron der Kirche und auf der nördlichen Seite eine Loge für die Angestellten des Rittergutes. Das [[Kirchenschiff]] war mit Teppichen ausgelegt und eine Orgel befand sich auf einer westlichen [[Empore]]. An den Wänden hingen Bilder, die die biblische Geschichte darstellten und auf Wandtafeln waren die Namen der Rogäsener Männer genannt, die in verschiedenen Kriegen gefallen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Juli 2015 läuft die umfangreiche Sanierung und der Wiederaufbau der Kirchenruine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gutshaus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gutshaus rogäsen rosenau.jpg|mini|Südansicht des Gutshauses]]&lt;br /&gt;
Das [[Gutshaus Rogäsen]] (auch [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] oder [[Schloss (Architektur)|Schloss]]) wurde 1765–1780 auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Kinder, H. T. Porada (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg an der Havel und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es hat eine einfach gegliederte Fassade mit einem Balkon und einem Wappenrelief über dem Haupteingang. Umgeben wird das Schloss von einem Park von rund 25.000 Quadratmetern. Bis 1945 war das Schloss und der dazugehörige Grundbesitz, Eigentum der Familie von Wartensleben. Noch bevor die [[Rote Armee]] Rogäsen erreichte, war die Gräfin Elisabeth von Wartensleben, geborene Sachsenberg, zu Verwandten nach Westdeutschland geflohen. Auf Beschluss der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|sowjetischen Besatzungsmacht]] erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der [[Bodenreform (SBZ)|Bodenreform]] die entschädigungslose Enteignung des gräflichen Familienbesitzes in Rogäsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 war zuerst eine sowjetische [[Kommandantur]] im Schloss untergebracht, bevor [[Flüchtling]]sfamilien aus den ehemaligen [[Ostgebiet]]en dort einquartiert wurden. Von 1957 an wurden die Räume für den Schulunterricht genutzt, dann auch als [[Kindergarten]]. Ab 1993 suchte die Gemeinde Kaufinteressenten für das Schloss, um weiterem Verfall vorzubeugen. Im Jahr 1997 wurden Schloss und ein Teil des Parks an Berliner Geschäftsleute verkauft, die versprachen, Arbeitsplätze in der Gemeinde zu schaffen und das Schloss zu erhalten. Diese Verpflichtungen wurden jedoch nicht erfüllt und im Jahre 2000 wurde das Schloss an die Familie König verkauft. Frau König ist Enkelin der Gräfin von Wartensleben, einer Tochter der letzten Besitzerin des Schlosses. Im Jahr 2013 wurde das Schloss mit Nebengebäuden und Park an einen anderen privaten Eigentümer verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich von Werder (Minister)|Dietrich von Werder]] (1740–1800), geboren in Rogäsen, preußischer Beamter&lt;br /&gt;
* [[Ludwig von Wartensleben|Ludwig Graf von Wartensleben]] (1831–1926), Politiker, Herr auf Rogäsen, starb in diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Namenbuch&amp;quot;&amp;gt;[[Reinhard E. Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgisches Namenbuch Teil 2 Die Ortsnamen des Kreises Belzig&amp;#039;&amp;#039;. Hermann Böhlaus Nachfolger Weimar 1970. (S. 92 Namenserklärung für Ragösen, nördlich Belzig = gleiche etymologische Wurzel)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wernicke&amp;quot;&amp;gt;Ernst Wernicke: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibende Darstellung der älteren Kunstdenkmäler der Kreise Jerichow.&amp;#039;&amp;#039; Halle a. d. Saale 1898&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fotos-aus-der-luft.de/Luftbilder/Rosenau_Ortsteil-Rogaesen.html Luftbild von Rogäsen]&lt;br /&gt;
* [http://userpage.fu-berlin.de/engeser/potsdam-mittelmark/rogaesen/rogaesen.html Kirchenruine Rogäsen]&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtmagazinverlag.de/orte/wusterwitz/rosenau.htm Ortsteile von Rosenau]&lt;br /&gt;
* [http://www.strassenkatalog.de/ortsteil/rosenau-rogaesen-14789.html Fotos aus Rogäsen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Rosenau (Brandenburg)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rogasen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Potsdam-Mittelmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Potsdam-Mittelmark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rosenau, Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1421]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ephraim33</name></author>
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