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	<title>Rodulfus Tortarius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T07:46:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rodulfus_Tortarius&amp;diff=1454362&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-07-16T14:40:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rodulfus Tortarius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[1063]] in [[Gien]]; † nach 1122), in unterschiedlichen Quellen auch &amp;#039;&amp;#039;Raoul Tortaire&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Raoul of Tourtier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Raoul de La Tourte&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Raoul le Tourtier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Radulphus Tortarius&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rudolphus Tortarius&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Radulphus Flaviacensis&amp;#039;&amp;#039; genannt, war ein gebildeter [[Benediktiner]]mönch und Dichter der Abtei [[Fleury (Abtei)|Fleury-sur-Loire]]. Er ist zu unterscheiden vom Gouverneur [[Raoul Tourte]], der um 945 in der Normandie lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodulfus Tortarius wurde gegen 1063 in Gien an der [[Loire]], in der Diözese [[Auxerre]], geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Alles, was über Rudolfus’ Leben bekannt ist, stammt aus dem frühmittelalterlichen Codex seiner Werke, Reginensis 1357, der heute im Vatikan aufbewahrt wird. Brief 11 erwähnt seinen Geburtsort. Das Geburtsjahr erschließt sich aus Brief 7, da Rodulfus zum Zeitpunkt seiner Abfassung 45 Jahre alt war. Wenn dieser Brief aus dem Todesjahr König [[Philipp I. (Frankreich)|Philipps I.]] stammt, wie von E. de Certain behauptet, so muss Rodulfus im Jahr 1063 geboren sein.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über seine Familie ist lediglich bekannt, dass er fünf Brüder hatte, von denen zwei früh bei einer Fehde verstarben, zwei weitere später.&amp;lt;ref&amp;gt;Deshalb konnte er in seinen späten Tagen seinen Brief 11 nur noch an &amp;lt;u&amp;gt;einen&amp;lt;/u&amp;gt; am Leben gebliebenen Bruder richten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodulfus studierte Literatur- und Sprachwissenschaft, Grammatik und Logik, ehe er in den Konvent von Fleury eintrat und diesen durch sein Können bereicherte. Er betätigte sich dort als Historiker und Kirchenrechtler.&amp;lt;ref&amp;gt;Epigramm des Francus Beatus, das dem Vatikanischen Manuskript voransteht: „Rudolf, dessen Lieder du in diesem Corpus vorfindest, Leser, war Zierde und Stütze dieses Klosters. Von Jugend auf von der Sprachwissenschaft durchdrungen, gab schließlich dieses Studium zusammen mit dem weltlichen Leben auf: Von diesem Zeitpunkt an war er ein Experte für das Heilige Gesetz und die Geschichtsschreibung ...“&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass Rodulfus bei seinem Abt hohes Ansehen genoss, erkennt man an dem Umstand, dass er als Missionär in wichtigen Angelegenheiten herangezogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut einer Passage aus Brief 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Rodulfus zu seinem rätselhaften Beinamen Tortarius kam, ist ungeklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Er findet sich in den Briefen 1-4 seiner Sammlung. J. Mabillon und die Autoren der Histoire littéraire vermuteten, dass Rudolfs Beiname aus dem lat. Toponym Torta, fr. la Torte, entstanden sei. Über die vielen Übersetzungsvarianten siehe oben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodolfus war mit Bischof [[Liste der Erzbischöfe von Paris|Galon von Paris]], 1104–1116, persönlich bekannt, wie man einem dem Bischof gewidmeten Gedicht über [[Bohemund von Tarent|Boëmundus von Antiochien]] entnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1110 und 1115 unternahm er eine Reise in die Normandie, vor allem in die Städte [[Caen]] und [[Bayeux]]. Vermutlich beschritt er auch zu einem bestimmten Zeitpunkt in seinem Leben den [[Jakobsweg|Jakobspilgerweg]] nach [[Santiago de Compostela]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genauen Todesumstände und das Todesdatum Rodulfus&amp;#039; sind nicht bekannt. Zumindest weiß man, dass Rodulfus aus dem vollen Leben gerissen wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo von Sainte-Marie erwähnt in seinem literarischen Vorwort der Wundergeschichten des Heiligen Benedikt: &amp;quot;Nun hatte aber dieses Werk Herr Rudolf, unser verehrter Mitbruder, bereits begonnen, doch dann wurde er von Tod dahingerafft...&amp;quot; Siehe E. de Certain: Les miracles de Saint-Benoît, 1858, S. 357.&amp;lt;/ref&amp;gt; und nicht vor 1122 verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach dem Beginn des Abbatiats von Petrus Venerabilis in Cluny, dem Rodulfus als frisch gewählten Kluniazenserabt in Brief 10 noch die Reverenz erwiesen hatte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum literarischen Vermächtnis des Rodulfus Tortarius zählen neben seinem Briefcorpus&amp;lt;ref&amp;gt;Die Manuskriptgeschichte von MS Vat. Reginensis 1357 ist bewegt: Nach einem ca. vierhundertjährigen Dornröschenschlaf in der Bibliothek von Fleury gelangte der Codex im 16. Jahrhundert in die Hände des Liebhabers Pierre Daniel aus Orléans, anlässlich der Zerstörung der Klosterbibliothek im Jahre 1562 durch die Hugenotten. Nach ihm ging er auf Paul Petau und [[Jacques Bongars]] aus Paris, dann 1614 auf Alexander Petau, 30 Jahre später auf Königin Christina von Schweden, nach deren Tod im Jahr 1690 auf Papst Alexander VIII. über, der ihn in den Archiven des Vatikans verwahren ließ.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch eine [[Hymne]], ein [[Mirakelbuch|Wunderbuch]] und ein [[Martyrologium]]. Hier die Werke im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* De memorabilibus (dichterische Bearbeitung der Memorabilien des Valerius Maximus)&lt;br /&gt;
* Epistelae XII (in Vers- und Reimform)&lt;br /&gt;
* Passio Beati Mauri (Leidensgeschichte des Heiligen [[Maurus]])&lt;br /&gt;
* Hymnus in honore Beati Mauri (Hymne zu Ehren des heiligen Maurus)&lt;br /&gt;
* Miracula Sancti Benedicti (Wunderbuch des Heiligen [[Benedikt von Nursia|Benedikt]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vier weiteren Stücken ist die Urheberschaft zweifelhaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Werke hatte noch J. Mabillon als echt anerkannt, wenngleich ihr Abfassungszeitraum, im ersteren Fall nach 1142, sich kaum mit den oben stehenden biographischen Eckdaten vereinbaren lassen. Möglicherweise besteht bezüglich des Verfassers eine Verwechslung mit einem gewissen Rudolf von Cluny.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Epitaph für Peter Abaelard&lt;br /&gt;
* Elogium Petri&lt;br /&gt;
* Elogium Cluniacum&lt;br /&gt;
* De ovo (Gedicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Manuskripte ==&lt;br /&gt;
* Gedichte: MS Vat. Reginensis 1357, 12. Jhd.&amp;lt;ref&amp;gt;Die [[Pergament]]handschrift, deren Einband die frühere Nummer 1640 trägt, umfasst 181 [[Folio]]s, welche von mindestens 2 [[Kopist]]en des 12. Jahrhunderts in [[Karolingische Minuskel|karolingischer Minuskel]] einspaltig beschrieben wurden, mit rubrizierten Titeln und [[Initiale]]n auf jeder zweiten Linie. Die Schriftzüge, die jeglichen gotischen Einfluss vermissen lassen, schließen &amp;#039;&amp;#039;a priori&amp;#039;&amp;#039; die Möglichkeit aus, dass das Manuskript in einem späteren Jahrhundert entstand. Somit wird der [[Codex]], der die gesammelten Werke des Dichters enthält, unmittelbar nach seinem Tod im [[Skriptorium]] von Fleury angefertigt worden sein.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wunder des Heiligen Benedikt: Vat. Reg. 302 und Aurel. Bibl. 323.&lt;br /&gt;
* Passio und Hymne: MS Paris BN lat. 12606, MS Vat. Reg. 592.&lt;br /&gt;
* Passio und Wunderbuch in Auszügen: MS Orléans, BM 490.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jean Mabillon|J. Mabillon]]: Annales Ordinis Sancti Benedicti, Paris 1739, Bd. 6, S. 383f.&lt;br /&gt;
* [[Charles Clémencet]]: Raoul Tortaire, moine de Fleuri, in: [[Histoire littéraire de la France]], Bd. 12, Paris, 1865–1981.&lt;br /&gt;
* [[Jacques Paul Migne|J. P. Migne]]: Patrologia Latina, Bd. 160, Rodulfus Tortarius, Paris, 1854.&lt;br /&gt;
* E. de Certain, Raoul Tortaire, in: Bibliothèque de l’École des Chartes 16 (serie 4, Bd. 1), Paris, 1855, S. 489–521.&lt;br /&gt;
* E. de Certain: Raoul Tortaire, in Miracula sancti Benedicti, Paris, 1858, S. 21–23.&lt;br /&gt;
* E. de Certain: Les miracles de Saint-Benoît, Paris 1858.&lt;br /&gt;
* M. B. Ogle, D. M. Schullian: Rodulfi Tortarii Carmina editors, Rom, 1933.&lt;br /&gt;
* F. Bar: Les épîtres latines de Raoul le Tourtier; etude de sources. La Legende d&amp;#039;Ami et Amile, Paris, 1937.&lt;br /&gt;
* B. Grémont, A. Vidier: L’historiographie à Saint-Benoit sur Loire et les miracles de Saint-Benoit, Paris, 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Gedicht: Ad syncopum ([http://www.abaelard.de/abaelard/060001tortaire.htm online])&lt;br /&gt;
* Auszüge der Wunder des Heiligen Benedikt im Latein und Französisch ([http://www.corpusetampois.com/cls-12-raoultortaire1114debacledupuiset1079.html online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100958931|VIAF=27422478}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Mittellatein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Jakobspilger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rodulfus Tortarius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Raoul Tortaire&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Mönch, Gelehrter, Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1063&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gien]], Frankreich&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1122&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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