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	<title>Rochsburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T01:30:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rochsburg&amp;diff=77699&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernhard Diener: /* Persönlichkeiten */ + Sterbejahr Gerhard Schüßler</title>
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		<updated>2025-04-12T06:29:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten: &lt;/span&gt; + Sterbejahr Gerhard Schüßler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum deutschen Landwirt und Schafzüchter siehe [[Heinrich Ernst von Schönburg-Rochsburg]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rochsburg.JPG|mini|Rochsburg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rochsburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil von [[Lunzenau]] im [[Landkreis Mittelsachsen]] und hat 358 Einwohner (Stand 31. Dezember 2023).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lunzenau.de/leben-und-buerger/stadtwappenstatistik |titel=Stadtwappen/Statistik {{!}} Stadt Lunzenau |abruf=2024-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rochsburg-Ort.jpg|mini|Ortsansicht von Rochsburg]]&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt im Tal der [[Zwickauer Mulde]], etwa 20&amp;amp;nbsp;km nordwestlich von [[Chemnitz]]. Auf einem Bergsporn über dem Fluss erhebt sich die gleichnamige Burganlage [[Schloss Rochsburg]]. Der Ort hat eine Fläche von 3&amp;amp;nbsp;km² und liegt {{Höhe|212|DE-NN|link=1}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich und östlich der Ortslage befindet sich an den gegenüber der Mulde liegenden Hängen das Naturschutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;[[Um die Rochsburg]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die namensgebende &amp;#039;&amp;#039;Rochsburg&amp;#039;&amp;#039; gehörte ursprünglich zum Gau Rochlitz, zu deren &amp;#039;&amp;#039;Füßen&amp;#039;&amp;#039; sich wahrscheinlich später das Dorf entwickelte. In der Zeit von 1190 bis 1235 wird ein Guntherus de Rohsberg genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]], [[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, ISBN 3-05-003728-8, Band II, S.&amp;amp;nbsp;291f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Romanik|spätromanische]] [[Kirche Rochsburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Dehio]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen II, Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz.&amp;#039;&amp;#039; München 1998, ISBN 3-422-03048-4, S.&amp;amp;nbsp;661f.&amp;lt;/ref&amp;gt; (von etwa 1180) wurde erstmals im Jahre 1195 urkundlich erwähnt. In ihr befindet sich das [[Kenotaph|Freigrab]] des Ritters Wolf [[von Schönburg]] und seiner Gemahlin, das stilistisch dem des [[Moritz (Sachsen)|Moritz von Sachsen]] im [[Freiberger Dom]] ähnelt. Außerdem befindet sich in der Dorfkirche eine [[Gruft]] (Erbbegräbnis) derer von Schönburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RochsburgAlt-neu.JPG|mini|Die Hängebrücken in Rochsburg von 1956 (links) und von 2011 (rechts).]]&lt;br /&gt;
Bei Rochsburg können Fußgänger die Zwickauer Mulde auf einer Hängebrücke überqueren, die 2011 ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rochsburg hat eine lange Tradition in der Blindenerholung. Seit 1953 bestand in einer ehemaligen Fabrikantenvilla ein kleines Kurheim, das vor allem [[Mehrfachbehinderung|mehrfach behinderten]] [[Blindheit|Blinden]] prophylaktische [[Kur]]en bot. Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] übernahm der sächsische Blindenverband ([[BSVS]]) die [[Jugendstil]]villa. Sie wurde um die Jahrtausendwende mit maßgeblicher Förderung des [[Sachsen|Freistaates Sachsen]] umfassend unter [[Denkmalschutz]]aspekten saniert und lädt seit Ende 2001 als „Villa Rochsburg“ zu Erholungs- und Bildungsaufenthalten ein. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das 1999 eröffnete erste sächsische Wohnpflegeheim für Blinde, Sehbehinderte und Sehende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Burg ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schloss Rochsburg}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rochsburg01.jpg|mini|Schloss Rochsburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vermutlich im späten 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gebaute Schloss Rochsburg steht auf einem dreiseitig von der [[Zwickauer Mulde]] umflossenen [[Felssporn]] über dem Dorf Rochsburg. Obwohl ein „Gunteros de Rochsberg“ seit den 1190er Jahren mehrmals erwähnt wird, ist nicht sicher, ob die Burg bereits vor 1200 errichtet wurde. Sie ist ein weithin sichtbares [[Wahrzeichen]] des Ortsteils. Die [[mittelalter]]liche Gesamtanlage ist noch gut zu erkennen. In seiner heutigen Erscheinung stammt das Schloss jedoch aus der [[Gotik|Spätgotik]] und der [[Renaissance]]. Seine Hauptbauphasen datieren ab 1470 und ab 1548; es handelt sich um ein bedeutendes Beispiel der Renaissancearchitektur in Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahrhunderte bildete die Rochsburg den namensgebenden Mittelpunkt im sächsischen Amt Rochsburg. Die Rochsburg blieb von 1548 bis 1945 im Besitz der Adelsfamilie der Grafen und Herren von [[Schönburg (Adelsgeschlecht)|Schönburg]]. 1945 wurde die [[Adel]]sfamilie im Rahmen der [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] enteignet, und die Anlage kam an das Land Sachsen. Im Jahr 1952 übernahm der damalige Landkreis Rochlitz die Rochsburg. Nachdem dieser 1994 im [[Landkreis Mittweida]] aufging, führte zunächst Mittweida die Nutzung weiter, seit 2008 der [[Landkreis Mittelsachsen]]. Das Museum im Schloss wird seit 2009 von der Mittelsächsischen Kultur gGmbH betrieben und lädt dazu ein, die 800-jährige Geschichte der Anlage zu erleben. In fünf repräsentativen Räumen sind historische Möbel, Einrichtungsgegenstände und Gemälde aus der Zeit des 16. bis 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ausgestellt, darunter die Ahnengalerie der [[Schönburg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Schönburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der am 29. Mai 1876 eröffnete &amp;#039;&amp;#039;Bahnhof Rochsburg&amp;#039;&amp;#039; lag an einer Felswand, der Bahnhofsbau war nur durch den Bau einen langen Stützmauer überhaupt möglich. Die Station umfasste daher nur drei Gleise, eins diente dem Güterverkehr, während die zwei anderen Bahnsteiggleise waren. Neben dem Güterschuppen wurde auch ein vergleichsweise großes Empfangsgebäude errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Steffen Kluttig: &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahnhistorie im Muldenland&amp;amp;nbsp;– Der Eisenbahnknoten Rochlitz und seine Sandbahnen.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 7. November 1968 wurde der Güterverkehr eingestellt und der Bahnhof zum Haltepunkt heruntergestuft. Mit der Stilllegung des Abschnitts Glauchau–Wechselburg am 13. August 2002 ging der Haltepunkt Rochsburg außer Betrieb. In Sichtweite befindet sich das [[Schloss Rochsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 285&amp;amp;nbsp;m lange Eisenbahntunnel wurde beim Bau der [[Bahnstrecke Glauchau–Wurzen|Muldentalbahn]] in den Jahren 1872 bis 1876 angelegt. Der Durchbruch erfolgte am 13. November 1874. Dem Colditzer Wochenblatt vom 3. Dezember 1874 zufolge betrug die Differenz beim Zusammentreffen der Bohrungen nur 1 Millimeter.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bahnhof Rochsburg (2).JPG|Bahnhof und Kirche (2016)&lt;br /&gt;
 Bahnhof Rochsburg (13).JPG|Bahnhof Rochsburg (2016)&lt;br /&gt;
 Tunnelportal des Rochsburger Tunnels der Muldentalbahn (2).jpg|Rochsburger Tunnel (2020)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Theodor Hoffmann]] (1848–1919), in Rochsburg geborener Reichsgerichtsrat&lt;br /&gt;
* [[Hans Zesewitz]] (1888–1976), Archivar und Karl-May-Forscher, 1909–1912 Lehrer in Rochsburg&lt;br /&gt;
* [[Paul Keller (Politiker)|Paul Keller]] (1895–1969), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schüßler (Diplomat)|Gerhard Schüßler]] (1928–2003), Rechtswissenschaftler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BKD|14|78|85|Rochsburg}}&lt;br /&gt;
* Helmuth Gröger: &amp;#039;&amp;#039;Die Rochsburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser in Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Heimatwerk Sachsen, 1940, S. 72–73&lt;br /&gt;
* Robby Joachim Götze: &amp;#039;&amp;#039;Zum Leichenbegängnis des Grafen August Ernst von Schönburg 1729&amp;#039;&amp;#039;, In: Schriftenreihe Heft 12, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau, 2008, S. 19–30 (Die überlieferte Beerdigungszeremonie des Grafen August Ernst von Schönburg (1666–1729) im Dorf Rochsburg und in der Rochsburger Dorfkirche und deren Gruft im Jahre 1729)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib |GND=4104136-7 |TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [https://www.villa-rochsburg.de/ Villa Rochsburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/56/50/N |EW=12/45/50/E |type=city |pop=530 |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Lunzenau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1067477845|VIAF=314868000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Mittelsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lunzenau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Zwickauer Mulde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mittelsachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernhard Diener</name></author>
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