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	<title>Rocaille - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rocaille&amp;diff=114466&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2025-05-13T15:33:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Abteikirche Amorbach 2017-10-01w.jpg|mini|Rocaille-Dekoration in der [[Kloster Amorbach|Abteikirche Amorbach]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rocaille&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[kunstwissenschaft]]liche [[Fachwort]] für die typischen [[Ornament]]gebilde des 18. Jahrhunderts. Sie bestehen aus meist [[Asymmetrie|asymmetrischen]], C-förmig geschwungenen und S-förmig gegeneinandergesetzten Motiven, die in [[Volute]]n enden und von [[Muscheln|muschel]]artig geriffelten Strukturen oder pflanzlichen Motiven begleitet sein können.&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;rocaille&amp;#039;&amp;#039; kommt aus dem Französischen und bedeutet „Muschelwerk“. Das [[Rokoko]] wird im Französischen auch &amp;#039;&amp;#039;style rocaille&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Rocailles&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet auch [[Stickperle]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Muschelgrotten ==&lt;br /&gt;
Die ältesten von Muschelmotiven bestimmten Ornamentsysteme waren im [[16. Jahrhundert]] die Grotten von Schlossanlagen der Renaissancezeit. Sie wurden nicht nur mit [[Kalkstein]], [[Marmor]], Kieseln und anderen Steinen ausgekleidet, sondern auch mit natürlichen oder künstlerisch in oft bizarren Formen gestalteten [[Muscheln]] und Gehäusen von [[Meeresschnecken]]. Ein Beispiel ist der wie eine [[Grotte]] gestaltete Grottensaal im [[Neues Palais|Neuen Palais]] in Potsdam (1765).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Ab etwa 1730 entwickelte sich, angeregt von dem noch flächigen, linearen [[Régencestil]] und vom Muschelwerk der Grottenarchitektur, die Rocaille in Frankreich als selbständiges Dekorelement. Sie findet sich auf kunsthandwerklichen Arbeiten wie [[Tafelsilber]], [[Möbel]]n und [[Porzellan]], aber auch in der Architektur. In der Raumdekoration, bei [[Stuck]]decken, [[Täfelung]]en und anderen rahmenden Schmuckelementen überspielen die Naturformen zunehmend die geradlinigen Profile und [[Gesimse]]. Wichtigster früher Vertreter in Frankreich war [[Juste-Aurèle Meissonnier]], der durch seine Silberschmiedearbeiten und [[Ornamentstich|Stichvorlagen]] Einfluss auf das Kunsthandwerk nahm. Während in den romanischen Ländern die Regeln des [[Decorum]] beachtet wurden, in dem Sinne, dass die Rocaille als heiteres, spielerisches Motiv von repräsentativen, offiziellen Bau- und Dekorationsaufgaben ferngehalten wurde und der Ausstattung intimerer Innenräume vorbehalten blieb, gewann sie im süddeutschen [[Rokoko]] große Bedeutung nicht nur in der Schloss- und Kirchendekoration. Im Gegensatz zu Frankreich, wo die Rocaille sich eher auf die höfische Dekorationskunst von Interieurs beschränkte, wurde sie in Deutschland in allen gesellschaftlichen Schichten heimisch. Wichtiger Ausgangspunkt war ab 1740 der Münchener Hof, dort vor allem mit den Werken von [[François de Cuvilliés der Ältere|François de Cuvilliés]]. Populäre Beispiele für Gesamtkunstwerke, in denen die Rocaille sowohl die architekturbegleitende Stuckplastik als auch die gesamte Ausstattung dominiert, sind die [[Wieskirche]] und die [[Wallfahrtskirche Birnau]]. [[Franz Anton Bustelli]], der den Ruhm der [[Porzellanmanufaktur Nymphenburg|Nymphenburger Porzellanmanufaktur]] begründete und als Vollender der Rokoko-Porzellanplastik gilt, verwendete sie nicht nur als Ornament, sondern zugleich als objektgestaltendes Element. Im gleichen Sinne ist der Gnadenaltar in [[Basilika Vierzehnheiligen|Vierzehnheiligen]] mit seiner ins Monumentale umgesetzten Verwendung von Rocaillenmotiven zu nennen.&lt;br /&gt;
Im Norden Deutschlands war die Rocaille ein Leitmotiv bei der Dekoration [[Preußen|preußischer]] Schlösser, hier allerdings ausgeführt in schweren, dichten Varianten. Für die Verbreitung der Rokokoformen sorgten auch deutsche [[Ornamentstich|Ornamentstecher]] wie [[Johann Michael Hoppenhaupt der Ältere|Johann Michael Hoppenhaupt]] und [[Franz Xaver Habermann]].&lt;br /&gt;
Um 1770–80 nahm die Beliebtheit der Rocaille in der Hochkunst immer mehr ab, hielt sich aber in der Volkskunst, etwa bei bemalten Möbeln oder in der [[Lüftlmalerei]] bis um die Wende zum 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Im Kunstgewerbe des Historismus kam mit dem [[Neorokoko]] ab etwa 1840 auch die Rocaille wieder zu Ehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Altomünster St. Alto und St. Birgitta 418.JPG|Rocaille&lt;br /&gt;
Datei:Rocaillefenster.jpg|Fenster mit asymmetrischem Rocaille-Schmuck in [[Obermarchtal]]&lt;br /&gt;
Datei:Couven-Museum-5.JPG|[[Aachen-Lütticher Möbel|Aachen-Lütticher Kleiderschrank]] mit Rocaille, [[Couven-Museum]], Aachen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Bauer (Kunsthistoriker)|Hermann Bauer]]: [https://books.google.de/books?id=ImHENHbDOBsC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de &amp;#039;&amp;#039;Rocaille. Zur Herkunft und zum Wesen eines Ornament-Motivs.&amp;#039;&amp;#039;] (= &amp;#039;&amp;#039;Neue Münchner Beiträge zur Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4). De Gruyter, Berlin 1962 (Vorschau bei Google Bücher; Standardwerk; nicht ausgewertet).&lt;br /&gt;
* Martin Kirves: &amp;#039;&amp;#039;Irrationale Rationalität. Die Rocaille als Erkenntnisform der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;. In: Brigitta Coers, Lorenz Enderlein, Lorenz, Tobias Kunz und Markus Thome (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aufklärung und sakraler Raum. Ausstattungsdiskurse im klerikalen Milieu des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Affalterbach 2016, S. 57–76. ([https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/6762/ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Jan Pieper: &amp;#039;&amp;#039;Muschelwerk und Seekartuschen. Die Herkunft einiger Leitmotive des Rokoko aus den „coquilles rivagées“ und den „cartouches marines“ im französischen Schiffsbau des Barock&amp;#039;&amp;#039;. In: [[INSITU (Zeitschrift)|INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte]] 4 (2/2012), S. 221–252.&lt;br /&gt;
* Günter Irmscher: &amp;#039;&amp;#039;Ornament in Europa&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2005, S. 141–146.&lt;br /&gt;
* Günter Irmscher: &amp;#039;&amp;#039;Style rocaille&amp;#039;&amp;#039;. In: Barockberichte Nr. 51/52 (2009), S. 339–360 ([https://www.salzburgmuseum.at/shop/barockberichte/ Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4284779-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornament (Bauteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur des Rokoko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stuckatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornament]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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