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	<title>Robuste Optimierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T11:06:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robuste_Optimierung&amp;diff=2618928&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Qajnen: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:1|1|0 */</title>
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		<updated>2024-12-20T12:59:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robuste Optimierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gebiet der [[Optimierung (Mathematik)|Optimierung in der Mathematik]]. Dabei geht es um [[Optimierungsproblem|Optimierungsprobleme]], in denen nach Stabilität gegenüber Unsicherheit und/oder Variabilität in den Werten der Problemparameter gestrebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Robusten Optimierung gehen zurück auf die Begründung der modernen [[Entscheidungstheorie]] in den 1950er Jahren. Dabei wurden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Worst-Case-Analysen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entwickelt, um mit hohen Unsicherheiten umgehen zu können. Robuste Optimierung wurde in den 70er Jahren zu einem eigenen Forschungsgebiet mit verschiedenen Entwicklungen in Gebieten wie [[Operations Research]], [[Kontrolltheorie]], [[Statistik]], [[Wirtschaftswissenschaft]] u. a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegeben sei das einfache [[Lineare Optimierung|lineare Optimierungsproblem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \max_{x,y} \ \{3x + 2y\} \ \ \mathrm { unter\ den\ Nebenbedingungen }\ \  x,y\ge 0; cx + dy \le 10, \forall (c,d)\in P &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit &amp;lt;math&amp;gt;P&amp;lt;/math&amp;gt; als Untermenge von &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb{R}^{2}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedingung &amp;lt;math&amp;gt;\forall (c,d)\in P&amp;lt;/math&amp;gt; in den Nebenbedingungen macht dieses Problem zu einem &amp;#039;robusten&amp;#039; Problem. Sie bedeutet, dass für jedes Paar &amp;lt;math&amp;gt;(x,y)&amp;lt;/math&amp;gt; die Nebenbedingungen &amp;lt;math&amp;gt;cx + dy \le 10&amp;lt;/math&amp;gt; für den &amp;#039;schlimmsten&amp;#039; Fall von &amp;lt;math&amp;gt;(c,d)\in P&amp;lt;/math&amp;gt; gelten muss, also auch für das Paar &amp;lt;math&amp;gt;(c,d)\in P&amp;lt;/math&amp;gt;, das den Wert von &amp;lt;math&amp;gt;cx + dy&amp;lt;/math&amp;gt; für gegebene &amp;lt;math&amp;gt;(x,y)&amp;lt;/math&amp;gt; maximiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Fall, dass der Parameterraum &amp;lt;math&amp;gt;P&amp;lt;/math&amp;gt; endlich ist und damit nur aus endlich vielen Elementen besteht, ist dieses Robuste Optimierungsproblem selber ein lineares Optimierungsproblem: Für jedes Paar &amp;lt;math&amp;gt;(c,d)\in P&amp;lt;/math&amp;gt; gibt es eine lineare Nebenbedingung &amp;lt;math&amp;gt;cx + dy \le 10&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Fall, dass &amp;lt;math&amp;gt;P&amp;lt;/math&amp;gt; nicht eine [[endliche Menge]] ist, ist dieses Problem ein lineares, semi-infinites Optimierungsproblem, also ein lineares Optimierungsproblem mit endlich vielen (zwei) Entscheidungsvariablen und unendlich vielen Nebenbedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Reihe von Klassifizierungskriterien für Probleme bzw. Modelle der Robusten Optimierung. So ist z. B. eine Unterscheidung zwischen Problemen mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lokalen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;globalen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Robustheitsmodellen möglich, oder auch zwischen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Stochastik|stochastischen]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nichtstochastischen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Robustheitsmodellen. Moderne Verfahren der Robusten Optimierung sind vor allem auf nichtstochastischen Robustheitsmodellen aufgebaut, die sich am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;schlimmsten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Worst-Case-)Fall orientieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokale Robustheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modelle mit lokaler Robustheit versuchen, den nominalen Wert eines Parameters gegen kleine Störeinflüsse zu schützen. Ein Modell dafür ist das Modell des [[Stabilitätsradius]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\hat{\rho}(x,\hat{u}):= \max_{\rho\ge 0}\ \{\rho: u\in S(x), \forall u\in B(\rho,\hat{u})\}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit &amp;lt;math&amp;gt;\hat{u}&amp;lt;/math&amp;gt; als dem nominalen Wert des Parameters, &amp;lt;math&amp;gt;B(\rho,\hat{u})&amp;lt;/math&amp;gt; als eine Kugel mit Radius &amp;lt;math&amp;gt;\rho&amp;lt;/math&amp;gt;, die zentriert ist im Punkt &amp;lt;math&amp;gt;\hat{u}&amp;lt;/math&amp;gt;, und &amp;lt;math&amp;gt;S(x)&amp;lt;/math&amp;gt; als die Menge an Werten von &amp;lt;math&amp;gt;u&amp;lt;/math&amp;gt;, die die für die Entscheidung &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; gegebenen Stabilitäts- bzw. Effizienzeigenschaften erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Robustheit (bzw. der Stabilitätsradius) der Entscheidung &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; ist damit der Radius der größten Kugel, die zentriert ist im Punkt &amp;lt;math&amp;gt;\hat{u}&amp;lt;/math&amp;gt;, von der alle Elemente die Stabilitätskriterien von &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Globale Robustheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegeben sei das robuste Optimierungsproblem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\max_{x\in X}\ \{f(x): g(x,u)\le b, \forall u\in U\}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt;U&amp;lt;/math&amp;gt; die Menge aller &amp;#039;&amp;#039;möglichen&amp;#039;&amp;#039; Werte von &amp;lt;math&amp;gt;u&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet, die in Frage kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein &amp;#039;&amp;#039;globales&amp;#039;&amp;#039; robustes Optimierungsproblem dahingehend, dass die robuste Nebenbedingung &amp;lt;math&amp;gt;g(x,u)\le b, \forall u\in U&amp;lt;/math&amp;gt; alle &amp;#039;&amp;#039;möglichen&amp;#039;&amp;#039; Werte von &amp;lt;math&amp;gt;u&amp;lt;/math&amp;gt; betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit bei solch einer &amp;#039;&amp;#039;globalen&amp;#039;&amp;#039; Nebenbedingung besteht darin, dass eine Situation auftreten kann, in der es kein &amp;lt;math&amp;gt;x\in X&amp;lt;/math&amp;gt; gibt, dass diese Nebenbedingung erfüllt. Selbst wenn solch ein &amp;lt;math&amp;gt;x\in X&amp;lt;/math&amp;gt; existiert, kann die Nebenbedingung selber zu &amp;#039;&amp;#039;konservativ&amp;#039;&amp;#039; sein. Sie kann dazu führen, dass die Lösung &amp;lt;math&amp;gt;x\in X&amp;lt;/math&amp;gt; nur zu einem kleinen Zielfunktionswert &amp;lt;math&amp;gt;f(x)&amp;lt;/math&amp;gt; führt, der jedoch nicht repräsentativ für andere Lösungen &amp;lt;math&amp;gt;x\in X&amp;lt;/math&amp;gt; steht. Es könnte zum Beispiel ein &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;#039;\in X&amp;lt;/math&amp;gt; geben, das die robuste Nebenbedingung nur ganz leicht verletzt, aber einen viel größeren Zielfunktionswert &amp;lt;math&amp;gt;f(x&amp;#039;)\in X&amp;lt;/math&amp;gt; erreicht. In diesen Fällen kann es notwendig sein, die robuste Nebenbedingung etwas aufzuweichen und/oder die Formulierung des Problems zu ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angenommen, das Ziel ist es, die Nebenbedingung &amp;lt;math&amp;gt;g(x,u)\le b&amp;lt;/math&amp;gt; zu erfüllen, wobei &amp;lt;math&amp;gt;x\in X&amp;lt;/math&amp;gt; die Entscheidungsvariable bezeichnet und &amp;lt;math&amp;gt;u&amp;lt;/math&amp;gt; einen Parameter mit den möglichen Werten &amp;lt;math&amp;gt;U&amp;lt;/math&amp;gt;. Gibt es kein &amp;lt;math&amp;gt; x\in X&amp;lt;/math&amp;gt;, so dass &amp;lt;math&amp;gt;g(x,u)\le b,\forall u\in U&amp;lt;/math&amp;gt;, dann ist folgendes Maß für Robustheit plausibel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\rho(x):= \max_{Y\subseteq U} \ \{size(Y): g(x,u)\le b, \forall u\in Y\} \ , \ x\in X&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt;size(Y)&amp;lt;/math&amp;gt; ein angemessenes Maß für die &amp;quot;Größe&amp;quot; der Menge &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt; darstellen soll. Ist beispielsweise &amp;lt;math&amp;gt;U&amp;lt;/math&amp;gt; eine endliche Menge, dann kann &amp;lt;math&amp;gt;size(Y)&amp;lt;/math&amp;gt; als die [[Mächtigkeit (Mathematik)|Kardinalität]] der Menge &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt; betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Robustheit der Entscheidung ist damit die Größe der größten Untermenge von &amp;lt;math&amp;gt;U&amp;lt;/math&amp;gt;, für die die Nebenbedingung &amp;lt;math&amp;gt;g(x,u)\le b&amp;lt;/math&amp;gt; für jedes &amp;lt;math&amp;gt;u&amp;lt;/math&amp;gt; in dieser Menge erfüllt ist. Die optimale Entscheidung ist damit diejenige mit dem größten Robustheitswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch entsteht das folgende robuste Optimierungsproblem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\max_{x\in X, Y\subseteq U} \ \{size(Y): g(x,u) \le b, \forall u\in Y\}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beschriebene Bedeutung von Globaler Robustheit wird in der Praxis nicht oft verwendet, da die dadurch entstehenden robusten Optimierungsprobleme normalerweise (jedoch nicht immer) sehr schwer zu lösen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Armin Scholl (Wirtschaftswissenschaftler)|Armin Scholl]]: &amp;#039;&amp;#039;Robuste Planung und Optimierung. Grundlagen, Konzepte und Methoden, experimentelle Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; Physica-Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-7908-1408-3 (zugl. Dissertation, TU Darmstadt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Optimierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Qajnen</name></author>
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