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	<title>Robert von Patow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;RKlugewald: Korr.</title>
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		<updated>2026-02-13T15:27:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Patow Robert von vor 1876.jpeg|mini|Robert von Palow, vor 1876]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Patow, Erasmus Robert von (1804-1890)2.jpg|mini|hochkant|Robert von Patow, im mittleren Alter]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Patow, Erasmus Robert von (1804-1890).jpg|mini|hochkant|Robert von Patow, um ca. 1860]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolph Menzel - Portrait of the Minister of State von Patow, 1865 -Kupferstichkabinett Berlin.jpg|mini|hochkant|Robert von Patow. ([[Adolph Menzel]]: Studie zum Krönungsbild Wilhelm&amp;amp;nbsp;I. Porträt Bleistift, Wasser- und Deckfarben, auf graubraunem Papier 29,4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;22,3&amp;amp;nbsp;cm, 1865)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Familienfriedhof patow houwald groß Jehser 2022-03-27 3.jpg|mini|Grab von Robert von Patow in [[Groß Jehser]] (Foto 2022)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erasmus Robert Freiherr von Patow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. September]] [[1804]] in [[Mallenchen]]; † [[5. Januar]] [[1890]] in [[Berlin]]) war ein preußischer [[Beamtentum|Beamter]] und [[Politiker]]. Insbesondere während der [[Reaktionsära]] und der [[Neue Ära (Preußen)|Neuen Ära]] in den 1850 und 1860er Jahren gehörte er zu den führenden [[altliberale]]n Politikern in [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren Erasmus Gottfried Bernhard von Patow (1767–1842) und dessen Ehefrau Johanna Friederike, geborene [[von Thermo]] (1766–1847). Sein Vater war [[Erbherr]] auf Mallenchen, preußischer [[Kammerherr]] sowie kursächsischer Oberamtsregierungsrat des Markgrafschaft Niederlausitz. Zudem wurde er 1790 zum Reichsfreiherren ernannt. Der Landrat [[Bernhard von Patow]] war sein Bruder. Sein Bruder [[Hermann von Patow]] (1801–1884) war Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Seine Schwester Karoline Friederike (1797–1871) heiratete den späteren preußischen Generalmajor [[Karl von Götz und Schwanenfließ]]. Sein Neffe Kurt (1836–1902) war mit Marie von Bodelschwingh (1842–1923), der Tochter des Ministers [[Carl von Bodelschwingh]] verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Vormärz ==&lt;br /&gt;
Er selbst studierte nach dem Abitur [[Rechtswissenschaften]] in [[Berlin]], [[Heidelberg]] und [[Leipzig]]. 1826 wurde er [[Auskultator]] beim Stadtgericht in [[Frankfurt (Oder)|Frankfurt an der Oder]]. In derselben Stadt wurde er 1827 [[Gerichtsreferendar|Referendar]] am Oberlandesgericht. 1829 wechselte er ans Kammergericht in Berlin und war kurze Zeit später bei der Bezirksregierung in Potsdam tätig. Von Patow war zwischen 1830 und 1832 „Hilfsarbeiter“ (eine Art [[Wissenschaftlicher Assistent|Assistent]]) im preußischen Innenministerium. Danach war er Regierungs[[assessor]], zunächst wieder in Potsdam und dann im preußischen Finanzministerium. Dort war er an der Vorbereitung zur Gründung des [[Deutscher Zollverein|deutschen Zollvereins]] beteiligt. In dieser Zeit [[Promotion (Doktor)|promovierte]] von Patow auch zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr.&amp;amp;nbsp;jur.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurde Patow Mitglied im [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinziallandtag]] von [[Provinz Brandenburg|Brandenburg]] und hatte bereits hier den Gutsbesitz &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; [[Zinnitz]] inne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hand-Matrikel der in sämmtlichen Kreisen des Preussischen Staats auf Kreis- und Landtagen vertretenen Rittergüter 1857 |Hrsg=[[Karl Friedrich Rauer]] |Sammelwerk=GAB-Vorgänger auf Matrikelbasis |Band=Provinz Brandenburg. |Nummer=Kreis Kalau |Auflage=1 |Verlag=Selbstverlag |Ort=Berlin |Datum=1857 |Seiten=116 |Online=[https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/2299767?query=Patow%20Zinnitz Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Jahre später wurde er zum [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] und 1837 zum Geheimen Finanzrat sowie zum [[Vortragender Rat|Vortragenden Rat]] im Ministerium des königlichen Hauses ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patow trat in engen Kontakt zu [[David Hansemann]]. [[Ludolf Camphausen]] nannte ihn einen guten Vermittler. Dagegen standen ihm Konservative wie [[Ludwig Friedrich Leopold von Gerlach|Leopold von Gerlach]] und [[Otto von Manteuffel]] –&amp;amp;nbsp;mit dem Patow in seiner Kindheit zeitweise zusammen erzogen worden war&amp;amp;nbsp;– ablehnend gegenüber. Dabei stand er im [[Vormärz]] den Konservativen deutlich näher als den Liberalen. Patow heiratete 1837 Amalie von Endell. Die Vermählung mit der Tochter eines Patriziers aus [[Hamburg]] hatte dabei nicht zuletzt auch finanzielle Hintergründe, da Patow so seine überschuldeten Güter sanieren konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Ulrich Wehler]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Von der Reformära bis zur industriellen und politischen Deutschen Doppelrevolution 1815–1845/49.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 1989, ISBN 3-406-32262-X, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1842 konnte er [[Schloss Zinnitz]] im [[Klassizismus|spätklassizistischen]] Stil umgestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patow wurde 1840 zum Geheimen Finanzrat und zum Mitglied des [[Preußischer Staatsrat (1817–1918)|Staatsrats]] ernannt. Ein Jahr später wurde er Vortragender Rat im königlichen [[Geheimes Zivilkabinett|Zivilkabinett]]. Im Jahr 1844 wurde Patow zum Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat und [[Ministerialdirektor]] im Innenministerium befördert. Noch im selben Jahr wurde er kurzzeitig [[Regierungsbezirk Köln|Regierungspräsident in Köln]] und [[Ehrenbürger]] der Stadt [[Lübben (Spreewald)|Lübben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb seiner amtlichen Tätigkeit betätigte sich Patow im Führungsgremium des [[Centralverein für das Wohl der arbeitenden Klassen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Beck (Historiker)|Hermann Beck]]: &amp;#039;&amp;#039;The Origins of the Authoritarian Welfare State in Prussia.&amp;#039;&amp;#039; University of Michigan Press, 1997, ISBN 0-472-08428-3, S. 184. ([http://books.google.de/books?id=ffnIXEId1GgC&amp;amp;pg=PA184 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1845 wurde Patow zum Wirklichen Geheimen [[Legationsrat]] und zum Ministerialdirektor im Außenministerium ernannt. In dieser Funktion amtierte er 1846 als Präsident der Zollvereinkonferenz. Patow war zwar [[Freihandel|freihändlerisch]] eingestellt, war aber auch zu Kompromissen in Richtung [[Zoll (Abgabe)|Schutzzöllen]] bereit. 1847 regte er eine länderübergreifende deutsche Wechselordnung an und leitete die entsprechende Wechselkonferenz in [[Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurzzeitig wurde Patow Nachfolger des [[August Werner von Meding|Werner August von Meding]] als [[Kuratorium|Kurator]] der [[Ritterakademie (Brandenburg an der Havel)|Ritterakademie Brandenburg]] geführt, ohne Fortune. Denn dies muss als Übergangsvariante gedient haben oder beruhte schon zu Beginn auf Spannungen, denn er wurde nicht – was fast durchweg konventionell war – zum Domherrn des Hochstifts bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Leers |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705 –1913 |Hrsg=Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. |Sammelwerk=Alumnatsverzeichnis |Band=Band 1 Die Zöglingsverzeichnisse. Übersicht Kuratoren |Verlag=Selbstverlag. Druck P. Riemann |Ort=Belzig, Ludwigslust |Datum=1913 |DNB=361143532 |Seiten=VI |Online=[https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN1046507885&amp;amp;PHYSID=PHYS_0014&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0001 Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Revolution 1848/49 und Erfurter Union ==&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde Patow zum Mitglied des [[Erster Vereinigter Landtag|Vereinigten preußischen Landtags]] gewählt. Wie schon zuvor auf dem Provinziallandtag gehörte er auch hier zu den eher konservativen Mitgliedern. 1848 wandelte sich Patows politische Gesinnung deutlich hin zum [[Liberalismus]]. Durch königlichen Erlass vom 17. April 1848 an das Staatsministerium wurde das neue „&amp;#039;&amp;#039;Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten&amp;#039;&amp;#039;“ errichtet und bestimmt, dass es „&amp;#039;&amp;#039;vorzugsweise auch den arbeitenden und gewerbetreibenden Klassen der städtischen wie der ländlichen Bevölkerung seine Fürsorge zu widmen&amp;#039;&amp;#039;“ hatte. „&amp;#039;&amp;#039;Die Leitung des neu gebildeten Ministeriums&amp;#039;&amp;#039;“ wurde vom König „&amp;#039;&amp;#039;einstweilen dem Wirklichen Geheimen Legationsrathe, Dr. von Patow,&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten. 1848.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 16, Selbstverlag Gesetz-Sammlungs-Debits-und Zeitungs-Komtoir, Berlin 1848, S. 109 f. ([https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb10509604?page=132,133 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt; anvertraut, die er bis 25. Juni 1848 im Kabinett Camphausen-Hansemann innehatte. In dieser Zeit ließ er unter anderem Vorschläge für eine [[Agrarreform]] erarbeiten. Sein Entwurf lehnte sich dabei bewusst an die [[Preußische Reformen|Reformzeit]] an und zielte unter anderem auf die Abschaffung der letzten Feudallasten ab. Die Vorlage ging den Bauern nicht weit genug und reichte nicht aus, die Unruhen insbesondere in [[Schlesien]] zu dämpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Lit.: Wehler, Band 2, C. H. Beck, München 1989, S. 714.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1848 wurde der Dienstsitz Patows durch protestierende Arbeitslose gestürmt, und er konnte sich nur mit Mühe gewaltsamen Übergriffen entziehen. Wenn auch stark verwässert, ging die Agrarvorlage Patows in die Reform von 1850 ein. 1849 war Patow kommissarischer [[Oberpräsident]] der [[Provinz Brandenburg]]. Sein Rücktritt wird in Verbindung gesetzt mit der durch ihn bewirkten Schließung des Adelsinternats der Ritterakademie Brandenburg, respektive der sich daraus resultierenden Beschwerden vom betroffenen Personenkreis der preußischen Adels beim damaligen König während der Domweihe zu Brandenburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Nürnberger Kurier |TitelErg=(Friedens- und Kriegs-Kurier.), (Morgen-Ausgabe.) |Nummer=285 |Auflage=175. |Verlag=Sebaldt’sche Buchdruckerei |Ort=Nürnberg |Datum=1849-10-12 |Online=[https://www.google.de/books/edition/N%C3%BCrnberger_Kurier/U_JMAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Ritterakademie+Patow&amp;amp;pg=RA16-PP1&amp;amp;printsec=frontcover Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 gehörte Patow dem [[Erfurter Unionsparlament]] an. Dort spielte er eine wichtige Rolle als Befürworter der [[Unionspolitik Preußens]]. Nach den Ideen von [[Karl Mathy]] war er als Berichterstatter des Verfassungsausschusses am Entwurf der Unionsverfassung maßgeblich beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oppositionspolitiker im Abgeordnetenhaus ==&lt;br /&gt;
Von 1849 bis 1863 und dann noch einmal von 1866 bis 1869 war Patow Mitglied der preußischen Zweiten Kammer beziehungsweise des [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Abgeordnetenhauses]]. Zunächst stand er 1849 auf Seiten der gemäßigten Konservativen und war zusammen mit [[Otto von Bismarck]] ein Gegner der Demokraten. Vor allem wegen seiner Kritik an der oktroyierten [[Preußische Verfassung (1848/1850)|preußischen Verfassung]] ging er aber erneut ins Lager der liberalen Opposition über. Dieser Wandel führte zum Bruch mit [[Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;IV.]], der Patow öffentlich zur Rede stellte. Dieser trat daraufhin aus dem Staatsdienst aus und lebte danach als Gutsbesitzer in Zinnitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither blieb Patow dem liberalen Lager verbunden. 1850 kandidierte er für das Amt des [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Berliner Oberbürgermeisters]], scheiterte jedoch an der Obstruktion der Regierung. Er war in der Reaktionsära einer der führenden [[Altliberale]]n im Parlament. Auch wenn er rhetorisch nicht sonderlich begabt war, übte er in den 1850er Jahren im Parlament scharfe Kritik an der Reaktionspolitik Manteuffels. 1852 bis 1855 war er Führer einer nach ihm benannten Fraktion von etwa 40&amp;amp;nbsp;Mitgliedern. Diese vereinigte sich 1855 mit der Fraktion [[Georg von Vincke]]s. Aber auch nach deren Zusammenschluss schrumpfte ihre Bedeutung und umfasste nur noch 32&amp;amp;nbsp;Mitglieder. 1856 erteilte ihm der König die Erlaubnis, Mitglied der [[Alten Limpurg|Adlichen Ganerbschaft Alt-Limburg]] zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Rühm |Titel=Außerordentliche Beilage zu №. 31 Leipziger Zeitung |Sammelwerk=[[Einkommende Zeitungen|Leipziger Zeitung]] |Verlag=Königl. Expedition der Leipziger Zeitung |Ort=Leipzig |Datum=1856-02-05 |Seiten=1 |Online=[https://www.google.de/books/edition/Leipziger_Zeitung/tcFNAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Leg.+Patow+1856&amp;amp;pg=PA695&amp;amp;printsec=frontcover Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am gleichen Tag vermeldet die Leipziger Zeitung die Wiedereinrichtung der Brandenburger Ritterakademie, deren dauerhafte Bezuschussung Patow per Antrag als Abgeordneter nur wenige Monate später verhinderte wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Stenographische Berichte über die Verhandlungen. Haus der Abgeordneten |Band=65. Sitzung |Nummer=26. April 1856 |Verlag=R. v. Decker Ober-Hofbuchdruckerei |Ort=Berlin |Datum=1856 |Seiten=1257 f. |Online=[https://www.google.de/books/edition/Stenographische_Berichte_%C3%BCber_die_Verha/2Z1KAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Patow+Ritterakademie&amp;amp;pg=PA1257&amp;amp;printsec=frontcover Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzminister ==&lt;br /&gt;
In der [[Neue Ära (Preußen)|Neuen Ära]] war er zwischen 1858 und 1862 Finanzminister. Bei dieser Ernennung spielte der Einfluss von Otto Camphausen und [[Rudolf von Auerswald]] eine wichtige Rolle. Als Finanzminister folgte er einem weitgehend freihändlerischen Kurs. Allerdings stand er in Sachen der Heeresreform nur bedingt hinter den Vorstellungen von [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] Als sich die Angelegenheit im [[Preußischer Verfassungskonflikt|preußischen Verfassungskonflikt]] zuspitzte, entschloss sich die Regierung 1860 zu einem ungewöhnlichen Vorgehen. Sie zog die ursprüngliche Vorlage zurück und bat stattdessen das Parlament um einen beträchtlichen Nachtragshaushalt in gleicher Höhe um den Heeresausbau zu finanzieren. Damit waren die strittigen Themen zunächst ausgeklammert. Von Patow versicherte den Abgeordneten, dass mit der Zustimmung kein [[Präjudiz]] für die gesamte Vorlage verbunden sei. Dies führte zur Beruhigung der Lage, löste aber gleichzeitig heftigen Protest bei den Konservativen aus, die dies als Niederlage empfanden. Von dieser Seite erneut geschürt, ging der Konflikt weiter und spitzte sich zu. 1862 wurden die liberalen Minister der Regierung, unter ihnen auch von Patow, entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Ulrich Wehler: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Von der Deutschen Doppelrevolution bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1849–1914.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-32263-8, S. 256, S. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit als Zivilgouverneur und Oberpräsident ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Deutscher Krieg|Krieg von 1866]] war er ab dem 11.&amp;amp;nbsp;August 1866 [[Gouverneur#Zivile Gouverneure|Zivilgouverneur]] für die von Preußen besetzten Gebiete [[Hessen-Nassau|Nassau]], [[Oberhessen (Kurhessische Provinz)|Oberhessen]] und [[Freie Stadt Frankfurt|Frankfurt am Main]]. Außerdem war er ab 1867 Mitglied im [[Reichstag (Norddeutscher Bund)|Reichstag des Norddeutschen Bundes]] und bis 1873 des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|deutschen Reichstages]]. Auch dort zählte er zu den Altliberalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1869 war Patow Vorsitzender der Statistischen Zentralkommission. Anlässlich eines [[Pairsschub]]es wurde er ab 1872 Mitglied des [[Preußisches Herrenhaus|Preußischen Herrenhauses]]. Zwischen 1873 und 1881 war von Patow Oberpräsident der [[Provinz Sachsen]] und gleichzeitig [[Regierungsbezirk Magdeburg|Regierungspräsident in Magdeburg]]. Außerdem war er Mitglied des Provinziallandtages für die Provinz Sachsen und [[Landmarschall|Landtagsmarschall]] und Kurator der Provinzial-Hilfskasse für den kommunalen Verband der Altmark zu Stendal.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=[[Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat]] für das Jahr 1881 |Band=Sachsen. |Nummer=Provinzial-Verband. Ressort. |Verlag=Kommission R. v. Decker. Marquardt &amp;amp; Schenck |Ort=Berlin |Datum=1880 |Seiten=522 |Online=[https://www.google.de/books/edition/Handbuch_%C3%BCber_den_K%C3%B6niglich_Preussisch/_XUOAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kurator+Patow&amp;amp;pg=PA522&amp;amp;printsec=frontcover Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ist 1880 ist sein Kuratorium für die Luisenstiftung als Höhere Töchterschule der Provinz Brandenburg nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Mushackes Deutscher Schul-Kalender |Band=2. 1. Abt. Preussische höhere Töchterschulen. III. Provinz Brandenburg |Nummer=1. |Auflage=XXVII. |Verlag=B. G. Teubner |Ort=Leipzig |Datum=1878 |Seiten=194 f. |Online=[https://www.google.de/books/edition/Mushackes_deutscher_Schul_Kalender/j9CzKylWchgC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Patow+Kurator&amp;amp;pg=PA195&amp;amp;printsec=frontcover Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Er heiratete im Jahr 1837 Amalie von Endell (1818–1846), eine Tochter des Rittergutsbesitzers auf [[Lubiechów Górny|Hohenlübbichow]] (Neumark), Weinhändler, Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Hauptverwaltung der Staatsschulden&amp;#039;&amp;#039; und kgl. preuß. Geheimen Kommerzienrat Ernst Gottlieb von Endell (* 1781; † 1856) und der Luise Amalie Schreer (* 1782; † 1864).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1917&amp;#039;&amp;#039;. 11. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha November 1916, S. 216. ([https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/periodical/pageview/1250553 Online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Paar hatte zwei Töchter:&lt;br /&gt;
* Marie (13. August 1838; † 23. Juli 1839)&lt;br /&gt;
* Hedwig (14. Dezember 1842; † 3. April 1882) ⚭ [[Robert von Keudell]] (1824–1903), preußischer Diplomat und kaiserlicher Gesandter in Rom; Sohn [[Walter von Keudell]]-Hohenlübbichow, Minister&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er Ida von Günderrode (1817–1896), eine Tochter des Freiherren und [[Senat der Freien Stadt Frankfurt|Frankfurter Senators]] [[Friedrich Carl Hector Wilhelm von Günderrode]] (1786–1862) und der Freiin Charlotte Henriette von [[Closen (Adelsgeschlecht)|Closen-Haidenburg]] (* 1788). Der gemeinsame Sohn Robert (*/† 1855) verstarb wenige Tage nach seiner Geburt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|52|760|766|Patow, Robert Freiherr von|Hermann von Petersdorff|ADB:Patow, Robert Freiherr von}}&lt;br /&gt;
* [[Bernd Haunfelder]], [[Klaus Erich Pollmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, S. 247, 446–447 (mit Bild).&lt;br /&gt;
* Otto Renkhoff: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Selbstverlag der Historischen Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992, ISBN 3-922244-90-4, S. 601.&lt;br /&gt;
* Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Parlament (Erfurter Unionsparlament) von 1850.&amp;#039;&amp;#039; Urban &amp;amp; Fischer, München und Jena 2000, ISBN 3-437-31128-X, S. 232–234 (mit Bild).&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|100|101|Patow, Robert von|[[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]]|116058668}}&lt;br /&gt;
* Mathias Tullner: &amp;#039;&amp;#039;Patow, Erasmus Robert Artur Paul Freiherr von.&amp;#039;&amp;#039; In: Guido Heinrich, Gunter Schandera (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Magdeburger Biographisches Lexikon]] 19. und 20. Jahrhundert. Biographisches Lexikon für die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise Bördekreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönebeck.&amp;#039;&amp;#039; Scriptum, Magdeburg 2002, ISBN 3-933046-49-1, S. 531 ([{{MBL|ID=0631|Linktext=nein}} Artikel online]).&lt;br /&gt;
* Bernd Haunfelder: &amp;#039;&amp;#039;Die liberalen Abgeordneten des deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 2004, ISBN 3-402-06614-9, S. 311–312.&lt;br /&gt;
=== Genealogie ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Freiherrlichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|Deutschen Adelsgenossenschaft]]. Teil B (Briefadel). 91. Jahrgang. 1941.&amp;#039;&amp;#039; Justus Perthes, Gotha Herbst 1940, S. 326–328.&lt;br /&gt;
* [[Hans Friedrich von Ehrenkrook]], [[Friedrich Wilhelm Euler (Genealoge)|Friedrich Wilhelm Euler]], [[Jürgen von Flotow]], [[Walter von Hueck]]: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. B. 1957&amp;#039;&amp;#039;. (Briefadel nach 1400 nobilitiert), Band II, Band 16 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]]&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. [[Deutsches Adelsarchiv]] e. V., C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1957, {{ISSN|0435-2408}}, S. 349–351.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser&amp;#039;&amp;#039;,  26. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1876, S. 533–535, insbesondere S. 535 ([https://www.google.de/books?id=NLsTAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA535 Google Books]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/amtspresse/personen/alpha/P/ Kurzbiographien Staatsbibliothek Berlin]&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|735|Patow, Robert von}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116058668}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116058668|titel=Patow, Erasmus Robert Freiherr von|datum=2020-05-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Patow, Robert von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ministerialdirektor (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1804]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Patow, Robert von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Patow, Erasmus Robert Artur Paul Freiherr von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Beamter und Politiker (LRP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. September 1804&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mallenchen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1890&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RKlugewald</name></author>
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