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	<title>Robert von Lieben - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T21:07:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_von_Lieben&amp;diff=152262&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-14T09:27:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lieben-robert-in-1926-02-12-radio-wien-jg02-nr20-s27-foto-h-c-kosel.jpg|mini|Robert Lieben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert von Lieben.gif|mini|hochkant=0.8|Robert von Lieben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert von Lieben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. September]] [[1878]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[20. Februar]] [[1913]] ebenda) war ein [[Österreich|österreichischer]] [[Physiker]]. Er erfand die &amp;#039;&amp;#039;Lieben-Röhre&amp;#039;&amp;#039;, die erste [[Elektronenröhre]] mit Verstärkerwirkung, die nicht nur den Aufbau des deutschen [[Telefonnetz|Ferntelefonnetzes]] ab 1912 ermöglichte, sondern auch die Basis für zahlreiche zukünftige Erfindungen war, die [[Elektrisches Signal|elektrische Signale]] verstärken sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Robert war der Sohn des 1877 geadelten Leopold von Lieben, Präsident der Wiener Börsenkammer, und der [[Anna von Lieben]] aus der Familie der [[Eduard Todesco|Freiherren von Todesco]]. Er wuchs in der Oppolzergasse 6 in Wien auf, besuchte das [[Akademisches Gymnasium (Wien)|Akademische Gymnasium]], dann eine [[Realgymnasium Schottenbastei|Realschule auf der Schottenbastei]] in Wien, ohne jedoch mit der [[Matura]] abzuschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank wohlhabender Eltern konnte er seinen wissenschaftlichen Neigungen nachgehen, zum Beispiel richtete er in der väterlichen Villa in der [[Hinterbrühl]] die elektrische Beleuchtung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Schule ging er als Volontär zu [[Schuckert &amp;amp; Co.]] in [[Nürnberg]]. Danach meldete er sich freiwillig beim Militär, erlitt jedoch nach wenigen Wochen einen Reitunfall, von dem er sich nie mehr ganz erholte. Nach einer Zeit als Gasthörer an der [[Universität Wien]] ging er 1899 für ein Jahr an das von [[Walther Hermann Nernst]] geleitete Institut für [[Physikalische Chemie]] der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]], wo er allerdings keinen Studienabschluss erreichte. Wieder zurück in Wien, richtete er sich ein Labor ein. 1904 kaufte er eine Telefonfabrik in [[Olmütz]], die er jedoch bald wieder verkaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert von Lieben and Anny Schindler.jpg|mini|Robert von Lieben und seine Gattin Anny Schindler, 1911]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein erstes Patent meldete von Lieben 1906 an. Das „[[Elektronenröhre|Kathodenstrahlrelais]]“ ermöglichte erstmals die [[Verstärkung (Physik)|Verstärkung]] von elektrischen Signalen wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hörfläche|Tonfrequenzen]] auf einer Leitung. Im selben Jahr meldete der US-amerikanische Erfinder [[Lee de Forest]] eine ähnliche Erfindung zum Patent an – die &amp;#039;&amp;#039;Audion-Röhre&amp;#039;&amp;#039;, heute als [[Triode]] bekannt. Nach einem Zusatzpatent zur Verbesserung seiner Erfindung, griff von Lieben in seinem dritten Patent von 1910 schließlich de Forests Triode auf, um mit ihr weitere Verbesserungen zu verwirklichen, die ihm mit seiner eigenen Erfindung nicht gelangen. Dass von Lieben de Forests Patent zur Verbesserung seiner eigenen Erfindung verwenden konnte, lag daran, dass de Forest nur Patentansprüche auf die Schaltung als &amp;#039;&amp;#039;Audion&amp;#039;&amp;#039; erhoben hatte, was von Lieben ausnutzte. Dass sich die Erfindungen der beiden, die mit der Verstärkung von übertragenen Signalen scheinbar dasselbe Ziel hatten, überhaupt nennenswert unterschieden und daher im Patenttext auch andere Patent-Ansprüche aufwiesen, lag wiederum daran, dass Lieben mehr die Verstärkerwirkung für den Telefonverkehr im Sinn hatte, während de Forest sich mit der drahtlosen Telegrafie und damit verbunden mit der Verbesserung der [[Empfindlichkeit (Technik)|Empfindlichkeit]] des [[Funkempfang]]es beschäftigte. Das führte zu einem jahrelangen Rechtsstreit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 heiratete von Lieben [[Anny Schindler]], Schauspielerin am Wiener [[Burgtheater]]. 1913 starb Robert von Lieben im Alter von 34 Jahren nach schwerer Krankheit. Er ruht auf dem [[Döblinger Friedhof]] in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;knerger.de: [http://knerger.de/html/liebenrowissenschaftler_80.html Das Grab von Robert von Lieben]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1928 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Liebenstraße&amp;#039;&amp;#039; in Wien-[[Meidling]] nach dem Erfinder benannt und auch in [[Biedermannsdorf]] gibt es eine &amp;#039;&amp;#039;Robert von Lieben-Straße&amp;#039;&amp;#039;. Eine Robert-Lieben-Straße findet man zudem auch in [[Amstetten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfindungen ==&lt;br /&gt;
[[File:German Museum of Technology, Berlin 2017 015.jpg|thumb|Lieben-Röhre (AEG, Berlin, 1913) im [[Deutsches Technikmuseum|Deutschen Technikmuseum]] ]]&lt;br /&gt;
Die Befassung mit der Erfindung eines elektrochemischen [[Phonograph]]en und mit der [[Polarisation]] von [[Röntgenstrahlen]] (1903) sowie der Ankauf einer Telefonfabrik im Jahre 1904 veranlassten ihn, sich mit dem damals noch ungelösten Problem der Verstärkung der übertragenen Signale auseinanderzusetzen. Das führte am 4. März 1906 zur Anmeldung seines ersten und zugleich bedeutendsten Patents, des Kathodenstrahlrelais – ein Telefonverstärker („Telefonrelais“), der aufgrund der Steuerung eines Kathodenstrahls ([[Elektronenstrahl]]) durch ein Magnetfeld funktioniert. Im Patenttext beschreibt er, wie &amp;#039;&amp;#039;„mittels Stromschwankungen kleiner Energie solche von größerer Energie“&amp;#039;&amp;#039; ausgelöst werden, &amp;#039;&amp;#039;„wobei Frequenz und Kurvenform der ausgelösten Stromschwankungen denen der auslösenden entsprechen. [...] Insbesondere für manche Probleme der Telephonie (Übertragung der Sprache auf große Entfernungen, Kabeltelephonie, drahtlose Telephonie, Verstärkung der Sprach- und Musikübertragung usw.) kann die Anwendung dieses Relais von Vorteil sein. Um diesen Zweck zu erreichen, wird die von [[Arthur Wehnelt|Wehnelt]] gefundene Eigenschaft glühender Metalloxyde benutzt, im Vakuum als Kathoden bei verhältnismäßig niedrigen Potentialen (etwa 200 Volt) Kathodenstrahlen zu emittieren.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=179807C| Titel=Kathodenstrahlrelais| A-Datum=1906-04-04| V-Datum=1906-11-19| Erfinder=Robert von Lieben}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. März 1910 meldete von Lieben gemeinsam mit [[Eugen Reisz]] und [[Sigmund Strauß]] ein Patent für ein „&amp;#039;&amp;#039;Relais für undulierende Ströme&amp;#039;&amp;#039;“ an. Das stellte im Wesentlichen eine Verbesserung des ersten Patents dar. Mögliche Anwendungsgebiete für dieses Relais sah die Patentschrift „&amp;#039;&amp;#039;als Lautverstärker, als Relais in der Draht- und Kabeltelegraphie bei Nah- und Fernverkehr sowie bei der Wellentelegraphie und Telephonie, ferner als Hilfsapparat für das Telegraphon und für die elektrische Bildübertragung usw.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=236716C| Titel=Relais für undulierende Ströme, bei welchem durch die zu verstärkenden Stromschwankungen ein Ionisator beeinflußt&amp;lt;!--sic--&amp;gt; wird| A-Datum=1910-09-04| V-Datum=1911-07-11| Erfinder=Robert von Lieben, Eugen Reisz, Siegmund Strauss}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Dezember 1910 reichte er sein drittes Patent, das so genannte „Gitterpatent“, ein – erneut gemeinsam mit Reisz und Strauß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=249142C| Titel=Relais für undulierende Ströme| A-Datum=1910-12-20| V-Datum=1912-07-12| Erfinder=Robert von Lieben, Eugen Reisz, Siegmund Strauss| Kommentar=Zusatz zum Patent 236716 vom 4. September 1910}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war ein weiteres Zusatzpatent, das eine bessere proportionale Verstärkung ermöglicht. Da seine Versuche mit seinem Kathodenstrahlrelais erfolglos blieben, griff er die Erfindung [[Lee de Forest]]s auf, der 1906 seine dem Kathodenstrahlrelais vergleichbare &amp;#039;&amp;#039;Audion-Röhre&amp;#039;&amp;#039;, heute [[Triode]] genannt, erfand. Auf dieser Triode aufbauend, die sich vom Kathodenstrahlrelais durch eine zusätzliche, gitterartig ausgebreitete, Hilfselektrode unterschied, konnte er eine proportionale Verstärkung erreichen, was de Forest bis dahin noch nicht gelungen war. Dieser Vorteil gegenüber der Forest’schen Röhre führte letztlich auch dazu, dass sich [[Telefunken]] für die Lieben’sche Röhre entschied, seine Patente aufkaufte und den weiteren Ausbau übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Formann: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Pioniere der Kinematographie.&amp;#039;&amp;#039; Bergland Verlag, Wien 1966, S. 47–50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Triode, die von Lieben verbesserte, wies jedoch noch ein Problem auf: Die Quecksilberdampf-Restgase führten zu störenden [[Ionisation]]seffekten. Das [[Hochvakuum]] konnte technologisch erst 1913 beherrscht werden. Durch weitere Versuche an der Liebenröhre hatte man in Deutschland vorerst den Anschluss an die Hochvakuum-Technologie verpasst, doch schon die ersten Nachfolgeröhren waren vom Aufbau her nur noch den amerikanischen Röhren nachempfunden. Ab 1914/15 konnte man das Hochvakuum auch in Deutschland beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Juli 1911 folgte schließlich Liebens viertes Patent – wiederum gemeinsam mit Reiß und Strauß. Es sollte die Lebensdauer, Gleichmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit seines Relais erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=254588C| Titel=Verfahren zur Erhöhung der Lebensdauer, Gleichmäßigkeit und Ökonomie von Entladungsröhren mit glühender Kathode| A-Datum=1911-07-13| V-Datum=1912-12-09| Erfinder=Robert von Lieben, Eugen Reisz, Siegmund Strauss}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieben family grave (I), 2016.jpg|mini|Grab von Robert von Lieben auf dem Döblinger Friedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|5|193||Lieben, Robert}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|474|475|Robert von Lieben|Goetzeler, Herbert|131438522}}&lt;br /&gt;
* Pichler, Franz: &amp;#039;&amp;#039;Robert von Lieben: 100 Jahre Patent Kathodenstrahlenrelais&amp;#039;&amp;#039;, Linz: Trauner, 2006. (Schriftenreihe Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik; Bd. 7) ISBN 3-85487-943-1&lt;br /&gt;
* [[Quirin Engasser]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Große&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; Männer der Weltgeschichte. 1000 Biographien in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039;. Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 1987, ISBN 3-7043-3065-5, S. 271&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Robert von Lieben}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|131438522}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Lieben,_Robert_von}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hts-homepage.de/Lieben/Biografie.html Biografie von Robert von Lieben, mit Beschreibung seiner wichtigsten Patente]&lt;br /&gt;
*[https://patric-sokoll.de/Museum/BesondereRoehre/KennlinieLiebenroehre.html Inbetriebnahme einer Liebenröhre sowie die Aufnahme der Kennlinie]&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/newsticker/meldung/100-Jahre-Verstaerkerroehre-107889.html 100 Jahre Verstärkerröhre] [[heise.de]]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://heise.de/-2516702| titel=102 Jahre alte Verstärkerröhre in Betrieb| autor=cm | hrsg=[[heise online]]| datum=2015-01-13 | zugriff=2015-01-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131438522|LCCN=n2009041807|VIAF=55280094}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lieben, Robert von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeit der Elektrotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lieben, Robert von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Physiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. September 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Februar 1913&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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