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	<title>Robert Vischer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Vischer&amp;diff=1739601&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Goesseln am 12. April 2026 um 13:18 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-12T13:18:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Robert Vischer (1847-1933).jpg|mini|Robert Vischer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Vischer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Februar]] [[1847]] in [[Tübingen]], [[Königreich Württemberg]]; † [[25. März]] [[1933]] in [[Wien]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Kunsthistoriker]] und [[Ästhetik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des Ästhetikers und Schriftstellers [[Friedrich Theodor Vischer]] wurde schon in jungen Jahren durch die zahlreichen Bekanntschaften seines Vaters –, beispielsweise mit [[Eduard Mörike]], der auch sein Pate war, und mit [[Ludwig Uhland]] oder [[David Friedrich Strauß]] –, geprägt. Robert Vischer studierte nach seiner Schulzeit an den Universitäten in Zürich, Heidelberg, Bonn, München und Tübingen unter anderem [[Kunstgeschichte]] und [[Philosophie]]. Im Jahr 1872 wurde er in Tübingen zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Über das optische Formgefühl&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Zwei Jahre später wechselte er an die [[Wiener Kunstakademie]], wo er bis 1878 als [[Skriptor]] in die dortige Bibliothek übernommen wurde. Anschließend wechselte Vischer an die [[Universität München]], wo er sich 1879 habilitierte und als [[Privatdozent]] lehrte. In dieser Zeit wurde Vischer Mitglied im Münchener Dichterkreis „[[Die Krokodile]]“. Im Jahr 1882 folgte er einem Ruf an die [[Universität Breslau]], wo man ihm zunächst eine außerordentliche Professur für neue Kunstgeschichte übertrug, bevor er 1885 einem Ruf an die [[RWTH Aachen]] folgte, um hier bis 1893 als Ordinarius für Allgemeine Kunstgeschichte und Ästhetik für die Arbeitsgebiete Ästhetische Formprobleme und italienische [[Renaissance]] zu wirken. Schließlich wechselte Vischer 1893 noch an die [[Universität Göttingen]], wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1911 in gleicher Funktion lehrte. Seit 1903 war er korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Vischer gilt als der eigentliche Pionier auf dem Gebiet der ästhetischen [[Einfühlungstheorie]]. Er war noch vom Umfeld des auslaufenden (Alt-)[[Hegelianismus]] geprägt und entwickelte die Thesen seines Vaters weiter, vertrat im Gegensatz zu diesem aber keinen  [[Nativismus (Psychologie)|nativistischen]], sondern einen eher [[Empirismus|empiristischen]] Ansatz. Vischer entwarf im Rahmen des [[Einfühlungsvermögen]]s die These, dass die „Seele“ – damit meinte er die Kraft der Gefühle – eine Projektion eines Betrachters zu einem Objekte sei, so dass im Prozess der Einfühlung die beobachteten Objekte sich mit dem eigenen Gefühl verbinden. Hierzu übertrug er die Ergebnisse der [[Experimentelle Psychologie|experimentellen Psychologie]] nach [[Wilhelm Wundt]] auf das Konzept der Einfühlung, welche danach insbesondere von [[Heinrich Wölfflin]] und [[Theodor Lipps]] weiter ausgebaut und vertieft wurden. Vischer verknüpfte folglich nach seinem Verständnis die Psychologie und Ästhetik, um eine interdisziplinäre Zwischenstufe der Kunstgeschichte zu kreieren, welche laut [[Herman Glockner]] eine neue moderne Richtung der Ästhetik darstelle. Vischer verdeutlichte damit, dass ein Kunstwerk als Produkt eines lebenden Menschen mit Phantasie und Gefühl zu sehen sei und erwartete vom Kunsthistoriker ein „&amp;#039;&amp;#039;Eindringen in den Geist der Sache&amp;#039;&amp;#039;“. [[Wilhelm Waetzoldt]] hielt ebenso wie [[Benedetto Croce]] Robert Vischer daraufhin für einen der bedeutendsten [[Impressionist]]en unter den Kunsthistorikern, vor allem in Hinblick auf Vischers erwähnte Deutung der Eindrücke, die Gemälde oder andere Kunstgegenstände auf den Betrachter machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vischers Thesen spiegelten sich in seinen verschiedenen Publikationen wider, mit denen er nicht nur Begeisterung auslöste, sondern für die er auch herablassende und diffamierende Kritik beispielsweise durch [[Wilhelm von Bode]] erhielt, da er die Linien der traditionellen Kunstgeschichte und [[Philosophie]] verwischte. Umgekehrt bediente sich aber auch Vischer einer gewissen Polemik, wenn er sich in seinen Werken kritisch über diejenigen Kunsthistoriker äußerte, „&amp;#039;&amp;#039;deren Arbeit sich im Katalogisieren, Datenbestimmen, Urkundenjagd, Notizenhäufung und Technologie erschöpfe&amp;#039;&amp;#039;“. Auch auf dem Gebiet der [[Theorie der Kunst|Kunsttheorie]] machte sich Vischer durch sein Eintreten für eine  Neubewertung der [[Spätantike]], die zu jener Zeit als „Verfallsepoche“ deklassiert wurde, nicht nur Freunde. Beeinflusst durch [[Alois Riegl]] und die [[Wiener Schule der Kunstgeschichte]], war er ebenso wie diese der Ansicht, dass die antike Kunst Ausgangspunkt sowohl für die frühmittelalterliche als auch für die orientalische Kunst sei und somit einer neuen Bewertung bedürfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu seinen eigenen Publikationen war Robert Vischer auch maßgeblicher Herausgeber eines Großteils der Werke seines Vaters Friedrich Theodor Vischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nachlass befindet sich in der [[Universitätsbibliothek Tübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-6318 Bundesarchiv, Zentrale Datenbank Nachlässe.] Abgerufen am 11. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das optische Formgefühl – ein Beitrag zur Ästhetik&amp;#039;&amp;#039;, Diss., Tübingen 1872&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Luca Signorelli]] und die italienische Renaissance: eine kunsthistorische Monographie&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig, Veit 1879&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kunstgeschichte und Humanismus – Beiträge zur Klärung&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1880&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neues über [[Bernhard Strigel]]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Kgl. Preußischen Kunstsammlung&amp;#039;&amp;#039;, 1885&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart: Bonz 1886 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/vischer1886/0009 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Peter Paul Rubens]] – Ein Büchlein für unzünftige Kunstfreunde&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Bruno Cassirer 1904&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drei Schriften zum ästhetischen Formproblem&amp;#039;&amp;#039;, Halle a.d. Saale: M. Niemeyer 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Empathy, Form, and Space – Problems in German Aesthetics 1873–1893&amp;#039;&amp;#039;, H. F. Mallgrave, E. Ikonomou, R. Vischer, [[Konrad Fiedler|K. Fiedler]], H. Wölfflin: Oxford University Press 1994, ISBN 0-89236-259-6&lt;br /&gt;
* Weitere Werke von Robert Vischer im Katalog der Universitätsbibliothek Freiburg: [http://www.ub.uni-freiburg.de/xopac/wwwolix.cgi?db=ubfr&amp;amp;index=0&amp;amp;field1=ti&amp;amp;name1=&amp;amp;opt1=and&amp;amp;field2=ar&amp;amp;name2=vischer%2C+robert&amp;amp;opt2=and&amp;amp;field3=ct&amp;amp;name3=&amp;amp;limit2=+&amp;amp;Aktion=S+U+C+H+E+N&amp;amp;limit=&amp;amp;.cgifields=opt1&amp;amp;.cgifields=opt2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender]], 1931, Sp. 3100&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Metzler-Kunsthistoriker-Lexikon]]: zweihundert Porträts deutschsprachiger Autoren aus vier Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart: Metzler, 1999, S. 423–425&lt;br /&gt;
* Thomas Friedrich, Jörg H. Gleiter: &amp;#039;&amp;#039;Einfühlung und phänomenologische Reduktion – Grundlagentexte zu Architektur, Design und Kunst&amp;#039;&amp;#039;, 2007, 337 Seiten, Paperback  LIT Verlag, ISBN 3-8258-9366-9&lt;br /&gt;
* Herman Glockner: &amp;#039;&amp;#039;Robert Vischer und die Krisis der Geisteswissenschaften im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Geschichte des Irrationalitätsproblems&amp;#039;&amp;#039;, Logos 14 (1925), S. 297–343; 15 (1926), S. 47–102&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117436658}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Vischer+%5B2%5D Eintrag Vischer auf zeno.org.]&lt;br /&gt;
* [https://arthistorians.info/vischerr Vischer, Robert] im [[Dictionary of Art Historians]] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117436658|LCCN=n/93/54262|VIAF=74630022}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vischer, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vischer, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunsthistoriker und Ästhetiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Februar 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. März 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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