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	<title>Robert Victor Neher - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:57:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Silewe: Normdaten korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-26T11:19:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Viktor Neher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1886]] in [[Schaffhausen]]; † [[21. November]] [[1918]] ebenda) war ein [[Schweiz]]er [[Industrieller]] und Pionier der [[Aluminium]]technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Robert Viktor Neher war Sohn des Schaffhauser Fabrikanten und Obersten [[Georg Robert Neher]] (1838–1925), der Direktor der [[SIG Holding|Schweizerischen Waggons-Fabrik]], zeitweise auch des [[Eisenbergwerk Gonzen|Eisenbergwerks Gonzen]] war. Als Vertreter der &amp;#039;&amp;#039;J. G. Neher Söhne &amp;amp; Cie.&amp;#039;&amp;#039; war Georg Robert Neher auch wesentlich an der Ansiedlung des ersten europäischen Aluminiumwerks in [[Neuhausen am Rheinfall|Neuhausen]] und der Gründung der [[Alusuisse|Aluminium Industrie AG. Neuhausen (AIAG)]] beteiligt. Stammvater der Familie Neher, die zahlreiche Unternehmerpersönlichkeiten hervorgebracht hat, war [[Johann Georg Neher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktentwicklungen ==&lt;br /&gt;
=== Aluminiumfolie für Gasballons ===&lt;br /&gt;
Robert Viktor Neher studierte von 1906 bis 1910 Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten [[Universität Genf|Genf]], [[Universität Zürich|Zürich]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Er wurde über einen Umweg zum Pionier der [[Alufolie|Aluminiumfolienproduktion]]. 1909 fand in Zürich die [[Gordon-Bennett-Cup (Ballonfahren)|Gordon-Bennett-Ballonwettfahrt]] statt, bei der auch Neher anwesend war. Eine Gruppe von Studenten war sich einig darüber, dass der Erfolg bei solchen Wettbewerben wesentlich davon abhänge, dass die Ballons so wenig Gas wie möglich verlören. Neher, der zu dieser Zeit vor seinem Doktorexamen stand, hatte die Idee, die seidene Ballonhülle mit einer dünnen Aluminiumfolie zu überziehen und damit dicht zu machen. Er besorgte sich Aluminiumfolie von [[Heinrich Alfred Gautschi]], der diese nach einem kurz vorher erfundenen Verfahren produzierte, und beklebte die Ballonseide damit. Diese Versuche mit Folienblättern scheiterten zwar; Neher verfolgte die Idee trotzdem weiter, da er davon überzeugt war, dass er sein Ziel mit «endlosen Bändern» aus Aluminiumfolie erreichen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schickte im Frühjahr 1910 seine beiden Vertrauten Erwin Lauber aus Strassburg, der in dieser Zeit Lehrer an einem Privatinstitut in Zürich war, und Alfred Gmür, seinerzeit Student am Polytechnikum Zürich, nach [[Düsseldorf]], um dort in der &amp;#039;&amp;#039;Walz-Maschinenfabrik August Schmitz&amp;#039;&amp;#039; eine Maschine zu bestellen, die nach seinen Entwürfen konstruiert war. Nach ersten Versuchen mietete Neher in [[Emmishofen]] ein kleines Fabrikgebäude an, wo er insgesamt vier [[Walzwerk]]e installierte, mit denen er in den nächsten Monaten versuchte, Aluminiumbänder herzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Leo Weisz, 1940:161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen Fehlschlägen reichte er zusammen mit Erwin Lauber und Alfred Gmür zunächst am 27. Oktober 1910 in der Schweiz eine [[Patent]]anmeldung und auf deren Grundlage am 15. September 1911 eine weitere in Grossbritannien ein, auf die am 11. Januar 1912 ein Patent&amp;lt;ref&amp;gt;[http://v3.espacenet.com/publicationDetails/originalDocument?CC=GB&amp;amp;NR=191120455A&amp;amp;KC=A&amp;amp;FT=D Britisches Patent GB 20455 &amp;#039;&amp;#039;Improvements in the Manufacture of Aluminium Foil&amp;#039;&amp;#039;], auf v3.espacenet.com&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Herstellung von Aluminiumfolienbändern erteilt wurde. Zwar waren diese zum Bekleben der seidenen Ballonhüllen nicht geeignet; da Endlosbänder aber rationeller herzustellen waren als Folien nach dem &amp;#039;&amp;#039;Papier- oder Buchwalzverfahren&amp;#039;&amp;#039; von Heinrich Alfred Gautschi, drang er auf den Markt für Verpackungsfolie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aluminiumfolie für Verpackung ===&lt;br /&gt;
Mit seinem Verfahren konnten Verpackungsfolien verschiedener Stärken für Lebensmittel wie Schokolade, Schachtelkäse und Tabakwaren sowie verschweisste Packungen wesentlich rationeller hergestellt werden. 1910 gründeten Neher, Lauber und Gmür die [[Kommanditgesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Dr. Lauber, Neher &amp;amp; Cie.&amp;#039;&amp;#039; in Emmishofen, die 1912 in eine [[Aktiengesellschaft (Schweiz)|Aktiengesellschaft]] umgewandelt wurde und sich ab 1915 &amp;#039;&amp;#039;Aluminiumwalzerei Emmishofen AG&amp;#039;&amp;#039;, ab 1918 &amp;#039;&amp;#039;Robert Victor Neher AG&amp;#039;&amp;#039; nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grosser Abnehmer seiner Folien war neben mehreren Schokoladenfabriken die Firma [[Maggi]], die ihre Fertigsuppen und Brühwürfel damit verpackte. Um den deutschen Markt bedienen zu können, gründeten Neher und seine Mitgesellschafter 1912 in [[Singen (Hohentwiel)|Singen]], dem Standort der deutschen Niederlassung von Maggi, die &amp;#039;&amp;#039;[[Aluminiumwerk Singen|Dr. Lauber, Neher &amp;amp; Co. GmbH]]&amp;#039;&amp;#039;, aus der die &amp;#039;&amp;#039;Aluminium-Walzwerke Singen GmbH&amp;#039;&amp;#039; hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr expandierte Neher in Deutschland, indem er die Singener Werke mit der von [[Emil Tscheulin]] geleiteten &amp;#039;&amp;#039;Aluminium GmbH&amp;#039;&amp;#039; in [[Teningen]] zu einer Gesellschaft zusammenführte. Die Betriebe in der Schweiz und in Deutschland fusionierte er zur [[Holding]]gesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Aluminium-Walzwerke AG&amp;#039;&amp;#039; (AWAG) mit Sitz in Schaffhausen, dem Stammsitz der Familie Neher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aluminium statt Zinn ===&lt;br /&gt;
Die Abnehmer seiner Aluminiumfolien hatten ihre Produkte bis dahin mit Folien aus [[Zinn]] eingepackt. Sie sahen in dem neuen Material mehrere Vorteile. Die Aluminiumfolie war leichter und billiger herzustellen, vor allem hatte Aluminium jedoch den Vorteil, dass dieses Metall anders als Zinn nicht an der [[Börse]] gehandelt wurde und damit der Preis nicht ständig schwankte und damit eine vernünftige Kostenkalkulation erschwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfangs machte die Umstellung von Zinn- auf Aluminiumfolie grosse Schwierigkeiten, weil die Lebensmittelhersteller ihre Einwickelmaschinen weiter verwenden wollten, die Eigenschaften der beiden Metalle jedoch sehr unterschiedlich sind. Neher stellte deshalb einen Fachmann für [[Verpackungsmaschine]]n ein, den er zu seinen Kunden schickte, um die notwendigen Umbauten an deren Maschinen auf seine Kosten vorzunehmen. Parallel dazu setzte er alle Energie zur Entwicklung neuer Verpackungssysteme ein und wirkte darauf hin, dass die Hersteller von Verpackungsmaschinen ihre Produkte auf die Aluminiumfolie und die optimierten Verpackungssysteme abänderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erweiterte Anwendung ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Aluminiumfolien auf Rollen mit einer Bandlänge von 6000 bis 9000&amp;amp;nbsp;Meter ausgeliefert werden konnten und auch die geeigneten Verpackungsmaschinen zur Verfügung standen, wuchs das Interesse für die Folien nicht nur bei Schokoladen- und Suppenherstellern. Tee, [[Ersatzkaffee|Cichorie]], Biskuits, Käse, Butter, Margarine, Seife und Eiscreme sind nur einige Produkte, die von da an mit Aluminiumfolie verpackt wurden. Von grosser Bedeutung war die Aluminiumfolie als Voraussetzung für [[Wickelkondensator]]en im aufstrebenden Zukunftsmarkt der Nachrichtentechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 begann Neher in Emmishofen, Aluminiumfolie zu färben, zu prägen und zu bedrucken. Diese [[Oberflächenveredelung|Veredlung]] gab es zwar schon seit mehreren Jahrzehnten, zunächst von Zinnfolien, dann auch von Aluminiumfolienblättern, die nach dem Verfahren Gautschi hergestellt worden waren. Nehers Verdienst ist die Konstruktion von Spezialmaschinen, mit deren Hilfe die von ihm produzierten Endlosrollen veredelt werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neher hat die Weiterentwicklung seiner Technik in seinem Unternehmen, etwa das [[Kaschierung (Fertigungstechnik)|Kaschieren]] von Aluminiumfolie auf Papier, Karton oder auf Stoffe, nicht mehr erlebt. Er erwarb 1917 das [[Schloss Pflanzberg]] in [[Tägerwilen]] und wurde Anfang des folgenden Jahres als [[Dienstgrade der Schweizer Armee|Kavalleriehauptmann]] und Kommandant der Dragoner-Schwadrons 19 in die [[Schweizer Armee]] eingezogen. Im November des gleichen Jahres fiel Neher der [[Spanische Grippe|Spanischen Grippe]] zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|30480|Neher, Robert Viktor|Autor=Erich Trösch}}&lt;br /&gt;
* Aluminium-Walzwerke Singen [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;25 Jahre Aluminium-Walzwerke Singen: AWS; 1912 – 1937.&amp;#039;&amp;#039; Singen 1937.&lt;br /&gt;
* [[Leo Weisz (Historiker)|Leo Weisz]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Handels- und Industrie-Geschichte der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1940.&lt;br /&gt;
* Robert Victor Neher AG [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Seit 1910 Neher-Aluminiumfolien.&amp;#039;&amp;#039; Kreuzlingen 1960.&lt;br /&gt;
* Aluminium-Walzwerke Singen [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Singen Aluminium.&amp;#039;&amp;#039; 1962.&lt;br /&gt;
* Rudolf A. Grüninger: &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre Robert Viktor Neher AG, Aluminiumwalzwerk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schaffhauser Nachrichten]],&amp;#039;&amp;#039; 5. Oktober 1985.&lt;br /&gt;
* Rolf Wanning: &amp;#039;&amp;#039;ALUSINGEN = Alu + Singen: zum 70jährigen Firmenjubiläum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Singener Jahrbuch 1982.&amp;#039;&amp;#039; Markorplan Agentur &amp;amp; Verl. Bonn 1984, {{ISSN|0933-1107}}, S. 118–125.&lt;br /&gt;
* Paul Ferdinand Portmann: &amp;#039;&amp;#039;Robert Victor Neher AG, Aluminium-Walz- und Veredlungswerke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thurgauer Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, 60. Huber, Frauenfeld 1985, {{ISSN|1420-3634}}, S. 94–104.&lt;br /&gt;
* Klara Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre ALUSINGEN.&amp;#039;&amp;#039; Aluminium-Walzwerke Singen, Singen 1987.&lt;br /&gt;
* Michael Bürgi, [[Monica Rüthers]], Astrid Wüthrich [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Kreuzlingen – Kinder, Konsum und Karrieren, 1874–2000.&amp;#039;&amp;#039; Wolfau-Druck Rudolf Mühlemann, Weinfelden 2001, ISBN 3-85809-124-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.berufsstart.de/firmenhistorien/amcor.html Unternehmensgeschichte - Amcor Flexibles Singen; mit Portrait von Neher]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1080996249|VIAF=53145304909478610183}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neher, Robert Victor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Schaffhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neher, Robert Victor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Neher, Robert Viktor&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Industrieller und Pionier der Aluminiumtechnologie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schaffhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. November 1918&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schaffhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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