<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Robert_Radecke</id>
	<title>Robert Radecke - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Robert_Radecke"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Radecke&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T08:25:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Radecke&amp;diff=2344983&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Michael D. Schmid am 30. April 2026 um 10:58 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Radecke&amp;diff=2344983&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-30T10:58:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Radecke.jpg|mini|hochkant|Robert Radecke]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Albert Martin Robert Radecke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Oktober]] [[1830]] in [[Dziećmorowice|Dittmannsdorf]] bei [[Wałbrzych|Waldenburg]] ([[Schlesien]]); † [[21. Juni]] [[1911]] in [[Wernigerode]]) war ein deutscher [[Komponist]], [[Dirigent]] und [[Musikpädagogik|Musikpädagoge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Familie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radecke war der Sohn des Schullehrers, sowie evangelischen Kantors und Organisten zu Dittmannsdorf Siegismund Radecke (1800–1876) und seiner Frau Henriette, geb. Riedel (1801–1853).&amp;lt;ref&amp;gt;Persönliche Dokumente und Briefe aus Radeckes Nachlass an der Staatsbibliothek zu Berlin (Signatur 55 Nachl 115), Online recherchierbar unter: https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-71926&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den insgesamt zehn Geschwistern erreichten nur fünf die Volljährigkeit. Neben Robert waren dies sein älterer Bruder [[Rudolf Radecke|Rudolf]] (1829–1893), der auch in Berlin als Chorleiter und Musikpädagoge tätig war, die Schwester Emma (1833–1900), die 1864 den evangelischen Pfarrer Hermann Klein (1816–1889) zu [[Mieroszów|Friedland]] heiratete, sowie die jüngeren Brüder Reinhold (1835–1867) und Reinhard (1838–1859), die beide relativ jung verstarben. Roberts Onkel väterlicherseits war der evangelische Theologe und Prediger [[Ernst Radecke (Prediger)|Ernst Radecke]] (1790–1873), der sich vor allem als Konsistorialrat und Hofprediger zu [[Wernigerode]] einen Namen machte und den mit Robert eine lange Brieffreundschaft verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Radecke heiratete am 27. August 1862 in [[Berlin]] Charlotte Jonas (1837–1880), eine Tochter des protestantischen Theologen [[Ludwig Jonas]] (1797–1859). Von ihren sieben gemeinsamen Kindern starben zwei bereits im Kindesalter: Anna (1863–1863) und Paul (1868–1871). Die fünf anderen:&lt;br /&gt;
# Elisabeth (1864–1927) heiratete 1889 den Bankier Felix Ulrich (1854–1939). Einer ihrer Schwiegersöhne war der Offizier [[Hans Rohde (Offizier)|Hans Rohde]] (1888–1954).&lt;br /&gt;
# [[Ernst Radecke (Musikdirektor)|Ernst]] (1866–1920) wirkte von 1893 bis 1920 als Pianist, Dirigent und Generalmusikdirektor in [[Winterthur]] (Schweiz). Er heiratete 1894 Marguitta Eschmann (1872–1944), eine Tochter des Winterthurer Komponisten [[Johann Carl Eschmann]] (1826–1882). Ihr gemeinsamer Sohn [[Ewald Radecke|Ewald]] (1907–1979) wirkte ebenfalls als Musiker in Winterthur.&lt;br /&gt;
# Charlotte (1870–1939) heiratete 1896 den Unternehmer Gustav Christ (1850–1935).&lt;br /&gt;
# Walther (1872–1956) war als Generaloberarzt und Medizinalrat in [[Freiburg im Breisgau]] ansässig. Er heiratete 1900 Wera Bock (1877–1935), eine Tochter des Musikverlegers [[Hugo Bock (Verleger)|Hugo Bock]] (1848–1932), der damals [[Bote &amp;amp; Bock]] leitete. Der gemeinsame Sohn [[Kurt Radecke]] (1901–1966) stieg 1935 ebenfalls in die Verlagsleitung ein.&lt;br /&gt;
# Joachim (1874–1895), stud.phil. in [[Breslau]], starb mit 21 Jahren nach schwerer Krankheit in der Lungenklinik [[Hohenhonnef]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schon früh zeigte sich Radeckes musikalische Begabung. Seine akademische Musikausbildung erhielt er ab 1848 am [[Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig|Leipziger Konservatorium]]. Hier gehörten zu seinen Lehrern [[Julius Rietz]] (Komposition), [[Ignaz Moscheles]] (Klavier) und [[Ferdinand David]] (Violine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Radecke war Erster Geiger im Leipziger [[Gewandhausorchester]]. 1852, zwei Jahre nach Studienabschluss, wurde er zweiter Direktor der [[Leipziger Singakademie]] und im folgenden Jahr [[Kapellmeister]] des [[Altes Theater (Leipzig)|Leipziger Stadttheaters]]. Dieses Amt bekleidete er nur kurze Zeit, bevor er 1854 nach [[Berlin]] ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin war er zunächst [[kammermusik]]alisch (so als zweiter Geiger im Quartett von [[Ferdinand Laub]]) und als Klaviervirtuose tätig, bevor er sich ab 1858 durch in Eigenregie veranstaltete Orchester- und Chorkonzerte hervortat. 1863 wurde er zum Musikdirektor an die [[Staatsoper Unter den Linden|Königliche Hofoper]] berufen und 1871 als Königlicher Kapellmeister auf Lebenszeit angestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Radecke Ehrengrab Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof.jpg|mini|hochkant|Sein Ehrengrab auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin]]&lt;br /&gt;
1878 wurde er Lehrer am [[Stern’sches Konservatorium|Stern’schen Konservatorium]], dem er 1883 bis 1888 zusammen mit [[Jenny Meyer]] als Direktor vorstand&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Cordula Heymann-Wentzel: &amp;#039;&amp;#039;Das Stern’sche Konservatorium der Musik in Berlin. Rekonstruktion einer verdrängten Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation UDK Berlin, 2014, Online unter: https://opus4.kobv.de/opus4-udk/frontdoor/index/index/docId/797, S.&amp;amp;nbsp;190, 414.&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1875 wurde Robert Radecke Mitglied der [[Akademie der Künste (Berlin)|Königlich Preußischen Akademie der Künste]], 1881 wurde er in ihr zum Senator und weitere sechs Jahre später zum Vorsitzenden des Senats der Musiksektion gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine letzte Arbeitsstätte war das [[Königliches Musik-Institut Berlin|Königliche Institut für Kirchenmusik]] in Berlin, zu dessen Direktor er 1892 berufen wurde und bis zum Alter von 77 Jahren blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstätte Robert Radeckes, die von 1990 bis 2015 zu den [[Liste der Ehrengräber in Berlin/Ehemalige Ehrengräber|Berliner Ehrengrabstätten]] gehörte, befindet sich auf dem [[Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof|Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof]] in [[Berlin-Schöneberg]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Aus der Jugendzeit.jpg|mini|hochkant|Beginn des Liedes „Aus der Jugendzeit“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt aufgrund seiner herausgehobenen Stellung im Berliner Musikleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Robert Radecke unter anderem mit [[Johannes Brahms]], [[Max Bruch]], [[Clara Schumann]], [[Joseph Joachim]], [[Albert Dietrich (Musiker)|Albert Dietrich]], [[Pietro Mascagni]], [[Eugen d’Albert]], [[Lilli Lehmann]] und [[Philipp Spitta (Musikwissenschaftler)|Philipp Spitta]] bekannt und zum Teil befreundet. Joseph Joachim war Patenonkel von Radeckes Enkel Joachim Ulrich (1897–1984), dem Sohn seiner Tochter Elisabeth und von 1957 bis 1964 Geschäftsführer des [[Rhein-Zeitung|Mittelrhein-Verlages]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Robert Radecke komponierte Orchestermusik, Kammermusik, aber vor allem zahlreiche Lieder. Sein mit Abstand bekanntestes ist „Aus der Jugendzeit“ (Op. 22 Nr. 1) nach einem Gedicht von [[Friedrich Rückert]], das den Charakter eines [[Volkslied]]s angenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Werkverzeichnis umfasst 58 Nummern, wobei meist mehrere Lieder zu einer Nummer zusammengefasst sind. Auch ein sogenanntes Liederspiel, &amp;#039;&amp;#039;Die Mönkguter&amp;#039;&amp;#039;, gehört dazu. Es handelt von Leuten auf der Halbinsel [[Mönchgut]] (Mönke Gut) auf [[Rügen]]. Von den Orchesterwerken sind vor allem die Ouvertüren „Am Strande“ und zu [[Shakespeare|Shakespeares]] „[[König Johann]]“ sowie die Sinfonie in F-Dur (Op. 50) zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einspielungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2016 erschien die Welterstaufnahme einiger seiner Orchesterwerke (u.&amp;amp;nbsp;a. der Sinfonie F-Dur op. 50) durch das [[Sinfonie Orchester Biel Solothurn]] unter der Leitung von [[Kaspar Zehnder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2016 erschien die zweite CD mit den Klaviertrios op. 30 und 33 und den Fantasiestücken op. 7 für Cello und Klavier, eingespielt vom Trio Fontane, Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler ==&lt;br /&gt;
* [[Camillo Schumann]]&lt;br /&gt;
* [[Bruno Walter]]&lt;br /&gt;
* [[George Elbridge Whiting]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Cordula Heymann-Wentzel: &amp;#039;&amp;#039;Das Stern’sche Konservatorium der Musik in Berlin. Rekonstruktion einer verdrängten Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation UDK Berlin, 2014, Online unter: https://opus4.kobv.de/opus4-udk/frontdoor/index/index/docId/797 &lt;br /&gt;
* [[Carl von Ledebur (Schriftsteller)|Carl von Ledebur]]: &amp;#039;&amp;#039;Tonkünstler-Lexicon Berlin’s von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1861, S.&amp;amp;nbsp;423&amp;amp;nbsp;f. ([https://digital.zlb.de/viewer/image/15818588/429/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Giacomo Meyerbeer]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe und Tagebücher.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;1860 – 1864.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und kommentiert von [[Sabine Henze-Döhring]]. de Gruyter, Berlin u. a. 2006, ISBN 3-11-019231-4, S. 696 (Kommentare).&lt;br /&gt;
* Jörn Ulrich: Preußen stand Pate – Fragmente einer Familien- und Lebensgeschichte, Hachenburg 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116322160}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116322160}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Radecke, Robert}}&lt;br /&gt;
* [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-4751 Musikalischer Nachlass] und [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-71926 Korrespondenznachlass] an der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
* [http://stiftung-historische-friedhoefe.de/gedenktag-des-monats/robert-albert-martin-radecke-zum-100-todestag/ Zum 100. Todestag Radeckes], abgerufen am 2. Juli 2011.&lt;br /&gt;
* [http://imslp.org/wiki/List_of_compositions_by_Robert_Radecke Radeckes Werkverzeichnis], abgerufen am 2. Juli 2011.&lt;br /&gt;
* [http://www.romana-hamburg.de/KomponistenSchles.htm Schlesische Komponisten], abgerufen am 2. Juli 2011.&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Aus der Jugendzeit&amp;#039;&amp;#039;“, gesungen von {{Webarchiv | url=https://www.youtube.com/watch?v=CQPA059VhV0 | wayback=20160411150937 | text=Marlene Dietrich}} und [https://www.youtube.com/watch?v=BJV-yASlw1o Günter Wewel], abgerufen am 6. Oktober 2012, sowie von [https://www.youtube.com/watch?v=NZjBuqKJKyw Peter Schreier] und [https://www.youtube.com/watch?v=x3wU-BZ5VsA Rudolf Schock], abgerufen am 22. Mai 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116322160|LCCN=n/97/85560|VIAF=64755166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Radecke, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofkapellmeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewandhausmusiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapellmeister (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Johannes Brahms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Radecke, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Radecke, Albert Martin Robert&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist, Dirigent und Musikpädagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Oktober 1830&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dziećmorowice|Dittmannsdorf]] bei [[Wałbrzych|Waldenburg]] ([[Schlesien]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juni 1911&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wernigerode]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Michael D. Schmid</name></author>
	</entry>
</feed>