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	<title>Robert Platow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T03:14:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Platow&amp;diff=690616&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Platow-Affäre */ https</title>
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		<updated>2021-06-22T16:58:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Platow-Affäre: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Kurt Albert Platow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Mai]] [[1900]] in [[Hamburg]]; † [[3. Dezember]] [[1982]] in [[Chur]], [[Schweiz]]) war ein deutscher Wirtschaftsjournalist. Er war Gründer und Herausgeber des &amp;#039;&amp;#039;[[Platow Brief]]s,&amp;#039;&amp;#039; des ältesten und größten Wirtschafts-Hintergrund-Dienstes in deutscher Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://platow.de/boersenbriefe |titel=Der Platow Brief |werk= |hrsg=Albrecht F. Schirmacher |datum=2014-01-30 |abruf=2014-01-30 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Bis 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur an der [[Gymnasium Eppendorf|Oberrealschule in Hamburg-Eppendorf]] studierte Platow Volkswirtschaft an den Universitäten Hamburg und Kiel. In Kiel war er kurze Zeit Assistent am [[Institut für Weltwirtschaft]] (IfW), welches von [[Geheimrat]] [[Bernhard Harms]] 1914 gegründet worden war. Bei Bernhard Harms wurde er 1927 mit einer sozialökonomischen Arbeit mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die wirtschaftlichen Nachrichten in ihrem Wesen und in ihrer Bedeutung&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. rer. pol. [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 trat er als Volontär in die &amp;#039;&amp;#039;Kieler Zeitung&amp;#039;&amp;#039; und 1927 in die Handelsredaktion der &amp;#039;&amp;#039;[[Magdeburgische Zeitung|Magdeburgischen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; ein, für die er von 1934 bis 1944 als Handelskorrespondent in Berlin tätig war. In Berlin arbeitete Platow außerdem für damals führende Blätter wie das &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;[[Kölnische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;[[Pester Lloyd]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gab Platow auch eine eigene Wirtschaftskorrespondenz heraus, der ein vertraulicher Informationsdienst unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftliche Privat-Informationen&amp;#039;&amp;#039; angegliedert war. Nach 1933 führte der Wunsch des NS-Regimes, wirtschaftliche Informationen geheim zu halten, zu Schwierigkeiten; 1939 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftlichen Privat-Informationen&amp;#039;&amp;#039; verboten. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] gab Platow den Informationsdienst &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftlicher Sonderdienst&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da vertrauliche Informationsbriefe in den Vorschriften der [[Control Commission for Germany/British Element|britischen Militärregierung]] zur Presselizenzierung nicht berücksichtigt waren, konnte Platow schon 1945 von Hamburg aus seinen Informationsdienst, den &amp;#039;&amp;#039;Platow Brief&amp;#039;&amp;#039;, wieder herausgeben und die deutsche Wirtschaft mit aktuellen Nachrichten und exklusiven Informationen versorgen. Dank seiner guten Kontakte sowohl zur Wirtschaft als auch zu Bonner Ministerien erhielt Platow zum Teil auch vertrauliche Informationen. 1951 hatte der &amp;#039;&amp;#039;Platow Brief&amp;#039;&amp;#039; bei einem Preis von 300 bis 350&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|DM]] pro Monat knapp 2000 Abonnenten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=29194696 |Titel=Platow – Der Staat |Jahr=1951 |Nr=36 |Seiten=6–7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und erzielte einen jährlichen Reingewinn von 212.000&amp;amp;nbsp;DM (nach heutiger Kaufkraft etwa {{Inflation|1=DE|2=212000|3=1952|r=-3}} Euro).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amnestie&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=31968900 |Titel=Kollision in Karlsruhe |Jahr=1955 |Nr=3 |Seiten=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Platow-Affäre ===&lt;br /&gt;
Nachdem Platow 1951 einen ersten [[Referentenentwurf]] für ein geplantes [[Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen|Kartellgesetz]] veröffentlicht hatte, kam es zur sogenannten „Platow-Affäre“: Platows Büro- und Privaträume wurden durchsucht, Platow und sein Mitarbeiter Arno Wegrich kamen unter dem Verdacht der aktiven [[Bestechung]] und des [[Geheimnisverrat]]s von Ende August bis Anfang Oktober 1951 44 Tage in Untersuchungshaft, aus der sie erst nach Stellung einer Kaution in Höhe von 100.000&amp;amp;nbsp;DM (Platow) bzw. 5000&amp;amp;nbsp;DM (Wegrich) entlassen wurden. Dieses Vorgehen stieß auf lebhafte öffentliche Kritik, nicht zuletzt deshalb, weil es sich beim §&amp;amp;nbsp;353c [[Strafgesetzbuch|StGB]] (Geheimnisverrat), nach dem die Weitergabe vertraulicher amtlicher Schriftstücke mit bis zu zehn Jahren [[Zuchthaus]] bestraft werden konnte, um ein Gesetz aus der NS-Zeit handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Affäre hatte ein parlamentarisches Nachspiel; 1951 und 1952 befasste sich der sog. Platow-[[Liste der Untersuchungsausschüsse des Deutschen Bundestags#1. Wahlperiode (1949–1953)|Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag]] mit der „Prüfung von Missständen in der Bundesverwaltung“ im Zusammenhang mit den genannten Geschehnissen. 1953 wurde vor dem Landgericht Bonn gegen Platow und vier weitere Journalisten wegen aktiver Bestechung und Verleitung zu strafbarer Handlung im Amt sowie gegen fünfzehn Bundesbedienstete wegen schwerer [[Bestechlichkeit|passiver Bestechung]], Diebstahl und Urkundenbeseitigung Anklage erhoben. Zur Verurteilung kam es jedoch nicht mehr, weil bereits im November 1952 alle Fraktionen des [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestags]] mit Ausnahme der KPD den Entwurf eines Amnestiegesetzes eingebracht hatten, das die Weitergabe vertraulicher Informationen bis Ende 1951 straffrei stellen sollte. Da es sich dabei um ein [[Einzelfallgesetz]] handele, war die Verfassungsmäßigkeit dieser „Lex Platow“ umstritten. Dennoch wurde das Gesetz am 29. Juli 1953 beschlossen, [[Bundesjustizminister]] [[Thomas Dehler]] weigerte sich aber ebenso wie sein nach den [[Bundestagswahl 1953|Bundestagswahlen 1953]] ernannter Nachfolger [[Fritz Neumayer]], das Gesetz zu unterzeichnen. Die Platow-Amnestie wurde schließlich in §&amp;amp;nbsp;8 des [[Straffreiheitsgesetz 1954|Straffreiheitsgesetzes 1954]] geregelt, der jede Weitergabe dienstlicher Angelegenheiten vor dem 1. Januar 1952 straffrei stellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amnestie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beschluss vom 15. Dezember 1959&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/text.xav?SID=&amp;amp;tf=xaver.component.Text_0&amp;amp;tocf=&amp;amp;qmf=&amp;amp;hlf=xaver.component.Hitlist_0&amp;amp;bk=bgbl&amp;amp;start=%2F%2F*%5B%40node_id%3D%271157666%27%5D&amp;amp;skin=pdf&amp;amp;tlevel=-2&amp;amp;nohist=1 Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu § 8 des Straffreiheitsgesetzes 1954] (PDF) BGBl. I vom 25. Januar 1960, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt;  erklärte das [[Bundesverfassungsgericht]] § 8 StFG für mit dem Grundgesetz vereinbar. § 8 StFG könne im Hinblick auf seinen zahlenmäßig zwar beschränkten Anwendungsbereich der Charakter eines für eine unbestimmte Vielzahl von Fällen geltenden generellen Rechtssatzes dennoch nicht abgesprochen werden. Es handele sich auch nicht um ein unzulässiges [[Einzelfallgesetz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv010234.html BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 15. Dezember 1959 - 1 BvL 10/55] Rz. 34, 50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Jahre ===&lt;br /&gt;
1967 verkaufte Platow sein Unternehmen an [[Bertelsmann]], die Redaktion zog von Hamburg nach Frankfurt am Main. 2003 verkaufte Bertelsmann mit den Fachverlagen auch den &amp;#039;&amp;#039;Platow Brief,&amp;#039;&amp;#039; der fortan zum Wissenschaftsverlag [[Springer Science+Business Media]] gehörte. Rückwirkend zum 1. Januar 2013 erwarb der langjährige Herausgeber [[Albrecht Schirmacher|Albrecht F. Schirmacher]] im Rahmen eines Management Buy-Outs den &amp;#039;&amp;#039;Platow Brief,&amp;#039;&amp;#039; der seither Teil der von Schirmacher gegründeten PLATOW Medien GmbH ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Platow zog sich in den 1970er Jahren in die Schweiz zurück und verstarb dort 1982. Platow ist Vater der Wirtschaftsjournalistin und Finanzautorin Fleur Platow (* 1944).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|514|515|Platow, Robert Kurt Albert|Albrecht F. Schirmacher|143335979}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000004241|Robert Platow||Internationales Biographisches Archiv 11/1983 vom 7. März 1983}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=21111903 |Titel=Amnestie für wen? |Jahr=1955 |Nr=3 |Seiten= |Kommentar=Titelgeschichte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143335979|LCCN=no/2010/145314|VIAF=24987376}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Platow, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Platow, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Platow, Robert Kurt (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Wirtschaftsjournalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Mai 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Dezember 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chur]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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