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	<title>Robert Maxwell - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dk1909: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-17T12:08:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Maxwell 1989.jpg|mini|Robert Maxwell (1989)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ian Robert Maxwell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Juni]] [[1923]] als &amp;#039;&amp;#039;Ján Ludvík Hoch&amp;#039;&amp;#039; in [[Solotwyno|Slatinské Doly]], [[Tschechoslowakei]], heute [[Ukraine]]; † [[5. November]] [[1991]] im [[Atlantischer Ozean|Atlantischen Ozean]] bei [[Teneriffa]], [[Kanarische Inseln|Kanaren]], [[Spanien]]) war ein tschechoslowakisch-britischer [[Verleger]], [[Unternehmer]] und [[Politiker]] der [[Labour Party]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Robert Maxwell wurde 1923 als Sohn (drittes Kind) des jüdischen Vieh- und Lederhändlers Mechel Hoch und dessen Ehefrau Chanca (geb. Slomowitz)&amp;lt;ref&amp;gt;[J. Haines: Maxwell. Boston 1988, S. 47 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[E. Maxwell: A Mind of My Own – My Life with Robert Maxwell. New York 1994, S. 69]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gw.geneanet.org/tdowling?lang=en&amp;amp;p=ghislaine+noelle+marion&amp;amp;n=maxwell Geneanet: Ghislaine Noelle Marion Maxwell]&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem kleinen Städtchen [[Solotwyno|Slatinské Doly]] (zu dieser Zeit: [[Tschechoslowakei]], [[Karpatenukraine|Podkarpatská Rus]]; heute: [[Solotwyno]] in der [[Ukraine|ukrainischen]] [[Oblast Transkarpatien]]) geboren.&lt;br /&gt;
Der Ort gehörte zum nach dem Ersten Weltkrieg neu entstandenen Staat Tschechoslowakei ([[Vertrag von St. Germain]], [[Vertrag von Trianon]]) und war zwischen den Ost-[[Karpaten]] und dem Fluss [[Theiß]] gelegen, der zu dieser Zeit die tschechoslowakisch-rumänische Grenze markierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[T. Bower: Maxwell The Outsider. New York 1992, S. 5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinen Eltern wurde ihm der Name Abraham Leib Hoch gegeben (nach seinem Großvater väterlicherseits).&lt;br /&gt;
Der Wechsel der Staatsangehörigkeit der [[Karpatenukraine]] von [[Österreich-Ungarn]] zum nach dem Ersten Weltkrieg neu entstandenen Staat Tschechoslowakei im Jahr 1919 ([[Vertrag von St. Germain]], [[Vertrag von Trianon]]) hatte unmittelbaren Einfluss auf die Namensgebung des Kindes, denn bei der Registrierung im örtlichen Rathaus bestand der tschechische Beamte darauf, dass die Geburtsurkunde einen tschechischen Namen enthielt.&lt;br /&gt;
So wurde aus „Leib“ „Ludvik“, und der Name „Jan“ wurde hinzugefügt, um zu bestätigen, dass der neugeborene Junge ein echter tschechischer Staatsbürger war. Offiziell hieß Abraham Leib Hoch nun „Jan Ludvik Hoch“.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Bower: Maxwell The Outsider. New York 1992, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jan Ludvik Hoch (Robert Maxwell) hatte insgesamt acht Geschwister, von denen zwei schon im Kindesalter an [[Diphtherie]] verstarben:&amp;lt;ref&amp;gt;J. Haines: Maxwell. Boston 1988, S. 80 f.: Bild der Familie Hoch im Jahre 1925&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Schwestern Gisl (1919–1921), Brana (1920–1972), Shenia (1926–1944), Sylvia (1929–..?..), Zissel (1931–1944), Cipra (1933–1944) sowie die Brüder Chaim (1925–1927) und Itzak (1940–1944).&amp;lt;ref&amp;gt;J. Haines: Maxwell. Boston 1988, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er und 1930er Jahren teilten die Hochs die bittere Armut mit fast allen jüdischen Mitbürgern der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Haines: Maxwell. Boston 1988, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Zuhause der Familie war ein Zimmer im Haus des Großvaters. Es gab nur zwei Betten, und den größten Teil seiner Kindheit musste sich Jan Ludvik Hoch ein Bett mit drei oder vier seiner Geschwister teilen. Er hatte kaum genug Kleidung und musste meist barfuß laufen.&lt;br /&gt;
In späteren Jahren erklärte Robert Maxwell rückblickend, er habe nie eine wirkliche Kindheit gehabt:&lt;br /&gt;
„Ich war nie jung. Ich hatte nie dieses Privileg.“&lt;br /&gt;
Und zu seiner Kindheit in Soltovino fielen ihm vor allem drei Dinge ein:&lt;br /&gt;
„Ich erinnere mich, wie kalt mir war, wie hungrig ich war und wie sehr ich meine Mutter liebte.“&amp;lt;ref&amp;gt;J. Preston: Fall. New York 2021, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab seinem siebten Lebensjahr wurde er in eine [[Cheder]] (religiös ausgerichtete Elementarschule für jüdische Kinder) geschickt, gleichzeitig auch auf die örtliche staatliche Schule.&lt;br /&gt;
Nach den Vorstellungen seiner Mutter sollte er [[Rabbiner]] werden, und so schickte sie ihn im Alter von zehn Jahren auf eine jüdische Sekundarschule im nahegelegenen [[Sighetu Marmației|Sighet]]. Während dieser Zeit wohnte er bei seiner Tante Myriam.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Maxwell: A Mind of My Own – My Life with Robert Maxwell. New York 1994 / 82 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fünf Jahre später wurde er auf eine [[Jeschiwa]] in [[Bratislava]] geschickt – rd. 500 km von zu Hause – in damaliger Zeit eine riesige Entfernung.&lt;br /&gt;
Doch Maxwell erkannte schon bald, dass ein Dasein als Rabbiner nicht den eigenen Vorstellungen von seinem zukünftiges Leben entsprach. Er wollte der Armut entkommen, Geld verdienen und begann auf dem Markt von Bratislava, billigen Schmuck und [[Nippes (Kunsthandwerk)|Nippes]] zu kaufen und zu verkaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Davies: Death of a Tycoon – An Insider’s Account of the Fall of Robert Maxwell. New York 1992, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde das tschechoslowakische Gebiet von [[Ungarn]] annektiert. Ein großer Teil der Familie wurde im [[Holocaust]] umgebracht. Maxwell gelangte 1940 als 17-jähriger Flüchtling nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied des [[Royal Pioneer Corps]], ab 1943 des North Staffordshire Regiments, nahm er am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil und wurde 1945 zum Captain befördert. In der Nachkriegszeit arbeitete er als Presseoffizier für die [[Control Commission for Germany/British Element|britische Militärregierung]] im [[Viermächteabkommen über Berlin|besetzten Berlin]]. Als Army-Captain Robert Maxwell vergab er im besetzten Berlin Verlagslizenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sabine Rennefanz |url=https://www.berliner-zeitung.de/archiv/in-london-laeuft-derzeit-ein-theaterstueck-ueber-robert-maxwell-einen-der-schillerndsten-verleger-betrueger-und-betrogener-li.847317 |titel=In London läuft derzeit ein Theaterstück über Robert Maxwell, einen der schillerndsten Verleger: Betrüger und Betrogener |datum=2006-01-18 |sprache=de |abruf=2025-03-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort konnte er Kontakte zum Wissenschaftsverlag [[Springer Science+Business Media|Julius Springer]] knüpfen. 1951 erwarb er drei Viertel des Butterworth-Springer-Verlags,&amp;lt;ref&amp;gt;Joe Haines: &amp;#039;&amp;#039;Maxwell&amp;#039;&amp;#039;. Houghton Mifflin, Boston 1988, ISBN 0-395-48929-6, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; der unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Pergamon Press]]&amp;#039;&amp;#039; die Methoden des Springer-Verlags in Großbritannien anwenden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Joe Haines: &amp;#039;&amp;#039;Maxwell&amp;#039;&amp;#039;. Houghton Mifflin, Boston 1988, ISBN 0-395-48929-6, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Maxwell baute Pergamon Press zu einem wissenschaftlichen Verlagsimperium aus. Daneben wurde er als „Pressezar“ bekannt: Unter anderem besaß er mehrere der auflagenstärksten britischen Zeitungen, darunter den &amp;#039;&amp;#039;[[Daily Mirror]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1964 bis 1970 war Maxwell [[House of Commons|Parlamentsabgeordneter]] für die [[Labour Party]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1970er Jahren war Maxwell in mehrere Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Er galt als exzentrisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel &amp;#039;&amp;#039;Maxwell, Robert&amp;#039;&amp;#039;. In: William Donaldson: &amp;#039;&amp;#039;Brewer’s Rogues, Villains &amp;amp; Eccentrics. An A–Z of roguish Britons through the Ages&amp;#039;&amp;#039;. Cassell, London 2002, ISBN 0-304-35728-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Maxwell interviewte im Juli 1980 [[Erich Honecker]] und veröffentlichte auch dessen Autobiographie &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben&amp;#039;&amp;#039; im Rahmen der Serie &amp;#039;&amp;#039;Leaders of the World&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/1981/09/ddr-wiedervereinigung-kein-tabu-mehr |titel=DDR: &amp;quot;Wiedervereinigung&amp;quot; kein Tabu mehr? |werk=[[Die Zeit]] |datum=1981-02-20 |abruf=2022-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1988 kaufte er den britischen Verlag Macmillan, Inc. für 2,6 Milliarden US-Dollar. 1990 übernahm er die New Yorker Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Daily News]]&amp;#039;&amp;#039; und gründete die Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[The European (Zeitung)|The European]]&amp;#039;&amp;#039;. Zugleich investierte er während der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wendezeit]] in Osteuropa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot;/&amp;gt; Damit hatte sein Medienkonzern, der seit 1987 Maxwell Communication Corporation (MCC) hieß, die größte Ausdehnung erreicht. Dabei hatte er sich jedoch stark verschuldet. Pergamon Press und Maxwell Directories musste er 1991 für 440 Millionen britische Pfund an [[Elsevier]] verkaufen, um laufende Kredite bedienen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Maxwell verschwand 1991 auf nicht geklärte Weise von der nach [[Ghislaine Maxwell|seinem neunten Kind]] benannten Hochseeyacht [[Dancing Hare|&amp;#039;&amp;#039;Lady Ghislaine&amp;#039;&amp;#039;]], die er dem saudiarabischen Waffenhändler [[Adnan Kaschoggi]] abgekauft hatte. Sein Leichnam wurde nackt in ruhigem Wasser vor den [[Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln]] aufgefunden. Da sich Maxwell in seinen letzten Jahren auf seine [[Judentum|jüdischen]] Wurzeln besonnen hatte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot;/&amp;gt; wurde er auf dem [[Jüdischer Friedhof am Ölberg|Jüdischen Friedhof am Ölberg]] in [[Jerusalem]] bestattet. Der Journalist [[Seymour Hersh]] hatte Maxwell kurz vor dessen Tod Kontakte zum israelischen Geheimdienst [[Mossad]] im Zusammenhang mit dem [[Israelische Atomwaffen|israelischen Atomprogramm]] nachgesagt, die Maxwell dementierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Seymour Hersh: &amp;#039;&amp;#039;The Samson Option: Israel’s Nuclear Arsenal and American Foreign Policy&amp;#039;&amp;#039;. Random House/Faber and Faber, New York/London 1991, ISBN 0-394-57006-5. Vgl. Glenn Frankel: [http://pqasb.pqarchiver.com/washingtonpost/access/74746795.html &amp;#039;&amp;#039;Media Baron Sues Seymour Hersh. Robert Maxwell Denies Author’s Charge of Aiding Israeli Spies&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;The Washington Post&amp;#039;&amp;#039;, 25. Oktober 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach seinem Tod wurde bekannt, dass Maxwell Bilanzen gefälscht und Gelder aus dem Pensionsfonds seiner Mitarbeiter veruntreut hatte. Die Verschuldung seines Konzerns wurde Ende 1991 auf rund 3 Milliarden Pfund (rund 4,5 Mrd. Euro) beziffert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot;/&amp;gt; Zwei seiner neun Kinder wurden 1992 wegen der Pensionsfonds-Affäre festgenommen und der Verschwörung zum Betrug angeklagt, 1996 aber freigesprochen. Nach Maxwells Tod erschienen mehrere Biographien, deren Veröffentlichung er zu Lebzeiten stets verhindert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13529119 |Titel=Vergangene Kriege |Autor= |Jahr=1988 |Nr=13 |Datum=1988-03-28 |Seiten=178–182}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
1945 heiratete Maxwell die Französin Elisabeth Meynard. Das Paar bekam neun Kinder, von denen zwei früh verstarben. [[Elisabeth Maxwell]] arbeitete zunächst in den familieneigenen Unternehmen, studierte und promovierte später und widmete sich anschließend der Erforschung des [[Holocaust]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Douglas Martin |Titel=Elisabeth Maxwell, Expert on Holocaust, Dies at 92 |Sammelwerk=The New York Times |Datum=2013-08-08 |ISSN=0362-4331 |Online=https://www.nytimes.com/2013/08/09/business/media/elisabeth-maxwell-widow-who-reinvented-herself-as-holocaust-expert-dies-at-92.html |Abruf=2026-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roy Greenslade |Titel=Betty, Robert Maxwell’s widow, dies aged 92 |Sammelwerk=The Guardian |Datum=2013-08-09 |ISSN=0261-3077 |Online=https://www.theguardian.com/media/greenslade/2013/aug/09/daily-mirror-holocaust |Abruf=2026-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie starb im August 2013 im Alter von 92 Jahren in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sexualstraftäterin [[Ghislaine Maxwell]], die mit [[Jeffrey Epstein]] einen Prostitutions- und Missbrauchring unterhielt, ist die jüngste Tochter von Robert und Elisabeth Maxwell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mossad-Kontakte ==&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Enthüllungsjournalist [[Seymour Hersh]] warf Maxwell im Oktober 1991 öffentlich vor, er unterhalte enge Beziehungen zum israelischen Auslandsgeheimdienst [[Mossad]]. Dieser kündigte gegen Hersh juristische Schritte an (zu denen es durch Maxwells mysteriösen Tod nicht mehr kam). Zwei britische Unterhausabgeordnete, einen Konservativen und einen von Labour, die sich Hershs Vorwürfen angeschlossen hatten, ließ Maxwell in seiner Boulevardzeitung &amp;#039;&amp;#039;Daily Mirror&amp;#039;&amp;#039; beschimpfen, sie hätten „so viel Ehre wie ein Paar Schakale, die in einem Müllhaufen herumschnüffeln, und genau dort gehören sie auch hin“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=»Ein Koloß im Leben und im Tod« |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=1991-11-10 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wirtschaft/ein-koloss-im-leben-und-im-tod-a-3396a210-0002-0001-0000-000013491525 |Abruf=2026-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Mossad-Agent [[Victor Ostrovsky]] behauptete in seinem erstmals 1994 veröffentlichten Buch &amp;#039;&amp;#039;Geheimakte Mossad&amp;#039;&amp;#039;, Maxwell sei über Jahrzehnte in Einflussoperationen des Mossad involviert gewesen. &lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Mossad wollte sowohl die öffentliche Meinung beeinflussen als auch den Journalismus als Cover für eingeschleuste Agenten benutzen. [...] In seinem Eifer, mit Israel zusammenzuarbeiten, und obwohl er nicht selbst Agent war (wie mir die Briten in Washington eindeutig klargemacht hatten), war Maxwell doch ein Sayan in großem Stil. Der Mossad finanzierte viele seiner Operationen mit Geld, das aus der Pensionskasse der Zeitschriften gestohlen wurde. Der Mossad legte seine Hand auf das Geld, sobald Maxwell die Zeitungen aufgekauft hatte (mit vom Mossad geliehenen Geld und aufgrund von Expertisen, die vom Mossad erstellt wurden).|Victor Ostrovsky&lt;br /&gt;
 |Quelle=&lt;br /&gt;
 |ref=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Schließlich sei Maxwell auf persönlichen Befehl [[Jitzchak Schamir]]s durch ein [[Kidon]]-Kommando ermordet worden, weil dieser befürchtet habe, der [[Sayanim|Sayan]] Maxwell könne Kontakte des Mossad zum [[KGB]]-Chef [[Wladimir Alexandrowitsch Krjutschkow|Wladimir Krjutschkow]] und eine mögliche Verwicklung in den [[Augustputsch in Moskau|Augustputsch]] 1991 offenlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Victor Ostrovsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Geheimakte Mossad. Die schmutzigen Geschäfte des israelischen Geheimdienstes&amp;#039;&amp;#039;, Bertelsmann, 1994 (&amp;#039;&amp;#039;The Other Side of Deception&amp;#039;&amp;#039;, New York, 1994). ISBN 3-570-12174-7, S. 358 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Belletristik ===&lt;br /&gt;
In [[Henning Mankell]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mann, der lächelte (Roman)|Der Mann, der lächelte]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Mannen som log&amp;#039;&amp;#039;) tritt Robert Maxwell als ehemaliger Geschäftspartner des fiktiven undurchsichtigen Wirtschaftsmoguls Alfred Harderberg auf. Auch sein ungeklärter Tod, um den sich zahlreiche [[Verschwörungstheorie]]n ranken, wird erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jeffrey Archer]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Imperium&amp;#039;&amp;#039; basiert zu großen Teilen auf Maxwells Lebensweg und dessen jahrelangem Machtkampf mit [[Rupert Murdoch]] darum, das größte Medienimperium weltweit zu besitzen. Den Angaben des Schriftstellers zufolge soll die darin erzählte Geschichte zu 78 Prozent auf Tatsachen beruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitzeugen ===&lt;br /&gt;
[[Klaus Kinski]], der ebenfalls 1991 starb, gab in seinem letzten Interview an, ein guter Freund Maxwells zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=2Y6DWW7RJco |titel=Klaus Kinski – Das letzte Interview 1/4 |sprache=de |abruf=2022-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joe Haines: &amp;#039;&amp;#039;Maxwell&amp;#039;&amp;#039;. Houghton Mifflin, Boston 1988, ISBN 0-395-48929-6.&lt;br /&gt;
* Tom Bower: &amp;#039;&amp;#039;Maxwell, the Outsider&amp;#039;&amp;#039;. London 1992 (zuerst 1988).&lt;br /&gt;
* Roy Greenslade: &amp;#039;&amp;#039;Maxwell’s Fall&amp;#039;&amp;#039;. London 1992, ISBN 0-671-71145-8.&lt;br /&gt;
* Peter Thompson, Anthony Delano: &amp;#039;&amp;#039;Maxwell. A Portrait of Power&amp;#039;&amp;#039;. Corgi Books, London 1991 (zuerst 1988).&lt;br /&gt;
* Tom Bower: &amp;#039;&amp;#039;Maxwell. The Final Verdict&amp;#039;&amp;#039;. Harper Collins, London 1995, ISBN 0-00-255564-6.&lt;br /&gt;
* Brian Cox: &amp;#039;&amp;#039;The Pergamon Phenomenon 1951–1991. A Memoire of the Maxwell Years&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Logos. Forum of the World Book Community&amp;#039;&amp;#039; 9, 1998, Heft 3, S. 135–140.&lt;br /&gt;
* Robert N. Miranda: &amp;#039;&amp;#039;Robert Maxwell: Forty-four Years as Publisher&amp;#039;&amp;#039;. In: E. H. Frederiksson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;A Century of Science Publishing&amp;#039;&amp;#039;. IOS Press, 2001, ISBN 1-58603-148-1.&lt;br /&gt;
* [[Gordon Thomas (Autor)|Gordon Thomas]], Martin Dillon: &amp;#039;&amp;#039;Robert Maxwell: Israel’s Superspy. The Life and Murder of a Media Mogul&amp;#039;&amp;#039;. Carroll and Graf, 2002, ISBN 0-7867-1078-0.&lt;br /&gt;
* Albert Henderson: &amp;#039;&amp;#039;The Dash and Determination of Robert Maxwell, Champion of Dissemination&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Logos. Forum of the World Book Community&amp;#039;&amp;#039; 15, 2004, Heft 2, S. 65–75.&lt;br /&gt;
* John Preston: &amp;#039;&amp;#039;Fall – the mystery of Robert Maxwell&amp;#039;&amp;#039;, Viking, London 2020, ISBN 978-0-241-38867-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maxwell, Ian Robert&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ernst Fischer (Germanist)|Ernst Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Verleger, Buchhändler &amp;amp; Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933: Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;, Verband Deutscher Antiquare, Elbingen 2011, S. 209 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maxwell, Ian Robert&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;, Saur, München 1980, S. 484&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118841971}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000016126|Robert Maxwell|4. Oktober 2011|&amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 05/1992 vom 20. Januar 1992}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118841971|LCCN=n81129421|NDL=00621096|VIAF=108872531}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maxwell, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter des House of Commons (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungeklärter Kriminalfall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Captain (British Army)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Britische Besatzungszone)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labour-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Daily Mirror)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowakischer Emigrant im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maxwell, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Maxwell, Ian Robert (vollständiger Name); Hoch, Ján Ludvík Hyman Binyamin (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=tschechoslowakisch-britischer Verleger, Unternehmer und Politiker der Labour Party&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Juni 1923&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Solotwyno|Slatinské Doly]], [[Tschechoslowakei]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. November 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Teneriffa]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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