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	<title>Robert Lusser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T05:40:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Lusser&amp;diff=90809&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-39832-91: /* Nachkriegszeit */ Der Mathematiker wurde nicht zusammen mit der Gleichung entwickelt</title>
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		<updated>2026-01-11T09:14:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachkriegszeit: &lt;/span&gt; Der Mathematiker wurde nicht zusammen mit der Gleichung entwickelt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Lusser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. April]] [[1899]] in [[Ulm]]; † [[19. Januar]] [[1969]] in [[München]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Kunstflieger]], [[Ingenieur]] und Flugzeugentwickler. Zusammen mit [[Hanns Klemm]] entwickelte Lusser die bekannte [[Klemm L 25]], die den Urtyp eines modernen [[Leichtflugzeug]]es darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Lusser studierte ab dem Wintersemester 1919/20 an der Technischen Hochschule Stuttgart Elektrotechnik. In diesem Semester trat er auch der &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter Burschenschaft Ghibellinia&amp;#039;&amp;#039; bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bekannte Ghibellinen – Stuttgarter Burschenschaft Ghibellinia |Sammelwerk=Stuttgarter Burschenschaft Ghibellinia |Datum= |Online=http://ghibellinen.de/bekannte-ghibellinen/ |Abruf=2017-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Studium beendete Lusser mit dem Diplom im Jahre 1924. Es folgte eine Anstellung bei der [[Leichtflugzeugbau Klemm|Leichtflugzeugbau Klemm GmbH]], deren Chefkonstrukteur er ab 1927 war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.peterhall.de/cruisemissiles/fi103/bioslu.html |titel=Robert LUSSER |abruf=2017-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1933 arbeitete Lusser bei [[Messerschmitt AG|Messerschmitt]], konstruierte die [[Messerschmitt Bf 108]] und kurz darauf die [[Messerschmitt Bf 109]]. Zum Erreichen des Geschwindigkeitsweltrekordes entwarf Lusser die [[Messerschmitt Me 209]] und hatte mit dieser Maschine großen Erfolg. Die [[Messerschmitt Bf 110]] wurde ebenfalls von Lusser entwickelt. Er war über die Arbeiten von [[Hans von Ohain|Hans-Joachim Papst von Ohain]] über [[Turboluftstrahltriebwerk]]e informiert und arbeitete an den Grundzügen der [[Messerschmitt Me 262]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.291.784).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/26810705&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Juni 1939 kam er zu [[Ernst Heinkel Flugzeugwerke|Heinkel]], wo er den ersten zweistrahligen Jäger der Welt, die [[Heinkel He 280]], konstruierte. Auch die [[Heinkel He 219]], der erste spezialisierte [[Nachtjäger]], stammt aus Lussers Entwicklungsbüro. Der Entwurf und seine Variationen wurden jedoch vom [[Reichsluftfahrtministerium]] zunächst als zu kompliziert abgelehnt. Lusser wurde daraufhin von Heinkel gekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wechselte er aufgrund seiner Kontakte, die er zu den Entwicklern der Turboluftstrahltriebwerke gewonnen hatte, und mit Fürsprache vom Generalchefingenieur der Luftwaffe, [[Roluf Lucht]], zu [[Gerhard-Fieseler-Werke|Fieseler]]. Der Entwurf der Fernbombe [[Fieseler Fi 103]] (auch V1 genannt) beruht auf seinen Ideen, den er zusammen mit dem Fieseler-Ingenieur [[Willy A. Fiedler]] konstruierte. Zusammen mit [[Fritz Gosslau]] von den [[Argus Motoren Gesellschaft|Argus-Werken]] brachte er das Projekt zur Serienreife. In einem Vortrag bei einer Besprechung im Reichsluftfahrtministerium sagte Robert Lussers am 17./18. Juni 1943: „Zur Fertigung des Gerätes können fast ausschließlich Ausländer und Frauen ([[Zwangsarbeiter]] und Häftlinge der Konzentrationslager) eingesetzt werden. Hochwertige Facharbeiter sind nur in einem sehr geringen Prozentsatz nötig.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Heinz Dieter Hölsken: &amp;#039;&amp;#039;Die V-Waffen. Entstehung – Propaganda – Kriegseinsatz&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1984 (Studien zur Zeitgeschichte, Bd. 27), S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Frau, Hildegard Lusser geb. Fichter, Mutter von fünf Kindern (Peter, Hans, [[Gabriele Rico|Gabriele]], Hilde und Traute), wurde am 13. März 1945 bei einem Bombenangriff getötet. 1948 heiratete Lusser die Kunstlehrerin Gisela Sautter (* 1914 in Posen)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.oberlandesgericht-celle.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=13600&amp;amp;article_id=57353&amp;amp;_psmand=54&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ihm im selben Jahr nach [[Kalifornien]] folgte. Das Paar bekam vier Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde Lusser im Zusammenhang mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Operation Paperclip]]&amp;#039;&amp;#039; in die [[USA]] geholt, zunächst nach [[Naval Air Station Point Mugu|Point Mugu]], um dort für die [[US Navy]] zu arbeiten. Er wechselte dann zum [[Jet Propulsion Laboratory|Pasadena Jet Propulsion Laboratorium]] und 1954 schließlich nach [[Huntsville (Alabama)|Huntsville]] ([[Alabama]]), wo er zusammen mit [[Wernher von Braun]] an der Entwicklung der [[Redstone (Rakete)|Redstone-Rakete]] arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge seiner Untersuchungen über die [[Zuverlässigkeit (Technik)|Zuverlässigkeit]] komplexer Systeme, insbesondere im Hinblick auf die Raketenentwicklung, wird Lusser als &amp;#039;&amp;#039;Vater der Zuverlässigkeit&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Diese Erkenntnisse beruhen auf seinen Erfahrungen mit dem Bau der [[Fieseler Fi 103|Fieseler F 103]] (V1).&lt;br /&gt;
Seine Gleichung &amp;#039;&amp;#039;R&amp;lt;sub&amp;gt;s&amp;lt;/sub&amp;gt; = R&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;·R&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;·…·R&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; wird &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lussers Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Er entwickelte sie gemeinsam mit dem deutschen Mathematiker [[Erich Pieruschka]]. Sie sagt aus, dass die Zuverlässigkeit eines Gesamtsystems nur so gut ist wie das Produkt der Zuverlässigkeit der Einzelsysteme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1959 kehrte Lusser nach Deutschland zurück und wurde Technischer Direktor des [[Entwicklungsring Süd|Entwicklungsringes Süd]]. Aufgrund seiner Erkenntnisse über die Zuverlässigkeit komplexer Systeme berechnete er die Unzuverlässigkeit des [[Lockheed F-104|F-104 Starfighter]], der in der neu gegründeten deutschen [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]] die Rolle eines Allzweckflugzeuges übernommen hatte. Da Erkenntnisse über die mangelnde Zuverlässigkeit politisch nicht erwünscht waren, wurde er angeschwärzt, aus dem Arbeitsprozess ausgeschlossen und sein Vertrag nicht verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963, anlässlich eines Skiurlaubs mit neuer Skiausrüstung inkl. „Sicherheitsbindung“ riss seine Achillessehne beim „Probesturz“ im Hotelzimmer. Während seiner verbleibenden Zeit beim Entwicklungsring Süd bis Ende 1964 entwickelte er eine neue [[Skibindung]] und verkaufte sie später der [[Samuel G.Wyss AG]] in der [[Schweiz]]. In der Zeit der „Vorderstrammerbindungen“ war sie die erste Bindung, die den Namen „Sicherheitsbindung“ verdiente. Die Markteinführung in Deutschland, Schweiz und [[Österreich]] und auch in den USA war erfolgreich. Ohne den Erfolg miterleben zu können, verstarb Robert Lusser am 19. Januar 1969 im Alter von 69 Jahren. Einige Jahre später war Lussers Bindung vom Markt verschwunden; andere Skibindungshersteller hatten unter Anwendung seiner Sicherheitsprinzipien nachgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|15|534|535|Lusser, Robert|Hans Holzer|137891776}}&lt;br /&gt;
*&amp;lt;!-- Raberg Ulm --&amp;gt;{{BibISBN|9783799580403|Seite=250}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* Petra Reinfelder und Benedikt Burkard, Regie: &amp;#039;&amp;#039;Robert Lusser und die „V1“ – Hitlers Ingenieur und die „Wunderwaffe“.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation, 2008, 45 Min.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137891776|VIAF=86061374}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lusser, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrtingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (V-Waffen-Programm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes (1939)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lusser, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunstflieger, Ingenieur und Flugzeugentwickler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. April 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ulm]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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