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	<title>Robert Liefmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:47:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Liefmann&amp;diff=897615&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;The-Digit: /* Leben */ Bild durch einzelnen Stolperstein ersetzt, Inschrift korrigiert, Referenz ergänzt</title>
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		<updated>2025-04-18T08:56:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Bild durch einzelnen Stolperstein ersetzt, Inschrift korrigiert, Referenz ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Liefmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[4. Februar]] [[1874]] in [[Hamburg]];&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die kleine Enzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;. Encyclios-Verlag, Zürich 1950, Band 2, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; gestorben [[20. März]] [[1941]] in [[Morlaàs]]) war ein deutscher [[Wirtschaftswissenschaftler]] und Professor für [[Nationalökonomie]] an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Robert Liefmann wurde als Sohn des wohlhabenden [[Judentum|jüdischen]] Kaufmanns Semmy Liefmann und seiner Frau Auguste Juliane geboren. Er studierte in Freiburg, Berlin, München und Brüssel Nationalökonomie und [[Rechtswissenschaften]]. Auf Anregung von [[Max Weber]] [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er über [[Unternehmerverband|Unternehmerverbände]] und [[Wirtschaftskartell|Kartellwesen]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich nach einem Studienaufenthalt in England 1900 bei [[Magnus Biermer]] in Gießen. 1904 wurde er außerordentlicher Professor in Freiburg im Breisgau und wurde dort zum ordentlichen Professor für Nationalökonomie ernannt. 1907 unternahm er eine ausgedehnte Studienreise durch die [[Vereinigte Staaten|USA]]. Arbeitsschwerpunkte Liefmanns waren die Erforschung wirtschaftlicher Organisationsformen sowie die Zusammenhänge zwischen [[Wirtschaft]] und [[Psychologie]]. Seine [[Institutionenökonomie|institutionenökonomische]] Interessen betrafen außer den Unternehmensformen im engeren Sinne vor allem die [[Wirtschaftskartell|Kartelle]] und [[Trust (Wirtschaft)|Trusts]]. Bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] galt Liefmann nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland als [[Koryphäe]] auf dem Gebiet des Kartellwesens. 1913 erregte er öffentliche Aufmerksamkeit durch seine Kontroverse mit [[Wilhelm Merton]] über die Rolle der [[Metallgesellschaft]] und deren Tochtergesellschaft, der [[Metallbank]], im internationalen Metallhandel.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=Q3C1Dm-O6DkC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Das+konzerneigene+Bankinstitut+der+Metallgesellschaft+im+Zeitraum+von+1906&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=Yf3PBlsj0y&amp;amp;sig=DGn6Wqp5cgymis9ctRXxRiYgAao&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=GGd8S9mNDpSpsQbJ4MGdBQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=2&amp;amp;ved=0CAkQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false Liefmann/Merton-Kontroverse] S. 227 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war Liefmann einige Monate als [[Ballon]]führer in den [[Vogesen]] eingesetzt, bevor er für den Hochschuldienst suspendiert wurde. Anfang der 1920er Jahre erkrankte er an [[Myasthenie]], wodurch er zeitweise auf den Rollstuhl angewiesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 wurde ihm der Lehrstuhl an der Universität und seiner Schwester Else die Kassenzulassung und ihr Lehrauftrag an der Mädchenschule im Zuge der ersten nationalsozialistischen Maßnahmen entzogen. Ferner wurde er auch von der Universität ausgeschlossen. Obwohl die Eltern dem [[evangelisch]]en Glauben beigetreten waren, und Robert, wie auch seine Schwestern, evangelisch getauft waren, galten sie als [[Volljude]]n. Die Familie wollte ihre Heimat trotz der Umstände nicht verlassen, und Robert Liefmann setzte in seinem Testament sogar einen hohen Betrag als Stiftung für die Universität Freiburg aus, mit der die Weiterentwicklung seiner wirtschaftstheoretischen Lehre gefördert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Oktober 1940 wurde er mit seinen Schwestern [[Else Liefmann|Else]] und Martha mit allen badischen und pfälzischen Juden in das südfranzösische Lager [[Camp de Gurs]] am Fuße der [[Pyrenäen]] deportiert. Dort lebten sie getrennt voneinander unter primitivsten Bedingungen. Durch die Hilfe und Vermittlung des Sekretärs des [[Ökumenischer Rat der Kirchen|Ökumenischen Rates der Kirchen]] in [[Genf]], [[Adolf Freudenberg]], der mit Elsa Liefmann, einer Cousine der Geschwister, verheiratet war, wurde ihnen im Februar 1941 ein Erholungsurlaub zugestanden. Robert Liefmann war jedoch bereits dem Tod geweiht und starb wenige Tage später im 50 km entfernt gelegenen [[Morlaàs]]. Tragisch ist auch, dass er wenig später auf Vermittlung der [[University of New York|Universität von New York]] die Ausreise hätte antreten können. So konnten nur noch die Schwestern ausreisen oder zu Verwandten in der [[Schweiz]] fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde unterdessen das Vermögen der Familie beschlagnahmt, der Besitz verkauft und das Haus in der Goethestraße 33 in Freiburg vom Deutschen Reich enteignet. Das Gebäude wurde bis Kriegsende von der [[Gestapo]] genutzt. Dann wurde es von der Französischen Besatzungsmacht beschlagnahmt, diente deren Militärpolizei als Stützpunkt und fiel dann an das Land [[Baden-Württemberg]], das dort von 1949 bis 2000 ein Polizeirevier einrichtete. Heute wird das &amp;#039;&amp;#039;Liefmann-Haus&amp;#039;&amp;#039; als Gästehaus von der Universität Freiburg genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.housing.uni-freiburg.de/liefmannhaus/liefmannhaus-history |titel=Geschichte des Liefmann-Hauses |werk=Website der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]] |abruf=2025-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Erinnerung an die von den Nationalsozialisten Gedemütigten rekonstruierte [[Marlis Meckel]] 2006 deren Lebenswege und ließ als Erinnerung [[Stolpersteine]] verlegen. Der erste Stolperstein galt Robert Liefmann vor seinem ehemaligen Zuhause, der Goethestraße 33. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
[[Datei:D-BW-FR - Stolperstein LIEFMANN, Robert.jpg|mini|Stolperstein für Robert Liefmann in der Freiburger Goethestraße]]&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width:200px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;|&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-size:85%;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIER WOHNTE&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%;&amp;quot;&amp;gt;PROF. DR. ROBERT &lt;br /&gt;
LIEFMANN&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
JG. 1874&lt;br /&gt;
DEPORTIERT 1940&lt;br /&gt;
GURS&lt;br /&gt;
TOT AM 20.3.1941 IN&lt;br /&gt;
MORLAÁS&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Unternehmerverbände (Konventionen, Kartelle). Ihr Wesen und ihre Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg 1897.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ertrag und Einkommen auf der Grundlage einer rein subjektiven Wertlehre. Ein wirtschaftstheoret. Versuch.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Jena 1907; {{URN|nbn:de:bvb:355-ubr21042-3}}.&lt;br /&gt;
* Die Unternehmungsformen. Moritz, Stuttgart 1912; {{URN|nbn:de:bvb:355-ubr21420-2}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaften. Eine Studie über den modernen Kapitalismus und das Effektenwesen&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Jena 1913,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die internationale Organisation des Frankfurter Metallhandels.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Weltwirtschaftliches Archiv&amp;#039;&amp;#039;, 1, 1913, S. 108–122.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geld und Gold.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart / Berlin 1916; {{URN|nbn:de:s2w-11859}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geldvermehrung im Weltkriege und die Beseitigung ihrer Folgen. Eine Untersuchung zu den Problemen der Übergangswirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart / Berlin 1918; {{URN|nbn:de:s2w-11845}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kartelle und Trusts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Heft 5, Leipzig 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsbeschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1927 (Digitalisat {{URN|nbn:de:bvb:355-ubr21421-7}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kartelle, Konzerne und Trusts.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cartels, Concerns and Trusts.&amp;#039;&amp;#039; Ontario 2001 [London 1932].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|525|526|Liefmann, Robert|Walter Braeuer|118779931}}&lt;br /&gt;
* Dorothee Freudenberg-Hübner, [[Erhard Roy Wiehn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Abgeschoben. Jüdische Schicksale aus Freiburg 1940–1942. Briefe der Geschwister Liefmann aus Gurs und Morlaas an Adolf Freudenberg in Genf.&amp;#039;&amp;#039; Hartung-Gorre, Konstanz 1993, ISBN 3-89191-665-5 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Schoáh und Judaica&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Klaus-Rainer Brintzinger: &amp;#039;&amp;#039;Liefmann, Robert.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Harald Hagemann]], [[Claus-Dieter Krohn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Leichter–Zweig.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1999, ISBN 3-598-11284-X, S. 381–384.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118779931}}&lt;br /&gt;
* Rudolf Stolzmann, [http://www.gleichsatz.de/b-u-t/gene/stolzmann/rust-liefma1.html Liefmanns rein-psychisches System der Volkswirtschaft] [Aufsatz]&lt;br /&gt;
* [http://www.freiburg-im-netz.de/stolpersteine Stolpersteine in Freiburg.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118779931|LCCN=n90648689|VIAF=69725470}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liefmann, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Freiburg im Breisgau ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liefmann, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ökonom, Professor für Nationalökonomie und NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. März 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Morlaàs]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;The-Digit</name></author>
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