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	<title>Robert Lauterborn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T20:58:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Lauterborn&amp;diff=312723&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2024-09-02T08:29:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Lauterborn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Oktober]] [[1869]] in [[Ludwigshafen am Rhein|Ludwigshafen]]; † [[11. September]] [[1952]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war ein deutscher Hydrobiologe, Zoologe, [[Botaniker]] und Wissenschaftshistoriker. Sein offizielles [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisches Autorenkürzel]] lautet „{{Person|Lauterborn}}“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Ludwigshafener Verlegers besuchte bis 1885 die Lateinschule in Ludwigshafen, danach das [[Realgymnasium]] in Mannheim. Das Abitur erlangte er 1889.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Keratella cochlearis.jpg|mini|An dem Rädertierchen &amp;#039;&amp;#039;[[Keratella cochlearis]]&amp;#039;&amp;#039; beschrieb Lauterborn 1898 die „[[Cyclomorphose]]“.]]&lt;br /&gt;
Von 1889 bis 1898 studierte Lauterborn an der [[Universität Heidelberg]] [[Zoologie]] und [[Botanik]] unter anderem bei [[Otto Bütschli]]. Schon während dieser Zeit beschäftigte er sich mit zellbiologischen Arbeiten unter anderem an [[Kieselalgen]], [[Protozoen|Urtieren]] und [[Rädertierchen]]. So war ihm unter anderem aufgefallen, dass die Gehäuse und Panzer des planktontischen Rädertierchens &amp;#039;&amp;#039;[[Keratella cochlearis]]&amp;#039;&amp;#039; je nach Jahreszeit unterschiedlich ausgebildet sind. 1898 prägte Lauterborn hierfür den noch heute gültigen Begriff der „[[Cyclomorphose]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 wurde er mit einer Arbeit über den [[Dinoflagellaten]] &amp;#039;&amp;#039;Ceratium hirundinella&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. phil. nat. promoviert. 1898 reichte er seine Habilitationsschrift ein, eine Protozoen-Studie über &amp;#039;&amp;#039;„[[Flagellaten]] aus dem Gebiete des [[Oberrhein]]s“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 wurde Lauterborn außerordentlicher Professor an der [[Universität Heidelberg]]. Seine [[Antrittsvorlesung]] hielt er über &amp;#039;&amp;#039;„Das [[Plankton]] des Oberrheins“&amp;#039;&amp;#039;. Er hielt Vorlesungen über makroskopische und mikroskopische Süßwasserfauna, Plankton, Gewässerkunde, Meeresfauna, Forstzoologie sowie Geschichte der Zoologie. Neben seiner Lehrtätigkeit war er als Gutachter tätig. Er hatte dabei unter anderem Aufträge des [[Reichsgesundheitsamt]]es, wobei er sich insbesondere mit biologischen Untersuchungen am Oberrhein beschäftigte, der in dieser Zeit durch Industriebetriebe zunehmend [[Gewässerverschmutzung|verschmutzt]] wurde, wodurch gesundheitliche und ökologische Probleme entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem fallen in diese Zeit seine umfangreichen Forschungen zum Rhein, die er unter anderem in seiner Studie &amp;#039;&amp;#039;„Die geographische und biologische Gliederung des Rheinstroms“&amp;#039;&amp;#039; zusammenfasste und in deren Zusammenhang er zwischen 1907 und 1914 mehr als 300 fotografische Aufnahmen von der Quelle bis zum Mündung machte. Sein wichtigstes Werk war denn auch nicht rein biologisch, sondern fasste auch geographische und wissenschaftshistorische Aspekte ein: &amp;#039;&amp;#039;„Der Rhein. Naturgeschichte eines deutschen Stromes“&amp;#039;&amp;#039;, dessen erster Band sich im Untertitel &amp;#039;&amp;#039;„Die erd- und naturkundliche Erforschung des Rheins und der Rheinlande vom Altertum bis zur Gegenwart“&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, umfasst als Monographie das gesamte naturkundliche Wissen seiner Zeit über diesen Strom. In dieser Arbeit benennt er auch die zahlreichen Wissenschaftler, die sich über mehrere Jahrzehnte auf naturkundlichem Gebiet mit dem Rhein und dem Rheinland beschäftigt haben. Eine ausführliche Beschreibung ist dabei dem Botaniker [[Karl Friedrich Schimper]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lauterborns Untersuchungen über das Auftreten bestimmter &amp;#039;&amp;#039;„Abwasser-Organismen“&amp;#039;&amp;#039; waren eine entscheidende Grundlage zur Entwicklung des &amp;#039;&amp;#039;„[[Saprobiensystem]]s“&amp;#039;&amp;#039; durch [[Richard Kolkwitz]] und [[Maximilian Marsson]] um 1900, das noch heute als Standardmethode (DIN 38410) zur Untersuchung der Wasserqualität von Fließgewässern gilt. Zahlreiche seiner Arbeiten konzentrierten sich auf den [[Naturschutz|Natur-]] und [[Umweltschutz]], für den er sich aktiv einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 erhielt Lauterborn eine Anstellung am Forstzoologischen Institut an der [[Universität Karlsruhe]], dieses Institut wurde 1920 in die [[Albert-Ludwigs-Universität|Universität Freiburg]] eingegliedert. Von da an bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1935 war Lauterborn Professor in Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrenmitgliedschaften und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Societas pro fauna et flora fennica&lt;br /&gt;
* Niederländische Naturkundige Vereinigung&lt;br /&gt;
* Rhein-Museum Koblenz&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina]] (seit 1937)&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Zoologische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Naumann-Thienemann-Medaille|Einar-Naumann-Medaille]] der [[International Society of Limnology|Internationalen Vereinigung für Theoretische und Angewandte Limnologie]]&lt;br /&gt;
* 1948 [[Ehrendoktor]] der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
* 1950 Ehrendoktor der [[Universität Basel]]&lt;br /&gt;
* Nach Lauterborn ist die Algengattung &amp;#039;&amp;#039;[[Lauterborniella]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Schmidle}} benannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die [[Universität Konstanz]] hat ein auf dem [[Bodensee]] liegendes Forschungsschiff »Robert Lauterborn« genannt. Mit ihr nehmen Wissenschaftler regelmäßig [[Limnologie|Wasserproben]] und untersuchen diese direkt an Bord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage nach der Ortsbewegung der [[Diatomeen]]: Die Ortsbewegung der Bacillariaceen betreffend&amp;#039;&amp;#039;, 1894&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über Bau, Kernteilung und Bewegung der Diatomeen&amp;#039;&amp;#039;, 1896&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kern- und Zelltheilung von [[Ceratium hirundinella]]&amp;#039;&amp;#039;, 1897&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Protozoën-Studien&amp;#039;&amp;#039;, 1898&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Vogel-Fisch- und Thierbuch des Strassburger Fischers [[Leonhard Baldner]] aus dem Jahre 1666&amp;#039;&amp;#039;, 1903 (als Herausgeber)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verunreinigung der Gewässer und die biologische Methode ihrer Untersuchung…&amp;#039;&amp;#039;, 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Vegetation des Oberrheins&amp;#039;&amp;#039;, 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Süsswasserfauna&amp;#039;&amp;#039;, 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die sapropelische Lebewelt. Ein Beitrag zur Biologie des Faulschlammes natürlicher Gewässer&amp;#039;&amp;#039;, 1915&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die geographische und biologische Gliederung des Rheinstroms&amp;#039;&amp;#039;. 3 Teile. 1916, 1917 und 1918&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die räumliche Anordnung der Vogeleier im Nest&amp;#039;&amp;#039;, 1923&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Leben der Binnengewässer&amp;#039;&amp;#039;, 3.  Auflage 1925&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Flora der oberrheinischen Tiefebene und der benachbarten Gebiete&amp;#039;&amp;#039;, 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Faunistische Beobachtungen aus dem Gebiete des Oberrheins und des Bodensees&amp;#039;&amp;#039;, 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Rhein. Naturgeschichte eines deutschen Stromes. Erster Band: Die erd- und naturkundliche Erforschung des Rheins und der Rheinlande vom Altertum bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Erste Hälfte: Die Zeit vom Altertum bis zum Jahre 1800&amp;#039;&amp;#039;, 1930&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Zweite Hälfte: Die Zeit von 1800-1930. Abteilung I&amp;#039;&amp;#039;, 1934&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Zweite Hälfte: Die Zeit von 1800-1930. Abteilung II. Der Oberrhein mit den Schwäbischen Neckarlanden&amp;#039;&amp;#039;, 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Julian und der Schwarzwald&amp;#039;&amp;#039;, 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Universalisten, Enzyklopädisten und Fachforscher in der Geschichte der Naturwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1950 (als Manuskript gedruckt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|738|740|Lauterborn, Robert|Martin Müllerott|116770716}}&lt;br /&gt;
* RegioWasser e. V., Jörg Lange (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Rheinforschung. Lebensgang und Schaffen eines deutschen Naturforschers&amp;#039;&amp;#039; 2009, ISBN 978-3-935737-04-3.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Willer]] (1973): &amp;#039;&amp;#039;Robert Lauterborn zum Gedächtnis.&amp;#039;&amp;#039; In: Ruperto-Carola. Jg. 25, H. 52, 1973. S. 95–101.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Willer]] (2001): &amp;#039;&amp;#039;Robert Lauterborn 1869–1952. Pfälzer Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; Pfälzische Ges. zur Förderung der Wissenschaften, Speyer, S. 261–280. http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=65615511.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt2018&amp;quot;&amp;gt; Lotte Burkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen&amp;#039;&amp;#039;. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [https://www.bgbm.org/de/other-publications/verzeichnis-eponymischer-pflanzennamen-erweiterte-edition] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.robertlauterborn.de/&lt;br /&gt;
* {{IPNI|Lauterborn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116770716|LCCN=no2010065524|VIAF=93666483}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lauterborn, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phykologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entomologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschützer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Basel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lauterborn, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Hydrobiologe, Zoologe, Botaniker und Wissenschaftshistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ludwigshafen am Rhein|Ludwigshafen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. September 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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