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	<title>Robert Lach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T12:35:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Lach&amp;diff=1441901&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Klaus Taschwer und Grzegorz Rossoliński-Liebe; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-29T21:47:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Klaus Taschwer und Grzegorz Rossoliński-Liebe; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Ein Artikel über den Kameramann und Filmproduzenten (Walter) Robert Lach befindet sich unter [[Walter Robert Lach]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Lach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Januar|29. Jänner]] [[1874]] in [[Wien]]; † [[11. September]] [[1958]] in [[Salzburg]]) war ein [[Österreich|österreichischer]] Musikwissenschaftler, Dichter und Komponist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Lach (1874–1958) 1927 © Georg Fayer (1892–1950) OeNB 10449972.jpg|mini|Aufnahme von [[Georg Fayer]] (1927)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach einem abgebrochenen Jurastudium trat Lach 1894 in den österreichischen Staatsdienst. Daneben studierte er von 1893 bis 1899 Komposition am Konservatorium der [[Gesellschaft der Musikfreunde in Wien]] bei [[Robert Fuchs (Komponist)|Robert Fuchs]], außerdem ab 1896 Musikwissenschaft bei [[Richard Wallaschek]], [[Heinrich Löwy-Rietsch]], [[Max Dietz]] und [[Guido Adler (Musikwissenschaftler)|Guido Adler]]. 1902 erwarb er an der [[Karl-Ferdinands-Universität]] Prag den Grad eines Doktors der Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1912 bis 1920 leitete er die Musikaliensammlung der [[Österreichische Nationalbibliothek|Wiener Staatsbibliothek]] und setzte hier den von [[Josip Mantuani]] begonnenen gedruckten Katalog der Musikhandschriften der Österreichischen Staatsbibliothek fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Habilitation für Musikwissenschaft an der [[Universität Wien]] 1915 wurde er dort 1920 außerordentlicher. 1927 wurde Lach, welcher zu der antisemitischen Gruppe [[Bärenhöhle (Antisemitismus)|Bärenhöhle]] gehörte, Nachfolger von Guido Adler als ordentlicher Professor für [[vergleichende Musikwissenschaft]]. Sein Vorgänger Adler hatte ihn jedoch nicht empfohlen und nicht in seinen Besetzungsvorschlag  aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot;&amp;gt;[[Oliver Rathkolb]], [[Peter Autengruber]], Birgit Nemec, [[Florian Wenninger]]: [https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf &amp;#039;&amp;#039;Forschungsprojektendbericht. Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 4,2&amp;amp;nbsp;MB), Wien im Juli 2013, S. 125ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war er von 1924 bis 1945 Professor für Musikgeschichte an der [[Universität für Musik und darstellende Kunst Wien|Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 27. März 1933 trat Lach der [[NSDAP]] in der Ortsgruppe [[Pötzleinsdorf]] bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.529.471).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-V/26525.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lach gilt als führender Vertreter der vergleichenden Musikwissenschaft. Er veröffentlichte auch Schriften zur Musikgeschichte, Musikethnologie und -psychologie und trat als Lyriker und Komponist spätromantischer Werke hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1968 wurde in Wien-[[Floridsdorf]] (21. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Robert-Lach-Gasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antisemitismus ==&lt;br /&gt;
Laut [[Kurt Ehrenberg]], der die autobiographischen Aufzeichnungen seines Schwiegervaters [[Othenio Abel]] verarbeitete, war Lach Mitglied der [[Bärenhöhle (Antisemitismus)|„Bärenhöhle“]], einer [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitischen]] universitären Geheimclique.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Ehrenberg: &amp;#039;&amp;#039;Othenio Abel’s Lebensweg, unter Benützung autobiographischer Aufzeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; Kurt Ehrenberg, Wien 1975, S. 85 f., ausgewertet bei [[Klaus Taschwer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geheimsache Bärenhöhle. Wie ein antisemitisches Professorenkartell der Universität Wien nach 1918 jüdische und linke Forscherinnen und Forscher vertrieb.&amp;#039;&amp;#039; In: Regina Fritz, [[Grzegorz Rossoliński-Liebe]], Jana Starek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alma mater antisemitica: Akademisches Milieu, Juden und Antisemitismus an den Universitäten Europas zwischen 1918 und 1939.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, new academic press, Wien 2016, S. 221–242, hier S. 230 ([https://www.academia.edu/4258095/Geheimsache_B%C3%A4renh%C3%B6hle._Wie_eine_antisemitische_Professorenclique_nach_1918_an_der_Universit%C3%A4t_Wien_j%C3%BCdische_Forscherinnen_und_Forscher_vertrieb._2016_ online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief aus dem Jahr 1933 schreibt er: „Wer hätte vor drei Jahren zu hoffen gewagt, dass die Macht des Judentums so plötzlich und schnell gebrochen werden würde, wie dies Gottlob jetzt wenigstens in Deutschland … der Fall ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr: „Ich habe mir neulich das &amp;#039;Handbuch der Judenfrage&amp;#039; gekauft und mit Freuden darin Ihren Beitrag gefunden (…) Übrigens möchte ich mir erlauben, Sie nachträglich (…) auf einige Juden aufmerksam zu machen, die Sie in Wien vergessen haben: Den Regisseur an der Hofoper, Dr. Lothar Wallerstein, dann die vor wenigen Monaten nach Wien gekommene und natürlich an der Hofoper gelandete Jüdin Margarete Wallmann, ferner die Kapellmeister [Karl] Alwin, [Hugo] Reichenberger und [Josef] Krips, alle &amp;#039;reinkultivierte&amp;#039; Juden schlimmster Sorte! Überhaupt ist die Oper jetzt unter dem famosen Regime des [[Clemens Krauss (Dirigent)|Clemens Krauß]] total verjudet; nicht ein arischer Kapellmeister oder Regisseur! Krauß ist total durch und durch ein Judenknecht schlimmster Sorte! Ist er nicht vielleicht selbst ein Jude? … [[Arthur Erich Haas|Arthur Haas]] …, einer der widerlichsten und grauslichsten Juden, die man sich nur vorstellen kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[DerStandard.at|Online-Standard]] vom 23. Juli 2012: [https://www.derstandard.at/consent/tcf/1342947379780/Antisemitische-Adressen-in-Wien Antisemitische Adressen in Wien]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lach verzögerte zudem aufgrund rassistischer Motive die Ernennung von [[Egon Wellesz]] und lehnte [[Paul Nettl]] als Gutachter ab, weil dieser ein „[[Volljude]] von reinstem Schlage“ gewesen sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Entwicklungsgeschichte der ornamentalen Melopöie&amp;#039;&amp;#039;, 1913.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sebastian Sailer]]s &amp;quot;Schöpfung&amp;quot; in der Musik&amp;#039;&amp;#039;, 1916.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorläufiger Bericht über die in Auftrag der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften erfolgte Aufnahme der Gesänge russischer Kriegsgefangener im August und September 1916&amp;#039;&amp;#039;, 1917.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wolfgang Amadeus Mozart als Theoretiker&amp;#039;&amp;#039;. Holzhausen, Wien 1918.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Gesellschaftstanzes des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des musikalischen Zunftwesens&amp;#039;&amp;#039;, 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die vergleichende Musikwissenschaft, ihre Methoden und Probleme&amp;#039;&amp;#039;, 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Musik der Natur- und orientalischen Kulturvölker.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Guido Adler (Musikwissenschaftler)|Guido Adler]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musikgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; I–III, Frankfurt am Main 1924, 2. Aufl. Berlin-Wilmersdorf 1930; Neudrucke München 1975 und 1981, Band I, S. 3–34.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Konstruktionsprinzip der Wiederholung in Musik, Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039;, 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Kunst- und Musikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1925&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bruckner-Akten des Wiener Universitätsarchivs&amp;#039;&amp;#039;. E. Strache, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesänge russischer Kriegsgefangener I-III&amp;#039;&amp;#039;, 1926–52.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Staatsakademie und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien&amp;#039;&amp;#039;, E. Strache, 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Ethos in der Musik Schuberts.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Wien 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Art. &amp;#039;&amp;#039;Lach, Robert&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Musiker-Kalender 1954.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter &amp;amp; Co, Berlin 1954, Sp. 689–695 (mit ausführlichem Werkverzeichnis).&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|367||Lach, Robert|[[Othmar Wessely]]|116638818}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116638818|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116638818|LCCN=n97861806|VIAF=54136089}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lach, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Netzwerks Bärenhöhle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lach, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Musikwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Januar 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. September 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Salzburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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