<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Robert_Gradmann</id>
	<title>Robert Gradmann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Robert_Gradmann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Gradmann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-22T22:48:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Gradmann&amp;diff=238728&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Leben und Wirken */ - doppelten link</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Gradmann&amp;diff=238728&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-19T16:54:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; - doppelten link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gradmann-robert-in-stammbuch-des-koenigs-stuttgart-1913-s253.jpg|mini|hochkant|Robert Gradmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Julius Wilhelm Gradmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juli]] [[1865]] in [[Lauffen am Neckar]]; † [[16. September]] [[1950]] in [[Sindelfingen]]) war ein deutscher [[Pfarrer]], [[Geograph]], [[Botaniker]] und [[Landeskunde|Landeskundler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Robert Gradmann war ein Sohn des Kaufmanns Gustav Adolf Gradmann und dessen Base Pauline Hörlin, er hatte drei Geschwister. Die Familie zog nach Stuttgart, wo er das [[Dillmann-Gymnasium|Dillmann-Realgymnasium]] in Stuttgart&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://apt.netformic.de/alumni/frontend-pics/alumniportraits_leseprobe.pdf |wayback=20120813143802 |text=Ausschnitt aus der Publikation „Alumni Portraits“ der Dillmann-Stiftung}} (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; besuchte. Er bestand das Landexamen und wurde 1879 Schüler im [[Evangelische Seminare Maulbronn und Blaubeuren|Evangelischen Seminar Maulbronn]], doch  statt nach zwei Jahren die Ausbildung planmäßig in [[Evangelische Seminare Maulbronn und Blaubeuren|Blaubeuren]] fortzusetzen, besuchte er das [[Eberhard-Ludwigs-Gymnasium Stuttgart|Eberhard-Ludwigs-Gymnasium]] in Stuttgart und legte dort die Reifeprüfung ab. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er den Wehrdienst vermeiden und studierte von 1883 bis 1887 [[Theologie]] am [[Evangelisches Stift Tübingen|Evangelischen Stift in Tübingen]]. Seit Beginn seiner Studienzeit 1883 war er Mitglied der [[Tübinger Königsgesellschaft Roigel]] (1933–1935 [[Tübinger Königsgesellschaft Roigel|Tübinger Burschenschaft Roigel]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Verlobte wurde die Tübinger Gastwirtstochter Julie Tritschler, die er 1891 heiraten konnte. Er wurde nach Vikariaten in [[Öhringen]] und [[Kuchen]] 1891 Stadtpfarrer in [[Forchtenberg]]. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit der [[Botanik]] und veröffentlichte Aufsätze zur Flora [[Württemberg]]s. Auf Anregung von [[Eugen Nägele]], dem Vorsitzenden des [[Schwäbischer Albverein|Schwäbischen Albvereins]], begann er, einen Pflanzenführer der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] zu verfassen: Mit dem daraus entstandenen Werk &amp;#039;&amp;#039;Das Pflanzenleben der Schwäbischen Alb&amp;#039;&amp;#039; wurde Gradmann 1898 an der [[Universität Tübingen]] ohne Botanik-Studium promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 habilitierte sich Gradmann in [[Geographie]] zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Getreidebau im deutschen und römischen Altertum&amp;#039;&amp;#039;. In dieser Zeit arbeitete er als vierter Bibliothekar in der [[Universitätsbibliothek Tübingen]]. Sein wissenschaftliches Interesse galt unter anderem den Zusammenhängen zwischen [[Boden (Bodenkunde)|Boden]], [[Klima]], [[Vegetation]] und [[Siedlungsgeschichte]], woraus er seine „[[Steppenheidetheorie]]“ entwickelte, die für die historische Kulturlandschaftsforschung richtungsweisend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 erhielt Gradmann drei Rufe auf Lehrstühle der Geographie. Er wählte den Lehrstuhl an der [[Universität Erlangen]], wo seine Forschungsschwerpunkte in den Arbeitsrichtungen [[Pflanzengeographie]], [[Siedlungsgeographie]] und der [[Geomorphologie]] lagen. Seine 1931 erschienene Landeskunde von [[Süddeutschland]] gilt als mustergültig und wurde bis in die 1980er-Jahre mehrfach unverändert nachgedruckt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{DNB|550926461 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Erlangen betreute Gradmann die Doktorarbeit von [[Walter Christaller]] über &amp;#039;&amp;#039;Die Zentralen Orte in Süddeutschland&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1925 wurde Gradmann zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1922 bis 1929 war Gradmann Vorsitzender der Zentralkommission für wissenschaftliche Landeskunde in Deutschland sowie Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Deutschen Landes- und Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Zudem war er von 1931 bis 1933 Vorsitzender des Zentralausschusses des Deutschen Geographentages.&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Gradmann Stadtfriedhof Tübingen 2015.JPG|mini|hochkant|Stadtfriedhof Tübingen]]&lt;br /&gt;
An der [[Universität Erlangen]] war Gradmann unter anderem auch Dekan der Philosophischen Fakultät und von 1925 bis 1926 Rektor. Gradmann wurde 1934 emeritiert. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Tübingen und [[Sindelfingen]]. Er ist der Vater des Botanikers [[Hans Gradmann]] und der Großvater des Physikers [[Ulrich Gradmann]] und des Biophysikers [[Dietrich Gradmann]] sowie von [[Hans Hirzel (Politiker)|Hans Hirzel]] und [[Susanne Hirzel]], die während des Zweiten Weltkrieges zur Widerstandsgruppe „[[Weiße Rose]]“ im Dritten Reich gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1935: Ehrenmitglied des [[Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg|Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesellschaft-naturkunde-wuerttemberg.de/wp-content/uploads/2025/03/Ehrenmitglieder_2024.pdf Ehrenmitglieder des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1939: Ehrenmitglied des [[Schwäbischer Heimatbund|Bundes für Heimatschutz in Württemberg und Hohenzollern]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbisches Heimatbuch]]&amp;#039;&amp;#039; 26 (1940), S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1941: [[Ehrendoktor]]würde (D. phil. h.c.) der [[Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
* 1965: Stiftung der der [[Robert-Gradmann-Medaille]] als Wissenschaftspreis aus Anlass des 100. Geburtstages&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Gradmann Pflanzenleben 1900 Titel.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Das Pflanzenleben der Schwäbischen Alb&amp;#039;&amp;#039; (1900)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Getreideanbau im deutschen und römischen Altertum.&amp;#039;&amp;#039; Costenoble, Jena 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Wegzeiger&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Studien. Festschrift zum 70. Geburtstag von Professor Eugen Nägele.&amp;#039;&amp;#039; Silberburg-Verlag, Stuttgart 1926, S. 243–249.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschland.&amp;#039;&amp;#039; Engelhorn, Stuttgart 1931. Nachdruck: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, ISBN 3-534-00124-9.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeiner Teil&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die einzelnen Landschaften&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Robert Gradmann |Titel=Das Pflanzenleben der Schwäbischen Alb |Band= |Auflage=4 |Verlag=Schwäbischer Albverein |Ort=Stuttgart |Datum=1950 |Seiten= |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzengeographische Darstellung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Flora der Schwäbischen Alb&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebenserinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Online verfügbare Aufsätze:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber das Ordnungswort im alphabetischen Katalog&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt für Bibliothekswesen&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 25 (1908), H. 7, S. 289–302 ([https://www.digizeitschriften.de/id/338182551_0025?tify=%7B%22pages%22%3A%5B327%5D%2C%22view%22%3A%22info%22%7D Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pfahlbauten und Klimaschwankungen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 69 (1949/50), S. 11–26 ([http://www.bodenseebibliotheken.eu/page?vgeb-j1949_50-t-A011 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Gradmann Symposium 2002 Titel.jpg|mini|hochkant|Symposium 2002]]&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Wolf (Geograph)|Reinhard Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Ökologie, Landschaft, Kultur – Robert Gradmann und sein Werk&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Heimat&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 51 (2000), Nr. 3, S. 288–296 (https://doi.org/10.53458/sh.v51i3.7041).&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|703|705|Gradmann, Robert Julius Wilhelm|Martin Müllerott|118696904}}&lt;br /&gt;
* Winfried Schenk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Robert Gradmann. Vom Landpfarrer zum Professor für Geographie&amp;#039;&amp;#039;, DRW-Verl., Leinfelden-Echterdingen 2002 (Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde, Band 42), ISBN 3-87181-742-2 (darin u.&amp;amp;nbsp;a.: [[Friedrich Seck]]: &amp;#039;&amp;#039;Robert Gradmann als Bibliothekar&amp;#039;&amp;#039;, S. 43–51).&lt;br /&gt;
* Uwe Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Glaube und Wissen: Der Pfarrer und Geografieprofessor Robert Gradmann (1865–1950).&amp;#039;&amp;#039; in ders.: &amp;#039;&amp;#039;Himmelreich auf Erden. Evangelische Pfarrer als Naturforscher und Entdecker&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2007, S. 64–72.&lt;br /&gt;
* [[Theophil Gerber]]: &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin – Biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;  4. erweiterte Auflage, Verlag NoRa Berlin 2014, S. 247.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118696904}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/pm/pm353.html | wayback=20091119080451 | text=Kurzbiografie bei der Universität Tübingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118696904|LCCN=n88676045|VIAF=30331250}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gradmann, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geobotaniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geograph (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Standort Erlangen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1865]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gradmann, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gradmann, Robert Julius Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pfarrer, Geograph, Botaniker und Landeskundler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juli 1865&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lauffen am Neckar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. September 1950&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sindelfingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>