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	<title>Robert Garnier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T06:24:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Robert_Garnier&amp;diff=874945&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: Kleinere formale Änderungen, Einleitungsbild vergrössert, Abkürzung ausgeschrieben, Literaturformatierung</title>
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		<updated>2026-04-05T01:41:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinere formale Änderungen, Einleitungsbild vergrössert, Abkürzung ausgeschrieben, Literaturformatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Juristen und Dichter Robert Garnier. Zum Filmarchitekten siehe [[Robert-Jules Garnier]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Garnier.jpg|mini|Robert Garnier]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Garnier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1544]] in [[La Ferté-Bernard]]; † [[20. September]] [[1590]] in [[Le Mans]]) war ein französischer [[Jurist]] und [[Autor]]. Seine moralisch und politisch erzieherisch intendierten Stücke verarbeiten in rhetorisch anspruchsvollen [[Alexandriner]]n überwiegend antike Vorlagen und gelten als Höhepunkt des [[Humanismus|Humanistentheaters]] in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Schaffen ==&lt;br /&gt;
Garnier studierte Jura in [[Toulouse]], wo er sich auch literarisch zu betätigen begann. Er schrieb zunächst Lyrik im Stil der [[La Pléiade|Pléiade]]-Schule; sein Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Plaintes amoureuses de Garnier&amp;#039;&amp;#039; von 1565 scheint jedoch verloren. 1564 und 1566 erhielt er Jahrespreise der Toulouser &amp;#039;&amp;#039;Académie des Jeux floraux&amp;#039;&amp;#039; (A.&amp;amp;nbsp;der Blumenspiele) für zwei längere Gedichte, in denen er die 1562 ausgebrochenen Bürgerkriege zwischen Katholiken und Protestanten beklagt und, aus einer katholischen Perspektive, die Rückkehr von Frieden und Ordnung herbeiwünscht. 1565 betätigte er sich anlässlich eines Besuchs des jungen Königs [[Karl IX. (Frankreich)|Karl&amp;amp;nbsp;IX.]] in Toulouse als Texter von Grußinschriften und Autor dreier [[Sonett|Begrüßungssonette]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 erhielt er die Zulassung als Anwalt am [[Parlement von Paris]], wo er sich mit der königstreuen &amp;#039;&amp;#039;Hymne de la monarchie&amp;#039;&amp;#039; einführte. 1569 wurde er hochrangiger Richter in Le Mans und 1586 schließlich Mitglied des Staatsrats unter König [[Heinrich III. (Frankreich)|Heinrich III.]] Er war damit ein typischer Vertreter der neu entstehenden Schicht des [[Amtsadel]]s („noblesse de robe“) zwischen Bürgertum und Adel, aus der in den nächsten 200 Jahren noch viele Autoren hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1569 und 1583 verfasste Garnier acht Stücke, deren Handlungen zwar auf vorgegebenen Stoffen beruhen und in mehr oder weniger ferner Vergangenheit spielen, jedoch im Hinblick auf die eigene Zeit, d.&amp;amp;nbsp;h. die Wirren der [[Religionskriege]], aktualisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten sechs Stücke waren [[Tragödie]]n und inspirierten sich an den antiken griechischen bzw. römischen Autoren [[Euripides]] und [[Seneca]]: &amp;#039;&amp;#039;Porcie&amp;#039;&amp;#039; (1568), &amp;#039;&amp;#039;Hippolyte&amp;#039;&amp;#039; (1573), &amp;#039;&amp;#039;Cornélie&amp;#039;&amp;#039; (1574), &amp;#039;&amp;#039;Marc-Antoine&amp;#039;&amp;#039; (1578), &amp;#039;&amp;#039;La Troade&amp;#039;&amp;#039; (1579) und &amp;#039;&amp;#039;Antigone&amp;#039;&amp;#039; (1580).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1582, in einer kurzen Zeit des Friedens, verfasste Garnier das optimistischer wirkende Liebesdrama &amp;#039;&amp;#039;Bradamante&amp;#039;&amp;#039;, das eine Episode aus [[Ariosto]]s Versepos &amp;#039;&amp;#039;Orlando furioso&amp;#039;&amp;#039; verarbeitet. Es führte zugleich die Gattung [[Tragikomödie]] in Frankreich ein und war das erste und für lange Zeit letzte französische Stück, dessen Handlung im Mittelalter spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wohl beste und jedenfalls erfolgreichste Stück Garniers war sein letztes: die Tragödie &amp;#039;&amp;#039;Les Juives&amp;#039;&amp;#039; (Die Jüdinnen, 1583). Es nimmt seinen Stoff aus der Bibel und handelt von der grausamen Bestrafung des aufständischen jüdischen Königs [[Sedecias]] durch den Eroberer [[Nabu-kudurri-usur II.|Nebukadnezar]]. Es verweist hiermit auf die grausam niedergeschlagenen Aufstände der französischen Protestanten gegen die katholisch gebliebenen Könige während der Religionskriege (deren Ende 1598 der Autor nicht mehr erlebte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl heute kaum mehr bekannt, gilt Garnier als der bedeutendste französische Dramatiker des 16. Jahrhunderts. Mit seiner Anlehnung an antike Stoffe und die antike Form der Tragödie folgte er, wie vorher schon sein älterer Kollege [[Étienne Jodelle]], einer aus Italien gekommenen Mode sowie den Lehren der Pléiade-Gruppe, wie sie z.&amp;amp;nbsp;B. 1549 von [[Joachim Du Bellay]] formuliert worden waren. Nicht zuletzt dank Garnier wurden in der Antike spielende Stücke eine Selbstverständlichkeit im französischen Theater. Sein &amp;#039;&amp;#039;Marc-Antoine&amp;#039;&amp;#039; wurde von [[Pierre Corneille]] für &amp;#039;&amp;#039;La Mort de César&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hippolyte&amp;#039;&amp;#039; von [[Jean Racine]] für &amp;#039;&amp;#039;Phèdre&amp;#039;&amp;#039; als Inspirationsquelle benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Garniers Gattin (seit 1573) Françoise Hubert war zu ihrer Zeit eine geschätzte Dichterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* 8 Theaterstücke nach der Ausgabe Paris 1585 neu hrsg. in 4 Bänden von W. Förster, Heilbronn 1885 (im Einzelnen: &amp;#039;&amp;#039;[[Porcia|Porcie]]&amp;#039;&amp;#039;, 1568; &amp;#039;&amp;#039;[[Hippolytos (Sohn des Theseus)|Hippolyte]]&amp;#039;&amp;#039;, 1573; &amp;#039;&amp;#039;[[Cornelia|Cornélie]]&amp;#039;&amp;#039;, 1574; &amp;#039;&amp;#039;[[Marcus Antonius|Marc-Antoine]]&amp;#039;&amp;#039;, 1578; &amp;#039;&amp;#039;[[Troades|La Troade]]&amp;#039;&amp;#039;, 1579; &amp;#039;&amp;#039;[[Antigone]]&amp;#039;&amp;#039;, 1580; &amp;#039;&amp;#039;Les Juives&amp;#039;&amp;#039;, 1583; &amp;#039;&amp;#039;Bradamante&amp;#039;&amp;#039;, 1582).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Plaintes amoureuses&amp;#039;&amp;#039; (Toulouse 1565, verloren).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hymne de la monarchie&amp;#039;&amp;#039; (Paris 1567).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Élégie sur le trépas de [[Pierre de Ronsard|Ronsard]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le tombeau de messire Desportes&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118716395}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gert-pinkernell.de/romanistikstudium/index.html Artikel in Gert Pinkernell: „Namen, Titel und Daten der französischen Literatur“] (Quelle)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118716395|LCCN=n/50/15179|VIAF=31996630}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Garnier, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissance-Humanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Le Mans)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1544]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1590]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Garnier, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1544&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[La Ferté-Bernard]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. September 1590&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Le Mans]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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