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	<title>Robert Breuer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:LintErrors/missing-end-tag&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Spezial:LintErrors/missing-end-tag (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;End-Tag fehlt&lt;/a&gt; kursiv nicht beidseitig geschlossen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Publizisten Robert Breuer. Andere Personen siehe [[Robert Breuer (Journalist)]] und [[Robert Brojer]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:RobertBreuer01.jpg|mini|hochkant|Robert Breuer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Breuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lucian Friedlaender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[28. Juni]] [[1878]] in Rzeki bei [[Częstochowa|Tschenstochau]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[30. April]] [[1943]] auf [[Martinique]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Journalist]] und [[Publizist]]. Als Vertrauter [[Friedrich Ebert]]s war er 1919 stellvertretender Pressechef der [[Reichskanzlei]] und des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Der studierte [[Theologie|Theologe]] Breuer war bereits Kunstkritiker des sozialdemokratischen &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]]&amp;#039;&amp;#039;, als er 1911 seine Mitarbeit bei der von [[Siegfried Jacobsohn]] herausgegebenen Wochenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne|Die Schaubühne]]&amp;#039;&amp;#039; begann. Da sich die &amp;#039;&amp;#039;Schaubühne&amp;#039;&amp;#039; zu diesem Zeitpunkt noch ausschließlich [[Theater]]themen widmete, beschränkten sich die Beiträge Breuers auf die unterschiedlichsten kulturellen Bereiche. Dies änderte sich mit der thematischen Erweiterung der &amp;#039;&amp;#039;Schaubühne&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1913 und dem Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Im November 1915 startete Breuer unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;[[Fabius Maximus Verrucosus|Cunctator]]&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch = Zögerer) eine Serie von Leitartikeln, die sich kritisch mit der Politik der Reichsregierung und dem politischen Zustand des Reiches auseinandersetzten. Die Serie gipfelte am 23. Dezember in dem Beitrag „Die Krise des Kapitalismus“, in dem er den Weltkrieg als Ausdruck einer Kapitalismuskrise beschrieb und der mit der Feststellung endete: {{&amp;quot; |Text=Nur die Internationale des Proletariats kann die Krise des national verbrämten Kapitalismus überwinden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Artikels wurde die &amp;#039;&amp;#039;Schaubühne&amp;#039;&amp;#039; zunächst verboten. Jacobsohn konnte jedoch ein weiteres Erscheinen des Blattes sicherstellen, indem er in eine Vorzensur einwilligte. Zum &amp;#039;&amp;#039;Germanicus&amp;#039;&amp;#039; gewandelt kehrte Breuer allerdings im Januar 1916 als Kommentator zurück in das Blatt. In den folgenden drei Kriegsjahren setzte Breuer seinen auf Verständigung und demokratischen Fortschritt ausgerichteten Kurs fort, wobei es 1918 zunehmend zu Differenzen zwischen Jacobsohn und &amp;#039;&amp;#039;Germanicus&amp;#039;&amp;#039; kam. Nach den Anfangserfolgen der deutschen Frühjahrsoffensive 1918 rückte Breuer von seiner strikt anti-annexionistischen Position ab und verließ auch auf anderen Gebieten die bisherige Linie des Blattes. Die Differenzen zwischen dem [[Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands|MSPD]]-Anhänger Breuer und Jacobsohn, der mehr für die Position der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] eintrat, führten schließlich zum Abschied von &amp;#039;&amp;#039;Germanicus&amp;#039;&amp;#039; am 5. Dezember 1918. Breuer blieb der &amp;#039;&amp;#039;Weltbühne&amp;#039;&amp;#039;, wie die &amp;#039;&amp;#039;Schaubühne&amp;#039;&amp;#039; inzwischen hieß, jedoch bis 1931 als kulturpolitischer Journalist verbunden. Seinen Abschied kommentierte Breuer mit einer drastischen Einschätzung der politischen Lage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Lieber Jacobsohn,&amp;lt;br /&amp;gt;Sie sagen mir, daß Sie vor Ihrem Gewissen nicht länger meine Wochenbetrachtungen verantworten können. (…) Ich bin nichts weniger als hysterisch und habe lange und laut genug gegen den Größenwahn der deutschen Welthegemonie gekämpft. Aber ich kann es mir nicht erhaben vorstellen, wenn ein vom bolschewistischen Fieber zerrüttetes Deutschland zu einer von französischen Niggern kontrollierten englischen Kolonie wird.&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Germanicus nimmt Abschied&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Weltbühne.&amp;#039;&amp;#039; 5. Dezember 1918, S. 521.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RobertBreuer02.jpg|mini|Robert Breuer 1921]]Konsequent schien es somit, dass Breuer von 1919 für die neue Reichsregierung unter Ebert arbeitete. Ebert wurde dagegen von der &amp;#039;&amp;#039;Weltbühne&amp;#039;&amp;#039; häufig als Verräter an der [[Novemberrevolution|Revolution]] vom 9. November 1918 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1925 war Breuer Direktor des Verlages für Sozialwissenschaft. In dieser Zeit redigierte er auch die sozialistische Wochenschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Glocke (Zeitschrift, 1915)|Die Glocke]]&amp;#039;&amp;#039;. Anschließend, von 1925 bis 1932, arbeitete als Abteilungsleiter in der [[Reichszentrale für Heimatdienst]], der Vorläuferin der heutigen [[Bundeszentrale für politische Bildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 floh er über die ehemalige [[Tschechoslowakei]] nach Frankreich, wo er ebenfalls publizistisch tätig war. Er schrieb dort unter anderem für die &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039;, das Nachfolgeblatt des &amp;#039;&amp;#039;[[Pariser Tageblatt]]s&amp;#039;&amp;#039;, insbesondere zahlreiche Theaterkritiken; zeitweise war er auch angestellter Redakteur dieser Zeitung.&amp;lt;ref&amp;gt;Claude Villard: &amp;#039;&amp;#039;Theaterkritik&amp;#039;&amp;#039;. In: Hélène Roussel, Lutz Winckler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechts und links der Seine. Pariser Tageblatt und Pariser Tageszeitung 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2002, S. 235–250; siehe auch Michaela Enderle-Ristori: &amp;#039;&amp;#039;Markt und intellektuelles Kräftefeld. Literaturkritik im Feuilleton von Pariser Tageblatt und Pariser Tageszeitung (1933–1940).&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1997, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938 wurde er aus Deutschland ausgebürgert. Seine Flucht vor den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] führte ihn schließlich 1940 über [[Marokko]] nach [[Martinique]]. Dort gelang es ihm nicht, ein Visum in die USA zu erhalten. Da die zu [[Vichy-Regime|Vichy-Frankreich]] gehörende Insel von den alliierten Kriegsschiffen blockiert wurde, kam es zu einem großen Mangel an Lebensmitteln. Über Breuers letzte Stunden berichtete der ebenfalls auf Martinique gestrandete [[Kurt Kersten (Autor)|Kurt Kersten]] rückblickend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Da sah ich voller Schrecken einen alten ausgezehrten Mann mit fahlem, eingefallenen Gesicht, die abgemagerten Arme lagen wie dürre Stöcke auf der Decke des Feldbettes. Aus den einst leuchtend hellblauen Augen war jeder Glanz verschwunden, die aus dem bleichen, schon wächsernen Antlitz herausspringende Nase schien allein noch zu leben. (…) Der Arzt sagte: ‚Wir haben keine Medikamente und auch nicht einmal die richtige Ernährung für unsern Freund, die Krankheit ist auch schon so weit fortgeschritten, daß man gar nicht mehr viel für ihn tun kann.‘ – ‚Welche Krankheit?‘ – Ein mitleidiger Blick traf mich, als sähe man mir nicht selber die Folgen des Hungers an: ‚Welche Krankheit?! Hunger!‘&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Hefte.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3, März 1953}}&lt;br /&gt;
Breuer starb in der Nacht zum 30. April 1943 völlig verarmt und entkräftet an den Folgen einer [[Malaria]] in einem Krankenhaus. Er hinterließ seine Frau und einen Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutschland’s Raumkunst und Kunstgewerbe auf der Weltausstellung zu Brüssel 1910.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1910.&lt;br /&gt;
* mit Hans Landsberg, Ulrich Rauscher: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Soldatenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lothar Baier]]: &amp;#039;&amp;#039;Exil und Tod in Martinique.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sinn und Form]].&amp;#039;&amp;#039; 3/1991, S. 606–613.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hürter]] (Red.) Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;T–Z, Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Auswärtiges Amt, Historischer Dienst. Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-71844-0, S. 415&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* [[Arno Scholz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Robert Breuer – Ein Meister der Feder.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Breuer, Robert.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 94.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118673998}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118673998}}&lt;br /&gt;
* [http://deposit.ddb.de/cgi-bin/exil.pl?bild=1&amp;amp;navigation=1&amp;amp;wahl=0&amp;amp;zeitung=aufbau&amp;amp;jahrgang=09&amp;amp;ausgabe=21&amp;amp;seite=06010005&amp;amp;ansicht=3&amp;amp;filename=.gif Nachruf auf Robert Breuer] In: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau.&amp;#039;&amp;#039; 21. Mai 1943&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Exilarchiv |ID=977993922 |Typ=T}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/d654f127-ac23-4b44-b2a0-e23efe5323d5/ Nachlass Bundesarchiv N 2040]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118673998|LCCN=no00074569|VIAF=15092412}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Breuer, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Breuer, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Friedlaender, Lucian (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Juni 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Rzeki bei [[Częstochowa|Tschenstochau]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. April 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=auf [[Martinique]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lómelinde</name></author>
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