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	<title>Robert Bosse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2026-03-19T17:17:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Robert Bosse.jpg|mini|hochkant|D. Dr. Robert Bosse]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Robert Bosse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juli]] [[1832]] in [[Quedlinburg]]; † [[31. Juli]] [[1901]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Politiker, zuletzt preußischer Kultusminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Klink 10 (Quedlinburg).JPG|mini|Bosses Geburtshaus]]&lt;br /&gt;
Robert Bosse wurde als drittes Kind des [[Küfer|Böttchers]] und späteren Branntweinbrenners Julius Bosse und seiner aus Gernrode am Harz stammenden Ehefrau Dorothea geb. Sachse in Quedlinburg im [[Klink 10 (Quedlinburg)|Haus Klink 10]] geboren. Er studierte an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Ruprecht-Karls-Universität]] und der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Friedrichs-Universität Halle]] Rechtswissenschaft. 1851 wurde er im [[Corps Suevia Heidelberg]] und im [[Corps Palaiomarchia]] [[Reception (Corps)|recipiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, 121/471; 103/57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Inaktiver wechselte er an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Von 1861 bis 1868 war er in [[Roßla]] Kammerdirektor des [[Grafen zu Stolberg|Grafen zu Stolberg-Roßla]]. Nach Tätigkeiten in der Provinzialverwaltung (1868 Amtmann beim [[Amt Uchte]], 1870 Konsistorialrat, 1872 Oberpräsidialrat in Hannover, Justitiar des Provinzialschulkollegiums) wurde er 1876 als Vortragender Rat ins [[Preußisches Ministerium der geistlichen-, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten|Preußische Ministerium der geistlichen-, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten]] bzw. 1878 ins preußische Staatsministerium berufen. 1881 als Direktor der neu geschaffenen sozialpolitischen Abteilung in das Reichsamt des Innern berufen, wirkte er maßgeblich an den ersten Arbeiterversicherungsgesetzen Bismarcks mit,&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Bosses sozialpolitischer Tätigkeit vgl. [[Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914]], II. Abteilung: Von der Kaiserlichen Sozialbotschaft bis zu den Februarerlassen Wilhelms II. (1881–1890), Band 1 bis 7; ebenda, III. Abteilung: Ausbau und Differenzierung der Sozialpolitik seit Beginn des Neues Kurses (1890–1904), Band 1 bis 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1889 Unterstaatssekretär ebenda, 1890 [[Staatssekretär]] des Staatsrats und 1891 Staatssekretär des [[Reichsjustizamt]]es und zugleich Vorsitzender der Kommission für das neue [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerliche Gesetzbuch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultusminister ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zentralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preußen - 1892 (34), S. 622.png|mini|Hitzefrei (1892)]]&lt;br /&gt;
Von März 1892 bis September 1899 war er preußischer Kultusminister. Er hatte wesentlichen Anteil an der Einführung von Besoldungsgesetzen für Pfarrer und Volksschullehrer. Außerdem führte er für Schulen [[Hitzefrei]] mit Wirkung vom 16.&amp;amp;nbsp;Juni 1892 ein, wenn die Temperatur 25&amp;amp;nbsp;°C um 10 Uhr morgens überschritt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ausfallen des Nachmittagsunterrichtes mit Rücksicht auf große Hitze |Sammelwerk=Centralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preußen |Herausgeber=[[Preußisches Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten|Ministerium der geistlichen, Unterrichts= und Medizinal=Angelegenheiten]] |Nummer=9/10 |Seiten=622&amp;amp;nbsp;f. |Ort=Berlin |Verlag=Weidmann |Jahr=1892 |Online=https://goobiweb.bbf.dipf.de/viewer/object/985843438_0034/619/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensabend ===&lt;br /&gt;
Im Ruhestand schrieb er seine Erinnerungen nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 69&amp;amp;nbsp;Jahren gestorben, wurde Bosse auf dem [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]] in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]] beigesetzt. Das Grab ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Mende: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Grabstätten&amp;#039;&amp;#039;. Haude &amp;amp; Spener, Berlin 2006, S.&amp;amp;nbsp;300.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Verheiratet war Robert Bosse mit Alwine, geb. Lindenbein (1835–1909). Gemeinsam hatten sie sieben Kinder, darunter den evangelischen Theologen und Bibliothekar [[Friedrich Bosse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|2|484|484|Bosse, Julius Robert|[[Walter Bußmann (Historiker)|Walter Bußmann]]|116266929}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Robert Bosse ist Ehrenbürger seiner Geburtsstadt, die ihm zu Ehren eine Straße, eine Schule und einen Platz benannte. In [[Schreiberhau]] wurde 1908 im Park des Deutschen Lehrerheims ein von [[Gerhard Janensch]] geschaffenes Denkmal Bosses enthüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Academische Monatshefte&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 25 (1908/09), S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1890 wurde Robert Bosse mit dem Kommenturkreuz mit Stern des [[Orden der Württembergischen Krone|Ordens der Württembergischen Krone]] geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 1896, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgerliches Wappen ==&lt;br /&gt;
Unter seinem Schildeshaupt, darin balkenweise drei rote Muscheln, in Rot ein von zwei goldenen Ringen beseitete silberne Burg mit zwei Türmen, in dessen Toröffnung ein wachsender goldener Hund mit silbernem Halsband. Helm: rot-silber, geschlossener rot-silberner. geteilter Flug. Decken und Binde: rot-silber.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN830245685?tify=%7B%22pages%22%3A%5B83%5D%2C%22pan%22%3A%7B%22x%22%3A0.529%2C%22y%22%3A0.364%7D%2C%22view%22%3A%22info%22%2C%22zoom%22%3A0.902%7D Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz), 6. Abt, Seite 75], [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN830245685?tify=%7B%22pages%22%3A%5B275%5D%2C%22pan%22%3A%7B%22x%22%3A0.561%2C%22y%22%3A0.691%7D%2C%22view%22%3A%22info%22%2C%22zoom%22%3A1.559%7D Wappen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* mit Erich von Woedtke: &amp;#039;&amp;#039;Das Reichsgesetz, betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung vom 22. Juni 1889, erläutert nach amtlichen Quellen.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1890; 2. und 3. Auflage 1891.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine Dienstreise nach dem Orient.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1900.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus der Jugendzeit.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1911.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mensuren und Pandekten. Studentische Erinnerungen eines preußischen Ministers&amp;#039;&amp;#039;. WJK-Verlag, Hilden 2003, ISBN 3-933892-51-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Bosse hinterließ zahlreiche Erinnerungen, Briefe und Tagebucheintragungen. Die Studententagebücher 1851/52 befinden sich im Bundesarchiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Corpszeitung der Altmärker-Masuren 54 und 61, Kiel 1974 und 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Zeitraum 1878–1892 sind die Erinnerungen im Rahmen eines [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]]-Projektes bearbeitet worden:&lt;br /&gt;
* Volker Mihr, [[Florian Tennstedt]], Heidi Winter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sozialreform als Bürger- und Christenpflicht. Aufzeichnungen, Briefe und Erinnerungen des leitenden Ministerialbeamten Robert Bosse aus der Entstehungszeit der Arbeiterversicherung und des BGB (1878–1892)&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018793-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|484|484|Bosse, Julius Robert|[[Walter Bußmann (Historiker)|Walter Bußmann]]|116266929}}&lt;br /&gt;
* Armin Danco: &amp;#039;&amp;#039;Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. (Mitglieder 1810–1985), Heidelberg 1985, Nr. 421.&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen, [[Florian Tennstedt]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitiker im Deutschen Kaiserreich 1871 bis 1918.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2010, ISBN 978-3-86219-038-6, S. 21 f. ([http://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-86219-038-6.volltext.frei.pdf Online], PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* Erich Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Die „Bosse“. Beitrag zur Geschichte eines Mansfelder Rittergeschlechts und seines Sippenkreises&amp;#039;&amp;#039;. Sonderdruck vom Originalsatz des Deutschen Geschlechterbuches. Glücksburg 1952.&lt;br /&gt;
* Christian Marlow: Eine Schülerwehr in der Stadt Quedlinburg. Robert Bosses&amp;#039; (1832–1901) Jugendjahre. In: &amp;#039;&amp;#039;[https://lhbsa.de/publikationen/beitraege-zur-regional-und-landeskultur-sachsen-anhalts-band-71/ Adel, Bauern, Schülerwehr. Alltag und Politik in der Provinz Sachsen und dem Herzogtum Anhalt zwischen 1840 und 1850]&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Christian Marlow für den Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V., Beiträge zur Regional- und Landeskultur Sachsen-Anhalts, Band 71, Halle (Saale) 2020, S. 93–107.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116266929}}&lt;br /&gt;
* [http://www.quedlinburgweb.de/qlb/allerlei/begegnung.htm Begegnungen eines Quedlinburgers mit einem Nachtwächter]&lt;br /&gt;
* Nachruf in der Deutschen Juristen-Zeitung, Jg. 6 (1901), [http://dlib-zs.mpier.mpg.de/mj/kleioc/0010/exec/bigpage/%222173669_06%2b1901_0398%22 S. 378.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116266929|LCCN=nb/2006/3061|VIAF=72140716}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bosse, Robert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultusminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Komtur mit Stern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exzellenz (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirklicher Geheimer Rat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgerliches Gesetzbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1832]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bosse, Robert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bosse, Julius Robert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juli 1832&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Quedlinburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Juli 1901&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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