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	<title>Ritus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ritus&amp;diff=28698&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: rev: bitte mit wissenschaftlicher Sekundärliteratur belegen</title>
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		<updated>2023-09-28T08:59:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;rev: bitte mit wissenschaftlicher &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Q&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Q (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Sekundärliteratur&lt;/a&gt; belegen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Altenheim 17.jpg|mini|[[Tischgebet]] zu Beginn einer Mahlzeit. Gesprochen von einer Seniorin in einem Altenheim]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lehnwort]] aus dem Lateinischen; Plural: die &amp;#039;&amp;#039;Riten&amp;#039;&amp;#039;) ist eine in den wesentlichen Grundzügen vorgegebene Ordnung für die Durchführung zumeist [[zeremonie]]ller, speziell [[Religion|religiöser]] und insbesondere [[Liturgie|liturgischer]] Handlungen. Im weiteren, abgeleiteten Sinn wird der Ausdruck auch verwendet, um feste Gewohnheiten und [[Ritual]]e eines Lebewesens oder einer sozialen Gruppe zu beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lateinische Wortbedeutung ==&lt;br /&gt;
Im [[Latein]]ischen bedeutet &amp;#039;&amp;#039;ritus&amp;#039;&amp;#039; in erster Linie eine religiöse Vorschrift oder Zeremonie, im übertragenen Sinne aber auch [[Brauch]], [[Sitte]] oder [[Gewohnheit]] im Allgemeinen; im [[Ablativ]] (&amp;#039;&amp;#039;ritu&amp;#039;&amp;#039;) kann man das Wort auch einfach mit „wie“ oder „nach Art von &amp;#039;&amp;#039;xy&amp;#039;&amp;#039;“ (wörtlich: „dem Ritus &amp;#039;&amp;#039;xy&amp;#039;&amp;#039; entsprechend“) [[Übersetzung (Sprache)|übersetzen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Maria Stowasser|Stowasser]]: [[Der kleine Stowasser|Wörterbuch]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Römische Religion|Ambarvalia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhaltensriten ==&lt;br /&gt;
In der [[Psychologie]] bezeichnet ein Ritus den stets in derselben Weise wiederkehrenden Ablauf eines &amp;#039;&amp;#039;gelernten&amp;#039;&amp;#039; Tuns. In diesem allgemeinen Sinn, der prinzipiell nichts anderes meint als ein [[Ritual]], wird der Ausdruck besonders in der [[Medizin]], der [[Sozialpsychologie]] und anderen [[Sozialwissenschaft]]en gebraucht. Zum Beispiel empfehlen Ärzte als Hilfe gegen [[Schlaflosigkeit]], sich &amp;#039;&amp;#039;einen Ritus anzugewöhnen&amp;#039;&amp;#039; und beim Zubettgehen immer dieselben Dinge in derselben Reihenfolge und in derselben Art und Weise zu tun. Medizinisch relevant sind derartige Verhaltensriten auch als Zwangshandlungen (Zwangsrituale), die im Zusammenhang mit [[Zwangsstörung]]en von den Betroffenen gegen ihren [[Wille]]n praktiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Riten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Debuetanten auf dem Chrysanthemenball 07.jpg|mini|Frauen machen einen Knicks, Herren einen Diener. ([[Chrysanthemenball]] in München 1996)]]&lt;br /&gt;
Von der [[Soziologie]] und [[Ethnologie]] wurden eine Reihe von innerhalb einer [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] oder einer [[Soziale Gruppe|sozialen Gruppe]] üblichen oder vorgeschriebenen, meist formalisierten oder ritualisierten Gruppenverhaltensweisen als Ritus beschrieben. Die [[Kulturanthropologie]] unterscheidet bei ihrer Analyse von Kollektivritualen insbesondere zwischen Solidaritätsriten und [[Übergangsritus|Übergangsriten]], die beide eine zentrale Rolle für die Entstehung und Erhaltung sozialer Bindungen spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Gerhard Haupt, Charlotte Tacke: &amp;#039;&amp;#039;Die Kultur des Nationalen. Sozial- und kulturgeschichtliche Ansätze bei der Erforschung des europäischen Nationalismus im 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Hardtwig, Hans Ulrich Wehler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeschichte Heute.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1996, S. 255–283 (hier: S. 272).&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Riten haben eine [[identität]]s- oder sinnstiftende Funktion und dienen damit dem Gruppenzusammenhalt oder der [[Soziale Rolle|Rollenzuweisung]] innerhalb der Gruppe. Übergangsriten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Initiation]]sriten, [[Hochzeitsfeier|Hochzeitsriten]]), aber auch [[Rituelle Reinheit|Reinigungsriten]] (z.&amp;amp;nbsp;B. vor einer Heirat oder nach einer [[Kriminalität|Verfehlung]]) oder [[Vergebung]]sriten (etwa zur Wiederaufnahme eines Mitglieds in die Gemeinschaft oder zur [[Versöhnung]] verfeindeter Gruppenmitglieder oder [[Klan]]s) können für die Gruppenstruktur konstitutiv und einschneidend sein. Kampfriten (z.&amp;amp;nbsp;B. ein [[Duell]]) bieten die Möglichkeit einer geregelten Austragung von Auseinandersetzungen in ritualisierter oder symbolischer Form. Staatsriten (etwa die [[Krönung]] eines Herrschers, der feierliche Einzug des Parlamentspräsidenten, die [[Vereidigung]] der [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzlerin]] oder das Fahnenzeremoniell) dienen der Legitimation und Darstellung staatlicher Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele soziale Riten und Rituale besitzen auch spirituelle Bedeutung oder überschneiden sich mit religiösen Riten. Das ist zum Beispiel der Fall beim Phänomen des [[Totemismus]]: Hier finden sich verschiedene Riten, um die mit dem mythischen Gruppenabzeichen ([[Totem]]) verbundenen Vorschriften und Verbote sozial zu verankern oder die Identifizierung des Einzelnen mit dem Gruppentotem zu stärken.&amp;lt;ref&amp;gt;Marvin Harris: &amp;#039;&amp;#039;Kulturanthropologie – Ein Lehrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Amerikanischen von Sylvia M. Schomburg-Scherff, Campus, Frankfurt/New York 1989, ISBN 3-593-33976-5. S. 292–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Brauchtum|Umgangsformen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religiöse Riten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feierlicher Trauungssegen.jpg|mini|Feierlicher Trauungssegen bei einer kirchlichen Trauung]]&lt;br /&gt;
Als religiöse Riten lassen sich alle in einer [[Religionsgemeinschaft]] üblichen oder geregelten Praktiken oder Rituale bezeichnen, die der religiösen Lebensführung oder dem [[Kult]] dienen ([[Gottesdienst]]e, liturgische und kultische Handlungen aller Art, die Feier religiöser [[Fest]]e, [[Anbetung]]sgesten und [[Verehrung]]spraktiken, die Rezitation von [[Gebet]]en oder [[Mantra]]s, religiöse [[Tanz|Tänze]] und [[Gesang|Gesänge]], [[Orakel]]befragungen, [[Beschwörung]]en, [[Magie|magische]] Rituale, [[Heilung]]srituale, rituelle [[Waschung|Waschungen]] von Menschen oder Gegenständen, der Vollzug der [[Beschneidung (Judentum)|Beschneidung]], der [[Taufe]] oder sakramentaler Handlungen, [[Opfer (Religion)|Opfer]]-, [[Rituelle Reinheit|Reinigungs]]-, [[Segen|Segnungs]]- oder [[Weihe (Religion)|Weihehandlungen]] u.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;m.). Sie können gemeinschaftlich (in [[Familie]], Dorfgemeinschaft, Gottesdienstgemeinde etc.) oder auch vom Einzelnen allein praktiziert werden. Häufig sind besonders qualifizierte Vorsteher, [[Amtsträger]], [[Priester]], [[Schamane]]n, [[Geistheilung|Heiler]] oder Kultdiener mit der Ausführung oder Leitung dieser Handlungen oder Zeremonien betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das religiöse Ritual hat laut [[Geo Widengren]] eine enge Verbindung zum [[Mythos]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Religionsphänomenologie.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 1969, S.&amp;amp;nbsp;209&amp;lt;/ref&amp;gt; Widengren unterscheidet zwischen [[Apotropäische Handlung|apotropäischen]] und eliminatorischen Riten, die der Abweisung oder Beseitigung böser Mächte dienen, auf der einen sowie Geburts- und Initiationsriten (im weiteren Sinn [[Kasualien]]) auf der anderen Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Religionssoziologie#Ritual|Grundbegriffe der Religionssoziologie]], [[Sakrament]], [[Segenszeichen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchliche Riten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ritus (Tradition)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Christentum]] wird als Ritus die historisch gewachsene, der [[Tradition|Überlieferung]] entsprechende und in der Regel kirchlich [[Kanon (Kirchenrecht)|normierte]] Ordnung der liturgischen Vollzüge und Gottesdienste in einer [[Kirche (Organisation)|Kirche]], einer [[Partikularkirche|Teilkirche]] oder einer Gruppe von Kirchen bezeichnet. In der [[Geschichte des Christentums]] haben sich aus den Praktiken in der [[Alte Kirche|Alten Kirche]] unterschiedliche Riten und Ritusvarianten entwickelt, die je eine eigene Art und Weise der Glaubenspraxis beschreiben. Weite Verbreitung haben der [[Römischer Ritus|römische Ritus]] in der [[Lateinische Kirche|lateinischen Kirche]], der [[Byzantinischer Ritus|byzantinische Ritus]] in den [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen]] und manchen [[Katholische Ostkirchen|katholischen Ostkirchen]], sowie verschiedene weitere [[ostkirchliche Riten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Vorreformatorische Kirchen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Spezialbedeutungen ==&lt;br /&gt;
=== Adverbiale Verwendung im universitären und kirchlichen Bereich ===&lt;br /&gt;
Die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Doktor geschieht &amp;#039;&amp;#039;rite&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|dem Ritus entsprechend}}, im Sinne von „in gewöhnlicher Form“), wenn der Promovierte die Prüfung besteht, ohne dass seine Leistung eine Hervorhebung verdient (etwa durch den Zusatz &amp;#039;&amp;#039;cum laude&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;magna cum laude&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;rite vocati&amp;#039;&amp;#039; (ordentlich Berufene) werden vor allem im [[Protestantismus|protestantisch]]-kirchlichen Bereich Amtsträger bezeichnet, die nach den Regeln ihrer Gemeinschaft oder Organisation gültig (etwa durch [[Ordination]]) in ein Amt eingesetzt wurden und zur Ausführung der damit verbundenen Amtshandlungen berechtigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ritusbegriff im Konfuzianismus ===&lt;br /&gt;
[[Li (Konfuzianismus)|Ritus]] (禮, [[Pinyin]]: lǐ) ist ein Schlüsselbegriff der [[Konfuzianismus|konfuzianischen]] Ethik und bezeichnet ein formalisiertes, bestimmten Konventionen entsprechendes Verhalten, das einen guten Menschen kennzeichnet und die Voraussetzung für eine gute Gesellschaftsordnung bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaltensriten von Tieren ===&lt;br /&gt;
In der [[Verhaltensbiologie|zoologischen Verhaltensforschung]] bezeichnet man eine &amp;#039;&amp;#039;angeborene&amp;#039;&amp;#039; Bewegungsabfolge von Tieren, die häufig kommunikative Funktionen erfüllt (etwa ein [[Balz]]ritual), als [[Ritualisierung (Biologie)|Ritualisierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4124068-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritus| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten (Soziologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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