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	<title>Ritterschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Beispiele */ Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;ritterscaft&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnete im Allgemeinen den niederen Adel in Deutschland. Zur Ritterschaft im engeren Sinn wurden aber nur die Angehörigen des niederen Adels gezählt, die rittermäßige Besitzungen ([[Rittergut|Rittergüter]]) hatten und als Teil der [[Landstände]] die Ritterschaft auf den [[Landtag (historisch)|Landtagen]] bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Die Ritterschaft im allgemeinen Sinn bezeichnete damit einen besonderen Geburtsstand neben dem [[Bürger]]- und [[Bauernstand]], den niederen Adel, der wiederum vom [[Hochadel]] zu unterscheiden war. Der Hochadel gehörte nicht zur Ritterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wortbestandteil „[[Ritter]]“ im Begriff „Ritterschaft“ muss genauso wie in anderen neuzeitlichen Bezeichnungen wie „Ritterbund“ oder der noch weitergehenden Begriffsvermischung „Ritterorden“ relativiert werden. Die „Ritterwürde“, also die Legitimation durch [[Schwertleite]] oder [[Ritterschlag]] war keine Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur Ritterschaft. Vielmehr wurde hier auf die Standesqualität und nicht auf die eigentliche Ritterwürde abgestellt; siehe dazu: [[Deutscher Adel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
Die Ritterschaft im engeren Sinn bzw. die gutsbesitzende Ritterschaft wurde zur Zeit des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] in Bezug auf Kaiser und Reich entweder in &amp;#039;&amp;#039;unmittelbare&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;mittelbare Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; eingeteilt.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;reichsunmittelbare Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; war wegen ihrer Besitzungen keinem [[Reichsfürst]]en [[Lehnspflicht|lehenspflichtig]], sondern hatte diese direkt vom [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] und Reich zum Lehen erhalten. Daher wurde diese Ritterschaft auch &amp;#039;&amp;#039;unmittelbare [[Reichsritterschaft]]&amp;#039;&amp;#039; genannt, um dadurch ihre Befreiung von der reichsständischen Landeshoheit zum Ausdruck zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Brockhaus Conversations-Lexikon Band 4. Amsterdam 1809, S. 287–288.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Reichsritter]] gehörten aber – im Gegensatz zum [[Hoher Adel|Hohen Adel]] und den [[Kirchenfürst]]en – nicht zu den [[Reichsstände]]n, da sie nicht im [[Reichstag (HRR)|Reichstag]] vertreten waren. Sie schlossen sich im [[Fränkischer Ritterkreis|Fränkischen Ritterkreis]], [[Schwäbischer Ritterkreis|Schwäbischen Ritterkreis]] und [[Rheinischer Ritterkreis|Rheinischen Ritterkreis]] zusammen. Diese Ritterkreise wurden als Interessenvertretungen der Reichsritterschaft mit dem Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]] 1806 aufgelöst und die Territorien der reichsfreien Ritter kamen durch [[Mediatisierung]] unter die Herrschaft von Mitgliedsstaaten des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;mittelbare Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; (gelegentlich auch als &amp;#039;&amp;#039;landesunmittelbar&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) bestand aus dem landsässigen Adel in den deutschen Provinzen und musste die Landeshoheit desjenigen [[Reichsstand]]es als [[Landesherr]]n anerkennen, in dessen Land ihre Besitzungen, die [[Rittergut|Rittergüter]] lagen, die entweder [[allod]]iale oder [[Lehen]]sgüter sein konnten (oder auch – zumeist landesherrliche – Pfandgüter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktion ==&lt;br /&gt;
→ &amp;#039;&amp;#039;Siehe&amp;#039;&amp;#039;: [[Landstände#Geschichte|Geschichte der Landstände]] und [[Reichsritterschaft#Geschichte|Geschichte der Reichsritterschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den [[Landtag (historisch)|Landtagen]] bezeichnete sich der dort vertretene [[Adel]], neben den andern [[Landstände]]n, den [[Prälat]]en und den Abgeordneten der Städte, als &amp;#039;&amp;#039;die Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039;. Die persönliche [[Landstandschaft]] des Adeligen hing vom Besitz eines bestimmten [[Rittergut]]es und vom Nachweis mehrerer Generationen adeliger Vorfahren (gewöhnlich 16 adeliger Ururgroßeltern) ab. Die landständischen Familien waren in einer [[Matrikel]] verzeichnet, was zur Unterscheidung eines [[Immatrikulation|immatrikulierten]] und eines nichtimmatrikulierten Adels führte. Nur der immatrikulierte Adel gehörte zur Ritterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Wahrnehmung politischer Rechte fing die Ritterschaft an, sich in Verbänden zu organisieren, die ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaften&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurden. Diese Verbände wurden zunächst immer wieder verboten, so in der [[Goldene Bulle|Goldenen Bulle]] von 1356 und erneut 1396. Erst 1422 ließ König [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] diese Ritterschaften offiziell zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie übten politische Mitbestimmungsrechte in den [[Landtag (historisch)|Landtagen]] aus, wo die Rittergutsbesitzer die Ritterschaft innerhalb der [[Landstände]] bildeten. Die [[Landstandschaft]] stand ursprünglich allen Adligen einer Region als Personalrecht zu&amp;lt;ref&amp;gt;Die Mitgliedschaft in der [[Althessische Ritterschaft|Althessischen Ritterschaft]] ist bis heute ein Personalrecht geblieben.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde mit der Zeit aber in Form eines Realrechts als Zubehör der Rittergüter selbst angesehen (&amp;#039;&amp;#039;nobilitas realis&amp;#039;&amp;#039;). In Preußen und auch in anderen Staaten wurden wegen ihrer Bedeutung für die ständischen und landschaftlichen Wahlen Verzeichnisse der Rittergüter geführt, die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Rittergutsmatrikel&amp;#039;&amp;#039;. Während ursprünglich nur [[Deutscher Adel|Adlige]] Rittergutsbesitzer sein durften, konnten ab dem 16. Jahrhundert Rittergüter auch von Bürgerlichen erworben werden, wobei die Ritterschaften durch die Immatrikulierung mitwirken mussten. Meist suchten die neuen Rittergutsbesitzer dann beim Landesherrn um Nobilitierung nach und wurden oft auch geadelt. Im 17. Jahrhundert gab es zunehmend auch bürgerliche Rittergutsbesitzer, seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stieg die Zahl stark an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Erwerb eines Rittergutes gingen auch die mit dem Gut verbundenen Realrechte auf den neuen Eigentümer über. Dazu gehörte zumeist die [[Niedere Gerichtsbarkeit]] bzw. [[Patrimonialgerichtsbarkeit|Patrimonialjurisdiktion]], seltener auch die [[Hohe Gerichtsbarkeit]] (in aller Regel wurde die rechtsprechende Gewalt der Rittergutsbesitzer mit der [[Bauernbefreiung]] aufgehoben), außerdem die lokale Polizeigewalt (vergleichbar einem Bürgermeister), teilweise noch bis ins 20. Jahrhundert. Ferner die [[Waidgerechtigkeit|Jagdgerechtigkeit]], häufig [[Fischereirecht]]e, [[Braurecht|Braugerechtigkeit]] und andere [[Bannrecht]]e. Das kirchliche [[Patronatsrecht]] ist oft bis heute mit dem Besitz eines Rittergutes verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Neben aufgelösten Ritterschaften sind hier noch bestehende privatrechtliche Vereine sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt. Die Vorsitzenden führen teils die traditionsreiche Amtsbezeichnung [[Landmarschall]] (oder, wenn das Amt in einer Familie erblich ist, &amp;#039;&amp;#039;Erblandmarschall&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Verband der Baltischen Ritterschaften|Baltischen Ritterschaften]], einst an der Regierung in den jeweiligen Ländern im Baltikum beteiligt, wurden private Traditionsvereinigungen ehemals landgesessener Adelsfamilien aus dem Baltikum.&lt;br /&gt;
* In Brandenburg (Kur- und Neumark) unterstützte der Ritterschaft (Gutsbesitzer)&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht von dem Bussche: &amp;#039;&amp;#039;Die Ritterakademie zu Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main / New York / Paris 1989, S. 114. ISBN 3-631-40721-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Adelsalumnat der [[Ritterakademie (Brandenburg an der Havel)|Ritterakademie Brandenburg]] und erhielt dafür so genannte (Schul)-Freistellen für die Söhne wenig situierter Gutsbesitzer. Die Verpflichtung der kurmärkischen Rittergutsbesitzer blieb bestehen und wurde dann durch das zuständige Institut des [[Kur- und Neumärkisches Ritterschaftliches Kreditinstitut|Kur- und Neumärkischen Ritterschaftlichen Kreditinstituts]] übernommen. Wie in Ostelbien allgemein üblich wählte die Ritterschaft aus ihrer Mitte regionale [[Ritterschaftsrat|Ritterschaftsräte]].&lt;br /&gt;
* Die [[Ritterschaft des Herzogtums Bremen]] ist aus der erstmals 1397 erwähnten Ritterschaft des [[Erzstift Bremen|Erzstiftes Bremen]] hervorgegangen und heute eine [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft des öffentlichen Rechts]] mit Sitz in [[Stade]].&lt;br /&gt;
* [[Fränkischer Ritterkreis]] und [[Schwäbischer Ritterkreis]] wurden mit dem Ende des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]] 1806 aufgelöst, weil sie bis dahin die Interessenvertretungen der [[Reichsritterschaft]] – also &amp;#039;&amp;#039;reichsfreier&amp;#039;&amp;#039; ([[reichsunmittelbar]]er, jedoch nicht [[Reichsstände|reichsständischer]]) Ritter – waren, die sodann durch [[Mediatisierung]] unter die Herrschaft von Mitgliedsstaaten des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] kamen.&lt;br /&gt;
* In [[Hessen]] existiert bis heute die 1532 vom Landesfürsten gegründete [[Althessische Ritterschaft]] als älteste [[Stiftung]] im Bundesland Hessen, die die immatrikulierten landsässigen Adelsfamilien in ihrer Gesamtheit umfasst.&lt;br /&gt;
* In [[Mecklenburg]] bestand bis 1918 eine Abteilung des [[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs#Landtag|Mecklenburgischen Landtags]] mit der Bezeichnung Ritterschaft, im Gegensatz zu der von den Vertretern der [[Landstadt#Mecklenburg|Landstädte]] gebildeten [[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs#Landschaft|Landschaft]], während sich die [[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs#Ritterschaft|Mecklenburgische Ritterschaft]] aus den Besitzern der Rittergüter zusammensetzte. Das Ritterschaftliche Grundeigentum (also die Gesamtheit der Ländereien der Rittergüter) umfasste zuletzt ca. 46 % der Gesamtfläche Mecklenburgs. Nach 1918 bestand die Ritterschaft bis 1945 als Verein fort. Um die Tradition wiederzubeleben, haben sich nach 1990 einige [[Wiedereinrichter]] historischer Gutsbetriebe zur &amp;#039;&amp;#039;Landschaft Mecklenburg-Vorpommern&amp;#039;&amp;#039;, einem privaten Verein, zusammengeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://landschaft-mv.de/ Website der &amp;#039;&amp;#039;Landschaft Mecklenburg-Vorpommern&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Pommersche Ritterschaft erhielt vom Landesherrn im 18. Jahrhundert mehrfach finanzielle Zuwendungen, diese Gelder wurden zu größeren Melorationmaßnahmen genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;“Der Pommersche und Neumärksche Wirth”. 46. Stück, Fortsetzung der Abhandlung, Regal-Register, in: &amp;#039;&amp;#039;Zuverlässige Nachrichten von wichtigen Landes-und Wirthschafts-Verbesserungen&amp;#039;&amp;#039;, Erster Band, &amp;#039;&amp;#039;Unter der Bennennung des Pommerschen und Neumärkischen Wirths&amp;#039;&amp;#039;, Johann Franz Struck, Stettin 1778, S. 453. u. [https://www.google.de/books/edition/Der_pommersche_und_neum%C3%A4rksche_Wirth/mDY7AAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Pommersche+Ritterschaft&amp;amp;pg=PA773&amp;amp;printsec=frontcover S. 773.]&amp;lt;/ref&amp;gt; In älteren schwedischen Schriften findet sich noch die Unterteilung in Vorpommersche und Rügianische Ritterschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hieronymus Johann Struck]]: &amp;#039;&amp;#039;Neueste Grundgesetze der Staats-Verfassung in Pommern und Rügen Königlich-Schwedischen Antheils wie sie 1720 bis Ausgang 1756 von der Königl. Hochpreislichen Regierung .....&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, Greifswald 1757, [https://www.google.de/books/edition/Neueste_Grundgesetze_der_Staats_Verfa%C3%9Fu/6mFcAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Pommersche+Ritterschaft&amp;amp;pg=PA654&amp;amp;printsec=frontcover S. 654 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Pommersche Ritterschaft war [[Gewährträger]]in der Kreditanstalt [[Pommersche Landschaft]].&lt;br /&gt;
* Die mit Auflösung des Heiligen Römischen Reichs 1806 ausgelöste [[Rheinische Ritterschaft]] reorganisierte sich 1837 als [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft des öffentlichen Rechts]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Genossenschaft des Rheinischen Ritterbürtigen Adels&amp;#039;&amp;#039;. Die dem historischen Adel zuzurechnenden Besitzer der Rittergüter in der früheren preußischen Rheinprovinz können Mitglied werden. Sitz ist seit 1925 [[Schloss Ehreshoven]] an der [[Agger]].&lt;br /&gt;
* Im vormaligen Herzogtum [[Sachsen-Lauenburg]] (territorial weitgehend deckungsgleich mit dem heutigen [[Kreis Herzogtum Lauenburg]]) besteht die &amp;#039;&amp;#039;Lauenburgische Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039;, hervorgegangen aus der dort bis 1876 (Eingliederung in Schleswig-Holstein) landständisch regierenden [[Ritter- und Landschaft (Lauenburg)]]. Ihr gehören die Eigentümer der lauenburgischen Rittergüter an, einerlei ob aus dem historischen Adels- oder Bürgerstande stammend.&lt;br /&gt;
* In Schlesien nahmen Abgesandte der Ritterschaft&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lieder bei dem Ballfest der Schlesischen Ritterschaft. Am 14. September 1841&amp;#039;&amp;#039;, N. N. 1841, [https://www.google.de/books/edition/Lieder_bei_dem_Ballfest_der_Schlesischen/U5hAAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Schlesische+Ritterschaft&amp;amp;printsec=frontcover S. 1. ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; regelmäßig Einfluss auf die Taxgestaltung&amp;lt;ref&amp;gt;von Haugwitz-Rosenthal: &amp;#039;&amp;#039;Beleuchtung der Schrift des Rittergutsbesitzers W. von Fontaine auf Deutsch-Crawarn: Die Schlesische Landschaft als Credit-Institut&amp;#039;&amp;#039;, Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1867, [https://www.google.de/books/edition/Beleuchtung_der_Schrift_des_Rittergutsbe/ypxVAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Schlesische+Ritterschaft&amp;amp;pg=PA28&amp;amp;printsec=frontcover S. 28.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;ihres&amp;#039;&amp;#039; Kreditunternehmens, der [[Schlesische Landschaft|Schlesischen Landschaft]].&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinische Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; ist heute eine private Vereinigung in [[Schleswig-Holstein]], in der die adligen Familien, die im Lande ein Rittergut besitzen, zusammengeschlossen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sh-ritterschaft.de/mitgliedsfamilien/?cn-reloaded=1 Die ritterschaftlichen Familien] auf: sh-ritterschaft.de, Website der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie unterscheiden sich in die &amp;#039;&amp;#039;[[Equites Originarii]]&amp;#039;&amp;#039; (die „ursprünglichen Ritter“) und die &amp;#039;&amp;#039;Equites Recepti&amp;#039;&amp;#039; (die „aufgenommenen Ritter“). Ferner gehören zu ihnen die Adelsfamilien aus der &amp;#039;&amp;#039;Lauenburgischen Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; (siehe oben). Die schleswig-holsteinischen Rittergüter führen die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Adliges Gut]]&amp;#039;&amp;#039;, unabhängig von der Zuordnung ihres jeweiligen Besitzers zum historischen Adels- oder Bürgerstand. Mitglieder der Ritterschaft sind jedoch nur die adligen Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ritterschaftsgebäudecelle.jpg|mini|Gebäude der Ritterschaft und der [[Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg]] in Celle]]&lt;br /&gt;
=== Ritterschaften in Niedersachsen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hannover Börse.jpg|mini|Sitz der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft in  Hannover]]&lt;br /&gt;
In [[Niedersachsen]] sind die Ritterschaften keine privaten Vereine, sondern [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaften des öffentlichen Rechts]] und durch Artikel 72 der [[Niedersächsische Verfassung|Niedersächsischen Verfassung]] in ihrem Bestand geschützt. Auch ständische Rechte sind in Rudimenten erhalten, denn die Ritterschaften sind Teil der [[Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen]], die unter anderem regionale Wissenschafts- und Kulturförderung betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regional organisiert sind niedersächsische Ritterschaften nach den früheren Fürstentümern. Mitglieder sind nach wie vor die Eigentümer der in den Rittergutsmatrikeln immatrikulierten Rittergüter. Immatrikulierte Mitglieder sind die Besitzer eines [[Rittergut]]es (mit einer land- oder forstwirtschaftlichen Mindestfläche sowie einem &amp;#039;&amp;#039;castrum&amp;#039;&amp;#039;, also Herrenhaus) – und zwar unabhängig davon, ob diese Familien dem historischen Adels- oder Bürgerstand zuzurechnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist die [[Ritterschaft des Herzogtums Bremen]] Mitglied der [[Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden]], die &amp;#039;&amp;#039;Lüneburgische Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; Mitglied der [[Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg]], die &amp;#039;&amp;#039;Osnabrücker Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; Mitglied der [[Landschaft des ehemaligen Fürstentums Osnabrück]], die [[Landstände der Grafschaft Schaumburg|Schaumburgische Ritterschaft]] Mitglied der [[Schaumburger Landschaft]], die &amp;#039;&amp;#039;Hoya-Diepholzsche Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; Mitglied der [[Hoya-Diepholzsche Landschaft|Hoya-Diepholzschen Landschaft]], die &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaft des ehemaligen [[Hochstift Hildesheim|Hochstifts Hildesheim]]&amp;#039;&amp;#039; Mitglied der [[Landschaft des vormaligen Fürstentums Hildesheim]], die &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaft des vormaligen [[Fürstentum Calenberg|Fürstentums Calenberg-Grubenhagen-Göttingen]]&amp;#039;&amp;#039; Mitglied der [[Calenberg-Grubenhagensche Landschaft|Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft]]. Letztere Ritterschaft ist zugleich Mitglied im [[Landschaftsverband Südniedersachsen]] und [[Landschaftsverband Hameln-Pyrmont]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ritterschaften Niedersachsens besitzen teilweise noch ihre alten [[Ständehaus|Ständehäuser]], wo sie ihre Versammlungen abhalten. Manche Ritterschaften sind auch Trägerinnen ritterschaftlicher bzw. [[Landschaft (Preußen)|landschaftlicher Kreditanstalten]]. Die Ritterschaften von Hildesheim und Calenberg sind Träger des [[Calenberger Kreditverein]]s, einer öffentlich-rechtlichen Hypotheken- und Pfandbriefbank. Die &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaft des Herzogtums Bremen&amp;#039;&amp;#039; ist Trägerin des [[Ritterschaftliches Kreditinstitut Stade|Ritterschaftlichen Kreditinstituts Stade]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaft im alten [[Herzogtum Braunschweig]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Stimmberechtigte Mitglieder sind die Eigentümer der 43 Rittergüter in dem Gebiet des ehemaligen [[Freistaat Braunschweig|Landes Braunschweig]]. Siehe: Gesine Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Die Rittergüter des alten Landes Braunschweig&amp;#039;&amp;#039;, MatrixMedia, Göttingen 2009, ISBN 978-3-932313-27-1&amp;lt;/ref&amp;gt; dagegen führte nur bis 1991 eine eigene Bank, den 1862 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigischen ritterschaftlichen Kreditverein&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Der &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigische ritterschaftliche Kreditverein&amp;#039;&amp;#039; von 1862 geriet um 1990 in wirtschaftliche Schwierigkeiten und ging zunächst an die Vereins- und Westbank AG, später dann die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG über.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Barbara Hammes: &amp;#039;&amp;#039;Ritterlicher Fürst und Ritterschaft. Konkurrierende Vergegenwärtigung ritterlich-höfischer Tradition im Umkreis südwestdeutscher Fürstenhöfe 1350–1450.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen&amp;#039;&amp;#039; der [[Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg]], Reihe B: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 185, Kohlhammer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-17-021796-6.&lt;br /&gt;
* [[Marcus Weidner]]: &amp;#039;&amp;#039;Landadel in Münster 1600–1760. Stadtverfassung, Standesbehauptung und Fürstenhof&amp;#039;&amp;#039;. Aschendorff, Münster 2000. ISBN 978-3-402-06641-6.&lt;br /&gt;
* Marcus Weidner: &amp;#039;&amp;#039;Die Matrikel der landtagsfähigen (und „dubiosen“) Häuser des Fürstbistums Münster von 1704. Entstehungsursachen – Prüfverfahren – Funktion – Verzeichnis (mit einer Liste der um 1655 zum Landtag verschriebenen Mitglieder der Münsterschen Ritterschaft)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 147 (1997), S. 93–178.&lt;br /&gt;
* [[Walther von Altrock]]: &amp;#039;&amp;#039;Der landwirtschaftliche Kredit in Preußen. Kur- und Neumärkisches Ritterschaftsliches Kreditinstitut und Neues Brandenburgisches Kreditinstitut.&amp;#039;&amp;#039; in: Veröffentlichungen des Königlichen Preußischen Landes – Ökonomie – Kollegium, Heft 17, Parey, Berlin 1915, S. 8. [https://d-nb.info/577994344 DNB]&lt;br /&gt;
* Walther von Altrock: &amp;#039;&amp;#039; Die ostpreussische Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; in: Veröffentlichungen des Königlichen Preußischen Landes – Ökonomie – Kollegium, Heft 15, Parey, Berlin 1914. [https://d-nb.info/577994336 DNB]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chivalry|Ritterschaft}}&lt;br /&gt;
* [http://www.regesta-imperii.de/id/e3de2b63-063d-4090-9daa-24a8e67d9b08 1422 September 13, Nürnberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Reichsritterschaft]]&lt;br /&gt;
Einzelne Ritterschaften:&lt;br /&gt;
* [[Ritterschaft des Herzogtums Bremen|Bremische Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Estländische Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Harrisch-Wierische Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Althessische Ritterschaft|Hessische Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Kurländische Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Livländische Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg#Ritterschaft|Lüneburger Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs#Ritterschaft|Mecklenburgische Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Oeselsche Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Rheinische Ritterschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Wildensteiner Ritterschaft auf blauer Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4547352-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rittertum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftliche Schicht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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