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	<title>Rittergut Bug - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:07:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rittergut_Bug&amp;diff=1957189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernardoni: Chronologische Abfolge.</title>
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		<updated>2025-12-17T16:36:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chronologische Abfolge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:RittergutBug2010.JPG|mini|Frontansicht des heutigen Anwesens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BugDoebereiner.JPG|mini|Gedenktafel für Johann Wolfgang Döbereiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rittergut Bug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lag in [[Bug (Weißdorf)|Bug]], heute Teil der Gemeinde [[Weißdorf]]. Nach Vorgängerbauten folgte dem [[Rittergut]] Ende des 18. Jahrhunderts ein Schloss, das noch als umfangreicher Gutsbesitz besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung von wehrhaften Ansitzen in Bug begann mit der [[Turmhügel]]anlage [[Turmhügel Hinterer Buberg|Hinterer Buberg]] auf dem Bugberg und einer  [[Burgstall Bug|Burg im Dorf]]. Beide Anlagen sind schwer zu datieren, nach der Siedlungsgeschichte der Region stammen sie aus dem 12. oder einem späteren Jahrhundert. Solche Turmhügel hatten für die [[Rodung]]sherren Schutz- und Repräsentationscharakter, im Falle von Bug ist eine Sicherung der mittelalterlichen Fernstraße über [[Weißdorf]] und [[Schwarzenbach an der Saale]] und einer [[Furt]] an der [[Saale]] in Richtung [[Wulmersreuth]] anzunehmen. Im Dorf wurde 1502 mehrmals eine steinerne &amp;#039;&amp;#039;[[Kemenate]]&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 14. Jahrhunderts erschien die Familie von [[Sparneck (Adelsgeschlecht)|Sparneck]] als Besitzer in Bug. Der Herrensitz bestand aus einem herrschaftlichen Gutshof und einer Mühle. Der Ansitz befand sich im Unterschied zum heutigen Standort des Gutes auf der gegenüberliegenden Straßenseite, auf dem 1980 ein Spielplatz angelegt wurde; dabei verschwanden letzte Geländespuren. Nur im Nordosten ist der Abschnitt eines Grabens erhalten geblieben. Norbert Goßler geht davon aus, dass der Herrensitz beim Einfall der [[Hussiten]] 1430 bzw. im [[Fränkischer Krieg|Fränkischen Krieg]] 1523 zerstört wurde, da vorhandene Gebäude später unbewohnt blieben und Bug von den Verwüstungen in der Umgebung sicher nicht verschont blieb. Ein Rätsel verbindet sich mit der Burg &amp;#039;&amp;#039;Weytzndarff&amp;#039;&amp;#039; (siehe [[Wandereisen-Holzschnitte von 1523#Burg Weytzendorf|Wandereisen-Holzschnitte von 1523]]) – viele Gründe sprechen für die Annahme, sie mit dem Rittergut in Bug gleichzusetzen, darüber gibt es jedoch keine Gewissheit. Das Rittergut wurde Ende des 16. Jahrhunderts mit Steinen der alten Anlage und der [[Burg Uprode]] aufgebaut und war wenig später mit einer [[Schäferei]] verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ritter von Sparneck in der [[Weißdorf]]er Linie sind noch bis 1590 mit umfangreichen Besitzungen in Bug nachweisbar. Da sie immer wieder das Rittergut und ihren Besitz an die [[Burggrafschaft Nürnberg|Burggrafen von Nürnberg]] bzw. die späteren [[Fürstentum Bayreuth|Markgrafen]] verpfändeten, wurden auch weitere Personen kurzfristig mit Besitz in Bug belehnt. 1590 erbte die verwandte Familie von [[Tettau (Adelsgeschlecht)|Tettau]] den Besitz einschließlich der benachbarten Burg Uprode und behielt ihn bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts. Weitere namhafte Familien, wie die von [[Lindenfels (Adelsgeschlecht)|Lindenfels]] und die von [[Stammliste des Hauses Schönburg|Schönburg-Waldenburg]] folgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1783 brach Johann Georg August Friedrich von Lindenfels nach dem Bericht von [[Johann Theodor Benjamin Helfrecht|Helfrecht]] die Reste des Rittergutes ab und errichtete in unmittelbarer Nähe eine Schlossanlage. Der Chemiker [[Johann Wolfgang Döbereiner]] wuchs dort als Sohn des Gutsverwalters auf. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss bereits wieder als baufällig bezeichnet. Es war in zwei Hälften geteilt und es wechselten die Besitzer. Die Anlage ging 1848 an die Familie von Schönburg über und fiel 1884 einem Brand zum Opfer. Die Summe der Brandversicherung wurde aber nicht für den Wiederaufbau, sondern zur Errichtung des [[Jagdschloss Fahrenbühl|Jagdschlosses Fahrenbühl]] verwendet. Dennoch blieben der Südflügel und ein später baulich verändertes [[Torhaus]] bestehen. In einem der Nebengebäude des Schlossgutes hat man erst 1961 ein freigelegtes [[Kreuzgratgewölbe]] über [[Gurtbogen|Gurten]] in das 16. Jahrhundert datiert. 1881 wurde ein Schatz gefunden, den die Schlossbesitzer in der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] vergraben hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich von Schönburg-Waldenburg, Rudolf Timper: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Schwarzenbach an der Saale&amp;#039;&amp;#039;. Schwarzenbach an der Saale 1908. S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Blüte erlebte der Betrieb von [[Otto Stritzel]] im Zweiten Weltkrieg. Er verband die Schäferei mit einer Weberei und fertigte mit bis zu 300 Beschäftigten hochwertige Textilien. Diesen Aufschwung hatte Stritzel wesentlich seinem Netzwerk innerhalb der von der [[SS]] beherrschten [[Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung]] (DVA) zu verdanken, der er selbst als Erforscher der Wollverarbeitung für die DVA und [[SS-Obersturmführer]] angehörte. Mit finanzieller Unterstützung der SS wurde das Rittergut zu einem „Vorzeigebetrieb der SS“ ausgebaut, der auch eine handwerkliche Großweberei besaß und auf der Basis einer rückgezüchteten Schafrasse, den [[Coburger Fuchsschaf|Coburger Füchsen]] in engem Austausch mit dem Pionier des Reichsverbands für [[biologisch-dynamische Wirtschaftsweise]], dem [[Anthroposoph]]en Franz Dreidax, stand.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Ebert, Tanja Kinzel, Meggi Pieschel, Kristin Witte: &amp;#039;&amp;#039;Die Versuchsanstalt. Landwirtschaftliche Forschung und Praxis der SS in Konzentrationslagern und eroberten Gebieten&amp;#039;&amp;#039;. Metropol Verlag. Berlin 2021, ISBN 978-3-86331-597-9, S. 44 u. S. 84–90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 musste der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Lothar Ulsamer, der das Rittergut 1998 kaufte, ist der 40. Besitzer seit Bestehen des Gutes. Er betreibt seit vielen Jahren die benachbarte Schäferei und hat das Gelände in seinen Betrieb eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Breuer Landkreis Münchberg|SEITE=10}}&lt;br /&gt;
* Norbert Goßler: &amp;#039;&amp;#039;Rittergut Bug bei Weißdorf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Miscellanea curiensia&amp;#039;&amp;#039;. Hof 2005, S. 67–102.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-7696-6556-7|Seiten=236–241}} &amp;lt;!--Haberlah--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Johann Theodor Benjamin Helfrecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Ruinen, Alterthümer und noch stehende Schlosser auf und an dem Fichtelgebirge. Ein Versuch.&amp;#039;&amp;#039; 1795. S. 129. ([https://books.google.de/books?id=V9BdAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR6&amp;amp;dq=helfrecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=R7-mVKmqHorhywON3oCIBg&amp;amp;ved=0CF4Q6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=helfrecht&amp;amp;f=false online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geodaten.bayern.de/BayernViewer/index.cgi?rw=4489300&amp;amp;hw=5562320&amp;amp;layer=DOP&amp;amp;step=1 Luftbild vom Bugberg und Bug mit dem BayernViewer]&amp;lt;!-- nicht erreichbar am 10. November 2022. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.frankenpost.de/inhalt.muenchberg-kleines-dorf-mit-grossem-herrensitz.8834d7dc-fa6e-4597-97a6-49e4b31d6240.html Bericht der &amp;quot;Frankenpost&amp;quot; über die wechselvolle Geschichte des Ritterguts Bug]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Hof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.195666|EW=11.847238|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fränkisches Rittergut|Bug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Landkreis Hof|Bug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Weißdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Weißdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Weißdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Landkreis Hof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Bug]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernardoni</name></author>
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