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	<title>Ritterbund - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TExtHumer am 21. November 2023 um 01:29 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritterbund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Sammelbegriff für nach [[profan]]en Regeln lebende [[Gemeinschaft]]en und Personengruppen. Gemein ist ihnen die romantisierende Anlehnung an Ideale und hehre Ziele der &amp;#039;&amp;#039;[[Ritterlichkeit]]&amp;#039;&amp;#039;, einer im [[Mittelalter]] geprägten [[Gesinnung]], die insbesondere durch die Erziehung des männlichen [[Adel|adeligen]] Nachwuchses angestrebt war. Die bekannteste Sammlung dieser [[Ideal (Philosophie)|Ideale]] findet sich in dem historischen [[Roman]] [[Parzival]] von [[Wolfram von Eschenbach]]. Für manche Ritterbünde hat dieser Roman [[dogma]]tische Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden sind diese Vereinigungen von [[Ritterorden]] und [[Adelsgesellschaft]]en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits im 15. Jahrhundert kann man von einer beginnenden Ritterromantik sprechen, die durch die Erinnerung an die Zeit der [[Ritter]], der Zeit der [[Turnier]]e und der Ritterheere im Gegensatz zu den als minderwertig empfundenen [[Söldner]]heeren, wie sie seit dem 15. bzw. 16. Jahrhundert üblich wurden, geprägt war. Als letzte Ritterschlacht gilt die [[Schlacht bei Mühldorf]] von 1322, in der letztmals ohne [[Feuerwaffe]]n gekämpft wurde. In dieser Tradition gilt [[Maximilian I. (HRR) |Kaiser Maximilian I.]] als der „letzte Ritter“, der die Ideale des fahrenden Ritters auch in dem von ihm in Auftrag gegebenen Epos [[Theuerdank]] zum Ausdruck bringen ließ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erlebt die Ritterromantik mit der Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Wildensteiner Ritterschaft zur blauen Erde&amp;#039;&amp;#039; von 1790 auf der [[Burg Sebenstein]] bei [[Wiener Neustadt]] einen ersten Höhepunkt. In diesem Ritterbund war es üblich, sich eigene Ritternamen zu geben und sich ohne Rangunterschied gegenseitig als „Ritter“ anzusprechen. Berühmte Mitglieder dieser Ritterschaft waren beispielsweise Erzherzog [[Johann von Österreich]], der sich &amp;#039;&amp;#039;der Thernberger&amp;#039;&amp;#039; nannte,  oder [[Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828) |Großherzog August von Sachsen-Weimar-Eisenach]], der hier als &amp;#039;&amp;#039;Pant von Weimar&amp;#039;&amp;#039; auftrat. Diese Vereinigung wurde trotz ihrer hochrangigen Mitglieder 1823 durch [[Klemens Wenzel Lothar von Metternich|Metternich]] verboten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 19. Jahrhunderts kam es – veranlasst durch eine Romantisierung des Mittelalters und dessen Kontrastierung mit einer zunehmend nüchternen und technisierten Gegenwart –  zu einer Gründungswelle von Ritterbünden in Bayern und in Österreich. So wurden 1856 in Bayern die &amp;#039;&amp;#039;Schwemmer&amp;#039;&amp;#039;,  der älteste Ritterbund im heutigen Deutschen Ritterbund, gegründet. In [[Salzburg]] entstanden 1874 die &amp;#039;&amp;#039;Kuttenberger&amp;#039;&amp;#039;, gegründet von deren ersten Großmeister Eduard von Löwenthal, im bürgerlichen Leben Eduard Angelberger und Druckereibesitzer.  Typisch für einen Ritterbund war und ist es, dass man sich auf einer Burg trifft (es war dies in den Anfangszeiten des Vereins der Kuttenberger das [[Franziskischlössl]] auf dem [[Kapuzinerberg]], später ein rittermäßig ausstaffiertes Vereinslokal im sogenannten Mödlhammerbäu in der [[Getreidegasse]]) und sich selbst eine rittermäßige Kleidung ([[Barett]], [[Wams]], Stiefel und Degen) zulegt. In Salzburg wurde 1877 auch das heute noch bestehende Mitteilungsblatt „Der Herold“ gegründet (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen [[Der Herold|Mitgliederzeitschrift der Apostolischen Gemeinschaft]] oder der Zeitschrift des heraldischen Vereins [[Herold (Verein)|Herold]]). Herausgeber war Hermann von Toggenburg, im bürgerlichen Leben Karl Rathmayer, [[Schriftsetzer|Faktor]] bei der Druckerei [[Friedrich Pustet KG |Pustet]] und später bei der [[Kieselgebäude |Druckerei Kiesel]]. Damit war ein Publikationsorgan geschaffen, in dem Nachrichten aus dem Leben der Ritterbünde weitergegeben werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für die weitere Entwicklung war &amp;#039;&amp;#039;Josef von Thury&amp;#039;&amp;#039;, mit vollem Ritternamen &amp;#039;&amp;#039;Josef der Gestrenge und Ungerechte von Thury&amp;#039;&amp;#039;, im bürgerlichen Leben Josef Mauczka und Inhaber der „[[k.u.k.]] private I. Wiener Central-Ankündigungs-Anstalt“, die sich mit der gerade aufkommenden Plakatwerbung beschäftigte. Durch diesen Hintergrund war er finanziell unabhängig und konnte seiner Leidenschaft, den Ritterbünden, frönen. 1873 hatte er in [[Wien]] den &amp;#039;&amp;#039;Allzeit hohen Ritterorder derer zum Grünen Humpen&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Bei einer „Ritterfahre“ 1883 besuchte er die österreichischen und bayrischen Ritterbünde. In Salzburg konnte durch seine finanzielle Unterstützung die Zeitschrift „Der Herold“ zweimal pro Monat erscheinen. Auch half er 1884 tatkräftig mit, das Reichs-Bankett zum zehnjährigen Gründungsjubiläum der Kuttenberger zu organisieren, bei dem „18 Ritterschaft ansprengten“, wie es in altertümelnder Sprache hieß. Hierbei wurde auch die Gründung der „Vereinigung österreichischer und bayerischer Ritterbünde“ beschlossen, der sich später noch weitere Bünde anschlossen. Als &amp;#039;&amp;#039;Erlauchter Hochmeyster&amp;#039;&amp;#039; wurde Josef von Thury gewählt. Der 7. September 1884 gilt heute als der Gründungstag des „Deutschen Ritterbundes“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutscher-ritterbund.de/ Homepage des Deutschen Ritterbundes]&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Reichstage wurden 1886 in [[Aibling]] und 1889 in Wien abgehalten; aus diesem Anlass wurde auch eine Medaille der Ritterbünde herausgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Ritterbünde ==&lt;br /&gt;
Vorwiegend [[humanist]]isch geprägte Ritterbünde und Verbände sind z.&amp;amp;nbsp;B. der Deutsche Ritterschaftsbund&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.marktrecht.eu/ Homepage des deutschen Ritterschaftsbundes] &amp;lt;/ref&amp;gt;, der Deutsche Ritterbund&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.deutscher-ritterbund.de/ Homepage des Deutschen Ritterbundes] &amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Verein]]igung Österreichischer Bündnisse, die [[Schlaraffia]] oder die profane Nachfolgeorganisation der [[Schwertbrüder]]. Eine vorwiegend geschichtliche Lebensweise und Darstellung findet sich z.&amp;amp;nbsp;B. im Hessischen Ritterbund&amp;lt;ref&amp;gt;[http://heribu.de/ Homepage des Hessischen Ritterbundes] &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christoph Mayrhofer: Medaille der Ritterbünde. Salzburg Museum (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Das Kunstwerk des Monats, 2014,&amp;#039;&amp;#039; 27. Jahrgang, Blatt 309. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.deutscher-ritterbund.de/Uberblick_1884_bis_2006.pdf &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Deutschen Ritterbundes&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.ritterbund.at/cms/cms/front_content.php?idcat=2 &amp;#039;&amp;#039;Ritterbund Rosengarten zu Linz&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.peilsteiner.at/ &amp;#039;&amp;#039;Homepage der Peilsteiner Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039;] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ritterorden]]&lt;br /&gt;
* [[Adelsgesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Bengler (Ritterbund)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritterbund| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TExtHumer</name></author>
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