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	<title>Rispenhirse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rispenhirse&amp;diff=277487&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-10-18T07:29:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Rispenhirse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Panicum miliaceum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Rispenhirsen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Panicum&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Süßgräser&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Poaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Süßgrasartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Poales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Commeliniden&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Monokotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Panicum miliaceum1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Rispenhirse&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rispenhirse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Echte Hirse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prosohirse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baraga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ternes&amp;quot; /&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039;), kurz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hirse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] [[Rispenhirsen]] (&amp;#039;&amp;#039;Panicum&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Familie der [[Süßgräser]] (Poaceae). Diese [[Hirse]]nart ist eine alte [[Getreide]]pflanze. In Europa von Kartoffel und Mais verdrängt wird sie heute noch in weiten Teilen Asiens angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Panicum miliaceum subsp. ruderale sl2.jpg|mini|Habitus von &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum subsp. ruderale&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panicum miliaceum subsp. ruderale sl6.jpg|mini|Stängel mit Laubblatt und behaarter Blattscheide von &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum subsp. ruderale&amp;#039;&amp;#039;. Das Blatthäutchen besteht aus Haaren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panicum miliaceum subsp. ruderale sl8.jpg|mini|Die Haare auf der Blattscheide stehen auf Warzen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panicum miliaceum subsp. miliaceum sl5.jpg|mini|Rispenzweig von &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum subsp. miliaceum&amp;#039;&amp;#039; mit Ährchen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panicum miliaceum subsp. miliaceum sl9.jpg|mini|Ährchen von &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum subsp. miliaceum&amp;#039;&amp;#039; mit:&amp;lt;br/&amp;gt; Unterer Hüllspelze (Glu&amp;#039;)&amp;lt;br/&amp;gt;Oberer Hüllspelze (Glu&amp;quot;)&amp;lt;br/&amp;gt;Deckspelze der sterilen Blüte (Lem&amp;#039;)&amp;lt;br/&amp;gt;Deckspelze der fertilen Blüte (Lem&amp;quot;)&amp;lt;br/&amp;gt;Vorspelze der fertilen Blüte (Pal)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panicum miliaceum subsp. miliaceum sl10.jpg|mini|Karyopse eingehüllt in Deck- (Lem&amp;quot;) und Vorspelze (Pal)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panicum miliaceum subsp. miliaceum sl12.jpg|mini|Entspelzte und geschälte Karyopsen, wie sie in den Handel gelangen]]&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Rispenhirse ist eine [[Einjährige Pflanze|einjährige]] [[krautige Pflanze]] und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100, selten bis 150 Zentimetern. Ihre aufrechten [[Stängel]] sind meist an den unteren [[Knoten (Botanik)|Knoten]] verzweigt, gerieft, 2 bis 5 Millimeter dick und unterhalb der Knoten 2 bis 3 Millimeter lang behaart. Die vier bis acht Knoten sind 1 bis 2 Millimeter  lang behaart. Die [[Blattscheide]]n sind deutlich gerippt und zwischen den Rippen rauhaarig. Das [[Blatthäutchen]] ist häutig und 1 bis 2 Millimeter lang bewimpert. Die [[Blattspreite]]n sind 10 bis 40 Zentimeter lang und 8 bis 25 Millimeter breit. Sie sind flach, gerippt, im unteren Bereich rauhaarig, ansonsten zerstreut kurz behaart, Rippen und Rand sind rau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der [[Rispe|rispige]] [[Blütenstand]] ist 10 bis 30 Zentimeter lang, aufrecht bis überhängend, locker bis dicht. Im unteren Bereich ist er häufig von der obersten Blattscheide eingehüllt. Die Seitenäste sind rau und kantig. Die 2 bis 6 Millimeter lang gestielten [[Ährchen]] sind 4,5 bis 5 Millimeter lang und zugespitzt. Die untere [[Hüllspelze]] ist fünf- bis siebennervig, zwei Drittel so lang wie das Ährchen und zugespitzt. Die obere Hüllspelze ist neun- bis elfnervig und zugespitzt. Das untere Blütchen ist steril, seine [[Deckspelze]] ist neun- bis elfnervig. Die Deckspelze des oberen, zwittrigen Blütchens ist rund einen mm kürzer als das Ährchen, hellgelb, schwärzlich oder weiß, glänzend und knorpelig verdickt. Die [[Staubblatt|Staubbeutel]] sind 1,2 bis 1,5 Millimeter lang und dunkelviolett. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Es erfolgt [[Selbstbestäubung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Karyopse]] ist etwas kleiner als die Deckspelze, hat einen kreisförmigen Umriss und ist rund 3 Millimeter lang. Ihre Farbe reicht von strohfarben über rötlichbraun, olivbraun bis schwärzlich, kann aber auch weiß sein. Das [[Tausendkorngewicht]] liegt zwischen 4 und 8 Gramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GFranke1994&amp;quot; /&amp;gt; Der [[Protein|Eiweißgehalt]] beträgt bis zu 10 (selten sogar bis 18) Prozent, der [[Fette|Fettgehalt]] rund 4 Prozent. Manche Sorten sind sogar [[Gluten|Kleber]]-haltig und liefern somit backfähiges [[Mehl]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GFranke1994&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahl beträgt 2n = 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche [[Verbreitungsgebiet]] der Rispenhirse liegt in [[Zentralasien]]. Nach anderen Autoren stammt sie aus dem Gebiet vom [[indischer Subkontinent|indischen Subkontinent]] bis [[Myanmar]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; Sie wird in der [[Alte Welt|Alten Welt]] seit Jahrtausenden als Getreidepflanze angebaut und ist vielfach verwildert. Sie ist weniger wärmebedürftig als andere Hirse-Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mitteleuropa wächst sie verwildert auf Schuttplätzen, Bahnanlagen und in Häfen. In Gärten verwildert sie meist aus Vogelfutter. Sie kommt vor allem auf nährstoffreichen, leichten und sandigen Lehmböden der [[Kolline Höhenstufe|kollinen]], seltener auch der [[montane Höhenstufe|montanen Höhenstufe]] vor. Sie steigt in den Alpen bis 1000 Meter und im [[Himalaja]] bis 3000 Meter Meereshöhe auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conert1979&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie und Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Echte Hirse wurde 1753 von [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;Species Plantarum&amp;#039;&amp;#039; Tomus I, S. 58 als &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039; erstbeschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es werden drei Unterarten unterschieden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2019&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Kulturhirse (&amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;miliaceum&amp;#039;&amp;#039;) oder Echte Hirse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2019&amp;quot; /&amp;gt;: Die Ährchen fallen zur Fruchtreife nicht aus- oder ab, die Ährchenachse zerbricht nur unter Druck. In Mitteleuropa gibt es hier drei (Con)Varietäten:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039; convar. &amp;#039;&amp;#039;effusum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Alef.}}, die Flatter-Rispenhirse, mit ausgebreiteter und sehr lockerer Rispe. Sie ist die ursprünglichste Kulturhirse.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039; convar. &amp;#039;&amp;#039;contractum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Alef.}}, die Klump-Rispenhirse, mit zusammengezogener Rispe, die oben dichter ist als am Grund. Die Zweige sind überhängend.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;compactum&amp;#039;&amp;#039;, die Dicke Hirse, mit zusammengezogener, überall gleich dichter Rispe, alle Zweige stehen aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unkraut-Hirse (&amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;ruderale&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Kitagawa) Tzvelev}}) oder Ruderale Hirse: Die Rispe steht aufrecht, ihre Äste stehen steif ab. Die Ährchenachse zerfällt unter der oberen Blüte, auch der Ährchenstiel ist gegliedert. Zur Reife fallen die Scheinfrüchte und auch die Spelzen ab. Die Spelzfrüchte sind dunkel gefärbt. Diese Unterart wächst in Maisfeldern und auf Schuttplätzen. In Deutschland ist sie seit 1982 nachgewiesen und kommt heute an Rhein, Main, Isar und Elbe vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2019&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unechte Unkraut-Hirse (&amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;agricola&amp;#039;&amp;#039; {{Person|H.Scholz &amp;amp; Mikoláš}}) oder Bauern-Hirse: Die Rispe ist stärker zusammengezogen und nickend. Die Ährchen fallen zur Reife aus den stehenbleibenden Hüllspelzen aus, die häutigen Spelzen bleiben aber stehen. Sie ist aus Kärnten, Steiermark, Tschechien, Baden-Württemberg&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2019&amp;quot; /&amp;gt; und dem Elsass bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau und Nutzung ==&lt;br /&gt;
Die Rispenhirse wird vor allem in Zentralasien, im nördlichen China, Japan und Indien angebaut. Die [[Vegetationszeit]] beträgt je nach Standort und Sorte 60 bis 90 Tage, der Wasseranspruch ist relativ gering. Die nördliche [[Agronomische Anbaugrenze|Anbaugrenze]] ist die 20&amp;amp;nbsp;°C-Juli-[[Isotherme]]. Im [[Himalaja]] wird die Rispenhirse bis in Höhenlagen von 3000 Metern angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körber-Grohne1995&amp;quot; /&amp;gt; Die Körner reifen in den Rispen nicht gleichzeitig, wegen hoher Ausfallgefahr erfolgt die Ernte vor der Vollreife. Die Erträge liegen meist bei rund 1 Tonne pro [[Hektar]] und können unter günstigen Bedingungen bis 5 Tonnen betragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GFranke1994&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte werden als Korn, Brei und Brot verzehrt oder zu [[Hirsebier]] verarbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WFranke1989&amp;quot; /&amp;gt; In Nordchina werden sie auch für  Hirsewein (ähnlich dem [[Reiswein]] Huang Jiu 黄酒) verwendet. Das Stroh ist als Futter für Wiederkäuer geeignet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GFranke1994&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Rispenhirse, im 19. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Weinhold (Mediävist)|Karl Weinhold]]: &amp;#039;&amp;#039;Anfrage über Gebräuche und Aberglaube, die sich an den Anbau des Hirses knüpfen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Volkskunde&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 1900, S. 339 f. ([https://www.digi-hub.de/viewer/image/DE-11-001674367/349/LOG_0215/ Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; noch „der Hirse“, ist eine der am frühesten domestizierten Getreidearten, ihr Ursprung liegt in Zentralasien. Die ältesten Funde stammen aus dem Alt-[[Neolithikum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körber-Grohne1995&amp;quot; /&amp;gt; Funde stammen auch aus der Fundstelle [[Tiangtian]] im chinesischen [[Altai]]-Gebirge.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/5200-jahre-alte-getreidekoerner-zeigen-fruehen-austausch-von-nutzpflanzen-in-eurasien-4551/ 5200 Jahre alte Getreidekörner zeigen frühen Austausch von Nutzpflanzen in Eurasien]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa ist die Hirse ab der ausgehenden [[Mittlere Bronzezeit|Mittleren Bronzezeit]] belegt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Giedre Motuzaite-Matuzeviciute, Richard A. Staff, Harriet V. Hunt, Xinyi Liu, Martin K. Jones|Titel=The early chronology of broomcorn millet (Panicum miliaceum) in Europe |Hrsg= |Sammelwerk=Antiquity |Band=87 |Nummer=338 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2013 |Seiten=1073–1085 |ISBN=|ISSN=0003-598X|DOI=10.1017/s0003598x00049875|Online=https://www.cambridge.org/core/journals/antiquity/article/early-chronology-of-broomcorn-millet-panicum-miliaceum-in-europe/638EF70E1C525C8826B9D5076AD617E9|Abruf=2017-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Soultana Maria Valamoti|Titel=Millet, the late comer: on the tracks of Panicum miliaceum in prehistoric Greece|Sammelwerk=Archaeological and Anthropological Sciences|Band=8|Nummer=1|Datum=2016-03-01|Seiten=51–63|ISSN=1866-9557|DOI=10.1007/s12520-013-0152-5|Online=https://link.springer.com/article/10.1007/s12520-013-0152-5|Abruf=2017-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wird vor allem in [[Mitteleuropa]] und [[Südosteuropa]] während der [[Späte Bronzezeit|Späten Bronzezeit]] zu einem der Hauptgetreide.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Hans-Peter Stika, Andreas G. Heiss|Titel=Plant Cultivation in the Bronze Age|Hrsg=Harry Fokkens, Anthony Harding|Sammelwerk=The Oxford Handbook of the European Bronze Age|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=Oxford University Press|Ort=Oxford|Datum=2013|Seiten=348–369|ISBN=978-0-19-957286-1|DOI=10.1093/oxfordhb/9780199572861.013.0019|Online=http://oxfordhandbooks.com/view/10.1093/oxfordhb/9780199572861.001.0001/oxfordhb-9780199572861-e-19|Abruf=2017-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Hans-Peter Stika, Andreas G. Heiss|Titel=Bronzezeitliche Landwirtschaft in Europa — Der Versuch einer Gesamtdarstellung des Forschungsstandes|Hrsg=Karl-Heinz Willroth|Sammelwerk=Siedlungen der älteren Bronzezeit. Beiträge zur Siedlungsarchäologie und Paläoökologie des zweiten vorchristlichen Jahrtausends in Südskandinavien, Norddeutschland und den Niederlanden. Workshop vom 7. bis 9. April 2011 in Sankelmark|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=Wachholtz|Ort=Neumünster|Datum=2013|Seiten=189–222|ISBN=978-3-529-01581-6|DOI=10.13140/2.1.3394.0486|Online=http://rgdoi.net/10.13140/2.1.3394.0486|Abruf=2017-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Forschende der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]] ([[Sonderforschungsbereich 1266 „TransformationsDimensionen - Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften“|Sonderforschungsbereich 1266]]) haben kürzlich den Verbreitungsweg durch Europa mittels zahlreicher [[Radiokarbonmethode|14C-Datierungen]] und Literaturstudien nachzeichnen können.  Im 17. Jahrhundert v. Chr. ist sie in nördlich des Schwarzen Meeres (Vinogradnyi Sad) belegt, ab 1500 v. Chr. in Norditalien, ab 1450 v. Chr. in Mittel- und Westdeutschland und ab 1200 v. Chr. in Norddeutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.archaeologie-online.de/index.php?id=8&amp;amp;L=1&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=4731&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;cHash=dddf77f2b92b11317023affac4eec711 |titel=Schnelle Akzeptanz fremder Ernährungstradition im bronzezeitlichen Europa |datum=2020-08-14 |sprache=en |abruf=2025-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/als-hirse-auf-den-speiseplan-des-menschen-kam-3615/ |titel=Als Hirse auf den Speiseplan des Menschen kam |datum=2017-04-28 |sprache=de |abruf=2025-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.allesbleibtanders.com/modules/rispenhirse/ |titel=Superfood — Alles bleibt anders |abruf=2025-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt sie in vorrömischer Zeit in rund 30 % aller Fundstellen vor. In den ersten drei nachchristlichen Jahrhunderten wurde die Rispenhirse teilweise durch die [[Gerste]] verdrängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körber-Grohne1995&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Römer]] nannten (wie auch die pharmazeutischen Literatur bis in die Frühe Neuzeit&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 147 (&amp;#039;&amp;#039;Milium&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;) die Rispenhirse &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 189 (&amp;#039;&amp;#039;Geguers sive milium – hyrsen, dochen&amp;#039;&amp;#039; = Panicum miliaceum L.)&amp;lt;/ref&amp;gt; und verwendeten sie für Brot und Brei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körber-Grohne1995&amp;quot; /&amp;gt; In Ägypten ist Hirse seit römischer Zeit belegt, zum Beispiel in [[Kellis]] in der Oase [[Dachla]], wo sie nach Isotopenstudien als Viehfutter eingesetzt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Tosha L. Dupras, Henry P. Schwarcz, Scott I. Fairgrieve, Infant Feeding and weaning Practices in Roman Egypt. &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Physical Anthropology&amp;#039;&amp;#039; 115/3, 2001, 208&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] war Hirse in Mitteleuropa ein wichtiges Nahrungsmittel, vor allem für arme Leute. Der Schwerpunkt des Anbaus verlagerte sich in Richtung Osteuropa. Hirse wurde vor allem als Brei gegessen, da sie wenig Kleber enthält. Sie wurde in Mitteleuropa von der [[Kartoffel]] weitgehend verdrängt, in Südeuropa vom [[Mais]]. Der Anbau in sandigen Gebieten währte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, so etwa in Pommern, Posen, Thüringen, Brandenburg, in den unteren Donauländern und im südlichen Russland. In Österreich wird sie zur Vogelfutterproduktion angebaut, teilweise auch zum menschlichen Verzehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körber-Grohne1995&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Abkehr von der Breinahrung ist der Anbau stark zurückgegangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ternes&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-89947-165-2|Seite=1575}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Joachim Conert: &amp;#039;&amp;#039;Pareys Gräserbuch. Die Gräser Deutschlands erkennen und bestimmen.&amp;#039;&amp;#039; Blackwell, Berlin/Wien 2000, ISBN 3-8263-3327-6.&lt;br /&gt;
* Siegmund Seybold (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schmeil-Fitschen interaktiv.&amp;#039;&amp;#039; CD-ROM, Version 1.1, Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.&lt;br /&gt;
* [[Udelgard Körber-Grohne]]: &amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzen in Deutschland von der Vorgeschichte bis heute&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart 1995 (Nachdruck ISBN 3-933203-40-6) (Abschnitte Anbau und Geschichte)&lt;br /&gt;
* Wiebke Kirleis, Marta Dal Corso und Dragana Filipović: Millet and What Else? The Wider Context of the Adoption of Millet Cultivation in Europe. Scales of Transformation 14. Sidestone Press, Leiden 2022. ISBN 9789464270150&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Panicum miliaceum|Rispenhirse (&amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.allesbleibtanders.com/modules/rispenhirse/ Digitale Ausstellung zur Rispenhirse in der Bronzezeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|4098}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Einkeimblaettrige/Suessgraeser/panicum.htm#Rispen-%20Hirse  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* [http://www.hirsemuehle.de/hirse_htmls/hirse_botanik.htm Botanik und Klassifikation der Rispenhirse (Hirsemühle)]&lt;br /&gt;
* E. A. Oelke, E. S. Oplinger, D. H. Putnam, B. R. Durgan, J. D. Doll, D. J. Undersander: [https://www.hort.purdue.edu/newcrop/afcm/millet.html &amp;#039;&amp;#039;Millets.&amp;#039;&amp;#039;, 1990] bei [https://www.hort.purdue.edu/newcrop/afcm/index.html &amp;#039;&amp;#039;Alternative Field Crops Manual&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GFranke1994&amp;quot;&amp;gt;Gunther Franke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen. Band 2: Spezieller Pflanzenbau&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer, Stuttgart 1994, S. 107f. ISBN 3-8252-1768-X&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WFranke1989&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Franke: &amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen, und Tropen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Thieme, Stuttgart 1989, S. 101. ISBN 3-13-530404-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körber-Grohne1995&amp;quot;&amp;gt;[[Udelgard Körber-Grohne]]: &amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzen in Deutschland von der Vorgeschichte bis heute&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart 1995 (Nachdruck ISBN 3-933203-40-6)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt;{{WCSP|Panicum miliaceum|Zugriff=2016-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1032390|WissName=Panicum miliaceum L.|Abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conert1979&amp;quot;&amp;gt;[[Hans Joachim Conert]]: &amp;#039;&amp;#039;Familie Poaceae&amp;#039;&amp;#039;. In [[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Band I, Teil 3, Seite 41–43. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1979. ISBN 3-489-52020-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2019&amp;quot;&amp;gt;Michael Koltzenburg: &amp;#039;&amp;#039;Panicum&amp;#039;&amp;#039;. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 97. Auflage. S. 342. Verlag Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2019. ISBN 978-3-494-01700-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
B.Valdés, H.Scholz; with contributions from E. von Raab-Straube &amp;amp; G.Parolly (2009+): &amp;#039;&amp;#039;Poaceae (pro parte majore).&amp;#039;&amp;#039; [https://www.europlusmed.org/cdm_dataportal/taxon/522158f6-5504-4d04-bd13-ea425bb63234 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Panicum miliaceum&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity&amp;#039;&amp;#039;.] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4159957-3|LCCN=sh/96/9055|NDL=00565693}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rispenhirsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Getreideart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kieler Archäologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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