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	<title>Risikobewertung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T01:32:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Risikobewertung&amp;diff=1078705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-01T06:44:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Risikobewertung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die von einem [[Risikoträger]] oder von [[Dritter|Dritten]] vorgenommene [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertung]] eines [[Risiko|Einzelrisikos]] oder des [[Risikoaggregation|Gesamtrisikos]], dem der Risikoträger ausgesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die vorhandenen Risiken können durch den Risikoträger ([[Unternehmen]], [[Staat]] mit seinen Untergliederungen oder [[Privathaushalt]]e) selbst oder durch Dritte ([[Bundesinstitut für Risikobewertung]], [[Dekra]], [[Gutachter]], [[TÜV]], [[Versicherer]] oder [[Wirtschaftsprüfer]]) einer [[Risikoanalyse]] unterzogen und bewertet werden. Bei einer Risikobewertung wird das vorhandene oder potenzielle [[Risiko]] einerseits hinsichtlich der Risikohöhe und der [[Eintrittswahrscheinlichkeit]] und andererseits auf seine potenziellen Auswirkungen auf die [[Zielerreichungsgrad|Zielerreichung]] hin bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=VWQkBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PT146&amp;amp;dq=risikobewertung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj95p6H7qbnAhVQ-6QKHYh8AOM4HhDoAQhFMAQ#v=onepage&amp;amp;q=risikobewertung&amp;amp;f=false Fabian Ahrendts/Anita Marton, &amp;#039;&amp;#039;IT-Risikomanagement leben&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 133]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziele sind [[Unternehmensziel]]e bei Unternehmen, [[Staatsziel]]e bei Staaten und [[persönliches Ziel|persönliche Ziele]] bei Privathaushalten. Bei Unternehmen findet die Risikobewertung im Rahmen des [[Risikomanagement]]s statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Risikomanagement in Unternehmen umfasst [[Risikobeurteilung]], [[Risikobewältigung]] und [[Risikokommunikation]], wobei die Risikobeurteilung in die Teilbereiche [[Risikoidentifikation]], [[Risikoanalyse]] und Risikobewertung untergliedert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=6zVHCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA363&amp;amp;dq=Risikobeurteilung+Risikobewertung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjE5Y2wtrDnAhWHLlAKHazDD-AQ6AEIVDAF#v=onepage&amp;amp;q=Risikobeurteilung%20Risikobewertung&amp;amp;f=false Robert Schmitt/Tilo Pfeifer, &amp;#039;&amp;#039;Qualitätsmanagement: Strategien – Methoden – Techniken&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 363]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die {{EU-Verordnung|2002|178|titel= vom 28. Januar 2002 zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts, zur Errichtung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und zur Festlegung von Verfahren zur Lebensmittelsicherheit}} definiert Risikobewertung in Art. 3 Nr. 11 als „einen wissenschaftlich untermauerten Vorgang mit den vier Stufen Gefahrenidentifizierung, Gefahrenbeschreibung, Expositionsabschätzung und Risikobeschreibung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Risikobewertung im weiteren Sinne gehört die Beurteilung, ob ein Risiko für den Risikoträger akzeptabel ist, was von der [[Risikotragfähigkeit]] und der [[Risikoeinstellung]] abhängt.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Gleißner/Frank Romeike, &amp;#039;&amp;#039;Anforderungen an die Softwareunterstützung für das Risikomanagement&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Controlling &amp;amp; Management, 2005, S. 154–164&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozessablauf ==&lt;br /&gt;
Der Risikobewertung vorausgegangen ist die [[Risikobeurteilung]]. Die Risikobewertung als letzte Stufe des Risikomanagements befasst sich mit der [[Evaluation]] jedes einzelnen Risikos, indem es die Risiken in [[Risikoklasse]]n unterteilt. Diese stellen eine nach Höhe des Risikos abgestufte Klassifizierung dar, welche die Auswirkungen eines Risikos auf das Unternehmen wiedergibt. Kern der Risikobewertung ist die Klassifizierung aller Risiken in geringe, mittlere und hohe Risiken (siehe auch [[Anlageklasse]]) mit Hilfe von einheitlichen [[Risikomaß]]en, wobei die geringen und mittleren Risiken als tragbar eingestuft werden können. [[Bezugsgröße]] der Risikobewertung soll stets eine ökonomische Größe wie [[Cashflow]] oder [[EBIT]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[KPMG]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Integriertes Risikomanagement&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Risikobeurteilung folgt die Risikobewältigung. Die [[Risikoklassifizierung]] stellt somit die Schnittstelle zwischen Risikobewertung und Risikobewältigung dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ARp1-AmufkoC&amp;amp;pg=PA34&amp;amp;dq=risikobewertung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjbkpev5qbnAhXMLVAKHUvQAQw4FBDoAQhIMAU#v=onepage&amp;amp;q=risikobewertung&amp;amp;f=false Jan Miksch, &amp;#039;&amp;#039;Sicherungsstrukturen bei PPP-Modellen aus Sicht der öffentlichen Hand, dargestellt am Beispiel des Schulbaus&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 33]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu beachten ist, dass der Prozess der Risikobewertung ganz entscheidend von der individuellen [[Risikowahrnehmung]] geprägt wird, denn verschiedene Menschen weisen unterschiedliche Auffassungen über einzelne Risiken auf. Zudem ist die [[selektive Wahrnehmung]] zu berücksichtigen. Je nach „Risikoappetit“ verfolgt der Risikoträger [[Risikovermeidung]] bei [[Risikoaversion]] und ist bei [[Risikoaffinität]] bereit, selbst hohe Risiken in Kauf zu nehmen. Bei [[Risikoneutralität]] orientiert er sich allein am mathematischen [[Erwartungswert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergibt sich aus der Risikobewertung, dass das verbleibende [[Restrisiko]] größer ist als das größte vertretbare Risiko ([[Grenzrisiko]]), muss eine weitere [[Risikominderung]] vorgenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=rn-aDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PP20&amp;amp;dq=Risikobeurteilung+Risikobewertung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjE5Y2wtrDnAhWHLlAKHazDD-AQ6AEISzAE#v=onepage&amp;amp;q=Risikobeurteilung%20Risikobewertung&amp;amp;f=false Gerald Zickert, &amp;#039;&amp;#039;Elektrokonstruktion&amp;#039;&amp;#039;, 2019, o. S.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bankwesen ==&lt;br /&gt;
Im [[Bankwesen]] spielt die Risikobewertung vor allem eine Rolle bei der vorangegangenen [[Kreditwürdigkeitsprüfung]] (Risikoanalyse), die für alle [[Kreditnehmer]] (Unternehmen, Staaten und deren Untergliederungen, [[Kontrahent]]en, [[Gegenpartei]]en und Privatpersonen) durchzuführen ist. Auch [[Finanzanalyse]]n (wie die [[Aktienanalyse]] oder [[Bilanzanalyse]]) sind Teil der Risikoanalyse. Die [[Kreditunterlagen]] werden vor einer [[Kreditentscheidung]] darauf untersucht, ob ein vertretbares [[Kreditrisiko]] vorliegt, durch welches die vertragsgemäße [[Tilgung (Geldverkehr)|Tilgung]] des [[Kredit]]s aus dem [[Cashflow]] des Kreditnehmers oder [[Sicherungsgeber]]s oder aus der [[Verwertung]] von [[Kreditsicherheit]]en nicht gefährdet erscheint. Die Risikobewertung endet mit einem [[Rating (Finanzwesen)|Rating]] (Unternehmen, Staaten) oder [[Kreditscoring]] (Privatpersonen), welche die aus [[Unternehmensdaten]] abgeleiteten [[betriebswirtschaftliche Kennzahl|betriebswirtschaftlichen Kennzahlen]] verdichten. Dem Rating/Scoring kommt als Instrument der Risikobewertung im Rahmen von [[Basel II]] eine zentrale Rolle zu, weil es dazu geeignet ist, die für die Festlegung der [[Kreditmarge]] erforderlichen Parameter zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DX9z-pNe3roC&amp;amp;pg=PA157&amp;amp;dq=rating+Risikobewertung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjv4LaM7q7oAhWP-KQKHWRHAB4Q6AEISzAE#v=onepage&amp;amp;q=rating%20Risikobewertung&amp;amp;f=false Horst Eidenmüller/Lutz Krämer, &amp;#039;&amp;#039;Internes und externes Rating&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 157]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Risikobewertung wird auch durch Ratings von [[Ratingagentur]]en übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versicherungswesen ==&lt;br /&gt;
Durch das [[KonTraG]] vom Mai 1998 gehören die Risikoerfassung, Risikoidentifizierung, Risikobewertung, Risikobewältigung und Risikoüberwachung zu den Aufgaben des Risikomanagements im [[Versicherungswesen]]. Die Risikobewertung ist im Versicherungswesen dem [[Versicherungsvertrag]] vorgeschaltet. Der [[Versicherer]] prüft – auch zur Festlegung der [[Versicherungsprämie]] – das sich aus dem [[Versicherungsverhältnis]] ergebende versicherungstechnische Risiko. Unter Risiko wird hier der [[Ungewissheit|ungewisse]] und unvermeidbare, dem [[Zufall]] unterworfene Eintritt eines bestimmten [[Schadensereignis]]ses verstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hansueli Birchmeier, &amp;#039;&amp;#039;Die Kapitalflussrechnung als Führungsinstrument im Versicherungsunternehmen&amp;#039;&amp;#039;, 1978, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Will eine Versicherung nach vorgenommener Risikobewertung bestimmte Risiken nicht übernehmen, so kann sie im Versicherungsvertrag einen Risikoausschluss vornehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=oKNE_W44NkMC&amp;amp;pg=PA536&amp;amp;dq=Versicherung+Risikobewertung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjZhqjy9KnoAhWRyKQKHWv-BlsQ6AEIfDAJ#v=onepage&amp;amp;q=Versicherung%20Risikobewertung&amp;amp;f=false Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth/Alfons Weiß, &amp;#039;&amp;#039;VersicherungsAlphabet (VA)&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 535]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risikobewältigung ==&lt;br /&gt;
Ziel der Risikobewertung ist letztlich die [[Risikobewältigung]]. Weichen die Risiken zu stark von den Zielen des Risikoträgers ab, so muss er Risikoträger Instrumente der Risikobewältigung einsetzen, nämlich neben Risikovermeidung alternativ [[Risikominderung]], [[Risikodiversifikation]], [[Risikoüberwälzung]] oder [[Risikovorsorge]]. Diese Instrumente dienen dazu, vorhandene Risiken zu minimieren, zu [[Streuungsmaß (Statistik)|streuen]] oder zu [[Diversifikation (Wirtschaft)|diversifizieren]], an Dritte zu übertragen oder zu behalten und bilanziell abzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur/Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Risikobewertung|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bfr.bund.de/ Bundesinstitut für Risikobewertung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Risikomatrix]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4137042-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risiko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement (Bank)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement (Versicherung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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