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	<title>Riphäen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T04:46:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Riph%C3%A4en&amp;diff=1755609&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian Blaschke: /* Antike Lokalisierung */ R</title>
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		<updated>2021-10-26T00:43:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Antike Lokalisierung: &lt;/span&gt; R&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riphäen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren in der antiken Geographie ein Gebirge zwischen Europa und Asien, am seinerzeit äußersten [[Das Ende der Welt|Rande der bekannten Welt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike Lokalisierung ==&lt;br /&gt;
Die Riphäen sind vor allem aus dem Werk von [[Claudius Ptolemäus]] bekannt. Erstmals soll die Bergkette von dem griechischen Dichter [[Alkman]] im siebten vorchristlichen Jahrhundert erwähnt worden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spekke&amp;quot;&amp;gt;A. Spekke: &amp;#039;&amp;#039;The Ancient Amber Routes and the Geographical Discovery of the Eastern Baltic.&amp;#039;&amp;#039; Stockholm 1957&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Riphäen werden von [[Plutarch]] dem [[Hercynischer Wald|Hercynischen Wald]] gleichgesetzt. Nach [[Jordanes]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gotengeschichte&amp;#039;&amp;#039; 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; lagen die Riphäen im Land der [[Skythen]]. Die antiken Autoren waren sich insoweit einig, als sie das Riphäengebirge als kalt und unwirtlich bezeichneten (das griechische Wort &amp;#039;&amp;#039;riphé&amp;#039;&amp;#039; bedeutet so viel wie „stürmischer Nordwind“). Jenseits der Riphäen, wo das Klima wieder milder wurde, lebten nach [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia|Naturgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 6,34) die [[Arimphaei]]. Mit zunehmender Kenntnis der nördlich des Mittelmeerraums liegenden Gebiete Europas „rückten“ die Riphäen in den antiken Beschreibungen immer weiter nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bergkette galt als Quellgebiet des [[Tanaïs]], der im Allgemeinen mit dem Don gleichgesetzt wird. Dieser entspringt zwar in der Mittelrussischen Platte, also nicht in einem Gebirge, jedoch mündete nach antiken Quellen der Tanaïs wie der Don in das Asowsche Meer ([[Maeotis]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spekke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Lokalisierungsversuche ==&lt;br /&gt;
Noch in den &amp;#039;&amp;#039;[[Mappa mundi|mappae mundi]]&amp;#039;&amp;#039; des Mittelalters und der Renaissance sowie in verschiedenen Publikationen dieser Zeit tritt das Riphäengebirge – teils als Bergkette, teils als dichter Wald – in Erscheinung. Die Autoren dieser Schriften platzieren die Riphäen geografisch im Allgemeinen in enger Anlehnung an antike Quellen. Der französische Kardinal und Kartograph [[Pierre d’Ailly]] erwähnt das Gebirge unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Ripheis silvis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spekke&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre d&amp;#039;Ailly: &amp;#039;&amp;#039;Imago mundi&amp;#039;&amp;#039; 1410; zitiert bei Spekke 1957&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage der Riphäen war auch in der Neuzeit umstritten. Sie wurden in Skandinavien lokalisiert&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Gottlieb Radlof: &amp;#039;&amp;#039;Neue Untersuchungen des Keltenthumes zur Aufhellung der Urgeschichte der Teutschen&amp;#039;&amp;#039;. Bueschler, Bonn 1822, S. 20 ([https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=MIQBAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA20 digitalisiert bei Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder mit dem [[Ural]], den [[Alpen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Christoph Adelung]]: &amp;#039;&amp;#039;Aelteste Geschichte der Deutschen, ihrer Sprache und Litteratur bis zur Völkerwanderung&amp;#039;&amp;#039;. Göschen, Leipzig 1806, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt; oder den [[Karpaten]] identifiziert. [[August Wilhelm Karl Knobel|Knobel]] will die Riphäen in dem [[Riphat]] der [[Völkertafel (Bibel)|Völkertafel]] der Genesis wiedererkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;August Wilhelm Karl Knobel, Völkertafel der Genesis, Ethnographische Untersuchungen. Gießen 1850, 44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden die Riphäen allerdings auch schon als „Trugbilder“ antiker Autoren abgetan; so nachzulesen unter anderem in Schriften des Kartographen und Kosmographen [[Sebastian Münster]] sowie des italienischen Historikers [[Paolo Giovio]].&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert bei Spekke 1957&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gesandte des römisch-deutschen Kaisers am russischen Hof, [[Siegmund von Herberstein|Siegmund Freiherr von Herberstein]], der sich auch als Kartograph einen Namen machte, wies zur gleichen Zeit darauf hin, dass die Quellen des Don keinesfalls im Riphäengebirge liegen können.&amp;lt;ref&amp;gt;von Herberstein: &amp;#039;&amp;#039;rerum Moscoviticarum Commentarii.&amp;#039;&amp;#039; Erstveröffentlichung Wien 1549. (zitiert bei Spekke 1957)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
Nach den Riphäen wurden die [[Montes Riphaeus]] auf dem Mond benannt. Ferner ist eine geologische Stufe des [[Kraton]] [[Sibiria]] nach dem Riphäengebirge benannt (meist mit der englischsprachigen Bezeichnung für Riphäen = &amp;#039;&amp;#039;Riphean&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Riphaen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Geographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian Blaschke</name></author>
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