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	<title>Ringelgans - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ringelgans&amp;diff=45506&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Systema Naturae → Systema Naturæ</title>
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		<updated>2025-12-13T00:20:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Systema_Naturae&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Systema Naturae (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Systema Naturae&lt;/a&gt; → &lt;a href=&quot;/index.php/Systema_Natur%C3%A6&quot; title=&quot;Systema Naturæ&quot;&gt;Systema Naturæ&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Ringelgans&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Branta bernicla&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Meergänse&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Branta&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Echte Gänse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Anserini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Gänse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Anserinae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Entenvögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Anatidae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Gänsevögel&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Anseriformes&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Branta bernicla bernicla - Brent-Goose.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla bernicla&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ringelgans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla&amp;#039;&amp;#039;) ist eine kleine, gesellig lebende Art der Gattung [[Meergänse]] (&amp;#039;&amp;#039;Branta&amp;#039;&amp;#039;) der Familie der [[Entenvögel]] (Anatidae). Sie ist die kleinste und dunkelste der Meergänsearten, zu denen neben der Ringelgans die [[Nonnengans]], die [[Rothalsgans]], die [[Kanadagans]], die [[Zwergkanadagans]] und die [[Hawaiigans]] zählen. Ihr Brutareal sind die arktische Kältewüste und arktische Tundra Eurasiens und Nordamerikas. In Deutschland ist sie [[Wintergast]] an der [[Nordsee]]küste. Zu den Besonderheiten der Ringelgans zählt ihre enge Bindung an das Meer und die Meeresküste während des Zuges und der Überwinterung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Name der Gans bezieht sich ebenso wie bei der [[Ringeltaube]] auf den weißen Halsring. Gelegentlich wird die Gans auch als &amp;#039;&amp;#039;Rottgans&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, was von dem dumpf klingenden Flugruf abgeleitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1758 beschreibt [[Carl von Linné|Linnaeus]] im Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Animalia Paradoxa&amp;#039;&amp;#039; seiner [[Systema Naturæ]] auch die Ringelgans: „BERNICLA seu ANSER SCOTICUS &amp;amp; CONCHA ANATIFERA è lignis putridis, in mare abjectis, nasci a Veteribus cteditur. Sed fucum imposuit Lepas interaneis suis penniformibus, &amp;amp; modo adhaerendi, ac si verus ille Anser Bernicla inde oriretur.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Caroli Linnæi Medic. &amp;amp; Botan. in Acad. Upsaliensi Professoris, ... Opera Varia in quibus continentur fundamenta botanica, sponsalia plantarum, et systema naturae, in quo propunentur Naturæ regna tria secundum Classes, Ordines, Genera &amp;amp; Species&amp;#039;&amp;#039;, Typographia Juntiniana, [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN638785979 Lucca 1758], S. 363.&amp;lt;/ref&amp;gt; (BERNICE oder SCHOTTISCHE GANS und die ANATIFERA MUSCHEL, von denen die Alten sagen, dass die aus morschem Holz entstehen, das ins Meer geworfen wird. Doch Lepas trug die Farbe auf seine verschlungenen Federn auf, und zwar auf eine Art und Weise, die haftete, als wäre die echte Gans Bernicla dort entsprungen.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterarten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ringelgans wird in drei Unterarten aufgeteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die dunkelbäuchige Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla bernicla&amp;#039;&amp;#039;) ist die sogenannte [[Nominotypisches Taxon|Nominatform]], die von [[Carl von Linné]] erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde. Sie ist düster schiefergrau und hat kleine weiße Bänder auf den Halsseiten.&lt;br /&gt;
* Die schwarzbäuchige Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla nigricans&amp;#039;&amp;#039;) wird gelegentlich auch als Pazifische Ringelgans bezeichnet. Ihr Körpergefieder hat klare Schwarztöne und einen breiten, fast geschlossenen weißen Halsring.&lt;br /&gt;
* Die hellbäuchige Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla hrota&amp;#039;&amp;#039;) hat ein aufgehelltes, bräunliches Körpergefieder mit schmalem weißen Halsband.&lt;br /&gt;
[[Datei:Ringelgans frontal (Branta bernicla bernicla).jpg|mini|Ringelgans auf einer nordfriesischen Hallig beim „Auftanken“ ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Branta bernicla flying(ThKraft).jpg|mini|Eine Ringelgans im Flug]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ringelgänse sind schwarzgrau mit graubraunem Rücken und schwarz-weiß gebänderten Flanken gefiedert. Die ausgewachsenen Vögel haben am Hals schmale weiße Halbmondflecken, die je nach Unterart unterschiedlich groß ausgebildet sind. Ober- und Unterschwanzdecken sowie der Bauch sind weiß. Die Brustfärbung ist je nach Unterart entweder heller grau von der schwarzen Vorderbrust abgesetzt oder etwa dunkler grau und geht allmählich in das dunkle Brustgefieder über. Schnabel, Beine und Flügel sind schwarz gefärbt. Die Flügelspannweite beträgt 110 bis 120 Zentimeter, das Gewicht etwa 1 bis 1,5 Kilogramm. Im Allgemeinen sind die Männchen etwa 150 Gramm schwerer als die Weibchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küken sind im Daunenkleid an der Oberseite graubraun gefiedert, Kopf und Halsseiten sowie der Bauch sind hellgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Branta bernicla.ogg|mini|Laute der Ringelgans]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ringelgans ist keine sehr ruffreudige Gans. Ihre Stimme ist meistens dann zu hören, wenn sie sich in Trupps aufhält oder wenn sie den Ort wechselt. Bei Beunruhigung ist ein tiefes, dumpfes und nasales „&amp;#039;&amp;#039;rott, rott, rott&amp;#039;&amp;#039;“ oder „&amp;#039;&amp;#039;rott rorott&amp;#039;&amp;#039;“ zu hören. Dieser Ruf kann auch kehlig ausfallen: „&amp;#039;&amp;#039;rronk&amp;#039;&amp;#039;“. Während des Fluges gibt sie ein kurzes und hartes „&amp;#039;&amp;#039;ack&amp;#039;&amp;#039;“ oder „&amp;#039;&amp;#039;ek&amp;#039;&amp;#039;“ von sich. In weidenden Trupps halten sie durch ständige, leise „&amp;#039;&amp;#039;bi bi bi&amp;#039;&amp;#039;“-Rufe miteinander Kontakt. Aggressive Ringelgänse geben Zischlaute von sich.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heiner Bergmann; Hans-Wolfgang Helb; Sabine Baumann; &amp;#039;&amp;#039;Die Stimmen der Vögel Europas – 474 Vogelporträts mit 914 Rufen und Gesängen auf 2.200 Sonogrammen&amp;#039;&amp;#039;, Aula-Verlag, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-89104-710-1, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Brantgeese jadebay.jpg|mini|Überwinternde Ringelgänse im Wattenmeer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ringelgans brütet im arktischen Eurasien und in der Arktis Nordamerikas. Ihr Verbreitungsgebiet wird deshalb auch als zirkumpolar holarktisch bezeichnet. Als Verbreitungsgrenzen gelten die Juli-Isothermen von 1 Grad Celsius im Norden und 7 Grad Celsius im Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Unterarten halten sich dabei im Sommer in folgenden Regionen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die dunkelbäuchige Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla bernicla&amp;#039;&amp;#039;) in Nordsibirien etwa zwischen dem 65. und 80. Breitengrad,&lt;br /&gt;
* die schwarzbäuchige Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla nigricans&amp;#039;&amp;#039;) von Ostsibirien nach Osten bis Nordwestkanada, etwa vom 160. bis zum 80. Längengrad und&lt;br /&gt;
* die hellbäuchige Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla hrota&amp;#039;&amp;#039;) in den dazwischen liegenden Gebieten Westkanadas, Nordgrönlands, [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergens]] und des [[Franz-Joseph-Land|Franz-Joseph-Lands]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Branta (bernicla) hrota.jpg|mini|Hellbäuchige Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;B. b. hrota&amp;#039;&amp;#039;) auf [[Hooge|Hallig Hooge]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winterquartiere liegen&lt;br /&gt;
* bei der dunkelbäuchigen Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla bernicla&amp;#039;&amp;#039;) an der europäischen Atlantik- und Nordseeküste von [[Südfrankreich]] bis nach [[Jütland]] sowie auf den [[Britische Inseln|Britischen Inseln]]. In Deutschland findet man Ringelgänse im Winterhalbjahr regelmäßig und in größeren Trupps im [[Wattenmeer]] der [[Nordsee]]. In geringer Zahl überwintert sie in der Wismarbucht der Ostsee. Im Binnenland ist die Ringelgans nur sehr selten anzutreffen.&lt;br /&gt;
* bei der schwarzbäuchigen Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla nigricans&amp;#039;&amp;#039;) an der Pazifikküste von British Columbia bis Baja California, nur vereinzelt auch an den Küsten [[Japan]]s und [[Volksrepublik China|Chinas]], sehr selten auch in Europa und&lt;br /&gt;
* bei der hellbäuchigen Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla hrota&amp;#039;&amp;#039;) an der Küste Südostenglands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Branta bernicla MWNH 0971.JPG|links|miniatur|Ei, Sammlung [[Museum Wiesbaden]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ringelgänse auf Spiekeroog.jpg|mini|Ringelgänse am Boden]]&lt;br /&gt;
Die Ringelgans ist ein [[Zugvogel]], der im Winter nach Süden zieht. Wenn sie auf ihrem Zug sind, bilden Ringelgänse nicht die charakteristische V-Formation, sie fliegen rasch, aber nicht in Formation. Die Wanderungsrouten der Ringelgänse sind nicht genetisch fixiert, sondern werden in den verschiedenen Teilpopulationen [[Tradition#Tradition im Sinne von Tradierung|tradiert]]. Neben dem Zug in die Überwinterungsquartiere gibt es einen so genannten [[Mauserzug]] der nicht brütenden Tiere zu bestimmten Mauserplätzen, vor allem auf die [[Taimyr-Halbinsel]]. Abgesehen von Paarungs- und Brutzeit leben Ringelgänse in großen Schwärmen. Für gewöhnlich zeigen Ringelgänse eine große Partnertreue, wobei sie sich jedoch bei Verlust des Partners neu verpaaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Brut]] beginnt sofort nach der Ankunft in den Brutgebieten im Juni. Ringelgänse brüten in Kolonien in der küstennahen arktischen Tundra. Die hellbäuchige Art verrichtet ihr Brutgeschäft häufig auf kleineren Inseln vor der Küste. Ringelgänse brüten in kleinen Kolonien und errichten ihre Nester auf trockenen, höher gelegenen Abschnitten der Tundra. Nicht selten befinden sich die Kolonien in unmittelbarer Nachbarschaft von Greifvögeln und Großmöwen. Allerdings ist diese Bindung nicht so ausgeprägt wie bei der [[Kaisergans]]. Gewöhnlich werden drei bis fünf Eier gelegt. Nach 24 bis 26 Tagen schlüpfen die Jungen, deren Aufzucht nur etwa 40 Tage dauert. Sobald die frisch geschlüpften Küken abgetrocknet sind, wechseln die Familien auf Seen, Flüsse und Flussmündungsgebiete im Brutareal über. Die Paarbindung lockert sich in dieser Zeit. Die Ganter sondern sich von den Familien ab und bilden selbständige Mausertrupps. Die Vollmauser setzt mit dem Schlüpfen der Küken ein. Der Schwingenwechsel, der bei Altvögeln Mitte Juli beginnt, dauert etwa bis zur Mitte des Augusts. Dies ist die Zeit, in der auch die Junggänse flügge werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Sawwa M. Uspenski: &amp;#039;&amp;#039;Die Wildgänse Nordeurasiens&amp;#039;&amp;#039;, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ringelgaense auf dem Meer.jpg|mini|Ringelgänse bei der Nahrungsaufnahme auf dem Meer (Nordsee).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ringelgänse leben von kurzer Gras-, Kräuter-, Moos- und Flechtenvegetation sowie von Meerespflanzen. Die Gänse sind bei der Nahrungssuche überwiegend an Flachküsten des Wattenmeeres gebunden. Ihre Nahrungssuche findet auf [[Seegraswiese|Seegras]]-, [[Grünalge|Grünalgen]]- und [[Andel (Gras)|Andelgras]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;flächen statt, aber auch im Watt bei Ebbe und bei Flut auf dem Wasser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elke Brüser |url=https://fluegelschlag-birding.de/grossvoegel/ringelgans/ |titel=Vor allem schwarz |werk=Flügelschlag und Leisetreter |datum=2021-04-17 |abruf=2021-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Winter nutzen sie regional auch die Gras- und Wintersaatflächen des Binnenlands. Im schleswig-holsteinischen [[Wattenmeer]] fürchteten die Landwirte im Vorland der Küste und auf den [[Hallig]]en den Durchzug der Ringelgans – heute werden sie für die Einbußen entschädigt. So fielen die Gänse in begrenzte Landstriche ein, wo sie die Vegetation in kürzester Zeit auf die Länge eines [[Rasen|Englischen Rasens]] herunterfraßen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Janke, Bruno P. Kremer |Titel=Das Watt. Lebensraum, Tiere und Pflanzen |Verlag=Franckh |Ort=Stuttgart |Datum=1990 |ISBN=3-440-06035-7 |Seiten=95}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Regel bevorzugen sie als Nahrung das Andelgras der [[Salzwiese|Salzwiesen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestandsentwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestandsentwicklung insgesamt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem bis 1932 große [[Gewöhnliches Seegras|Seegrasbestände]] durch einen Befall mit dem einzelligen Schleimpilz &amp;#039;&amp;#039;Labyrinthula&amp;#039;&amp;#039; eingegangen waren, ging die Population der Ringelgänse in den europäischen Winterzuggebieten auf etwa 10 bis 25 Prozent der Populationszahlen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Neben dem Verlust an der Überwinterungsnahrung trugen noch eine intensivierte Bejagung sowie [[Melioration]]sarbeiten an den Überwinterungsplätzen zum Bestandsrückgang bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Sawwa M. Uspenski: &amp;#039;&amp;#039;Die Wildgänse Nordeurasiens&amp;#039;&amp;#039;, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach verschiedenen ornithologischen Publikationen sollen zudem sowjetische Strafgefangene in Sibirien die Ringelgänse während der Mauser – in der die Vögel flugunfähig sind – zu tausenden zusammengetrieben und diese, nebst den Eiern, dann mangels anderer Nahrungsquellen gegessen haben. Mit dem Ende des [[Gulag |Gulag-Systems]] konnten sich demzufolge die Ringelgansbestände wieder erholen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harald Asmus, Ragnhild Asmus |Hrsg=Gotthilf Hempel, Irmtraut Hempel, Siegrid Schiel |Titel=Neptuns wogende Gärten – Seegraswiesen sind Oasen an sandigen Küsten |Sammelwerk=Faszination Meeresforschung |Verlag=H. M. Hauschild |Ort=Bremen |Datum=2006 |ISBN=3-89757-310-5 |Seiten=218}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Populationserholung trugen Schutzmaßnahmen, zu denen unter anderem ein Jagdverbot gehörte, bei. Die Restpopulationen der Ringelgänse stellten sich in ihrer Ernährung außerdem auf Pflanzen der [[Salzhaff|Salzhaffwiesen]] um. In Westeuropa werden heute die Rastplätze der Ringelgans geschützt, um durch Vermeidung von Störungen den [[Energiebilanz (Ökologie)|Energiehaushalt]] der Vögel zu optimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestandsentwicklung im Bezug auf die Lemmingpopulation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überlebenschancen der Ringelgansküken und damit der Gesamtbestand der Ringelgänse hängt maßgeblich von der stark schwankenden [[Echte Lemminge|Lemmingpopulation]] in den Brutgebieten der Gans ab. Diese Nager sind in der Arktis weit verbreitet und wichtige Beutetiere für [[Raubmöwen]], [[Greifvögel]] und [[Polarfuchs|Füchse]], die den Gänseküken ebenfalls nachstellen. In Jahren mit hohen Lemmingpopulationen verlieren die Vögel als Nahrung so an Relevanz und verzeichnen gute Fortpflanzungserfolge. Anders dagegen in Jahren nach dem Bestandszusammenbruch der Lemminge. Jetzt stehen der geringen Zahl von Lemmingen viele Beutegreifer gegenüber und so wird auch jedes andere Beutetier wichtig. Die Beutegreifer stellen ihre Nahrungssuche auf Eier, Küken und Alttiere von Vogelarten um. Die Folgen sind schon lange auch in Westeuropa sichtbar, Jahre mit hohem Bruterfolg wechseln bei den Gänsen seit jeher mit Jahren, in denen sie mit wenig Jungvögeln oder fast ohne Nachwuchs im Überwinterungsgebiet ankommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Heiner Bergmann, u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Wilde Gänse. Reisende zwischen Wildnis und Weideland |Verlag=G. Braun |Ort=Karlsruhe |ISBN=978-3-7650-8321-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestandsentwicklung der einzelnen Unterarten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Bestand der dunkelbäuchigen Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla bernicla&amp;#039;&amp;#039;) stieg von etwa 20.000 um 1955 auf etwa 250.000 bis 300.000 zu Ende des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
* Der Bestand der schwarzbäuchigen Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla nigricans&amp;#039;&amp;#039;) sank von einigen tausend Tieren um das Jahr 1900 auf wenige hundert in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, beträgt aber um die Jahrtausendwende wieder etwa 4000 Tiere.&lt;br /&gt;
* Der Bestand der hellbäuchigen Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla hrota&amp;#039;&amp;#039;) ist nur schwer zu quantifizieren. Er sank seit 1900 von insgesamt etwa 10.000 Tieren ab, um sich dann seit der Mitte des Jahrhunderts wieder zu erholen und lag 2003 wieder bei etwa 25.000 Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[IUCN]] beziffert den Gesamtbestand der Art auf 570.000 Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Schutzgedanken für die Ringelgänse einer breiteren Öffentlichkeit nahezubringen, veranstalten in Schleswig-Holstein u.&amp;amp;nbsp;a. [[NABU]], [[Schutzstation Wattenmeer]], [[WWF]] und die Nationalparkverwaltung des [[Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer|Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer]] gemeinsam die &amp;#039;&amp;#039;Ringelganstage&amp;#039;&amp;#039; auf den [[Nordfriesland|nordfriesischen]] [[Hallig]]en im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sabine Müller&lt;br /&gt;
Biosphäre Die Halligen |url=https://ringelganstage.de/ |titel=Ringelganstage |sprache=de |abruf=2022-05-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Asteroid des mittleren [[Asteroidengürtel|Hauptgürtels]] [[(8437) Bernicla]] ist nach der Ringelgans benannt (wissenschaftlicher Name: &amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla&amp;#039;&amp;#039;). Zum Zeitpunkt der Benennung des Asteroiden am 2. Februar 1999 befand sich die Ringelgans als [[Gastvogel|Wintergast]] auf der niederländischen Blauen Liste wichtiger Vögel, die 1994 gemeinsam mit der niederländischen [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]] gefährdeter Vogelarten herausgegeben wurde. In der Veröffentlichung &amp;#039;&amp;#039;Birds in Europe&amp;#039;&amp;#039; der Organisation [[BirdLife International]] wurde der Bestand der Ringelgans als gefährdet klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lutz D. Schmadel]]: [https://books.google.de/books?id=aeAg1X7afOoC&amp;amp;pg=PA638&amp;amp;dq=Schmadel+(8437)+Bernicla&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=aBD-UbS7MYXbPJCagKAC#v=onepage&amp;amp;q=Schmadel%20%288437%29%20Bernicla&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Minor Planet Names&amp;#039;&amp;#039;]. Springer, Heidelberg 2012, 6. Auflage, Seite 638f (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hans-Heiner Bergmann]], [[Helmut Kruckenberg]] und [[Volkhard Wille]]: &amp;#039;&amp;#039;Wilde Gänse. Reisende zwischen Wildnis und Weideland.&amp;#039;&amp;#039; G. Braun Verlag, Karlsruhe 2006, ISBN 978-3-7650-8321-1&lt;br /&gt;
* [[Jesper Madsen]], [[Gill Cracknell]] und [[Tony Fox (Biologe)|Tony Fox]]: &amp;#039;&amp;#039;Goose Populations of the Western Palearctic.&amp;#039;&amp;#039; Wetlands International, Wageningen 1999, ISBN 9788777724374&lt;br /&gt;
* [[Erich Rutschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Wildgänse: Lebensweise – Schutz – Nutzung.&amp;#039;&amp;#039; Parey, Berlin 1997, ISBN 3-8263-8478-4&lt;br /&gt;
* [[Hans-Heiner Bergmann]], [[Martin Stock (Biologe)|Martin Stock]] und Birgit ten Thoren: &amp;#039;&amp;#039;Ringelgänse. Arktische Gäste an unseren Küsten.&amp;#039;&amp;#039; Aula, Wiebelsheim 1994, ISBN 9783891045565&lt;br /&gt;
* [[Detlev Singer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vögel Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039;, Kosmos Naturführer. Kosmos Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 9783440059067&lt;br /&gt;
* [[Steve Madge]], [[Hilary Burn]] (1989): &amp;#039;&amp;#039;Wassergeflügel.&amp;#039;&amp;#039; Parey Verlag, Hamburg/Berlin 1989. ISBN 9783490190185&lt;br /&gt;
* [[Sawwa Michailowitsch Uspenski]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wildgänse Nordeurasiens.&amp;#039;&amp;#039; Westarp Wissenschaften-Verlagsgesellschaft, Hohenwarsleben 2003, Nachdruck der 1. Auflage von 1965, ISBN 3-89432-756-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commons|Branta bernicla}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2024.1|ID=22679946|ScientificName=Branta bernicla|YearAssessed=2020|Assessor=BirdLife International|Download=2024-07-18}}&lt;br /&gt;
* {{Avibase|ID=3E04020B54C14FCC|ScientificName=Branta bernicla|CommonName=Ringelgans}}&lt;br /&gt;
* {{eBird.org |ID= brant |Name= Ringelgans (&amp;#039;&amp;#039;Branta bernicla&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{xeno-canto|ID=Branta-bernicla|ScientificName=Branta bernicla|Name=Ringelgans}}&lt;br /&gt;
* {{Encyclopedia of Life|ID=45510540|Name=Brant Goose|Wissenschaftlich=Branta bernicla}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vogelfedern.de/riga.htm Federn der Ringelgans] auf Vogelfedern.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4308658-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ringelgans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gänse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vogel als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturdenkmal in Japan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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