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	<title>Ring von Pietroassa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T03:25:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ring_von_Pietroassa&amp;diff=1756692&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Goldschmiedearbeit; Ergänze Kategorie:Archäologischer Goldfund</title>
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		<updated>2023-08-20T10:53:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Goldschmiedearbeit&quot; title=&quot;Kategorie:Goldschmiedearbeit&quot;&gt;Kategorie:Goldschmiedearbeit&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Arch%C3%A4ologischer_Goldfund&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Archäologischer Goldfund (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Archäologischer Goldfund&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Pietroassa ring 1875.jpg|mini|rechts|250px|Der Ring von Pietroassa (Zeichnung von [[Heinrich Trenk|Henri Trenk]], 1875).]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ring von Pietroasa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein goldener [[Halsring (Schmuck)|Halsring]] aus dem frühen [[5. Jahrhundert]], der eine [[Goten|gotische]] [[Runen]]inschrift trägt. Er wurde 1837 am Osthang des Berges Istritza in der Nähe des Ortes Pietroassa (heute [[Pietroasele]]) im [[Kreis Buzău]] in [[Rumänien]] gefunden. Der Ring war Teil eines 22 Gegenstände umfassenden [[Depotfund|Hortes]], den die [[Ostgoten]] eventuell vor den [[Hunnen]] zu verbergen suchten, dem [[Schatz von Pietroasa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundort und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ort Pietroasele liegt im rumänischen [[Kreis Buzău]] 100 km nordöstlich der Hauptstadt [[Bukarest]]. Bis in die erste Hälfte des [[4. Jahrhundert]]s befand sich in diesem Gebiet eine römische Festung, die dann zweimal niedergebrannt wurde. Ab der zweiten Hälfte des 4. Jh. lassen sich stattdessen zwei [[Goten|gotische]] Siedlungen in der Nähe nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Harhoiu: RGA Bd. 23 S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Zeit wurden die Goten noch nicht von den Hunnen bedroht. Diese überschritten aber 375 den [[Don (Asowsches Meer)|Don]] und unterwarfen die Ostgoten. Der [[Schatz von Pietroasa|Pietroassa-Goldschatz]] wurde während der Herrschaft der Hunnen über die Ostgoten vergraben, noch bevor jene sich 454 in der [[Schlacht am Nedao]] befreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Goldfund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tezaurul de la Pietroasa - Colanul cu inscriptie runica.jpg|mini|Der zerteilte Ring im Nationalen Museum der Geschichte Bukarest]]&lt;br /&gt;
Bei dem [[Schatz von Pietroasa|Pietroassa-Goldschatz]] handelte es sich um 22 goldene Gegenstände (Schalen, Kannen und [[Fibel (Tracht)|Fibeln]]) vorwiegend aus römischen Werkstätten, die prunkvoll ornamentiert und mit Edelsteinen besetzt waren. Die Finder hielten ihn 1837 verborgen und beschädigten viele Objekte, indem sie Goldstücke abbrachen, verbogen oder die Edelsteine entfernten. Nach polizeilichen Ermittlungen konnte man noch 12 Objekte sicherstellen. Sie gelangten in das Bukarester Museum, aus dem sie 1875 wieder gestohlen wurden. Der Dieb beschädigte weitere Objekte und zerteilte den Ring von Pietroassa in mehrere Teile, von denen die beiden inschriftentragenden zusammen mit den meisten anderen Objekten wieder sichergestellt werden konnten. Die Rune, durch die der Schnitt ging, war seitdem Gegenstand von Diskussionen. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] (1916) stahl man den Schatz erneut, und erst 1956 kehrte er aus Moskau nach Bukarest zurück, wo er heute im [[Muzeul Național de Istorie a României|Nationalen Museum der Geschichte von Rumänien]] ausgestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inschrift und Deutung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Pietroassa Inschrift.jpg|mini|250px|Die Inschrift als Runenzeichen]]&lt;br /&gt;
Die Inschrift des Halsringes ist im [[Futhark|älteren Futhark]] und rechtsläufig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;gutani o wi hailag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trennung der Wörter entspricht der Anordnung der Runen auf dem Halsring. Aus den 15 Buchstaben lassen sich vier Wörter lesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Gutani o(þal) wi(h) hailag&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Othala|&amp;#039;&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039;-Rune]] steht einzeln nicht für ihren Lautwert, sondern ihren Runennamen &amp;#039;&amp;#039;*oþala&amp;#039;&amp;#039;. Dieser bedeutet „ererbter Besitz“. Das ergänzte &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; bei &amp;#039;&amp;#039;wi(h)&amp;#039;&amp;#039; („geweiht“) erklärt sich daraus, dass man in Runenschrift keine Doppelkonsonanten schreibt, meistens um Platz zu sparen. Im normalisierten [[Wulfila]]-[[Gotische Sprache|Gotisch]] würde die Inschrift lauten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Gutane oþal weih hailag&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung nach [[Nedoma]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nedoma: RGA Bd. 23 S. 157&amp;quot;&amp;gt;Nedoma: RGA Bd. 23 S. 157&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„der Goten Erbbesitz, geweiht [und] unverletzlich/geheiligt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift ist unverkennbar gotisch. Zum einen wird der Stammesname genannt, zum anderen hat die [[hagalaz|&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;-Rune]] nur einen Querbalken. In den sonstigen kontinentalen Runeninschriften und im angelsächsischen [[Futhark]] hat diese Rune zwei Querbalken.&lt;br /&gt;
Man nimmt an, dass die Inschrift nicht unmittelbar vor der Niederlegung des Schatzes angebracht worden ist. Bei solchen frischen Ritzungen treten sonst Wülste an den Ritzkanten auf, die nicht nachgewiesen werden konnten. Zudem weist der Ring Gebrauchsspuren auf, die eine längere Nutzung nahelegen. Der Nutzer könnte eine höhergestellte Persönlichkeit, Fürst oder Priester, gewesen sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nedoma: RGA Bd. 23 S. 157&amp;quot;/&amp;gt; Unter den Runen &amp;#039;&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039; ist laut Wolfgang Krause ein schwach erkennbares Sinnbild ([[Triskele|Dreiwirbel]] oder [[Swastika|Hakenkreuz]]) eingeritzt&amp;lt;ref&amp;gt;Krause: Runen S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;, was eine religiöse Verwendung unterstreichen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entdeckung der Inschrift und ihrem Bekanntwerden 1867 auf der [[Weltausstellung 1867|Weltausstellung]] in [[Paris]] erschienen Deutungen in vielen Publikationen (u. a. von [[Wilhelm Grimm]] und [[Rudolf Virchow]]). Man las die Runen jedoch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;gutan(e) iowi hailag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Der Goten [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]] geweiht&amp;lt;ref&amp;gt;Düwel: Runenkunde (4. Auflage) S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Gott Jupiter meinte man einen Bezug auf [[Thor]] gefunden zu haben. Zu einer solchen Deutung konnte man aber nur kommen, wenn man die Trennung der Wörter ignorierte und das &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; am Ende von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;gutani&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zum &amp;#039;&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039; herüberzog. Dennoch galt diese Deutung als die schlüssigste und fand allgemeine Verbreitung.&lt;br /&gt;
Nachdem die Inschrift in zwei Teile geteilt worden war, bildeten sich Zweifel über den Lautwert der zerstörten Rune, da nur noch einige Zweige erkennbar waren. Es wurden die Runen &amp;#039;&amp;#039;[[Jera|j]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Düwel: Runenkunde (3. Auflage) S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;[[Sowilo|s]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Looijenga: S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; und sogar &amp;#039;&amp;#039;[[Ingwaz|ng]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Pieper: RGA 23 S. 154&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
Zuletzt einigte man sich auf &amp;#039;&amp;#039;j,&amp;#039;&amp;#039; bis ein vor dem Diebstahl entstandenes Foto des Halsringes auftauchte, in dem eindeutig die [[Othala|o-Rune]] erkennbar war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Goten]]&lt;br /&gt;
* [[Runen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Düwel]]: &amp;#039;&amp;#039;Runenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart Weimar 2008, ISBN 3-476-13072-X.&lt;br /&gt;
* Radu Harhoiu, [[Peter Pieper]], [[Robert Nedoma]]: &amp;#039;&amp;#039;Pietroassa&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]], Band 23&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Berlin, 2003. ISBN 3-11-017535-5, Seiten 147–158.&lt;br /&gt;
* [[Tineke Looijenga]]: &amp;#039;&amp;#039;Runes around the North Sea and on the Continent AD 150-700&amp;#039;&amp;#039;. SSGU, Groningen 1997, ISBN 90-6781-014-2, Seiten 96–97 (Dissertation, Universität Groningen 1997).&lt;br /&gt;
* Robert Nedoma: &amp;#039;&amp;#039;Schrift und Sprache in den ostgermanischen Runeninschriften&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;North-Western European Language Evolution&amp;#039;&amp;#039; (NOWELE), Band 58/59 (2010), Seiten 1–70. {{ISSN|0108-8416}}&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Krause (Sprachwissenschaftler)|Wolfgang Krause]]: &amp;#039;&amp;#039;Runen&amp;#039;&amp;#039; (= [[Sammlung Göschen]], Band 2810). 2. unveränderte Auflage. Verlag de Gruyter, Berlin 1993, ISBN 3-11-014042-X, Seite 87 (EA Berlin 1970)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ring of Pietroassa|Ring von Pietroassa}}&lt;br /&gt;
* [http://www.elanso.com/U/Dd8/d808d930c9debfdbb103eae9dadd9bf3/128338810339218750.jpg Abbildung des Goldfundes von Pietroassa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Runeninschrift|Pietroassa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Germanen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individueller Ring]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst der Ur- und Frühgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreis Buzău]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Goldfund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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