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	<title>Ring-Detexol - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ring-Detexol&amp;diff=1757665&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eglef am 13. Februar 2026 um 18:54 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-13T18:54:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ring-Detexol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein, seit den 1940er Jahren in der [[DDR]] hergestelltes und vertriebenes [[Pflanzenschutzmittel]], welches wegen seiner [[Toxizität]] in den 1970er Jahren zunächst in der Nutzung reglementiert und dann verboten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hergestellt wurde das als [[Kontaktgift|Kontakt-]] und [[Atemgift]] wirkende Ring-Detexol vom [[VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld]] sowie bei [[VEB Fettchemie Chemnitz]] und [[Berlin-Chemie]].&amp;lt;ref name = ENV&amp;gt;[https://enveurope.springeropen.com/counter/pdf/10.1007/BF02937964.pdf &amp;#039;&amp;#039;DDT/Lindan-Masseneins/itze in der DDR - Ökochemisch-6kotoxikologische Folgen&amp;#039;&amp;#039;] [[Springer Nature|Springer Verlag]], abgerufen am 26. Februar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkstoffe ==&lt;br /&gt;
Ring-Detexol diente als in der [[Forstwirtschaft]] eingesetztes [[Insektizid]] gegen sogenannte auf- und abbaumende Raupen. Das Pflanzenschutzmittel auf Ölbasis enthielt sowohl [[Lindan]] als auch [[DDT]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fao.org/3/aj711e/aj711e.pdf &amp;#039;&amp;#039;International Popular Commission. Report of the Thenth Session, 1959&amp;#039;&amp;#039;] [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen]], abgerufen am 26. Februar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;, beides Wirkstoffe, die die zu den [[Persistente organische Schadstoffe|persistenten organische Schadstoffen]] gezählt werden. Gemäß des in der BRD 1972 verabschiedeten [[DDT-Gesetz]]es wurde DDT als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln 1972 verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/persistente-organische-schadstoffe-pop/ddt &amp;#039;&amp;#039;Persistente organische Stoffe. DDT&amp;#039;&amp;#039;] [[Umweltbundesamt (Deutschland)|Umweltbundesamt]], abgerufen am 26. Februar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Ring-Detexol besaß ein hohes Haftvermögen und wurde bei Regen nicht abgewaschen. Der Hersteller gab eine lange Wirkungsdauer an. Im privaten Bereich wurde das Mittel unverdünnt mittels eines Ringspritzgerätes als Ring auf Baumstämme aufgebracht. Durch den Ring wurden Raupen am Auf- und Absteigen am Baum gehindert. Ziel war die Bekämpfung der Raupen von [[Nonne (Schmetterling)|Nonne]], [[Kiefernspinner]], [[Kiefern-Prozessionsspinner]] und [[Eichen-Prozessionsspinner]]. Ring-Detexol durfte auch auf regennasse Baumstämme aufgebracht werden. Da der Ring auch bei Feuchtigkeit gut sichtbar war, erfolgte kein spezielles Einfärben der Flüssigkeit. Für die Bekämpfung der Nonne war etwa Anfang April ein 30 cm starker geschlossener Ring in 3,50 bis 4,00 Metern Höhe aufzutragen. Der Kiefernspinner sollte durch einen etwa in Brusthöhe aufgebrachten Ring bekämpft werden, der verhindern sollte, dass die Raupen vor Wintereinbruch vom Baum in den Boden kriechen oder im Februar wieder die Baumkrone erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toxizität und Verbot ==&lt;br /&gt;
In der ehemaligen DDR hatten Wirkstoffe wir DDT eine höhere Bedeutung im chemischen Pflanzenschutz als in den westeuropäischen Staaten, da&lt;br /&gt;
der Wirkstoff aus Eigenproduktion oder durch Import aus anderen Ostblockstaaten leicht erhältlich war, während Alternativen wie [[Diflubenzuron]] in geringerem Maße verfügbar waren.&amp;lt;ref name = ENV/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Landwirtschaft]] war Ring-Detexol bereits in den 1960er Jahren Mittels zunächst auf [[Obstbau]]-[[Plantage]]n kein anerkanntes Pflanzenschutzmittel mehr, was einem Verbot bereits sehr nah kam. Für die Landwirtschaft erließ die DDR zwischen 1971 und 1976 weitere Anwendungsverbote, beispielsweise auf [[Acker|Äckern]], wo [[Kartoffel]] oder [[Raps]] angebaut wurden. Aufgrund von einem Massenauftreten der [[Nonne (Schmetterling)]] erfolgte in den Jahren 1983 und 1984, entgegen dem geplanten Ausstieg ein dramatischer Anwendungsschub. [[Rückstände in Lebensmitteln|Rückstände]] der Giftstoffe erreichten daher in diversen Lebensmitteln wie [[Butter]], [[Schweinefleisch]], [[Schwarzwild]] und Hering in den 1980er Jahren ihre Höchstwerte, waren jedoch auch 1990 noch nachweisbar.&amp;lt;ref name = ENV/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz in [[Kleingarten|Kleingärten]] konnte dagegen nicht kontrolliert werden. Privatleute konnten das Mittel in 20 Liter Korbflaschen direkt bei den Herstellern erwerben. Die Hersteller vertrieben das für Insekten hochgiftige Mittel als unschädlich für Menschen und Haustiere – bei sachgemäßer Anwendung. Bei längeren Arbeiten mit dem Mittel sollten jedoch auch nach Ansicht des Herstellers Gesicht und Hände geschützt werden. Ring-Detexol durfte nicht über längere Zeit stärkerem [[Frost]] ausgesetzt werden. Eine Anwendung in der Winterzeit war jedoch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[DDT-Gesetz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirksame Schädlingsbekämpfung&amp;#039;&amp;#039;, VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld, 1960, Seite 79 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insektizid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eglef</name></author>
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