<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rindern</id>
	<title>Rindern - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rindern"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rindern&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T03:09:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rindern&amp;diff=450621&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bogert: Anordnung, Bild</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rindern&amp;diff=450621&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-12T12:54:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anordnung, Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Rindern&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Kleve&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Rindern COA.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = „Gespalten in Rot und Gold (Gelb), vorn ein goldener (gelber) Schlüssel, dessen Bart nach links zeigt und hinten ein rotes Krückenkreuz in wechselnden Farben.“&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/48/40/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 6/7/21/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 13&amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 6.73&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 2706&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2015-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kleve.de/de/inhalt/kleve-in-kuerze/ |titel=Kleve in Kürze |werk=kleve.de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190423131528/https://www.kleve.de/de/inhalt/kleve-in-kuerze/ |archiv-datum=2019-04-23 |abruf=2019-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1969-07-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 47533&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02821&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &amp;lt;!-- Rindern in Kleve.svg --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rindern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil von [[Kleve]] am unteren [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] im [[Kreis Kleve]] in [[Nordrhein-Westfalen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kleve.de/C12572B30025D73F/html/F77EE69D2F088350C1257538003AB8F9 |titel=Stadt Kleve, Ortsteil Rindern |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120106213509/http://www.kleve.de/C12572B30025D73F/html/F77EE69D2F088350C1257538003AB8F9 |archiv-datum=2012-01-06 |abruf=2013-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Archäologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Zeit und Christianisierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum Forum Arenacum mit Johanna Sebus Grundschule und St. Wilibrord-Kirche in Rindern.jpg|mini|St.-Willibrord-Kirche und Johanna-Sebus-Grundschule mit Forum Arenacum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mars-Caumulus-Weihestein Rindern.jpg|mini|Römischer Mars-Camulus-[[Weihestein]] aus der Zeit Kaiser Neros als Altar der St.-Willibrord-Kirche in Rindern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr wahrscheinlich ist Rindern identisch mit dem erstmals um das Jahr 70 n. Chr. bei [[Tacitus]] in seiner Beschreibung der [[Bataver]]-Aufstände erwähnten &amp;#039;&amp;#039;Arenacum&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, [[Annales (Tacitus)|Annales]] V: [[Civilis]], der Führer der Aufständischen, zieht sich in die [[Betuwe]] zurück, zerstört den [[Fossa Drusiana|Drususdamm]] und greift die 10. römische Legion in Arenacum an.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 4. Jahrhundert ist die römische Siedlung als &amp;#039;&amp;#039;[[Harenatium]]&amp;#039;&amp;#039; in einem [[Itinerarium Antonini|römischen Straßenverzeichnis]] eingetragen. Die römische Besiedlung unterstreichen zahlreiche Funde aus römischer Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Liste und Kartierung bei Gorissen 1985 (siehe Literatur) S. 28–35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders der direkt an die Kirche St. Willibrord angrenzende Friedhof ist eine reichhaltige Fundstätte. Die Kirche selbst wurde auf römischen Fundamenten aus dem 1. Jahrhundert errichtet. Der in Rindern gefundene &amp;#039;&amp;#039;Mars-Camulus-[[Weihestein]]&amp;#039;&amp;#039; dient heute als Altar der St.-Willibrord-Kirche, in der sich auch das bei der Erweiterung der Kirche in den nördlichen Chor integrierte Grab der [[Johanna Sebus]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgrabungen im Innern der [[St. Willibrord (Rindern)|Willibrord-Kirche]] im Jahr 1980 brachten ungewöhnlich reiche Gräber der Zeit 670–740 n. Chr. zu Tage, die belegen, dass der Ort bereits im späten 7. Jahrhundert bestand und Mitglieder einer zeitgenössischen Oberschicht beherbergte.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Siegmund: &amp;#039;&amp;#039;Merowingerzeit am Niederrhein.&amp;#039;&amp;#039; Rheinische Ausgrabungen 34. Rheinland-Verlag, Köln 1989, S. 384–389.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rindern lag am Rand des in den [[Friesisch-Fränkische Kriege|Friesisch-Fränkischen Kriegen]] umstrittenen [[Rhein-Maas-Delta]]s, das ab 690 n. Chr. im Auftrag [[Pippin der Mittlere|Pippins des Mittleren]] von [[Willibrord]] christianisiert wurde. Nach einer friesischen Rückeroberung ab 716 kam diese Mission zeitweise zum Stillstand. Im Jahr 721/22 verschenkten Graf [[Ebroin]] und seine Frau Theodelinda die &amp;#039;&amp;#039;basilica&amp;#039;&amp;#039; (Kirche) Sankt Petrus und Johannes der Täufer &amp;#039;&amp;#039;in loco rhinarim&amp;#039;&amp;#039; (im Ort Rindern)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://escience-center.uni-tuebingen.de/neg/gast/quelle.jsp?ID=1044 |titel=Nomen et Gens, Quellen |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2019-12-05 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; samt dem zugehörigen Besitz, zu dem auch die Marienkirche in [[Millingen am Rhein|Millingen]] und der Nachbarort [[Donsbrüggen]] gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;Übersichtliche Karte in Bijsterfeld, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damals war Bischof Willibrord &amp;#039;&amp;#039;custos&amp;#039;&amp;#039; (Abt) der Kirche in Rindern. Daraus lässt sich ableiten, dass in dieser Zeit in Rindern eine von Willibrord geleitete Klostergemeinschaft bestand. Nach dessen Tod dürfte das Kloster irgendwann in den Jahren zwischen 752 und 777 n. Chr. aufgelöst worden sein, und der Besitz wurde (vielleicht 753 im Zuge einer Erbregelung) an dessen Stammhaus [[Kloster Echternach]] übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu Gorissen 1985, S. 37–48 (siehe Literatur). Gorissen bietet S. 102–108, Nr. 4, eine dem Original der Schenkungsurkunde näher kommende Fassung als die zuvor üblicherweise verwendete Abschrift.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben gehörte ein Rinderner Hof dem [[St-Quentin (Saint-Quentin)|Kloster St. Quentin]], das es 1213 an das [[St. Viktor (Xanten)|Stift Xanten]] verkaufte. Vermutlich stammt er ebenfalls von Ebroin her. Karl der Große schenkte im Zeitraum 775–784 das &amp;#039;&amp;#039;Briener Ward&amp;#039;&amp;#039; ([[Wardhausen]]) dem Kloster Echternach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rindern wurde zum Zentrum eines umfangreichen nördlichen Echternacher Besitzes unter der Leitung eines [[Propst]]es, den ein [[Schultheiß]] unterstützte, der auch dem niederen [[Gerichtsherrschaft|Hofgericht]] vorsaß. Politisch gehörte Rindern zum [[Düffelgau]], ein namentlich bekannter Graf nach 1000 war [[Balderich von Drenthe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten römischen und frühmittelalterlichen Funde werden im [[Rheinisches Landesmuseum Bonn|Rheinischen Landesmuseum in Bonn]] aufbewahrt, einige auch im [[Museum Kurhaus Kleve]]. Seit 2002 hat Rindern ein eigenes Museum mit keltischen, fränkischen und römischen Exponaten, das [[Museum Forum Arenacum]], welches in unmittelbarer Nähe zur Pfarrkirche untergebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Spätmittelalter bis in die Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Die vorher zum [[Herzogtum Geldern]] gehörende &amp;#039;&amp;#039;[[Herrschaft (Territorium)|Herrlichkeit]] Rindern&amp;#039;&amp;#039; kam 1347 zur [[Grafschaft Kleve]], als sich [[Johann (Kleve)|Graf Johann von Kleve]] erst von Kaiser [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig dem Bayern]], dann von Kaiser [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] dieses Lehen verschaffte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manuel Hagemann |url=http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/johann-von-kleve-/DE-2086/lido/57c92d77bab9a0.45277721 |titel=Johann von Kleve |werk=Portal Rheinische Geschichte |hrsg=LVR |datum= |abruf=2019-12-08 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der benachbarte Düffelgau kam abschließend 1473 unter die Hoheit Kleves.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manuel Hagemann |url=http://histrhen.landesgeschichte.eu/2016/02/die-herrschaft-kranenburg-im-14-jahrhundert/?print=print |titel=Die Herrschaft Kranenburg im 14. Jahrhundert |werk= Rheinische Geschichte – wissenschaftlich bloggen|hrsg= |datum= 2016|abruf=2019-12-08 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der größte Grundbesitzer war das [[Stiftskirche Kleve|Stift Kleve]], das auch den Pfarrer in der [[Filialkirche]] Rindern bestellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1609 fiel das Dorf mit dem Herzogtum Kleve an [[Mark Brandenburg|Brandenburg]]. Von überregionaler Bedeutung war die [[Wasserburg Rindern]], die 1654 als Herrenhaus im niederländischen Barockstil erbaut wurde. 1666 hat sie mit allen Ländereien der &amp;#039;&amp;#039;Große Kurfürst&amp;#039;&amp;#039; [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]] gekauft und darauf sein Statthalter Fürst [[Johann Moritz (Nassau-Siegen)|Johann Moritz von Nassau-Siegen]] in die landschaftliche Gestaltung der Anlagen um den Klever Tiergarten einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1798 bis 1813 gehörte Rindern zum französischen [[Département de la Roer|Departement Roer]], bevor es wieder zum [[Königreich Preußen]] kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nahegelegenen [[Klever Reichswald]] und im Umfeld des heutigen Ortes fand im Februar 1945 die sogenannte [[Schlacht im Reichswald]] statt. Dabei wurde die Wasserburg weitgehend zerstört. Das [[Bistum Münster]] erwarb das Gebäude und ließ es in den Jahren 1954/55 neu erbauen und später erweitern. Seit 1956 befindet sich dort eine katholische [[Heimvolkshochschule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1945 gebildeten [[Amt Rindern]] (vorher [[Amt Rindern#Bürgermeistereien Keeken und Niel|Amt Keeken]]) gehörten die Gemeinden Donsbrüggen, [[Keeken]], [[Bimmen]], [[Düffelward]], Rindern und [[Wardhausen]], [[Mehr (Kranenburg)|Mehr]] und [[Niel (Kranenburg)|Niel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1969 wurde das Amt Rindern nach Kleve eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Martin Bünermann|Titel=Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen|Jahr=1970|Verlag=Deutscher Gemeindeverlag|Ort=Köln|Seiten=80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Pfarrkirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Klais orgel.jpg|mini|hochkant|[[Orgelmanufaktur Klais|Klais-Orgel]] der St.-Willibrord-Kirche]]&lt;br /&gt;
Die [[St. Willibrord (Rindern)|Pfarrkirche St. Willibrord]] besteht seit dem frühen 8. Jh. und war ein Zentrum der frühen Missionierung in der Region. Der heutige neugotische Bau stammt aus den Jahren 1870 bis 1872. Seit der kirchlichen Neuordnung der Kirchengemeinden von 2005 gehört Rindern zur Katholischen Gemeinde St. Willibrord Kleve, wozu noch Bimmen, Keeken, Düffelward, Kellen, Griethausen, Brienen, Wardhausen und Warbeyen zählen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://st-willibrord-kleve.de/rindern/ |titel=Rindern {{!}} St. Willibrord |sprache=de |abruf=2025-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museum Forum Arenacum ===&lt;br /&gt;
Das [[Museum Forum Arenacum]] wurde 2002 gegründet. Im Museum werden auf fast 300 m² römische und fränkische Funde aus Rindern und seiner Umgebung gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.forum-arenacum.de/ |titel=Museum Forum Arenacum  |titelerg=Das Forum |abruf=2025-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die frühere Lehrerwohnung bietet außerdem einen Einblick auf römische Funde aus der größten Privatsammlungen in Nordrhein-Westfalen, der Langfeldsammlung. Aus der Geschichte von Rindern werden Erinnerungen an [[Maria Reymer]] und [[Johanna Sebus]] wachgehalten. Außerdem werden mehrmals im Jahr Wechselausstellungen mit zeitgenössischer Kunst angeboten. Eine Sonderausstellung zeigt das Jugendzimmer von [[Joseph Beuys]], der Teile seiner Kindheit und Jugend in Rindern verbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Daams |url=https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/kleve-ausstellung-zu-joseph-beuys-kindheit-und-jugend-id232848593.html |titel=Kleve: Ausstellung zu Joseph Beuys’ Kindheit und Jugend |datum=2021-07-21|abruf=2024-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Käsemuseum Gut Hogefeld ===&lt;br /&gt;
Das Käsemuseum Gut Hogefeld wurde 2022 gegründet. Es zeigt in der ersten Produktionsstätte von Maria Reymer Exponate für die handwerkliche Käse- und Butterherstellung im frühen 19. Jahrhundert. Die Kellergewölbe und Gerätschaften geben einen authentischen Blick auf ihre Arbeitswelt. Besucher erhalten auf diese Weise eine Vorstellung von den einfachen und harten Arbeits- und Lebensbedingungen vor rund 200 Jahren. Das Käsemuseum ist auch eine Erinnerung an Maria Reymer, die Käse-Pionierin vom Niederrhein. Auf Gut Hogefeld wurde 1825 nicht nur der Grundstein für die Käseherstellung am Niederrhein gelegt, sondern auch für die Entwicklung des Niederrheins zu einer der wichtigsten Milchregionen Nordrhein-Westfalens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kuhlturlandschaft.de/das-kaesemuseum-auf-gut-hogefeld.html |titel=Geschichtliche Entwicklung - Kuhlturlandschaft |abruf=2024-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserburg Rindern ===&lt;br /&gt;
Die [[Wasserburg Rindern]], ein ehemaliger Herrensitz in Rindern, Kleve, fungiert seit 1956 als Sitz der „Katholischen [[Heimvolkshochschule]] Wasserburg Rindern“. Das Bildungs- und Tagungshaus, unter Trägerschaft des [[Bistum Münster|Bistums Münster]], ist ein Ort des offenen Dialogs und der persönlichen Entwicklung am Unteren Niederrhein. Es bietet Raum und Zeit für Bildungsarbeit, die die individuelle Entwicklung im Kontext der Lebens- und Lernwelt fördert. Hinter der Wasserburg wurde 1965–67 nach den Plänen des Architekten Fritz Poorten eine Hauskapelle gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-343023 |titel=Wasserburg in Kleve-Rindern {{!}} Objektansicht |abruf=2024-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Museum Forum Arenacum widmete Poorten, der Entstehung und Wirkung der Kapelle 2023 eine umfangreiche Ausstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://freunde-klever-museen.de/termine/ausstellung-museum-arenacum.html |titel=Ausstellung RESONANZ: Fritz Poorten - Freunde Klever Museen |abruf=2024-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verein für Kultur und Geschichte in Rindern ===&lt;br /&gt;
Der Verein für Kultur und Geschichte in Rindern e.&amp;amp;nbsp;V. wurde am 2. Juni 1969 vom damaligen Ortsbürgermeister Theodor Wels gegründet. Der Verein und das Museum wurden 2023 mit dem [[Rheinlandtaler]] ausgezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anja Settnik |url=https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/verein-arenacum-rindern-wird-mit-rheinlandtaler-ausgezeichnet_aid-101472083 |titel=Hohe Auszeichnung: Heimatverein Arenacum wird mit Rheinlandtaler geehrt |datum=2023-11-14|abruf=2024-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und erhielt 2019 als 2. Träger den Heimatpreis der Stadt Kleve.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Grass |url=https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-heimatpreis-fuer-den-verein-haus-beth-hamifgash_aid-46872149 |titel=Rat vergibt Preise: Heimatpreis für das Haus der Begegnung |datum=2019-11-02|abruf=2024-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolk und Kopfweiden bei Rindern.jpg|mini|Kolk und Kopfweiden im Naturschutzgebiet Rindernsche Kolke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturschutzgebiet Rindernsche Kolke ===&lt;br /&gt;
Die Rindernschen Kolke sind ein etwa 80 Hektar großes [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] im südlichen Deichhinterland von [[Salmorth]] im Landschaftsraum „[[Düffel (Landschaft)|Düffel]]“ zwischen Kleve und Nijmegen. Diese Landschaftsstreifen sind Überreste einer alten Auenlandschaft. Sie wurden früher als „Augen Gottes“ bezeichnet, da sie wichtige Lebensräume für Vögel, Fische und Amphibien darstellen. Das Gebiet gehört zum Naturschutzgebiet Salmorth und Rindernsche Kolke und war ein bedeutendes Feuchtgebiet, das heute von Weideland, Kopfbäumen, Kolken, Hecken und Kleingewässern geprägt ist. Insgesamt gibt es 11 Kolke, die durch Ausspülungen bei Deichbrüchen über Jahrhunderte entstanden sind und dem Schutzgebiet seinen Namen verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rindernschen Kolke bieten Lebensraum für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Ursprünglich Teil der Rheinniederung, wurde das Gebiet von den Römern kultiviert, doch durch Entwässerungen verschwanden Feuchtwiesen und Auenwälder. Heute erfolgt eine naturgerechte Beweidung der Wiesen mit Charolais-Rindern und Pferden. Die charakteristischen Kolke entstanden hauptsächlich durch Deichbrüche bei Hochwasser, wobei historische Aufnahmen die Nutzung eines zentralen Kolkes als Badegewässer belegen. Trotz ihrer Lage in einer intensiv genutzten Landschaft sind die Kolke heute durch Nährstoffe aus Düngung und Tierkot beeinträchtigt, einige Gewässer wurden künstlich als Viehtränken und Angelgewässer angelegt. Das Naturschutzgebiet Rindernsche Kolke wird von der [[Naturschutzbund Deutschland|NABU]]-Naturschutzstation [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] betreut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nabu-naturschutzstation.de/schutzgebiete/naturschutzgebiet-rindernsche-kolke/ |titel=Naturschutzgebiet Rindernsche Kolke |sprache=de-DE |abruf=2024-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NABU-Naturschutzstation Niederrhein ===&lt;br /&gt;
Die NABU-Naturschutzstation Niederrhein mit ihrem Büro in Rindern engagiert sich für den Schutz und die Erhaltung der einzigartigen Natur am Niederrhein, insbesondere im Nordkreis Kleve. Fokus liegt auf bedrohten Arten wie [[Kiebitze]]n, [[Uferschnepfe]]n, [[Kammmolche]]n und Spitzfleck-[[Libellen]], die in den Naturschutzgebieten der [[Düffel (Landschaft)|Düffel]], Hetter, [[Emmericher Ward]] und Rindernschen Kolken beheimatet sind. Die Station ist eine von etwa 40 Biostationen in Nordrhein-Westfalen und betreut sechs Naturschutzgebiete. Ziel ist es, diese Gebiete zu entwickeln, ihre Artenvielfalt zu bewahren und die lokale Bevölkerung für die Naturschätze zu sensibilisieren. Die Naturschutzarbeit konzentriert sich darauf, die Natur nachhaltig zu nutzen, ohne sie zu beeinträchtigen, und ein Bewusstsein für den Schutz heimischer Arten zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nabu-naturschutzstation.de/ |titel=Startseite |sprache=de-DE |abruf=2024-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Joseph Beuys]] (1921–1986), Künstler&lt;br /&gt;
* [[Guido Broscheit]] (* 1968), Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Maria Janssen]] (1907–1988), Bischof von Hildesheim&lt;br /&gt;
* [[Maria Reymer]] (1803–1852), Pionierin der Käseherstellung holländischer Art&lt;br /&gt;
* [[Johanna Sebus]] (1791–1809), Lebensretterin aus Brienen ist in Rindern begraben worden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der römischen vici in Niedergermanien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arnoud-Jan Bijsterfeld u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Der niederländische Fernbesitz der Abtei Echternach im Früh- und Hochmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Abtei Echternach 698–1998&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 209–217 [https://pure.knaw.nl/portal/files/472564/C_Abtei_Echternach_204-228.pdf online-Fassung] pdf&lt;br /&gt;
* Friedrich Gorissen: &amp;#039;&amp;#039;Rindern (Harenatium – Rinharen). Römische Limeskastell, angloschottisches Coenobium Willibrords, feudale Grundherrschaft und Herrlichkeit, Deichschau&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen der Besiedlung bis zum Ende der Herrlichkeit. Darstellung und Quellen&amp;#039;&amp;#039;, Kleve 1985, ISBN 3-924637-04-0&lt;br /&gt;
* Frank Siegmund: &amp;#039;&amp;#039;Merowingerzeit am Niederrhein&amp;#039;&amp;#039;. Rheinische Ausgrabungen 34, Rheinland-Verlag, Köln 1998, ISBN 3-7927-1247-4&lt;br /&gt;
* [[Gerd Ludwig]], [[Frank Mehring]]: &amp;#039;&amp;#039;Beuys Land&amp;#039;&amp;#039;. Lammerhuber, 2024, ISBN 978-3-903101-99-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://kleve.de/C12572B30025D73F/html/F77EE69D2F088350C1257538003AB8F9?openDocument Rindern], Stadt Kleve&lt;br /&gt;
* [http://www.forum-arenacum.de Homepage des Museums „Forum Arenacum“]&lt;br /&gt;
* [https://www.wasserburg-rindern.de/ Homepage der Wasserburg Rindern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelbelege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=10170598-0|LCCN=|VIAF=155787223}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Kleve}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Kleve]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kleve)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Kleve)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1969]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/48/40/N |EW=6/7/21/E |type=city |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bogert</name></author>
	</entry>
</feed>