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	<title>Rigorismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T00:36:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rigorismus&amp;diff=260615&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A01:599:240:E2DF:44:14F4:982F:CFDB am 30. September 2024 um 16:29 Uhr</title>
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		<updated>2024-09-30T16:29:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rigorismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Latein|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;rigor&amp;#039;&amp;#039; „Steifheit, Härte, Unbeugsamkeit“) bezeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* allgemein: eine überstrenge, starre Denk- und Handlungsweise, die an Grundsätzen und [[Prinzip]]ien festhält, ohne Rücksicht auf die konkreten Bedingungen und Situationen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Rigorismus?hl=rigorismus zeno.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* im engeren Sinne: ein &amp;#039;&amp;#039;ethischer Standpunkt&amp;#039;&amp;#039;, nach welchem die Moralgesetze unter allen Umständen einen verpflichtenden Charakter besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Adjektive „rigoros“ und „rigid“ sind teilsynonym, insofern sie beide unter anderem „hart“ oder „streng“ bedeuten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Wahrig|Wahrig]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. und neu bearb. von Renate Wahrig-Burfeind. Dt. Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-423-34450-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter dem Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Rigorismus&amp;#039;&amp;#039; werden theoretische Begründungen für eine insbesondere ethische/moralische Härte beschrieben, zumeist mit einer abwertenden [[Konnotation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
=== Stoa ===&lt;br /&gt;
[[Zenon von Kition]] vertrat einen Rigorismus, der ein „Grundcharakter der stoischen Haltung“&amp;lt;ref&amp;gt;K. Wuchterl: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Philosophiegeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bern u. a. 2000, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kant ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Rigorismus&amp;#039;&amp;#039; wird vor allem im Hinblick auf Kant thematisiert. Rigorismus kann bei ihm zweierlei bedeuten: zum einen eine Denkungsart, zum anderen eine ethische Forderung&amp;lt;ref&amp;gt; Nach [[Oswald Schwemmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Rigorismus.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Jürgen Mittelstraß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Re – Te.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Metzler 2018, ISBN 978-3-476-02106-9, S. 151–152&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;als Denkungsart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Es liegt [...] der [[Sittenlehre]] überhaupt viel daran, keine moralischen Mitteldinge weder in Handlungen (&amp;#039;&amp;#039;adiaphora&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Diesen Begriff leitete Kant von den [[Stoiker]]n ab, die in ihrer Lehre keine moralischen Mitteldinge (adiaphora) zuließen.&amp;lt;/ref&amp;gt;) noch in menschlichen Charakteren, so lange es möglich ist, einzuräumen: weil bei einer solchen Doppelsinnigkeit alle Maximen Gefahr laufen, ihre Bestimmtheit und Festigkeit einzubüßen. Man nennt gemeiniglich die, welche dieser strengen Denkart zugetan sind (mit einem Namen, der einen Tadel in sich fassen soll, in der Tat aber Lob ist): ‚Rigoristen‘; und so kann man ihre [[Antipode]]n ‚Latitudinarier‘ nennen. Diese sind also Latitudinarier der Neutralität und mögen Indifferentisten, oder der Koalition und können Synkretisten genannt werden.“ (In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft|Die Religion in den Grenzen der bloßen Vernunft]].&amp;#039;&amp;#039; 1793).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Versuch, die Inhalte aller praktischen Urteile entweder als geboten oder verboten (und nicht auch als &amp;#039;&amp;#039;freigestellt&amp;#039;&amp;#039;) wiederzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; als ethische Forderung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forderung, dass nur diejenigen Handlungen moralisch gut sind, die nicht nur „pflichtgemäß“, sondern „aus Pflicht“ erfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interpretation ist streitig. Schiller unterstellt Kant, dass dieser damit das Pflichtgefühl als einziges moralisch gute Motiv zulasse. Nach anderen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oswald Schwemmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Rigorismus&amp;#039;&amp;#039;, in: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Re – Te.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Metzler 2018, ISBN 978-3-476-02106-9, S. 151 (152)&amp;lt;/ref&amp;gt; will Kant nur verbieten, „Motive … als Gründe für deren Ausführung heranzuziehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fichte ===&lt;br /&gt;
Als Rigorist gilt auch [[Johann Gottlieb Fichte|Fichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christentum ==&lt;br /&gt;
* In der römisch-katholischen Kirche wurden im 18. Jahrhundert zuerst die Vertreter des [[Jansenismus]] und der ihnen nahestehenden theologischen Denkrichtungen als &amp;#039;&amp;#039;Rigoristen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Eucken]]: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Einführung in die Geschichte der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Leipzig 1906&amp;lt;!-- Seite? --&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine rigoristische Haltung lässt sich selbst als Ausdruck der Sündhaftigkeit betrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hubert Windisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Rigorismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christian Schütz (Abt)|Christian Schütz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Praktisches Lexikon der Spiritualität.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg i.Br. u. a. 1992, ISBN 3-451-22614-6, Sp. 1061 (1062):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Ist somit im Phänomen des Rigorismus auf spezifische Weise der [[homo incurvatus]] in seipsum gefaßt, dann ist der Rigorismus ein besonderer Ausdruck des sündigen und unerlösten Daseins.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rigidität (Psychologie)|Rigidität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Haltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Theorie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Catholic probabilism#Status quaestionis]]&lt;/div&gt;</summary>
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