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	<title>Rigaudon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:54:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rigaudon&amp;diff=204308&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Geschichte */ https</title>
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		<updated>2024-02-13T17:55:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:L’Europe galante (1697), Act 2 scene iii.gif|mini|[[André Campra]]: Rigaudon aus &amp;#039;&amp;#039;L’Europe galante&amp;#039;&amp;#039; (1697), Akt 2,3]]&lt;br /&gt;
Der oder das&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1809 |DerDieDas=Das |Lemma=Rigaudon |Band=4 |Seite=275 |zenoID=20000768340}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rigaudon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener auch: Rigodon; in Deutschland auch: Rigadon oder Riguadon; {{enS}}: Rigadoon oder Riggadoon) ist ein altfranzösischer [[Historischer Tanz|Hof-]] und [[Gesellschaftstanz]], der Ende des [[17. Jahrhundert]]s aus Volkstänzen der [[Provence]] und des [[Languedoc]] hervorging, und auch Eingang in [[Ballett]], [[Oper]] und instrumentale [[Suite (Musik)|Suite]] fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuillet notation.jpg|mini|hochkant|Tanz-Choreographie eines Rigaudon von Mr.&amp;amp;nbsp;Isaac, in Feuillet-Notation. In: John Weaver: &amp;#039;&amp;#039;Orchesography or the Art of Dancing … an Exact and Just Translation from the French of Monsieur Feuillet&amp;#039;&amp;#039;. London 1721.]]&lt;br /&gt;
Obwohl die Herkunft des Wortes nicht genau geklärt ist, wird ein Zusammenhang mit französisch &amp;#039;&amp;#039;rigoler&amp;#039;&amp;#039; - scherzen, Spaß machen, sich amüsieren vermutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut dem französischen Sprachlexikon &amp;#039;&amp;#039;Petit Robert 1&amp;#039;&amp;#039; erschien das Wort &amp;#039;&amp;#039;rigoler&amp;#039;&amp;#039; zum ersten Mal 1650 in einem Text; &amp;#039;&amp;#039;se rigoler&amp;#039;&amp;#039; bereits im 13.&amp;amp;nbsp;Jh. Siehe: &amp;#039;&amp;#039;Petit Robert&amp;#039;&amp;#039;. In: Paul Robert: &amp;#039;&amp;#039;1 – Dictionnaire de la langue francaise&amp;#039;&amp;#039;. rédaction dirigée par A. Rey &amp;amp; J. Rey-Debove, Dictionnaires Le Robert. Paris 1987, S. 1718.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine Herkunft von lateinisch „gaudium“ - Freude, Vergnügen ist möglich (das steckt auch in dem bayerischen Wort „eine Gaudi“). Diese Herleitungen hängen einerseits miteinander zusammen und entsprechen andererseits auch dem fröhlichen, lebhaften Charakter des Tanzes. [[Jean-Jacques Rousseau|Rousseau]] berichtet (vom Hörensagen) in seinem &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire de la Musique&amp;#039;&amp;#039; 1768, der Tanz sei möglicherweise nach seinem Erfinder benannt, einem Herrn namens &amp;#039;&amp;#039;Rigaud&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;„… J’ai ouï dire à un maitre à Danser, que le nom de cette danse venoit de celui de l’inventeur, lequel s’appeloit Rigaud“. Siehe: [[Jean-Jacques Rousseau]]: &amp;#039;&amp;#039;Rigaudon&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire de musique&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1768, S. 426; [https://imslp.org/wiki/Dictionnaire_de_musique_(Rousseau%2C_Jean-Jacques) IMSLP] abgerufen am 12. August 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rigaudon als kultivierter Hoftanz kam in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach und nach aus der Mode, war aber im Süden Frankreichs als fröhlicher Volkstanz noch vom Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg höchst beliebt. Er galt während dieser Zeit als typischer Tanz der [[Dauphiné]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Michel Guilcher, «Le domaine du rigodon: une province originale de la danse», &amp;#039;&amp;#039;Le monde alpin et rhodanien&amp;#039;&amp;#039;. Grenoble, Centre alpin et rhodanien d’Ethnologie, 1984, n° 1-2 consacré aux &amp;#039;&amp;#039;Chants et danses de tradition&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Phase des Niedergangs findet seit ca. 1968 eine Wiederbelebung statt, und im 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert werden volkstümliche Rigaudons wieder gepflegt, die nicht selten anspruchsvoll und &amp;#039;&amp;#039;sportlich&amp;#039;&amp;#039; für die Tänzer sind. Außerhalb Frankreichs hat sich der volkstümliche französische Rigaudon nach Kanada verbreitet, in der Region von [[Québec]]. Auf den [[Philippinen]] gibt es einen populären Gesellschaftstanz namens &amp;#039;&amp;#039;Rigodon de Honor&amp;#039;&amp;#039;, der jedoch langsamer ist als die französischen Tänze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Rigaudon ist ein Reihen- und Paartanz im sehr lebhaften [[Taktart|2/2- oder Alla-breve-Takt]] (auch 2/4 oder 4/4) mit einer vorherrschenden regelmäßigen und hüpfenden Viertel- und Achtelbewegung, und mit einem Auftakt von einem Viertel. Enge Beziehungen bestehen (wie schon [[Johann Mattheson]] 1739&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Ragossnig]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Gitarre und Laute.&amp;#039;&amp;#039; Schott, Mainz 1978, ISBN 3-7957-2329-9, S. 115 („Übrigens ist der Rigaudon ein rechter Zwitter, aus Gavot und Bourrée zusammengesetzt und mögte nicht unfüglich eine vierfache Bourrée heissen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; feststellte) vor allem zur [[Bourrée]], und auch zur allerdings viel edleren [[Gavotte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur Bourrée folgen dem Viertel-Auftakt bei vielen Rigaudons typischerweise zwei oder drei &amp;#039;&amp;#039;Schläge&amp;#039;&amp;#039; von Halbenoten, erst danach beginnt die eigentliche Bewegung, z.&amp;amp;nbsp;B. beim Rigaudon aus [[André Campra]]s &amp;#039;&amp;#039;L’Europe galante&amp;#039;&amp;#039; (1697). Ähnliche zwei bis drei Halbenoten-&amp;#039;&amp;#039;Schläge&amp;#039;&amp;#039; können auch im weiteren Verlauf eines Stückes auftreten, auch gegen Ende, oft im vorletzten Takt einer Phrase (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Johann Caspar Ferdinand Fischer]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Caspar Ferdinand Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Musikalischer Parnassus&amp;#039;&amp;#039; (1738&amp;amp;nbsp;?). In: &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Werke für Tasteninstrument&amp;#039;&amp;#039;. Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden (urspr. 1901), S. 58 (Terpsichore) und S. 68–69 (Uranie).&amp;lt;/ref&amp;gt; In manchen Fällen finden sie überhaupt an anderen und unauffälligeren Stellen statt, beispielsweise erscheinen sie in einem berühmten &amp;#039;&amp;#039;Riggadoon&amp;#039;&amp;#039; in C von [[Henry Purcell]] anfangs nur im Bass, im zweiten Teil dann zweimal gegen Phrasenende.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Stück Riggaudoon hat außerdem untypischerweise keinen Auftakt. Siehe: Henry Purcell: &amp;#039;&amp;#039;Piano Solo Complete Edition (Urtext)&amp;#039;&amp;#039;, ed. by István Máriássy, Budapest: Könemann (o.&amp;amp;nbsp;J.), S. 42–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Georg Friedrich Händel|Händel]] verschob die Halben im Rigaudon&amp;amp;nbsp;I seiner [[Wassermusik (Händel)|Wassermusik]] auf den zweiten Takt, aber der dazugehörige Rigaudon&amp;amp;nbsp;II hat sie an der üblichen Stelle am Beginn, im ersten Takt. Im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert schrieben französische Komponisten wie [[François Couperin]] oder [[Jean-Philippe Rameau]] auch Rigaudons, bei denen die typischen Merkmale der Halben-Schläge völlig wegfallen (z.&amp;amp;nbsp;B. in Rameaus &amp;#039;&amp;#039;Dardanus&amp;#039;&amp;#039; 1739). Solche Stücke scheinen eher von französischer Volksmusik inspiriert, sie sind musikalisch meist einfach gebaut, und basieren fast ausschließlich auf regelmäßer Viertel- (oder Achtel-)Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;François Couperin: &amp;#039;&amp;#039;Pièces de Clavecin&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Schott, Mainz et al. 1970–1971, S. 51–52. Und: Jean-Philippe Rameau: &amp;#039;&amp;#039;Pièces de Clavecin&amp;#039;&amp;#039; (Gesamtausgabe). Bärenreiter, Kassel et al. 1972, S. 30–31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koppelung von Rigaudon I und II ist recht häufig; dabei sind die typischen Merkmale beim Rigaudon&amp;amp;nbsp;II manchmal weniger ausgeprägt, und er fungiert eher als kontrastierendes [[Trio (Formteil)|Trio]], z.&amp;amp;nbsp;B. in J.&amp;amp;nbsp;C.&amp;amp;nbsp;F.&amp;amp;nbsp;Fischers Cembalo-Suiten &amp;#039;&amp;#039;Terpsichore&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Uranie&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Musicalischer Parnassus&amp;#039;&amp;#039; 1738).&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Caspar Ferdinand Fischer, &amp;#039;&amp;#039;Musikalischer Parnassus&amp;#039;&amp;#039; (1738&amp;amp;nbsp;?). In: &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Werke für Tasteninstrument&amp;#039;&amp;#039;. Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden (urspr. 1901), S. 58 (Terpsichore) und S. 68–69 (Uranie).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rigaudon ist auch ein hüpfender Tanzschritt benannt, der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;pas de rigaudon&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
Videos auf [[YouTube]]:&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=9leYFOsblcY#t=51.316099 Barocktanz: Rigaudon de Provence, mit Adeline Lerme &amp;amp; Bruno Benne] (besucht am 29. Juli 2017)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=JuBZM-mjzfY französischer Volkstanz 1: Le Rigodon] abgerufen am 29. Juli 2017.&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=h8MtaY_lU9c französischer Volkstanz 2: &amp;#039;&amp;#039;Rigodon Cuquois&amp;#039;&amp;#039;, getanzt von der &amp;#039;&amp;#039;Confrérie des vins de Visan&amp;#039;&amp;#039; (Tanz beginnt bei 1,58 min!)] (besucht am 29. Juli 2017)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Jean-Michel Guilcher: &amp;#039;&amp;#039;Le domaine du rigodon&amp;amp;nbsp;: une province originale de la danse&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Le monde alpin et rhodanien&amp;#039;&amp;#039;, n° 1-2 (&amp;#039;&amp;#039;Chants et danses de tradition&amp;#039;&amp;#039;). Centre alpin et rhodanien d’Ethnologie, Grenoble 1984.&lt;br /&gt;
* Meredith Ellis Little: &amp;#039;&amp;#039;Rigaudon&amp;#039;&amp;#039;. In: Stanley Sadie, John Tyrrell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[The New Grove Dictionary of Music and Musicians]]&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Macmillan Publishers, London 2001.&lt;br /&gt;
* Konrad Ragossnig: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Gitarre und Laute&amp;#039;&amp;#039;. Schott, Mainz 1978, ISBN 3-7957-2329-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Petit Robert&amp;#039;&amp;#039;. In: Paul Robert: &amp;#039;&amp;#039;1 – Dictionnaire de la langue francaise&amp;#039;&amp;#039;. rédaction dirigée par A. Rey &amp;amp; J. Rey-Debove, Dictionnaires Le Robert. Paris 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Noten ===&lt;br /&gt;
* François Couperin: &amp;#039;&amp;#039;Pièces de Clavecin&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bände. Hrsg.: Jos. Gát et al. Schott, Mainz 1970–1971.&lt;br /&gt;
* [[Johann Caspar Ferdinand Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Musikalischer Parnassus&amp;#039;&amp;#039; (1738&amp;amp;nbsp;?). In: Ernst von Werra (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Werke für Tasteninstrument&amp;#039;&amp;#039;. Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden (urspr. 1901).&lt;br /&gt;
* [[Henry Purcell]]: &amp;#039;&amp;#039;Piano Solo Complete Edition (Urtext)&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: István Máriássy: Könemann, Budapest (o.&amp;amp;nbsp;J.).&lt;br /&gt;
* Jean-Philippe Rameau: &amp;#039;&amp;#039;Pièces de Clavecin&amp;#039;&amp;#039; (Gesamtausgabe). Hrsg.: E. R. Jacobi. Bärenreiter, Kassel et al. 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einspielungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handel, Telemann – Watermusic&amp;#039;&amp;#039;, The King’s Consort, Robert King, ersch. bei: Hyperion, CDA66967 (rec. 1997) (CD).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höfischer Tanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tanz des westlichen Kulturkreises]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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