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	<title>Riffkalk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:28:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Riffkalk&amp;diff=1294699&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-09-16T21:06:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adneter Marmor Sorte Rottropf.jpg|mini|hochkant|Gesägter und angeschliffener Block aus Adneter Korallenriffkalk der Sorte „Rottropf“ (obere Obertrias, Nördliche Kalkalpen). Die sich deutlich von der roten [[Matrix (Geologie)|Matrix]] abhebenden Korallen gehören zur Gattung &amp;#039;&amp;#039;Thecosmilia&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riffkalk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riffkalkstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Kalkstein]]e, die aus massenhaften Ansammlungen von [[Koralle]]n, [[Schwämme]]n und anderen festsitzende Meeresorganismen hervorgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Coral reef diagram.jpg|mini|Schematischer Querschnitt durch eine Riffplattform]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Korallenriff mit Riffschutt, Massenkalk und Bankkalke.jpg|mini|Skizze zur Massenkalk-Ablagerung für den [[Weißer Jura|Weißjura]] der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]]]]&lt;br /&gt;
Riffkalke entstehen vorwiegend in küstennahen oder anderen flachen Meeresregionen. Im Gegensatz zu [[Schillkalkstein|Schillkalken]] sind die Kalkskelette nicht durch Meereswellen zusammengespült worden, sondern im ursprünglichen Lebensraum der Organismen, oft in Lebendstellung (&amp;#039;&amp;#039;[[in situ]]&amp;#039;&amp;#039;), überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den heutigen Meeren werden Riffkalke vor allem durch [[Steinkorallen]] gebildet. Die entsprechenden Riffkörper werden daher als [[Korallenriff]]e bezeichnet. Die meist winzigen, aber in großen Kolonien lebenden Korallenpolypen haben die Fähigkeit Kalk abzuscheiden. Sie bilden im Laufe von Jahrtausenden meter- bis hundertemeter hohe Riffe. Die Riffkalke bestehen teilweise auch aus Riffschutt, der durch die [[Meeresbrandung]] oder Erdbewegungen entstand. Oft sind die Strukturen, die die Riffbildner erzeugt haben, in den Riffkalken noch erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Riffkalk un.jpg|mini|Polierte Schnittfläche eines Riffkalk-Bruchstücks, oben Stromatoporenteil, darunter bioklastische Fragmente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Riffschutt gross.jpg|mini|Kleiner Findling aus altpaläozoischem Riffschuttkalk (Fundort: Rügen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massenkalk ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lochenfels-Bronnen Massenkalk Jura Schwaebische Alb.jpg|mini|hochkant|links|„Zuckerkörniger Lochfels“ bei Bronnen ([[Gammertingen]], [[Schwäbische Alb]]). Massenkalk-Ablagerung; unterscheidet sich wesentlich von geschichteter [[Sedimentation]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders mächtige und ausgedehnte Riffkalkvorkommen werden häufig als &amp;#039;&amp;#039;Massenkalk&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, um ihn von den typischen geschichteten &amp;#039;&amp;#039;[[Bank (Geologie)|Bank]]&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;[[Plattenkalk]]en&amp;#039;&amp;#039; der normalen Sedimentation abzugrenzen: Die großen Riffkalkvorkommen sind nicht so durch Sedimentationsstörungen gegliedert, sie sind meist unstrukturiert verfestigter Riff[[schutt]], der durch Wellenerosion oder Erdbeben gebildet wurde, seltener das gewachsene Riff selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele sind in Deutschland etwa aus dem [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirge]] bekannt. Das Riffwachstum begann hier im Oberen Mitteldevon und setzte sich bis zum Beginn des Oberdevon weiter fort. Wo über einen langen Zeitraum Sedimentschüttungen ausblieben, konnten sich langgestreckte Riffe im Rheinischen Schelf aufbauen, dessen Existenz heute durch den ca. 120 km langen homogenen Massenkalkzug am Nordrand des Bergischen Landes und des Sauerlandes angezeigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Koch, Lutz |url=http://www.l-koch.de/texte/text_honsel.html |titel=Die Honsel-Formation im nord-westlichen Sauerland |werk=l-koch.de |datum=17.05.2006 |sprache=de |abruf=19.01.2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort und auch in der [[Eifel]] sowie im [[Lahn-Dill-Gebiet]] bilden [[mitteldevon]]ische Riffkalke ausgedehnte Vorkommen, die an vielen Stellen für die Zementherstellung und als Naturwerksteine gewonnen werden (siehe [[Lahnmarmor]]). Diese Riffkalke sind zu einem bedeutenden Teil aus [[Stromatoporen]] (ausgestorbenen schwammähnlichen Organismen) und ausgestorbenen Korallenformen aufgebaut. Typische [[Leitfossil]]ien dieses Massenkalkes sind die [[Armfüßer]] (Brachiopoda) &amp;#039;&amp;#039;[[Stringocephalus burtini]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Uncites gryphus]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geologisch jüngere Massenkalke sind etwa aus dem bis 500&amp;amp;nbsp;m mächtigen [[Weißjura]] der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen]] und [[Fränkische Alb|Fränkischen Alb]] bekannt. Insbesondere auf der [[Mittlere Kuppenalb|Mittleren Kuppenalb]] sind mittlere und obere (also jüngere) Schichten des Weißjura sehr häufig als Massenkalk in Form von Schwammriffen ausgebildet. Häufig sind Riffkalke auch in der [[Trias (Geologie)|Trias]] der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]], z.&amp;amp;nbsp;B. im Tennengau als [[Adneter Marmor]], im [[Wettersteinkalk]] und im [[Dachsteinkalk]] (meerseitige Riffzone dieses Lagunenkalks).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Riffkalk köl.jpg|mini|Korallenbruchstücke in einem gesägten und polierten Stück Riffkalk (Devon, Rheinisches Schiefergebirge)]]&lt;br /&gt;
Riffkalke können verschiedenartig gefärbt sein und haben ein gebändertes oder fleckenhaftes Aussehen. Die Farben der Riffkalke sind meist weißlich oder gelblich, bisweilen auch rötlich, rotbraun, braun oder grau bis schwarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erscheinungsformen von Riffkalken sind wegen der biologischen Vielfalt in den ehemaligen Riffen sehr wechselhaft. Typische Merkmale sind einzelne Riffbruchstücke und Bio[[klasten]] wie [[Stromatoporen]]teile, kleine Gerölle von [[Schalentiere]]n und Korallenteile. Sie kommen in dickbankiger, fast ungeschichteter [[Fazies]] wie auch in gebankter Form vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Riffkalken handelt es sich um dichte [[Naturstein]]e, sie sind deshalb meistens gut polierfähig. Oft werden dichte Riffkalke fälschlicherweise als [[Marmor]] bezeichnet, so zum Beispiel der [[Lahnmarmor|Lahn-Marmor]], sie gehören jedoch zur Gesteinsfamilie der [[Kalkstein]]e. Polierte Riffkalke werden in der Architektur für Innenwandbekleidungen, Bodenbeläge und Treppen verwendet. Wegen ihrer dekorativen Wirkung hat man sie zeitweilig sehr häufig zu künstlerischen und kunstgewerblichen Zwecken eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie andere Kalksteine werden Riffkalke auch als [[Zuschlagstoff]]e, etwa in der [[Eisenverhüttung]], oder zur [[Zement]]herstellung abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natursteinsorten ===&lt;br /&gt;
Riffkalke wurden, da sie polierfähig sind, historisch fälschlicherweise oft als [[Marmor]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
Einige Beispiele hierfür sind:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weinberg-Marmor&amp;#039;&amp;#039;, bestehend aus Riffkalkschutt, [[Kerpen]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zisterzienser-Marmor&amp;#039;&amp;#039;, Riffkalk, [[Üxheim]] bei [[Gerolstein]]/Eifel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Edelfels-Marmor&amp;#039;&amp;#039;, Riffkalk, [[Diez]] an der [[Lahn]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lahnmarmor|Lahn-Marmor]]&amp;#039;&amp;#039;, früher &amp;#039;&amp;#039;Nassauer Marmor&amp;#039;&amp;#039; genannt, [[Devon (Geologie)|devonischer]] Riffkalk, [[Villmar]] an der [[Lahn]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Adneter Marmor]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Tropfmarmore&amp;#039;&amp;#039; sind massige, bunte [[Rhaetium|rhätische]] Riffkalke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kohlenstoffzyklus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Roland Vinx]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesteinsbestimmung im Gelände.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Springer-Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-1925-5, S.&amp;amp;nbsp;313&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Katrin Hauer, Christian F. Uhlir: &amp;#039;&amp;#039;Adneter Marmor. Entstehung, Material, Abbau, Geschichte und seine Bedeutung als Kulturerbe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Books on Demand, Norderstedt 2011, ISBN 9783842381520.&amp;lt;!--siehe https://permalink.obvsg.at/AC08377645 und https://permalink.obvsg.at/AC07003093--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Franz Kretschmer, Hubert Kretschmer, Franz Zoglmaier: &amp;#039;&amp;#039;Marmor aus Adnet.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Salzburger Bildungswerk, örtliches Bildungswerk Adnet, Verlag Gemeinde Adnet/Salzburg, Adnet 1986, (Heimatbuch Adnet 1).&amp;lt;!--lt. Impressum--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Alois Kieslinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die nutzbaren Gesteine Salzburgs&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband 4). Verlag Das Bergland-Buch, Salzburg / Stuttgart 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reef limestone|Riffkalk}}&lt;br /&gt;
* [http://geomuseum.tu-clausthal.de/gesteine.php?section=22260&amp;amp;level=10&amp;amp;name=Kalkstein&amp;amp;details=&amp;amp;nr=1&amp;amp;select=1&amp;amp;art=Aufschluss Abbildung eines Riffkalks], auf geomuseum.tu-clausthal.de&lt;br /&gt;
* [http://www.geologie.uni-frankfurt.de/Gesteine/Gesteine-Seiten/Bild66.html Vergrößerte Abbildung eines Riffkalks], auf geologie.uni-frankfurt.de&lt;br /&gt;
* [https://www.isar-kiesel.de/sedimentgesteine.html#wettersteinriffkalk Riffkalk vom Wetterstein als Kieselstein], auf isar-kiesel.de&lt;br /&gt;
* [[Mineralienatlas:Massenkalk]]&lt;br /&gt;
* [http://marmormuseum.adnet.at/ Marmormuseum Adnet]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=9wJHMwtxYx4 Video Großer Tropfbruch Adnet]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4296253-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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