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	<title>Riesigk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T23:24:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Riesigk&amp;diff=369124&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Umbruch aktualisiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Riesigk&amp;diff=369124&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-07T09:30:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umbruch aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart           = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename          = Oranienbaum-Wörlitz&lt;br /&gt;
| Ortswappen            = &lt;br /&gt;
| Breitengrad           = 51/49/32.326/N&lt;br /&gt;
| Längengrad            = 12/27/55.537/E&lt;br /&gt;
| Lagekarte             = Riesigk in WB.svg&lt;br /&gt;
| Bundesland            = Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
| Höhe                  = 62&lt;br /&gt;
| Höhe-bis              = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug            = &lt;br /&gt;
| Fläche                = 6.13&lt;br /&gt;
| Einwohner             = 198&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2014-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle      = &amp;lt;ref&amp;gt;lt. Einwohnermeldeamt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 2011-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1         = 06785&lt;br /&gt;
| Vorwahl1              = 034905&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesigk.jpg|mini|300px|Luftbild Riesigk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riesigk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Oranienbaum-Wörlitz]] im [[Landkreis Wittenberg]] in [[Sachsen-Anhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Riesigk liegt rund vier Kilometer südlich des [[Elbe]]-Ufers überwiegend im [[Biosphärenreservat Mittelelbe]] zwischen [[Dessau-Roßlau]] und [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]. Nur drei Kilometer westlich von Riesigk entfernt befindet sich der [[Wörlitzer Park]] inmitten des [[Dessau-Wörlitzer Gartenreich]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landvermessung erfolgte mit Hilfe eines [[Trigonometrischer Punkt|trigonometrischen Punktes]] auf dem [[Kirchturm]]. Dieser befand sich auf der [[Brüstung]] der [[Aussichtsplattform]] in rund 30&amp;amp;nbsp;m Höhe und wurde bei den [[Restaurierung]]sarbeiten entfernt. Oberhalb der Fundamentbasis des Kirchturmes, zur Straße hin, befindet sich ein [[Turmbolzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortskern von Riesigk an der Kreisstraße K&amp;lt;small&amp;gt;2&amp;lt;/small&amp;gt;042 erstreckt sich entlang des südlichen Ufers des [[Schönitzer See]]s. Südlich davon erstreckt sich Rotehof an der nördlichen Seite der Landesstraße L131. Die südliche Seite ist unbebaut. Schönitz (mit nur sechs Häusern) liegt etwa zwei Kilometer nördlich von Riesigk und nördlich des Schönitzer Sees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsteile ===&lt;br /&gt;
Es existieren die drei Ortsteile Riesigk, Schönitz und Rotehof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Riesigk ist flach und wird von zahlreichen [[Altwasser (Fluss)|Altwassern]] der Elbe sowie Gräben und Bächen durchzogen. Reste von Sanddünen aus der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]] sind die einzigen (nur etwas mehr als zwei Meter hohen) Erhebungen. Größtes Altwasser ist der mehrere Kilometer lange Schönitzer See, unmittelbar hinter dem alten [[Deich|Hochwasserdeich]] in Riesigk gelegen. Der See wird durch die &amp;#039;&amp;#039;Seedammbrücke&amp;#039;&amp;#039; (Damm mit Brücke für die Straße nach Schönitz) und den &amp;#039;&amp;#039;Neuen Wall&amp;#039;&amp;#039; (Hochwasserdeich vom &amp;#039;&amp;#039;Taubenhaus&amp;#039;&amp;#039; bis [[Rehsen]]) mehrfach zerteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gemarkung]] Riesigk liegt in der Flussaue der Elbe. Die [[Boden (Bodenkunde)|Böden]] sind [[holozän]]en Ursprungs. Es sind fast alle Arten von Böden anzutreffen: von leichten [[Sand]]böden bis zu schweren [[Lehm]]böden. Die [[Bodenwertzahl]]en der Böden liegen deshalb auch in einem weiten Bereich von etwa 20 bis 85.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Grundwasser]]stand ist sehr hoch und hängt auch stark vom Rückstau der Elbe in den Schönitzer See ab und liegt z.&amp;amp;nbsp;T. nur einen Meter unter der Erdoberfläche. Bei länger anhaltendem Hochwasser der Elbe oder nach starken Regenfällen kann man deshalb die historischen Verläufe ([[Mäander (Flussschlinge)|Mäander]]) der Elbe auf den dann überfluteten [[Acker|Feldern]] und [[Wiese (Grünland)|Wiesen]] gut erkennen. Die Grundwasserfließrichtung verläuft von Süd-Ost nach Nord-West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenschätze ===&lt;br /&gt;
In Teilen des Gemarkung kommen Fluss[[sand]]e und -[[kies]]e als Ablagerungen aus dem ehemaligen Elbtal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Braunkohle]]vorkommen wurden bei [[Prospektion (Geologie)|Prospektierungsarbeiten]] in den 1970er-Jahren unter dem gesamten Gemeindegebiet festgestellt (Fortsetzung des in [[Bergwitz]] schon abgebauten [[Flöz]]es nach Westen). Die Mächtigkeit ist mit 0,5–1,5&amp;amp;nbsp;m bei etwa 30&amp;amp;nbsp;m Abraum allerdings eher gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturereignisse ===&lt;br /&gt;
Entsprechend der geografischen Lage hat Riesigk von jeher mit [[Hochwasser]]n der Elbe zu kämpfen. Bauten zum Schutz vor den Hochwassern sind deshalb schon über Jahrhunderte erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der bislang verheerendsten Hochwasser erreichte Riesigk im [[Elbhochwasser 2002|August 2002]]. Schönitz wurde über mehrere Wochen überflutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Der [[Regenschatten]] des Harzes bewirkt im Gebiet eine leicht verminderte [[Niederschlagsmenge]] von etwa 550&amp;amp;nbsp;mm [[Niederschlag]] im Jahr. Die regenreichsten Monate sind Juni und August mit je etwa 60&amp;amp;nbsp;mm Niederschlag. In den Wintern gibt es sehr selten [[Schnee]]. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei etwa 9&amp;amp;nbsp;°C. Der wärmste Monat ist der Juli. Die mittlere Temperatur in diesem Monat beträgt etwa 18&amp;amp;nbsp;°C.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lau.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLU/LAU/Naturschutz/Schutzgebiete/LSG/Dateien/Beschreibung/lsg35.pdf |titel=Klimahinweise |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304051807/http://www.lau.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLU/LAU/Naturschutz/Schutzgebiete/LSG/Dateien/Beschreibung/lsg35.pdf |archiv-datum=2016-03-04 |abruf=2017-12-27 |archiv-bot=2023-01-02 06:30:50 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hausnummern ===&lt;br /&gt;
Die Vergabe der ersten [[Hausnummer]]n in Riesigk erfolgte um 1800 von der Mitte des Dorfes beginnend im Uhrzeigersinn von 1 bis 28. Die nächsten Häuser bekamen dann eine Hausnummer in der Reihenfolge ihrer Errichtung. Das erste Haus bekam dann erst 1904 eine Hausnummer mit Zusatzbuchstaben. Diese Art der Nummerierung wurde bis 2011 beibehalten. Die Kirche besaß keine Hausnummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Rotehof wurden die Häuser der Landarbeiter von 1 bis 17 nummeriert. Die Häuser des Gutshofes und die Häuser 20 (ehemaliger Gasthof &amp;#039;&amp;#039;Rotes Haus&amp;#039;&amp;#039;), sowie 24 und 25 (vorher Riesigk 30 und 29) bekamen erst nach 1950 ihre jetzige Hausnummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schönitz wurden die Hausnummern 1–8 vergeben. Die Nummerierung erfolgte nach der Neueingliederung 2011 in die Stadt Oranienbaum-Wörlitz neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur ==&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Gemarkung Riesigk besteht aus landwirtschaftlichen [[Nutzfläche]]n. [[Wald]] ist im unmittelbaren Gemeindegebiet fast nicht vorhanden, es schließen sich jedoch im Norden große zusammenhängende [[Auwald]]gebiete und [[Wiese (Grünland)|Wiesenflächen]] bis zur [[Elbe]] hin an, während sich im Osten schon die ersten Ausläufer der [[Dübener Heide]] zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
Als größere Wildtiere sind [[Reh]]e und [[Wildschwein]]e vertreten. [[Biber]] sind in diesem Gebiet schon seit langer Zeit heimisch. An und auf den [[See]]n und [[Teich]]en gibt es zahlreiche Arten [[Wasservögel]]. Der [[Fische|Fischbestand]] wurde während des [[Hochwasser]]s 2002 stark dezimiert und durch den Neubesatz mit verschiedenen Fischarten wieder erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora ===&lt;br /&gt;
Die [[Wassernuss]] wurde im Schönitzer See wieder angesiedelt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesigk-Hochwasser-2002.jpg|mini|Riesigk Hochwasser 2002 – Blick vom Kirchturm nach Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Besiedlung durch den Menschen entstand in den letzten Jahrtausenden nach der [[Eiszeitalter|Eiszeit]] durch die Herausbildung der Elbeniederung zwischen [[Fläming]] und [[Dübener Heide]] in diesem Landschaftsraum ein weites [[Sumpf]]gebiet mit dichten [[Rotbuchenwald|Buchenwäldern]], Wasserlachen, [[Schlamm|Morästen]] und Elbarmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschen wurden diese Gebiete der Elbniederung durch [[Deich]]bauten, der Anlage von Gräben, durch Ausholzen und dem Zurückdrängen des [[Wald]]es zur jetzigen Kulturlandschaft erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Riesigk ===&lt;br /&gt;
Riswig ist der erste urkundlich festgehaltene Name für die Gemeinde. Der Ort existierte offenbar schon vor der [[Slawen|slawischen]] Besiedlung des Gebietes. Der Name setzte sich aus den [[althochdeutsch]]en Worten &amp;#039;&amp;#039;ris&amp;#039;&amp;#039; = Sumpf, feuchte Stelle im Wald und &amp;#039;&amp;#039;wi(c)h&amp;#039;&amp;#039; = Dorf zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich schon vor dem 10. Jahrhundert existierten hier [[Slawen|slawische]] Siedlungen. Um 1200 gab es die erste urkundliche Erwähnung von &amp;#039;&amp;#039;Alt&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;Neu&amp;#039;&amp;#039;-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riswig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Riesigk wurde 1337 der Pfarrei [[Wörlitz]] geschenkt. Das Gebiet ging 1603 an das [[Fürstentum Anhalt-Dessau]] über. 1735 wurden umfangreiche Deichbauten vorgenommen, da die Gemeinde im Überschwemmungsgebiet der Elbe liegt. Die erste [[Kirche (Bauwerk)|Kirche]] aus Holz wurde 1745 errichtet, jedoch wenige Jahre später wegen Baufälligkeit wieder abgerissen. Die [[Glocke]] wurde lt. Inschrift in der [[Werkstatt]] von [[Meister]] Martin Heintze in [[Leipzig]] gegossen. Von Georg Christoph Hesekiel (1732–1818) wurde in den Jahren 1797 bis 1800 eine neue Kirche im Baustil der [[Neugotik]] unmittelbar am Ortseingang Richtung Wörlitz errichtet. Die Glocke der Vorgänger-Kirche wird wiederverwendet. An speziellen [[Backstein#Trivia|Feierabendziegeln]] mit einprägten Jahresangaben kann man den Baufortschritt erkennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmal-S162&amp;quot;&amp;gt;Landesamt f. Denkmalpflege: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt&amp;#039;&amp;#039;. fliegenkopf verlag, 1997, ISBN 3-910147-65-8. S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortseingang ist von der unmittelbar an der Straße liegenden, 1800 eingeweihten, neugotischen Kirche geprägt. In der Kirche befindet sich eine [[Gruft]], in der die Gebeine von [[Henriette Katharina Agnes von Anhalt-Dessau|Agnes von Loën]] ruhen, der Schwester des Fürsten [[Leopold III. Friedrich Franz (Anhalt-Dessau)|Leopold&amp;amp;nbsp;III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau]] (1740–1817). Der Kirchgarten ist als [[Streuobstwiese]] angelegt, denn es galt auch hier: &amp;#039;&amp;#039;„Das Schöne mit dem Nützlichen verbinden“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Norden hin wird der Ort vom alten [[Deich|Hochwasserdeich]] begrenzt, der den Ort vor den Hochwassern der [[Elbe]] schützte. Die ursprüngliche Deichlinie hat sich durch viele Deichdurchbrüche in den vergangenen Jahrhunderten verändert. Eine Kette von Teichen (&amp;#039;&amp;#039;Grasloch, Schmidt’s Teich, der ehemalige Dorfteich, Nickel’s Teich, Spanier Kolk, Teich an der Walldurchfahrt&amp;#039;&amp;#039;) entstand an den ausgespülten Stellen. Die Deiche wurden dann um diese Teiche herumgeführt. Unmittelbar hinter dem Hochwasserdeich befindet sich mit dem „Schönitzer See“ ein mehrere Kilometer langer ehemaliger Elbarm ([[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Friedhof]] der Gemeinde befindet sich weit außerhalb des Ortes auf einer Sanddüne aus der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]], sicher vor den Hochwassern der Elbe, die das ganze Gebiet in historischer Zeit bis [[Oranienbaum]] überfluteten. Teile der Sanddüne wurden schon vor langer Zeit als Bausand abgebaut, so dass sich jetzt neben dem erhöht liegenden Friedhof eine Absenkung befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den beiden Weltkriegen wurde Riesigk nicht direkt betroffen. Das [[Denkmal (Gedenken)|Denkmal]] für die Gefallenen unter der Friedenseiche von 1871 am ehemaligen Dorfteich zeigt jedoch, dass im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] 10 Soldaten und im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] 23 Soldaten nicht wieder heimgekehrt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmal-S162&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stand Riesigk zuerst unter amerikanischer [[Okkupation|Besetzung]]. Im Juli 1945 lösten die russischen Truppen dann die amerikanischen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Schönitz nach Riesigk eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;2VO-LSA-1950&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde wurde 1952 dem neu gebildeten [[Kreis Gräfenhainichen]] im [[Bezirk Halle]] zugeordnet. Zuvor war sie Teil des [[Landkreis Köthen]]. 1994 wurde sie Teil des [[Landkreis Anhalt-Zerbst]]. Am 1. Juli 2007 wurde die Gemeinde Riesigk aufgrund einer [[Kreisreform Sachsen-Anhalt 2007|Kreisgebietsreform]] vom ehemaligen Landkreis Anhalt-Zerbst in den [[Landkreis Wittenberg]] eingegliedert. 3 Jahre später, am 1. Januar 2011, wurde die Gemeinde Riesigk zu einem Teil der neu gebildeten Stadt [[Oranienbaum-Wörlitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2011.html StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönitz und Rotehof ===&lt;br /&gt;
Czeynitz, ursprünglicher Name von Schönitz, ist wie die meisten Ortsnamen der Umgebung slawischer Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesigk-Kirche.jpg|mini|hochkant|Kirche Riesigk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfessionslosigkeit ===&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Einwohner ist konfessionell ungebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelisch ===&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Kirchenmitglieder gehört der evangelisch-lutherischen Gemeinde an. Zur [[Kirchengemeinde]] gehören Riesigk und die Nachbargemeinde [[Gohrau]], die selbst keine Kirche hat. 1962 wurde für den [[Kirchturm]] wieder eine zweite [[Glocke]] gegossen. In den Jahren 1998 bis 2000 wurde die [[Dorfkirche (Riesigk)|Kirche]] mit Mitteln des [[Denkmalschutz]]es umfassend restauriert. Dach, Turm, Fassade und Fenster wurden weitestgehend originalgetreu instand gesetzt. 1532 predigte [[Martin Luther]] in Wörlitz und passierte wahrscheinlich auch Riesigk auf dem Weg vom nahegelegenen [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] dorthin. In der Kirche, an der Seite hinter dem [[Altar]], wurden zwei Gedenktafeln für die Schwestern Casimire und Leopoldine des Fürsten [[Leopold III. Friedrich Franz (Anhalt-Dessau)|Leopold&amp;amp;nbsp;III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau]] angebracht. Diese befanden sich ursprünglich in den Anlagen auf dem Drehberg&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://industrielles-gartenreich.com/deutsch/03_projekte/311_drehberg.htm |titel=Drehberg |werk=industrielles-gartenreich.com |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141103155957/http://industrielles-gartenreich.com/deutsch/03_projekte/311_drehberg.htm |archiv-datum=2014-11-03 |abruf=2014-09-21 |archiv-bot=2019-05-10 05:30:19 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen [[Griesen (Oranienbaum-Wörlitz)|Griesen]] und [[Vockerode]]. Die Kirche besitzt eine [[Ernst Röver|Röver-Orgel]] aus dem Jahre 1894 (als Ersatz für eine Zuberbier-Orgel aus dem Jahre 1801). Diese wurde bis 2017 renoviert. Sie ist fast im Originalzustand erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kirchengemeinde]] ist Teil der [[Parochie]] [[Wörlitz]] mit den Kirchengemeinden Vockerode, Wörlitz/Griesen, Riesigk/Gohrau und Rehsen. Vor der Neugliederung im Jahre 1992 gehörte die Kirchengemeinde als [[Filial]] seit 1753 zur Parochie [[Horstdorf]]. Deshalb gibt es in Riesigk kein [[Pfarrhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholisch/Neuapostolisch ===&lt;br /&gt;
[[Römisch-katholische Kirche|Katholische]] und [[neuapostolisch]]e Kirchenmitglieder gibt es nur wenige. Die nächste katholische Kirche befindet sich in [[Oranienbaum]]. Die neuapostolischen Kirchenmitglieder treffen sich in [[Rehsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Aktuell setzt sich der sechsköpfige [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] aus parteilosen Einzelkandidaten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Riesigk war Silvia Grune, die das Amt von 1979 bis zur gesetzlichen Neugliederung der Gemeinden am 1. Januar 2011 bekleidete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
In Riesigk wird [[Anhaltische Mundart]] gesprochen. Sprachgrenze nach Norden hin ist die Elbe (ick-ich Linie). Hier werden [[mark-brandenburgische Dialekte]] gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Der [[Elberadweg]] am &amp;#039;&amp;#039;Neuen Wall&amp;#039;&amp;#039; führt am nördlichen Rande der Gemeinde durch die Elbaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Besonders augenfällig und bewusst wurde das [[Dessau-Wörlitzer Gartenreich]], in dessen östlichem Gebiet sich Riesigk befindet, vor über 200 Jahren gestaltet. Reste der ehemals mit Obstbäumen bestandenen [[Allee]]n sind noch zu erkennen und werden als [[Deutsche Alleenstraße]] wieder angelegt. Bauten des Hochwasserschutzes sind an den alten [[Deich|Hochwasserdämmen]] überall vorhanden, werden jedoch jetzt meistens für andere Zwecke genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Neogotik|neogotische]], im Jahre 1800 fertiggestellte [[Dorfkirche (Riesigk)|Dorfkirche]], sowie die baulich geschlossene Anlage von [[Wallwachhaus]], ehemaliger Dorfbäckerei und Schule aus dem Jahre 1789 (jetzt An der Kirche 4, 5 und 6) und die Anlage des ehemaligen Gutshofes „Roter Hof“ (jetzt Rotehof 3, 4 und 7) als [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] sind Zeugnisse dieser&amp;lt;!--welcher?!--&amp;gt; Entwicklung. Das Baumaterial ([[Backstein|Ziegel]] und [[Dachziegel]]) für diese Bauten kam aus der zwischen Riesigk und Wörlitz unmittelbar an der Straße gelegenen [[Ziegelei]]. Ursprünglich wurden die Ziegel im alten [[Backstein#Formate|Klosterformat]] gefertigt. Teile der Ziegelei ([[Brennofen]] und [[Schornstein]]) wurden 1938 abgerissen. Das Material wurde in den Gemeinden der Umgebung wieder verbaut.&lt;br /&gt;
* In der Nähe von Schönitz, zum See hin gelegen, sind noch Reste einer ehemaligen [[Slawischer Burgwall|Burgwallanlage]] ([[Wasserschloss (Architektur)|Wasserburg]]) erkennbar.&lt;br /&gt;
[[Datei:Burgwall Schoenitz.jpg|mini|Burgwall]]&lt;br /&gt;
* Im Luch, etwa 100&amp;amp;nbsp;m vom Feldweg Riesigk-Rehsen, befindet sich mitten auf dem Feld ein Wäldchen mit Überresten einer [[Gruft]] des Försters Johann Wöpke (1774–1829). In Sichtweite dieser Gruft, aber schon auf dem Gebiet der Gemeinde [[Rehsen]] befindet sich die Gruft seines Vaters, des Deichbaumeisters und Förster [[August Wilhelm Leopold Wöpke]] (1732–1809).&lt;br /&gt;
* Teile eines alten ehemaligen [[Fachwerkhaus]]es sind in der Ortsmitte (Wallstraße 3) noch vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;Die [[Fachwerkhaus|Fachwerkhäuser]] An der Kirche 9 und 11 wurden restauriert.&lt;br /&gt;
* Rund 200&amp;amp;nbsp;m südlich von der Straße Riesigk–[[Gohrau]], auf dem jetzigen Grundstück Rotehof 35 und 36, befand sich eine [[Windmühle]].&lt;br /&gt;
* Am &amp;#039;&amp;#039;Neuen Wall&amp;#039;&amp;#039;, der seit 1928 das ganze Gebiet vor Hochwassern schützt, befindet sich ein dem Hochwasserschutz dienendes [[Wallwachhaus]] auch &amp;#039;&amp;#039;Limesturm&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Taubenhaus&amp;#039;&amp;#039; genannt.[[Datei:Wallwachhaus Limesturm.JPG|mini|Limesturm]]&lt;br /&gt;
* [[Denkmal (Gedenken)|Denkmal]] für die Gefallenen der Weltkriege an der Ostseite des ehemaligen Dorfteiches. Errichtet 1936 unter der nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870/71 gepflanzten [[Friedenseiche]], erneuert und ergänzt 1995.[[Datei:Kriegerdenkmal Riesigk Anhalt.jpg|mini|Kriegerdenkmal in Riesigk]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eselswall&amp;#039;&amp;#039; in der Nähe des Taubenhauses als Rest eines ehemaligen Hochwasserwalles/deiches in Richtung Wörlitz.&lt;br /&gt;
* [[Grenzstein]] Nr. 228 aus der Zeit nach 1807 mit den Inschriften &amp;#039;&amp;#039;H.A.D.&amp;#039;&amp;#039; ([[Herzogtum]] [[Anhalt-Dessau]]) und &amp;#039;&amp;#039;KP&amp;#039;&amp;#039; ([[Königreich Preußen]]) vor dem Grundstück An der Kirche 7. Dieser Grenzstein befand sich ursprünglich an der Landesgrenze [[Anhalt]]/[[Preußen]] zwischen [[Gohrau]] und [[Schleesen (Kemberg)|Schleesen]]. Er fiel der [[Flurbereinigung]] zum Opfer und ist auch leicht beschädigt. Der genaue Standort ist nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesamt für Denkmalpflege: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt&amp;#039;&amp;#039;. fliegenkopf verlag, 1997, ISBN 3-910147-65-8. S. 160&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wegweiser am ehemaligen Dorfteich aus den Jahren nach 1850.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesamt für Denkmalpflege: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt&amp;#039;&amp;#039;. fliegenkopf verlag, 1997, ISBN 3-910147-65-8. S. 157&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wegweiser an der Kreuzung Riesigk-Rotehof-Gohrau.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesamt für Denkmalpflege: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt&amp;#039;&amp;#039;. fliegenkopf verlag, 1997, ISBN 3-910147-65-8. S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Angaben auch unter: [[Liste der Kulturdenkmale in Riesigk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Gartenreichtag: zweiter Samstag im August&lt;br /&gt;
* [[Tag des offenen Denkmals]]: zweiter Sonntag im September&lt;br /&gt;
** Offene Kirche an beiden Tagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
* keine [[Kinderkrippe]] oder [[Kindergarten]] mehr seit 1992&lt;br /&gt;
* keine Schule mehr seit 1964. Die Schüler werden mit dem Bus zur jeweiligen Schule befördert:&lt;br /&gt;
** [[Grundschule]] in [[Wörlitz]]&lt;br /&gt;
** [[Sekundarschule]] in [[Kemberg]] oder [[Dessau]]&lt;br /&gt;
** [[Gesamtschule]] im Gartenreich [[Oranienbaum]] in freier Trägerschaft&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gesamtschule-im-gartenreich.de/ |titel=Gesamtschule im Gartenreich |abruf=2014-11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Gymnasium]] in [[Dessau]] oder [[Gräfenhainichen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gym-gerhardt.bildung-lsa.de/ |titel=Paul-Gerhardt-Gymnasium |abruf=2014-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die ehemalige Schule im Nachbarort [[Gohrau]] wurde zu einer internationalen Jugend-Begegnungsstätte ausgebaut. Jugendliche aus Deutschland und unterschiedlichen Ländern verbringen hier ihre Ferien. Gleichzeitig nehmen sie hier an Projekten in der näheren Umgebung teil. Sie führen vor allem Arbeiten zur [[Landschaftspflege]] und zum [[Naturschutz]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== ÖPNV ====&lt;br /&gt;
Der [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentliche Personennahverkehr]] ([[ÖPNV]]) und der Schülerverkehr werden mit Bussen abgewickelt:&lt;br /&gt;
* Vetter Busunternehmen GmbH [[Zörbig]] (BT Wittenberg) mit der Linie 304 ([[Wittenberg]] – [[Wörlitz]] – [[Dessau]]) und der Linie 307 ([[Gräfenhainichen]] – [[Oranienbaum]] – Wörlitz).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mein-bus.net/ Vetter Verkehrsbetriebe]&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerhalb der regulären Fahrzeiten sind [[Rufbus]]se verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bundesstraßen ====&lt;br /&gt;
Riesigk liegt an der Landesstraße L131 von [[Dessau-Roßlau]] über [[Oranienbaum]] nach [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] und an der Kreisstraße K&amp;lt;small&amp;gt;2&amp;lt;/small&amp;gt;042 nach [[Wörlitz]]. Zur [[Bundesstraße 107]] in Oranienbaum, die [[Gräfenhainichen]] und [[Coswig (Anhalt)|Coswig]] verbindet, sind es ca. 7&amp;amp;nbsp;km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bundesautobahn ====&lt;br /&gt;
Der Autobahnanschluss ([[Bundesautobahn 9|A 9]]) &amp;#039;&amp;#039;Vockerode&amp;#039;&amp;#039; ist ca. 11&amp;amp;nbsp;km entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Der nächste [[Bahnhof]] befindet sich in der Gemeinde [[Bergwitz|Kemberg-Bergwitz]] an der [[Bahnstrecke Berlin–Halle]] zwischen [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] und [[Bitterfeld]]. Der Bahnhof [[Wörlitz]] der [[Dessau-Wörlitzer Eisenbahn]] wird nur in der Sommersaison bedient. Der Haltepunkt &amp;#039;&amp;#039;Riesigk&amp;#039;&amp;#039; (Kilometer 21,8) und der Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;Gohrau/Rehsen&amp;#039;&amp;#039; in [[Gohrau]] entstanden 1934 durch die Erweiterung der Dessau-Wörlitzer Eisenbahnlinie von Wörlitz bis nach Gohrau. Am Haltepunkt entstand für die Versorgung der Landwirtschaft ein Stützpunkt der &amp;#039;&amp;#039;[[Bäuerliche Handelsgenossenschaft|Bäuerlichen Handelsgenossenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; (BHG). Der Personenverkehr wurde 1968 eingestellt. Das Teilstück wurde in den 1970er-Jahren demontiert, die Gebäude der BHG wurden abgerissen. Die Strecke nach Wörlitz ging 1982 wieder in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Luft ====&lt;br /&gt;
Bis 1990 befand sich unmittelbar nördlich des ehemaligen Haltepunktes der Bahn ein [[Agrarflugplatz]]. Hier war es noch möglich, im Frühjahr 1990 an Rundflügen über die Elbaue teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fahrrad ====&lt;br /&gt;
Riesigk und die Umgebung sind ohne erkennbare Höhenunterschiede ideal zum Erkunden mit Fahrrädern geeignet. An den Straßen gibt es keine ausgebauten [[Radverkehrsanlage|Radwege]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Die Versorgung mit Elektroenergie erfolgte ab 1923 über eine [[Mittelspannung]]sleitung, die später direkt an das [[Kraftwerk Vockerode]] angebunden wurde. Erst 1940 wurde der Ortsteil Schönitz angeschlossen. 2025 wurden die Freileitungen der Mittelspannungsleitung durch einen Kabelanschluss ersetzt und zurückgebaut.&amp;lt;br /&amp;gt;Inzwischen speisen auch einige private [[Photovoltaik]]anlagen in das Ortsnetz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wasserversorgung]] und [[Abwasserbehandlung]] werden vom [[Wasserzweckverband]] Oranienbaum wahrgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wzv-oranienbaum.de/Historie.html |titel=Die Chronik des Wasserzweckverbandes |werk=wzv-oranienbaum.de |abruf=2014-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei [[Pipeline (Transport)|Ferngasleitungen]] durchqueren das Gemeindegebiet im Osten. Die Gemeinde selbst ist aber nicht an die Gasversorgung angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Ein [[Kabelfernsehen|Kabelnetz für den Fernsehempfang]] existiert nicht. Die Haushalte empfangen im Regelfall die Fernsehprogramme über [[Satellitenfernsehen|Satellit]] und die Radioprogramme über [[Antennentechnik|Antenne]]. Die Sendeanlagen befinden sich in der Nähe von [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] auf dem [[Gallunberg]]. Als Tageszeitung wird von der Mehrzahl der Haushalte die [[Mitteldeutsche Zeitung]] (Regionalausgabe [[Gräfenhainichen]] oder [[Dessau]]) bezogen. Die kostenlosen Anzeigenblätter &amp;#039;&amp;#039;Wochenspiegel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Super Sonntag&amp;#039;&amp;#039; erscheinen wöchentlich. Die jetzige Telefoninfrastruktur wurde 1995 geschaffen. Alle Haushalte wurden über [[Erdkabel]] angeschlossen. Erst Mitte der 1970er-Jahre waren die bis dahin existierenden [[Freileitung]]en mit 15 Telefonleitungspaaren (für Riesigk, Gohrau und Rehsen) durch Erdkabel von Wörlitz nach Riesigk und anschließende frei hängende Kabel ersetzt worden. Im Jahre 2020 wurde das Basisnetz bis zu den Knotenpunkten durch ein neues [[FTTC]] [[Glasfaser]]netz ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik ==&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Zahlen geben die Gesamtzahl der Einwohner der drei Ortsteile an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 1548&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Riesigk: 1 Schulze, 7 [[Hufner|Hüfner]], 8 [[Kötter|Kossaten]]&lt;br /&gt;
* Schönitz: 8 Hüfner, 2 Kossaten&lt;br /&gt;
* Rotehof: existiert noch nicht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 1787&lt;br /&gt;
| 202 (ohne Rotehof)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 1818&lt;br /&gt;
| 356&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 1871&lt;br /&gt;
| 325 (Rotehof 1867)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 1905&lt;br /&gt;
| 347 (Rotehof 1867)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 1970&lt;br /&gt;
| 324&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 1980&lt;br /&gt;
| 308&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 1990&lt;br /&gt;
| 293&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 2000&lt;br /&gt;
| 228&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 2010&lt;br /&gt;
| 203&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;2020&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;170&amp;#039;&amp;#039; Prognose des Statistischen Landesamtes mit weiter sinkender Tendenz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;2025&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;153&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
ab 1990 Statistisches Landesamt, Stand zum 31. Dezember&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Gottfried August Seelmann]] (1806–1885), Musiker und Komponist&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.musikland-sachsenanhalt.de/beitraege/seelmann-gottfried-august-1806-1885/ |titel=G. A. Seelmann |abruf=2025-11-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Th. Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Das Gartenreich Dessau-Wörlitz&amp;#039;&amp;#039;. L&amp;amp;H Verlag, 1998, ISBN 3-928119-42-7.&lt;br /&gt;
* R. Alex: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Gärten in Wörlitz&amp;#039;&amp;#039;. Seemann-Verlag, 1988, ISBN 3-363-00366-8.&lt;br /&gt;
* Evangel. Landeskirche Anhalt: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen im Dessau-Wörlitzer Gartenreich.&amp;#039;&amp;#039; Anhalt Edition, 2000, ISBN 3-910192-63-7.&lt;br /&gt;
* G. Piltz: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen-Anhalt&amp;#039;&amp;#039;. Urania-Verlag, 1992, ISBN 3-332-00486-7.&lt;br /&gt;
* G. Piltz: &amp;#039;&amp;#039;Kunstführer durch die DDR&amp;#039;&amp;#039;. Urania-Verlag, 1976, {{DNB|200721887}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;2VO-LSA-1950&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Hrsg=Landesregierung Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
 |Titel=Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161)&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
 |Nummer=18&lt;br /&gt;
 |Ort=Halle (Saale)&lt;br /&gt;
 |Datum=1950-08-05&lt;br /&gt;
 |Seiten=274&lt;br /&gt;
 |Online=[[commons:File:Gesetz- und Amtsblatt Land Sachsen-Anhalt-1950-Nr.18.pdf|PDF]]&lt;br /&gt;
 |ZDB=511105-5}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oranienbaum-woerlitz.de/Aktuelles-Ortsteile/Ortsteile/Riesigk?&amp;amp;La=1 Riesigk auf oranienbaum-woerlitz.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.royaltyguide.nl/countries/germany/R/riesigk/riesigk.htm royaltyguide.nl Riesigk mit Fotos zur Kirche]&lt;br /&gt;
* [https://www.landeskirche-anhalts.de/projekte/kirchen-im-gartenreich/evangelische-kirche-riesigk Landeskirche Anhalt]&lt;br /&gt;
* [http://www.schoenitz.eu/schoenitz_dorf.html Schönitz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Oranienbaum-Wörlitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4722295-5|VIAF=239212174}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Oranienbaum-Wörlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1200]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2011]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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