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	<title>Riesenresonanz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T04:51:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Riesenresonanz&amp;diff=680787&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wassermaus: Zusätzliche Leerzeile weg</title>
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		<updated>2025-11-10T00:41:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zusätzliche Leerzeile weg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riesenresonanzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind angeregte Zustände von [[Atomkern]]en, an denen ein großer Anteil der [[Nukleon]]en des Kerns beteiligt sind. Man kann sie interpretieren als kollektive [[Schwingung]]en von Nukleonen, ähnlich der Vibration eines Flüssigkeitstropfens, wobei bei in vielen Fällen die Protonen und die Neutronen und/oder die beiden unterschiedlichen [[Spin]]richtungen jeweils als separate Flüssigkeiten aufgefasst werden können. Der Name stammt von den relativ großen [[Wirkungsquerschnitt]]en, die in den sie anregenden [[Streuexperiment]]en beobachtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung sind elektrische Dipol-Riesenresonanzen, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{EnS|Giant Dipole Resonance (GDR)}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. L. Berman, S. C. Fultz |Titel=Measurements of the giant dipole resonance with monoenergetic photons |Sammelwerk=Reviews of Modern Physics |Band=47 |Nummer=3 |Datum=1975-07-01 |Sprache=en |DOI=10.1103/RevModPhys.47.713 |Seiten=713–761 |Online=https://journals.aps.org/rmp/abstract/10.1103/RevModPhys.47.713 |Abruf=2025-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riesenresonanzen können z.&amp;amp;nbsp;B. durch Anregung des Kerns mit [[Photon]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;Unterhalb der Neutronenschwelle (Ablöseenergie für Neutronen) wurde die GDR mit Kern-Resonanzfluoreszenz und mit Bremsstrahlung aus Beschleunigern untersucht&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Elektron]]en oder [[Schwerion]]en entstehen und zerfallen durch [[Nukleon]]en-/Kernemission (Photon, Neutron, α-Teilchen, …). Die GDR zeigt sich in den [[Anregungsenergie]]n schwerer Kerne oberhalb der Ablösungsenergie eines Nukleons bei etwa 8&amp;amp;nbsp;M[[Elektronenvolt|eV]] und variiert mit der dritten Wurzel der [[Massenzahl]]&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;, was im Modell von Jensen und Steinwedel auch vorhergesagt wurde. Bei schweren Kernen mit Massenzahlen über&amp;amp;nbsp;60 ist die Breite der Resonanz typisch einige&amp;amp;nbsp;MeV; bei leichten Kernen spaltet sich die Resonanz typischerweise in mehrere [[Peak]]s auf. Bei deformierten Kernen gibt es typischerweise zwei Peaks, je nach Schwingung längs der [[Symmetrieachse]] oder senkrecht dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elektrische [[Dipol (Physik)|Dipol]]-Riesenresonanz wurde 1947 von G.&amp;amp;nbsp;C.&amp;amp;nbsp;Baldwin und G.&amp;amp;nbsp;S.&amp;amp;nbsp;Klaiber&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. C. Baldwin, G. S. Klaiber |Titel=Photo-Fission in Heavy Elements |Sammelwerk=Physical Review |Band=71 |Nummer=1 |Datum=1947-01-01 |Sprache=en |DOI=10.1103/PhysRev.71.3 |Seiten=3–10 |Online=https://journals.aps.org/pr/abstract/10.1103/PhysRev.71.3 |Abruf=2025-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der Untersuchung der [[Photodesintegration]] und später bei (&amp;lt;math&amp;gt;\gamma&amp;lt;/math&amp;gt;, n)-Reaktionen an [[Uran]]-Kernen entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Kernphotoeffekt fanden sich Hinweise schon von [[Walther Bothe]] und [[Wolfgang Gentner]]. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Physik&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;71, 1936, S.&amp;amp;nbsp;236. Die genauere Untersuchung durch Baldwin und Klaiber gelang mittels energiereicher Photonen in der [[Bremsstrahlung]] aus einem [[Betatron]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung als kollektive Schwingungsmoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem einfachen [[makroskopisch]]en Bild, das von [[Maurice Goldhaber]] und [[Edward Teller]] stammt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Goldhaber, E. Teller |Titel=On Nuclear Dipole Vibrations |Sammelwerk=Physical Review |Band=74 |Nummer=9 |Datum=1948-11-01 |Sprache=en |DOI=10.1103/PhysRev.74.1046 |Seiten=1046–1049 |Online=https://journals.aps.org/pr/abstract/10.1103/PhysRev.74.1046 |Abruf=2025-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die GDR-Riesenresonanz als kollektive Schwingung der [[Proton]]en gegen die [[Neutron]]en beschrieben. 1950 wurde sie von Helmut Steinwedel und [[J. Hans D. Jensen]] durch ein Zweiflüssigkeitsmodell (Protonen- und Neutronen-Flüssigkeit) beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Steinwedel, J. Hans D. Jensen, Peter Jensen |Titel=Nuclear Dipole Vibrations |Sammelwerk=Physical Review |Band=79 |Nummer=6 |Datum=1950-09-15 |Sprache=en |ISSN=0031-899X |DOI=10.1103/PhysRev.79.1019 |Seiten=1019–1019 |Online=https://journals.aps.org/pr/abstract/10.1103/PhysRev.79.1019 |Abruf=2025-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die mikroskopische Deutung sieht in Riesenresonanzen eine [[Kohärenz (Physik)|kohärente]] Anregung von Einteilchen-Einloch-Übergängen im [[Schalenmodell (Kernphysik)|Schalenmodell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die makroskopischen Schwingungen lassen sich unterscheiden nach&lt;br /&gt;
* Multipolarität: Man kann die Resonanzen nach [[Drehimpuls]]-[[Eigenzustand|Eigenzuständen]] [[Reihenentwicklung|entwickeln]] und spricht dann von Monopol- (GMR; 1977 entdeckt), Dipol- (GDR), [[Quadrupol]]- (GQR; 1972 entdeckt) oder allgemein [[Multipol]]-Riesenresonanzen.&lt;br /&gt;
** Monopolschwingungen entsprechen einer radialen Oszillation, quasi einem periodischen Aufblähen und Zusammenziehen des Kerns.&lt;br /&gt;
** Dipolschwingungen entsprechen einer Hin-und-Her-Bewegung.&lt;br /&gt;
** Quadrupolschwingungen entsprechen einer periodisch wechselnden „horizontalen“ und „vertikalen“ Verformung.&lt;br /&gt;
* Isospin: Der Anteil, den Neutronen und Protonen an der Schwingung haben, drückt sich im [[Isospin]]-Charakter aus.&lt;br /&gt;
** Als „isoskalar“ (&amp;lt;math&amp;gt;\Delta T=0&amp;lt;/math&amp;gt;) bezeichnet man Schwingungen, bei denen die Gesamtheit der Protonen und der Neutronen gleichphasig (miteinander) schwingen.&lt;br /&gt;
** Als „isovektoriell“ (&amp;lt;math&amp;gt;\Delta T=1&amp;lt;/math&amp;gt;) bezeichnet man Schwingungen, bei denen die Gesamtheit der Protonen und der Neutronen gegenphasig (gegeneinander) schwingen. Die GDR hat Isovektor-Charakter.&lt;br /&gt;
* Spin: &lt;br /&gt;
** Als „elektrisch“ (&amp;lt;math&amp;gt;\Delta S=0&amp;lt;/math&amp;gt;) bezeichnet man Schwingungen, bei denen Nukleonen beider Spinzustände („Spin up“ und „Spin down“) gleichphasig schwingen&lt;br /&gt;
** Als „magnetisch“ (&amp;lt;math&amp;gt;\Delta S=1&amp;lt;/math&amp;gt;) bezeichnet man Schwingungen, bei denen die Nukleonen mit „Spin up“ und die Nukleonen mit „Spin down“ gegenphasig schwingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elektrische Dipolresonanzen sind nur als isovektorielle Schwingungen möglich. Im Falle einer isoskalaren Schwingung würden alle Nukleonen gemeinsam hin und her schwingen, was nicht geht, weil der Schwerpunkt stationär bleiben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei deformierten Kerne kann als weitere Schwingungsform die [[Scherenmode]] auftreten, wenn die beiden elliptisch verformten „Tropfen“ aus Protonen und Neutronen sich wie eine Schere gegeneinander bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischerweise schöpfen die Riesenresonanzen die [[Summenregel]]n für die jeweiligen (elektrischen/magnetischen) Multipolübergänge aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der GDR-Riesenresonanz rückte ab den 1990er Jahren auch ein kleinerer Resonanzpeak in neutronenreichen Kernen, die [[Pygmy-Resonanz]] (PDR), in die Aufmerksamkeit der Forschung, der sich deutlich vom „Schwanz“ der Riesenresonanz abhob.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Angeregter Zustand]]---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theo Mayer-Kuckuk]]: &amp;#039;&amp;#039;Kernphysik.&amp;#039;&amp;#039; 6. Aufl. Teubner, 1994, ISBN 3-519-03223-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kernphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wassermaus</name></author>
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