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	<title>Rieneck - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rieneck&amp;diff=77220&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-25940-65: Jan Wiesenfelder ist ab 01.05.2026 Erster Bürgermeister der Stadt Rieneck</title>
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		<updated>2026-04-28T06:47:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jan Wiesenfelder ist ab 01.05.2026 Erster Bürgermeister der Stadt Rieneck&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Stadt Rieneck; zu anderen Bedeutungen siehe [[Rieneck (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Rieneck COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 50/5/35/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 9/38/53/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Rieneck in MSP.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Unterfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Main-Spessart&lt;br /&gt;
|Höhe              = 183&lt;br /&gt;
|PLZ               = 97794&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09354&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09677177&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE RIK&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 2 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Schulgasse 4&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.rieneck.de/ www.rieneck.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Jan Wiesenfelder&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = Parteilos&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rieneck Altstadt.JPG|mini|hochkant=1.3|Ortszentrum mit Rathaus, Schindelhaus auf Säulen und klassizistischer Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick über Rieneck.JPG|mini|hochkant=1.3|Ein Blick über Rieneck. Im Zentrum die [[St. Johannes der Täufer (Rieneck)|kath. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rieneck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Stadt]] im [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Main-Spessart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Der Ort liegt in der Region Würzburg zwischen den südlichen Ausläufern der [[Rhön]] und der Ostseite des [[Spessart]]s am Unterlauf der [[Sinn (Fluss)|Sinn]]. Der [[Gelände|topographisch]] höchste Punkt der Stadt[[gemarkung]] befindet sich im Spessart mit {{Höhe|448|DE-NHN}} {{Coordinate|type=landmark|text=(Lage)|NS=50.08929|EW=9.58146|region=DE-BY|name=Höchster Punkt der Stadt Rieneck}}, in der Nähe des ehemaligen [[Kloster Einsiedel|Klosters Einsiedel]], der niedrigste liegt an der Sinn auf {{Höhe|164|DE-NHN}} {{Coordinate|type=landmark|text=(Lage)|NS=50.09038|EW=9.66686|region=DE-BY|name=Niedrigster Punkt der Stadt Rieneck}}. Durch Rieneck verläuft der [[Fränkischer Marienweg|Fränkische Marienweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Es gibt nur die [[Gemarkung]] Rieneck&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ldbv.bayern.de/service/publikationen/arbeitshilfen.html |titel=Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis |hrsg=Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung |werk=ldbv.bayern.de |datum=2025-04-17 |abruf=2026-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und zwei [[Gemeindeteil]]e: den Hauptort Rieneck und [[Dürrhof (Rieneck)|Dürrhof]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank|objekt=Gemeinde Rieneck|val=1742|abruf=2021-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=69664429482 |objekt=Stadt Rieneck |abruf=2021-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemarkung hat eine Fläche von 26,171&amp;amp;nbsp;km². Sie ist in 4861 [[Flurstück]]e aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5383,90&amp;amp;nbsp;m² haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/090510 |titel= Gemarkung Rieneck (090510) |werk=geoindex.io |hrsg=Geoindex Aktiengesellschaft |abruf=2026-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://v.bayern.de/hdmgZ |titel=Webkarte |titelerg= [[Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem|ALKIS®]]-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen |werk=[[BayernAtlas]] |hrsg=[[Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern|LDBV]] |abruf=2026-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
| NORD = Markt&amp;lt;br /&amp;gt;[[Burgsinn]]&lt;br /&gt;
| WEST = [[Herrnwald]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Gemeindefreies Gebiet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| OST = Gemeinde [[Gräfendorf]]&lt;br /&gt;
| SUEDWEST = [[Ruppertshüttener Forst]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Gemeindefreies Gebiet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| SUED = [[Langenprozeltener Forst]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Gemeindefreies Gebiet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| SUEDOST = Stadt&amp;lt;br /&amp;gt;[[Gemünden am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes Rieneck stammt aus dem Jahr 790. 1168 erhielt Graf Ludwig von [[Rieneck (Adelsgeschlecht)|Rieneck]] die [[Grafschaft Rieneck]] im [[Spessart]] – einschließlich des Ortes Rieneck – als [[Lehenswesen|Lehen]] von [[Kurmainz]]. Seinen jetzigen Namen erhielt der Ort von den Grafen von Rieneck, die in der [[Burg Rieneck]] über dem Ort eine ihrer Residenzen hatten und den Namen „Rieneck“ von einem ausgestorbenen Geschlecht aus dem [[Mittelrhein]]ischen übernommen hatten. Im Gefolge der Grafen findet sich das [[Ministeriale]]ngeschlecht der [[Voit von Rieneck]], die später selbst eine lokale Bedeutung erlangten. Laut dem BLfD, ist die [[Burg]] Rieneck eine langgestreckte Höhenburg mit zwei Bergfrieden ab ca. 1170 errichtet (D-6-77-177-2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1188 wird ein „castrum (deutsch: Burg) Rienecke“ in einem Vertrag zwischen Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. Barbarossa]] und König [[Alfons VIII.|Alfons VIII. von Kastilien]], in dem die Ehe zwischen Friedrichs Sohn [[Konrad II. (Schwaben)|Konrad]] und Alfons Tochter [[Berenguela von Kastilien|Berengaria]] vereinbart wurde, erwähnt. Die [[Burg Rieneck]]&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Wanner: &amp;#039;&amp;#039;Der staufisch-kastilische Ehepakt des Jahres 1188. Erkenntnisse aus Anlass einiger &amp;quot;kleiner&amp;quot; Stadtteils- und Gemeindejubiläen 2013&amp;#039;&amp;#039;. In: Christhard Schrenk/Peter Wanner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;heilbronnica 6. Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Heilbronn 2016, S. 453–460, hier: S. 458–459. [https://stadtarchiv.heilbronn.de/fileadmin/daten/stadtarchiv/online-publikationen/heilbronnica6/online-publikationen-31-qf22-13-wanner-ehepakt-1188.pdf PDF] 366 kB.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehörte mit weiteren 29 staufischen Gütern zur [[Morgengabe]] der Braut. Allerdings wurde diese Ehe niemals in die Praxis umgesetzt. Die Siedlung wurde am 7. Juni 1311 als „Oppidum“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang an Mainz und Hanau ===&lt;br /&gt;
Zum Übergang der Stadt in ein zwischen [[Kurmainz]] ({{Bruch|3|4}}) und [[Hanau (Adelsgeschlecht)|Hanau]] ({{Bruch|1|4}}) gemeinsames [[Kondominat]] gibt es in der Literatur zwei unterschiedliche Darstellungen:&lt;br /&gt;
# Als die Linie Rieneck-Rothenfels 1333 erlosch, erbte [[Ulrich II. (Hanau)|Ulrich II.]] von [[Hanau (Adelsgeschlecht)|Hanau]] über seine Mutter, [[Elisabeth von Rieneck]]-Rothenfels, auch {{Bruch|1|4}} von Stadt und Burg Rieneck&amp;lt;ref&amp;gt;Uta Löwenstein: &amp;#039;&amp;#039;Grafschaft Hanau.&amp;#039;&amp;#039; In: Ritter, Grafen und Fürsten – weltliche Herrschaften im hessischen Raum ca. 900–1806 = Handbuch der hessischen Geschichte 3 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 63. Marburg 2014. ISBN 978-3-942225-17-5, S. 196–230 (208).&amp;lt;/ref&amp;gt;, den Rest behielt Kurmainz selbst.&lt;br /&gt;
# Das Haus Rieneck starb mit Graf Philipp III. von Rieneck am 3. September 1559 aus. Er hatte eng mit [[Philipp III. (Hanau-Münzenberg)|Philipp III.]] von [[Grafschaft Hanau-Münzenberg|Hanau-Münzenberg]] zusammengearbeitet. Als absehbar war, dass Graf Philipp III. von Rieneck ohne männliche Erben sterben würde, vereinbarten die beiden, den Hanauer Grafen als Erben einzusetzen. Durch einen Formfehler scheiterte das Projekt aber. (Einzelheiten siehe [[Philipp III. (Hanau-Münzenberg)#Rienecker Erbschaft|hier]].) Es kam zu einem Streit zwischen Kurmainz und Hanau über das Erbe. Dieser wurde schließlich dahingehend gelöst, dass ein [[Kondominat]] gebildet wurde, das zu {{Bruch|3|4}} Kurmainz und zu {{Bruch|1|4}} Hanau-Münzenberg zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
{{Quelle}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rieneck town view.JPG|mini|hochkant=1.4|links|Blick über Stadt und Burg Rieneck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mainzer Anteil wurde 1673 den Grafen von [[Nostitz (Adelsgeschlecht)|Nostitz]] verkauft, die ihn wiederum 1803 an die Grafen [[Colloredo (Adelsgeschlecht)|Colloredo Mansfeld]] weiter veräußerten. 1806 wurde Rieneck dann [[Mediatisierung|mediatisiert]] und dem [[Fürstentum Aschaffenburg]] zugeschlagen. Mit ihm fiel es an das [[Großherzogtum Frankfurt]], wo es in der Districtsmairie Rieneck des Departements Aschaffenburg lag. 1812 hatte die Mairie Rieneck mit zwei Höfen und einer Ziegelhütte 216 Feuerstellen und 1200 Seelen (Einwohner). Maire war Philipp Casimir, Bürgermeister Joseph Michael Marx. Leonhard Hartmann war sowohl Zivilstandsbeamter als auch Bezirkschirurg. Der Stadtwachtmeister hieß Johann Muthig. Am 26. Juni 1814 kam Rieneck infolge des Vertrags von Paris vom 3. Juni 1814 mit dem Departement Aschaffenburg des Großherzogtums Frankfurt an das [[Königreich Bayern]], wo es dem am 1. Oktober 1814 gegründeten [[Landgericht Lohr|Landgericht zweiter Klasse Lohr]] zugeteilt wurde. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem [[Gemeindeedikt von 1818]] die Stadtgemeinde Rieneck. Durch die allerhöchsten Entschließungen vom 30. Juni 1828 und vom 8. und 14. Januar 1829 kam Rieneck zum [[Landgericht Gemünden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1862 wurde aus den Landgerichten älterer Ordnung Orb und Gemünden das [[Bezirksamt Gemünden am Main]] gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Rieneck lag. 1872 wurde das Bezirksamt Gemünden ins [[Bezirksamt Lohr am Main]] eingegliedert. Erst 1902 wurde das Bezirksamt Gemünden wieder neu gebildet. 1939 wurde wie überall im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Rieneck war dann eine der 27 Gemeinden im [[Landkreis Gemünden am Main]]. Mit der Auflösung des Landkreises Gemünden am Main kam Rieneck am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Mittelmain, der zehn Monate später seinen endgültigen Namen [[Landkreis Main-Spessart]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. März 1945 wurden in Rieneck fünf sowjetische, der Plünderung beschuldigte Kriegsgefangene ohne ordentliches Gerichtsverfahren auf Befehl des Würzburger SA-Brigade- und Volkssturmführers Hans Olpp (~1898–1985) durch fünf Mitglieder der Rienecker [[Hitlerjugend]] erschossen. Die Hitlerjungen gaben die Erschießung bei einem Verhör 1947 zu, mussten aber auf Grund ihrer zum Tatzeitpunkt bestehenden Minderjährigkeit keine Haftstrafe antreten. Olpp wurde 1950 wegen Totschlag zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren verurteilt&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;LG Würzburg, 23. August 1950&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. VII, bearbeitet von Adelheid L Rüter-Ehlermann, H. H. Fuchs und [[C. F. Rüter]]. Amsterdam : University Press, 1971, Nr. 232, S. 269–273 {{Webarchiv|url=http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd232.htm |wayback=20160228172121 |text=Archivierte Kopie  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, musste aber lediglich ein Jahr im Zuchthaus verbringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Fillies, Björn Kohlhepp: [https://www.mainpost.de/regional/franken/fuenf-verdraengte-morde-von-rieneck-art-8472163 &amp;#039;&amp;#039;RIENECK: Fünf verdrängte Morde von Rieneck.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Main-Post]], 7. Dezember 2014, aktualisiert am 13. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aufstellung einer gestifteten Gedenktafel stimmte der Stadtrat erst nach einer dritten Beratung am 12. Januar 2015 zu&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Fillies: [https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/rienecker-gedenktafel-halbherzig-beschlossen-art-8520939 &amp;#039;&amp;#039;RIENECK: Rienecker Gedenktafel halbherzig beschlossen.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Main-Post]], 13. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Aufstellung erfolgt am 29. März 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;Farsin Behnam: {{Webarchiv | url=http://www.br.de/radio/bayern2/politik/nahaufnahme/gedenktafel-in-rieneck-108.html | wayback=20150402150347 | text=&amp;#039;&amp;#039;Schwieriges Gedenken: Der Streit um die Gedenktafel in Rieneck&amp;#039;&amp;#039;}}, Beitrag in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Nahaufnahme&amp;#039;&amp;#039; im Programm [[Bayern 2]] des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] vom 27. März 2015 ({{Webarchiv|url=http://cdn-storage.br.de/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-bP/_-ZS/52Fc52kG/05cbe329-508c-41dd-a82d-24bbedd92b9d_2.mp3 |wayback=20150402121242 |text=mp3   }}, etwa 24&amp;amp;nbsp;MB, 27 Minuten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 2068 auf 1959 um 109 Einwohner bzw. um 5,3 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr || 1970 || 1987 || 1991 || 1995 || 2000 || 2005 || 2010 || 2015&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 2315 || 2096 || 2155 || 2133 || 2127 || 2113 || 2022 || 1987&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Rieneck ist Sitz einer 1411 errichteten [[Pfarrei]]. Da es im Einflussbereich des Kurfürstentums Mainz lag, konnte die [[Reformation]] hier nicht Fuß fassen. Die Einwohner sind deshalb heute noch überwiegend [[römisch-katholisch]]. Die römisch-katholische Kirchengemeinde steht unter dem [[Patrozinium]] [[Johannes der Täufer|Johannes des Täufers]]. Die [[Klassizismus|klassizistische]] Pfarrkirche wurde 1812 vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[evangelisch]]e Kirchengemeinde gehört zu der von [[Burgsinn]]. Evangelische Gottesdienste finden regelmäßig in der Kapelle der Burg Rieneck statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Mittelalter sollen Juden in Rieneck ansässig gewesen sein. Über ihre Organisation ist nichts bekannt, jedoch sollen sie 1298 von der [[Rintfleisch-Pogrom|Rintfleisch-Verfolgung]] betroffen gewesen sein. Danach finden sich erst Mitte des 17. Jahrhunderts wieder jüdische Namen in den Unterlagen, eine [[jüdische Gemeinde]] soll ab 1699 bestanden haben. Seit dem 18. Jahrhundert ist eine Judengasse bekannt, in der sich die [[Mikwe]] befunden haben soll. 1837 waren 96 Einwohner und damit 6,2 % der 1596 Ortsbewohner jüdischen Glaubens, danach sank ihre Zahl bis auf 13 Personen, die nach dem [[Novemberpogrom 1938]] am 10. März 1939 ihre Wohnungen verlassen und nach Frankfurt am Main umziehen mussten. Eine Synagoge hat möglicherweise seit dem 17. Jahrhundert bestanden, auf einem Toraschrein fand sich die Jahreszahl 1748, in einem Spendenaufruf zur Renovierung des Gebäudes in einer Anzeige aus dem Jahre 1932 wird ein Baujahr 1699 genannt. Eine erneute Renovierung anlässlich der am 30. Juni 1937 erfolgten Beschädigungen konnte die aus weniger als 20 Mitgliedern bestehende Gemeinde nur mit Unterstützung des [[Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden|Verbandes der bayerischen israelitischen Gemeinde]] finanzieren. Bei dem Pogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge vollständig zerstört und lediglich die Grundmauern blieben erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur [https://www.alemannia-judaica.de/rieneck_synagoge.htm jüdischen Gemeinde Rieneck] nach alemannia-judaica.de, Stand: 18. Januar 2015, eingesehen am 1. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinter dem Haus &amp;#039;&amp;#039;Schloßberg 10&amp;#039;&amp;#039; am Kriegerdenkmal, wo sich die Synagoge zuletzt in einem Hinterhof befand, erinnert eine Gedenktafel an die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bewohner in der [[Holocaust|Shoa]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
Der Stadtrat hat inklusive des Bürgermeisters 15 Mitglieder. Er setzt sich seit der [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Kommunalwahl vom 15. März 2020]] wie folgt zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/ |wayback=20190328215008 |text=Bayerisches Landesamt für Statistik |archiv-bot=2024-04-26 15:42:59 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%; background:#E3E3E3; border-spacing:1px; white-space:nowrap;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#AACCEE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Partei / Liste || Sitze || Stimmenanteil&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Freie Bürger || 5 ||32,21 %&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Allianz für Rieneck || 4 || 31,98 %&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Rienecker Junge Wähler Union || 3 || 23,28 %&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFFFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Bürger-Forum || 2 || 12,53 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]] ist seit dem 1. Mai 2020 Sven Nickel (Freie Bürger). Er setzte sich in der Stichwahl gegen Hubert Nickel (Allianz für Rieneck) mit 63,23 % der gültigen Stimmen durch. Amtsinhaber Wolfgang Küber (Rienecker Junge Wähler Union) verfehlte die Stichwahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Zeitraum&lt;br /&gt;
!1. Bürgermeister&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1986 bis 2003||Walter Höfling&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2003 bis 6. Juni 2006||Waldemar Horn (†)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. Oktober 2006–30. April 2020||Wolfgang Küber&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|seit 1. Mai 2020&lt;br /&gt;
|Sven Nickel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen der Gemeinde Rieneck &lt;br /&gt;
|Blasonierung   = [[Vierung (Heraldik)|Geviert]] mit [[Mainzer Rad|sechsspeichigem silbernen Rad]] in der Schildmitte; 1 und 4: fünfmal [[Sparren (Heraldik)|sparrenförmig]] geteilt von Gold und Rot, 2 und 3: neunmal geteilt von Gold und Rot.&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     =&lt;br /&gt;
|Zusatz         =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rieneck Castle2.jpg|mini|Burg Rieneck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rieneck ist von einer reizvollen Naturlandschaft mit [[Mischwald|Laubmischwäldern]] ([[Eichen|Spessarteiche]]) umgeben. Die weitläufige [[Sinn (Fluss)|Sinntalaue]], die Ende der 1990er Jahre zum [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] erklärt wurde, bietet seltenen Tieren, wie dem [[Biber]], und geschützten Pflanzen, wie der [[Schachblume]], eine Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Burg Rieneck]]&lt;br /&gt;
* Am historischen Rathaus in [[Fachwerk]] mit Erker aus dem 15./16. Jahrhundert ist ein Halseisen-[[Pranger]] angebracht mit der erläuternden Inschrift, das sei „der letzte Rest des [[Centgericht]]s Rieneck, welches zum ‚höchsten Gebott‘, zur Todesstrafe, verurteilen konnte.“&lt;br /&gt;
* Gegenüber steht ein asymmetrisch gebautes Haus mit grauen Schindeln und einem ungewöhnlichen Vorbau auf Holzsäulen.&lt;br /&gt;
* Zusammen mit der [[St. Johannes der Täufer (Rieneck)|Kirche St. Johannes]] bilden diese beiden Gebäude das Kernstück der Altstadt.&lt;br /&gt;
* Am zentralen Parkplatz an der Hauptstraße steht ein vom historischen Rathaus stammender Brunnentrog (um 1600), der einst als Weinmaß diente (so genannter „Rienecker Eimer“); der Weinbau rund um Rieneck ist heute aufgegeben.&lt;br /&gt;
* Der Rieneck’sche &amp;#039;&amp;#039;Moshenhof&amp;#039;&amp;#039;, einst Residenz des Dietmar von Rieneck und ab 1580 Kurmainzer [[Kellerei (Amtsbereich)|Amtskellerei]], wurde 1960 abgerissen. Nur ein Gedenkstein erinnert noch an seine Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau- und Bodendenkmäler ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Rieneck|Liste der Bodendenkmäler in Rieneck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2020 rund 1.525.000 Euro, davon waren umgerechnet 321.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wirtschaftliche Potenzial Rienecks liegt in der [[Forstwirtschaft]] (über 2000 ha Waldfläche) und im [[Fremdenverkehr]] (34.700 Übernachtungen im Jahr 2019). Die lokale [[Wirtschaftsstruktur]] besteht überwiegend aus [[Produzierendes Gewerbe|produzierendem Gewerbe]], [[Handel]] und [[Dienstleistung]]en. Der größere Teil der Erwerbstätigen Rienecks pendelt in die nahegelegenen Regionalzentren [[Lohr am Main]] ([[Bosch Rexroth]] AG), [[Karlstadt]] und [[Würzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Rieneck besitzt einen [[Haltepunkt]] an der [[Bahnstrecke Flieden–Gemünden]] und ist in den [[ÖPNV]] des Landkreises mit dem [[Omnibus|Bus]] eingebunden. Bei der [[Abzweigstelle]] Rieneck-Sinnberg besteht eine Verbindung zwischen der Bahnstrecke Flieden–Gemünden und der [[Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg]]. Die Entfernung zum nächsten [[Intercity-Express|ICE]]-Haltepunkt beträgt 50&amp;amp;nbsp;km ([[Würzburg Hauptbahnhof]]); zum nächstgelegenen Flughafen, dem [[Flughafen Frankfurt Main]] sind es 100&amp;amp;nbsp;km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziales ==&lt;br /&gt;
Am Rande von Rieneck, aber bereits auf der Gemarkung von [[Gemünden am Main]], liegt der Gemeindeteil Hohenroth. Hier hat sich 1978 die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth niedergelassen (Siehe dazu [[Gemünden am Main#Soziales und Bildung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Kempf]] (1864–1943), Architekt und Fachschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Josef Loth]] (1896–1970), hessischer Politiker&lt;br /&gt;
* [[Anton Schnack]] (1892–1973), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Schnack]] (1888–1977), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Joseph Friedrich Treppner]] (1799–1860), Bürgermeister der Stadt Würzburg&lt;br /&gt;
* [[Manfred Wirth (Mediziner)|Manfred Wirth]] (1949–2024), Urologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Elzenbeck: &amp;#039;&amp;#039;Rieneck. Aufzeichnungen zur Geschichte der Stadt, ihrer Pfarrei und der Burg.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. G. H. Hofmann, Gemünden am Main 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rieneck.de/ Stadt Rieneck]&lt;br /&gt;
* [http://www.hoeckmann.de/deutschland/regionen/rieneck.htm Geschichte der Grafschaft Rieneck]&lt;br /&gt;
* [http://rieneck.mfreitag.de/ Private Homepage über Rieneck (Geschichte, Bilder, Links)]&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|13|823}}&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|9677177}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Main-Spessart}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4050003-2|VIAF=238353060}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Main-Spessart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 790]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1818]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rieneck| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemarkung im Landkreis Main-Spessart]]&lt;/div&gt;</summary>
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