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	<title>Riedöschinger Travertin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T21:59:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ried%C3%B6schinger_Travertin&amp;diff=1794772&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boonekamp: Sichtungskorrektur</title>
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		<updated>2025-12-17T09:19:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sichtungskorrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärungshinweis|Eine Beschreibung des Bergs in den Lechtaler Alpen befindet sich unter [[Roter Stein (Lechtaler Alpen)]]}}&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Riedöschinger Travertin.jpg|mini|Riedöschinger [[Travertin]] mit seiner typischen rötlichen Verfärbung.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Picture Red Stone Riedöschingen Germany.jpg|mini|Gesamtansicht des Roten Steins]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Riedöschinger Travertin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch teilweise als &amp;#039;&amp;#039;Roter Stein&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, stellt ein [[Travertin]]kalkvorkommen in einem aufgeschlossenen Steinbruch nahe der Ortschaft [[Riedöschingen]] ([[Schwarzwald-Baar-Kreis]], [[Baden-Württemberg]], [[Deutschland]]) auf Gemeindegebiet der Stadt [[Blumberg]] auf rund 780 Meter über Meer dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Travertin als Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Travertine ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;lapis tiburtinus&amp;#039;&amp;#039;) weisen eine Reihe von speziellen Merkmalen (z.&amp;amp;nbsp;B. genetische Besonderheiten) auf, welche diesem Gestein neben den [[Kalktuff]]en, Seekalken und [[Sinter]]n eine eigene Kategorie gewähren. Die Typuslokalität des Travertins ist der Travertin von [[Tivoli (Latium)|Tivoli]] bei [[Rom]]. Seit der [[Antike]] wird der heute sogenannte [[Römischer Travertin|Römische Travertin]] als Baustein abgebaut und ist zum Beispiel auf dem [[Petersplatz]] in Rom zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleichende Faziesanalyse, Paläoökologie und paläogeographisches Umfeld tertiärer Süsswasserkarbonate auf der westlichen Schwäbischen Alb und im Hegau, Günter Schweigert, Institut für Geologie und Paläontologie, Universität Stuttgart, 1996&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Picture Red Stone Riedöschingen Germany detail.jpg|mini|Detailansicht des Riedöschinger Roten Steins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Picture Red Stone Riedöschingen Germany petrifaction.jpg|mini|Versteinerung in einem Stück Stein]]&lt;br /&gt;
Der Riedöschinger Travertin entstand, ähnlich wie einige Gesteinsformationen im [[Yellowstone-Nationalpark]], aus Heißwasserablagerungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Schweigert: &amp;#039;&amp;#039; Der Riedöschinger Travertin - eine fossile Geysir-Ablagerung im Randengebiet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg&amp;#039;&amp;#039; 154 (1998), S. 107–120&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entstehung des Riedöschinger Travertins steht vermutlich in enger Verknüpfung mit der Entstehung der Vulkane im [[Hegau]].&amp;lt;ref&amp;gt; Johannes Baier &amp;amp; Armin Scherzinger (2021): Das Vulkanfeld im Hegau. Aufschluss, 72(2): 58–69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus einer Spalte soll demnach kohlensäurehaltiges und thermales Wasser aufgestiegen sein und hat sich während seines Aufstieges durch den [[Jura (Geologie)|Jura]] mit gelöstem [[Calciumcarbonat|Kalk]] angereichert. An der Erdoberfläche angekommen, hat sich das Wasser in einer Mulde gesammelt und den Kalk danach ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsbeschreibung ==&lt;br /&gt;
Rote Travertine sind relativ selten. Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Rote Stein&amp;#039;&amp;#039; weist, je nach Einlagerung von [[Eisenoxide]]n, wechselnde rote, violette und weiße Farbtöne auf. Die rötliche Färbung lässt sich auf die im [[Grundgebirge]] enthaltenen und mitgeschwämmten Eisenoxide zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Hoffmann 1966,O. Mäuss 1965 und 1982, A. Schreiner 1965 und 1985, F. Schalch 1893&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der horizontalen Lagerung lässt sich außerdem schließen, dass sich der Rote Stein unmittelbar bei diesem ehemaligen Quellgebiet befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Geologie]] sind an diesem Travertin auch die zahlreich auftretenden [[Fossilien]] interessant. Verschiedene [[Froschlurche|Frosch]]- und [[Amphibien|Lurcharten]] hielten sich zu Zeiten der Aktivität der Quellen in diesem Gebiet auf und wurden im Laufe der Auskristallisation im entstehenden Gestein eingeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Von diesem Naturstein gibt es wenig gesicherte Verwendungsbeispiele. Er fand als Mauerstein beim Hausbau in der Umgebung von Riedöschingen und im Altarraum in der Kirche St. Martin in Riedöschingen als Stufen und Bodenbelag Verwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Werner: &amp;#039;&amp;#039;Riedöschinger Travertin&amp;#039;&amp;#039;. In:  &amp;#039;&amp;#039;Naturwerksteine aus Baden-Württemberg - Vorkommen, Beschaffung und Nutzung&amp;#039;&amp;#039;, S. 442. Hrsg. v. Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau. Rüsselsheim 2013. ISBN 978-300-041100-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steinbruch ==&lt;br /&gt;
Der Travertin-Steinbruch liegt etwa 1,3 km westlich von Riedöschingen. Die 20 Meter hohe Abbauwand der Gesteinsschicht kann im Steinbruch betrachtet und im Norden 150 Meter weit mit abnehmender [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] verfolgt werden. Die gesamte Ausdehnung dieser Gesteinsschicht ist nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Schreiner: &amp;#039;&amp;#039;Über wenig bekannte vulkanische Gebilde zwischen Baar und Hegau&amp;#039;&amp;#039;. S. 15/16. In: [https://freidok.uni-freiburg.de/data/8524 Mitteilung des Badenschen Landesverein für Naturkunde und Landesschutz e.V. Freiburg i. Brs.] Heft 1/1966&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Steinbruch ist seit 1995 nicht mehr in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsvorkommen in der Umgebung ==&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel für einen Thermalsinterkalk (Travertin) liegt nordöstlich von [[Tengen]] auf der Kappe des Wannenberges.&lt;br /&gt;
Ebenfalls auf [[Blumberg]]er Gemeindegebiet liegt der [[Blauer Stein (Blumberg)|Blaue Stein]] von Randen, ein [[Basalt]], der als westlichster Ausläufer des [[Hegau]]s gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Travertinsorten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christoph G. Koban / Günter Schweigert: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Travertinvorkommen im Vergleich: Stuttgarter Travertine (Mittel-Pleistozän) und Riedöschinger Travertin (Mittel-Miozän).&amp;#039;&amp;#039; In: Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Abhandlungen 189 (1993), 171–197&lt;br /&gt;
* Christoph G. Koban / Günter Schweigert: &amp;#039;&amp;#039;Microbial origin of travertine fabrics - two examples from Southern Germany (Pleistocene Stuttgart travertines and Miocene Riedöschingen travertine)&amp;#039;&amp;#039;. In: Facies 29 (1993), S. 251–264&lt;br /&gt;
* Günter Schweigert: &amp;#039;&amp;#039;Der Riedöschinger Travertin bei Blumberg - auch eine fossile Geysirbildung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Rosendahl]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Der Böttinger Marmor. Bunter Fels aus heißen Quellen&amp;#039;&amp;#039;, Staatsanzeiger-Verlag, Stuttgart 2003 (= Grabenstetter höhlenkundliche Hefte, 6; ISBN 3-929981-48-3), S. 44–47&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.8422|EW=8.5932|type=landmark|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- https://www.geoportal-raumordnung-bw.de/kartenviewer?zoom=18&amp;amp;lat=5300516.8439772&amp;amp;lon=3469624.225742&amp;amp;layers=TFFTFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFTTTTFF&amp;amp;description=steinbruch%20Ried%C3%B6schingen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Riedoschinger Travertin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Blumberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Travertinsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinbruch in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plattentektonik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Südwestdeutschen Schichtstufenlands]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boonekamp</name></author>
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